Aug 20 2010

„Crazy Cinématographe“ -jetzt noch verrückter!

Published by at 01:21 under Articles,Deutsch,Events & Projects

SOURCE: http://www.journal.lu

Zwischen Riesenrad und einer Portion „Gromperekichelcher“ eine nostalgische Zeitreise in die verrückte Kindheit des Kinos: Nach dem großen Publikumsandrang der letzten Jahre schlägt das Jahrmarktkino „Crazy Cinématographe“ erneut seine Zelte während drei Wochen auf der „Schueberfouer“ auf und präsentiert Menschen, Tiere, Sensationen aus der Wunderwelt des Kinematographen.

Von „Manneken Pis“…
Das rundum erneuerte Programm, Ergebnis detektivischer Spürarbeit in den Zelluloidkellern von Kinematheken und Filmsammlern, präsentiert unglaubliche Schätze des Jahrmarkt-Kinos aus den Jahren 1895 bis 1910: Den entflohenen Leoparden Saida, der das Brüsseler Wahrzeichen „Manneken Pis“ entführt, die aberwitzigen Missgeschicke eines extrem kurzsichtigen Radfahrers sowie einen bis zur Schmerzgrenze biegsamen Schlangenmenschen. Dieser atemberaubende Gummimensch ist eine der Hauptattraktionen der Show „Cabinet Fantastico“, einer Programm-Neuheit, die exklusiv jene spektakulären, historischen Artisten- und Variété-Nummern darbietet, die in den Jahrmarktkinos der „Belle Epoque“ das schaulustige Publikum ganz besonders in ihren Bann zogen.
Eine weitere Neuheit der Ausgabe 2010: Die legendäre Zauberlaterne „Laterna Magica“ wird ins Zelt des „Crazy Cinématographe“ einziehen. Die historische Projektion originaler, handbemalter Laternenbilder wird es erstmals einem breiten Publikum ermöglichen, diesen direkten Vorfahren des Kinematographen zu entdecken, der im 19. Jahrhundert zum wichtigsten Massen- und Unterhaltungsmedium avancierte und zum Publikumsmagneten auf Jahrmärkten wurde.
… über „Cazy Duel“…
Eine besondere Attraktion, ganz in der Jahrmarkttradition der Spektakel und Zaubershows, ist das „Crazy Duel“, das als Spezialvorstellung am 27. und 28. August um 21 Uhr präsentiert wird. David Goldrake, der international prominente luxemburgische Illusionist, fordert die amerikanische Zauberlegende Harry Houdini heraus. In zwei Disziplinen – der Befreiung aus einer Zwangsjacke und dem rasanten Substitutionstrick „Metamorphosis“ – wird Goldrake sich an Houdini messen, der Dank raren Filmmaterials aus den 1910er Jahren überlebensgroß auf der Leinwand erscheint.
… bis zu „Herrenabenden“
Zu vorgerückter Stunde wird wiederum in der Tradition der so genannten „Herrenabende“ ein erotisches Betthupferl angeboten, dieses Mal mit einer Wiener Dame aus gutem Hause, die von einer Routine-Untersuchung ihres Hausarztes aufs höchste echauffiert wird, einem hochpikanten Kostümfilm, der vom Alten Testament inspiriert ist, sowie einer erotischen Laterna Magica-Einlage, welche die sexuellen Eskapaden des allzeit bereiten bayerischen Gentleman Herrn von Fix in Szene setzt.
Ein zusätzlicher Attraktionsfaktor der etwa 20-minütigen Programme des „Crazy Cinématographe“ ist die Live-Animation, die im übrigen daran erinnern soll, dass der Stummfilm nie wirklich stumm war. Klavierbegleitung und Geräuscheffekte sind ebenso Bestandteil der Shows wie die belgischen Kinoerzähler der „Compagnie des Bonimenteurs“, die auf ihre unnachahmliche Art erklärende und belustigende Akzente setzen.
Ort: Jahrmarktszelt des „Crazy Cinématographe“, unterer Teil des Glacis (vis-à-vis des Rio Rapidos)
Vorstellungen: 20 Minuten-Programme, abwechselnd gespielt. Tägliche Vorführungen während der „Schueberfouer“ (20. August bis 8. September), jeweils zur vollen Stunde: montags bis freitags von 19 bis 24 Uhr, samstags von 15 bis 1 Uhr, sonntags von 15 bis 23 Uhr, Mittwoch, 25. August und Mittwoch, 8. September von 15 bis 24 Uhr. ‹
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Zwischen Riesenrad und einer Portion „Gromperekichelcher“ eine nostalgische Zeitreise in die verrückte Kindheit des Kinos: Nach dem großen Publikumsandrang der letzten Jahre schlägt das Jahrmarktkino „Crazy Cinématographe“ erneut seine Zelte während drei Wochen auf der „Schueberfouer“ auf und präsentiert Menschen, Tiere, Sensationen aus der Wunderwelt des Kinematographen.

Von „Manneken Pis“…
Das rundum erneuerte Programm, Ergebnis detektivischer Spürarbeit in den Zelluloidkellern von Kinematheken und Filmsammlern, präsentiert unglaubliche Schätze des Jahrmarkt-Kinos aus den Jahren 1895 bis 1910: Den entflohenen Leoparden Saida, der das Brüsseler Wahrzeichen „Manneken Pis“ entführt, die aberwitzigen Missgeschicke eines extrem kurzsichtigen Radfahrers sowie einen bis zur Schmerzgrenze biegsamen Schlangenmenschen. Dieser atemberaubende Gummimensch ist eine der Hauptattraktionen der Show „Cabinet Fantastico“, einer Programm-Neuheit, die exklusiv jene spektakulären, historischen Artisten- und Variété-Nummern darbietet, die in den Jahrmarktkinos der „Belle Epoque“ das schaulustige Publikum ganz besonders in ihren Bann zogen.
Eine weitere Neuheit der Ausgabe 2010: Die legendäre Zauberlaterne „Laterna Magica“ wird ins Zelt des „Crazy Cinématographe“ einziehen. Die historische Projektion originaler, handbemalter Laternenbilder wird es erstmals einem breiten Publikum ermöglichen, diesen direkten Vorfahren des Kinematographen zu entdecken, der im 19. Jahrhundert zum wichtigsten Massen- und Unterhaltungsmedium avancierte und zum Publikumsmagneten auf Jahrmärkten wurde.
… über „Cazy Duel“…
Eine besondere Attraktion, ganz in der Jahrmarkttradition der Spektakel und Zaubershows, ist das „Crazy Duel“, das als Spezialvorstellung am 27. und 28. August um 21 Uhr präsentiert wird. David Goldrake, der international prominente luxemburgische Illusionist, fordert die amerikanische Zauberlegende Harry Houdini heraus. In zwei Disziplinen – der Befreiung aus einer Zwangsjacke und dem rasanten Substitutionstrick „Metamorphosis“ – wird Goldrake sich an Houdini messen, der Dank raren Filmmaterials aus den 1910er Jahren überlebensgroß auf der Leinwand erscheint.
… bis zu „Herrenabenden“
Zu vorgerückter Stunde wird wiederum in der Tradition der so genannten „Herrenabende“ ein erotisches Betthupferl angeboten, dieses Mal mit einer Wiener Dame aus gutem Hause, die von einer Routine-Untersuchung ihres Hausarztes aufs höchste echauffiert wird, einem hochpikanten Kostümfilm, der vom Alten Testament inspiriert ist, sowie einer erotischen Laterna Magica-Einlage, welche die sexuellen Eskapaden des allzeit bereiten bayerischen Gentleman Herrn von Fix in Szene setzt.
Ein zusätzlicher Attraktionsfaktor der etwa 20-minütigen Programme des „Crazy Cinématographe“ ist die Live-Animation, die im übrigen daran erinnern soll, dass der Stummfilm nie wirklich stumm war. Klavierbegleitung und Geräuscheffekte sind ebenso Bestandteil der Shows wie die belgischen Kinoerzähler der „Compagnie des Bonimenteurs“, die auf ihre unnachahmliche Art erklärende und belustigende Akzente setzen.
Ort: Jahrmarktszelt des „Crazy Cinématographe“, unterer Teil des Glacis (vis-à-vis des Rio Rapidos)
Vorstellungen: 20 Minuten-Programme, abwechselnd gespielt. Tägliche Vorführungen während der „Schueberfouer“ (20. August bis 8. September), jeweils zur vollen Stunde: montags bis freitags von 19 bis 24 Uhr, samstags von 15 bis 1 Uhr, sonntags von 15 bis 23 Uhr, Mittwoch, 25. August und Mittwoch, 8. September von 15 bis 24 Uhr. ‹
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