Apr 27 2013

Deutscher Filmpreis für Barbara Sukowa in Luxemburger Koproduktion

Published by at 11:45 under Amour Fou

SOURCE: http://www.wort.lu

Großer Gewinner des Abends war Jan Ole Gerster. Sein Film „Oh Boy“ holte die Goldene Lola und fünf weitere Preise.

Zum besten Hauptdarsteller wurde „Oh Boy“-Titelheld Tom Schilling gekürt, weitere Preise gab es unter anderem für Regie, Drehbuch und die jazzige Filmmusik.

Luxemburgische Koproduktion

Die Lola als beste Schauspielerin nahm Barbara Sukowa entgegen, die in Margarethe von Trottas mit der Silber-Lola ausgezeichneter Filmbiografie „Hannah Arendt“ die deutsch-jüdische Philosophin spielt. Der Film ist eine Koproduktion von Heimatfilm, Amour Fou Luxembourg, MACT und Metro. Die Szenen im New Yorker Appartement wurden im Großherzogtum gedreht.

Das mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangene Reinkarnationsdrama „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer und den Hollywoodregisseuren Lana und Andy Wachoswki holte immerhin fünf Lolas – allerdings vor allem in Nebenkategorien wie Schnitt, Kamera, Kostümbild und Maskenbild.

Michael Gisdek bester Nebendarsteller

„Oh Boy“ räumte dagegen in fast allen wichtigen Kategorien ab, darunter die Preise für das beste Drehbuch und die beste Regie von Jan Ole Gerster, der mit dem Gewinnerfilm seinen ersten Kinofilm überhaupt gedreht hat. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, meinte der bereits vor Bekanntgabe des Hauptpreises völlig überwältigte Regisseur. „Ich weiß nicht, was anders war als bei anderen Filmen, aber ich glaube, der grundlegende Unterschied war der Spirit, mit dem wir diesen Film gedreht haben“, meinte Schilling. „Wir sind alle ganz alte Freunde.“

Auch der Nebendarsteller-Preis ging an einen „Oh Boy“-Schauspieler: Michael Gwisdek wurde für seine Rolle als desillusionierter Berliner Nachtschwärmer geehrt und freute sich riesig. Beste Nebendarstellerin wurde die Theater- und Filmschauspielerin Christine Schorn für ihre Rolle in „Das Leben ist nichts für Feiglinge“.

Ehren-Lola für Werner Herzog

Sehr gerührt war der Regisseur, Schauspieler und Autor Werner Herzog, als er die Ehren-Lola für sein Lebenswerk entgegennahm. Der 70-jährige Filmemacher („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“) war aus seiner Wahlheimat Los Angeles angereist und der Applaus für ihn wollte gar kein Ende nehmen.

„Ich war der Einzige, der wusste, was auf ihn zukommt. Aber jetzt wird es mir doch ganz anders. Sie dürfen das auch nicht als Abschied missverstehen, ich gehe nicht in Pension“, sagte Herzog und versprach, es werde bald neue Filme von ihm zu sehen geben.

Comments

comments

SOURCE: http://www.wort.lu

Großer Gewinner des Abends war Jan Ole Gerster. Sein Film „Oh Boy“ holte die Goldene Lola und fünf weitere Preise.

Zum besten Hauptdarsteller wurde „Oh Boy“-Titelheld Tom Schilling gekürt, weitere Preise gab es unter anderem für Regie, Drehbuch und die jazzige Filmmusik.

Luxemburgische Koproduktion

Die Lola als beste Schauspielerin nahm Barbara Sukowa entgegen, die in Margarethe von Trottas mit der Silber-Lola ausgezeichneter Filmbiografie „Hannah Arendt“ die deutsch-jüdische Philosophin spielt. Der Film ist eine Koproduktion von Heimatfilm, Amour Fou Luxembourg, MACT und Metro. Die Szenen im New Yorker Appartement wurden im Großherzogtum gedreht.

Das mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangene Reinkarnationsdrama „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer und den Hollywoodregisseuren Lana und Andy Wachoswki holte immerhin fünf Lolas – allerdings vor allem in Nebenkategorien wie Schnitt, Kamera, Kostümbild und Maskenbild.

Michael Gisdek bester Nebendarsteller

„Oh Boy“ räumte dagegen in fast allen wichtigen Kategorien ab, darunter die Preise für das beste Drehbuch und die beste Regie von Jan Ole Gerster, der mit dem Gewinnerfilm seinen ersten Kinofilm überhaupt gedreht hat. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, meinte der bereits vor Bekanntgabe des Hauptpreises völlig überwältigte Regisseur. „Ich weiß nicht, was anders war als bei anderen Filmen, aber ich glaube, der grundlegende Unterschied war der Spirit, mit dem wir diesen Film gedreht haben“, meinte Schilling. „Wir sind alle ganz alte Freunde.“

Auch der Nebendarsteller-Preis ging an einen „Oh Boy“-Schauspieler: Michael Gwisdek wurde für seine Rolle als desillusionierter Berliner Nachtschwärmer geehrt und freute sich riesig. Beste Nebendarstellerin wurde die Theater- und Filmschauspielerin Christine Schorn für ihre Rolle in „Das Leben ist nichts für Feiglinge“.

Ehren-Lola für Werner Herzog

Sehr gerührt war der Regisseur, Schauspieler und Autor Werner Herzog, als er die Ehren-Lola für sein Lebenswerk entgegennahm. Der 70-jährige Filmemacher („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“) war aus seiner Wahlheimat Los Angeles angereist und der Applaus für ihn wollte gar kein Ende nehmen.

„Ich war der Einzige, der wusste, was auf ihn zukommt. Aber jetzt wird es mir doch ganz anders. Sie dürfen das auch nicht als Abschied missverstehen, ich gehe nicht in Pension“, sagte Herzog und versprach, es werde bald neue Filme von ihm zu sehen geben.

Comments

comments

No responses yet

Comments are closed at this time.

Trackback URI |