Aug 13 2010

Der Hungrige

Published by at 01:40 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://revue.editpress.lu – Gabrielle Seil

Wer will schon dumm sterben? Nilton Martins jedenfalls nicht. Und so macht sich der junge Portugiese mehr zu Eigen als nur die Schauspielerei.

Es geht ihm zwar nicht ständig um alles, aber zum Herumtrödeln ist Nilton Martins wirklich nicht geboren. Wenn er nicht gerade vor einer Kamera steht, fährt er zu den Proben eines Theaterstücks oder schreibt Sketche für ein eigenes Kabarettprogramm. In Remich, wo er aufgewachsen ist und immer noch wohnt, hat er schon als Schwimmlehrerassistent gearbeitet. Er kann fechten, ist gut im Schlittschuhlaufen, spielt gern Fußball, verdient sich als DJ Nilles ein kleines Taschengeld und hat eine Ausbildung als Stuntman. «Ech di mir net wéi beim Falen a kann engem aneren eng erofhaen, méi awer och net», stellt der 28-Jährige klar. Trotzdem: Dieser junge Mann ist mit Talent gesegnet.
Dass er noch nicht zu einem Star avanciert ist, hat wahrscheinlich mit seinem Aussehen zu tun. Nilton Martins ist nur bescheidene 1,72 Meter groß, und so kommt er für verschiedene Film- und Theaterrollen nicht in Frage. Gut, Tom Cruise ist auch kein Riese, aber in Hollywood kennt man sich im Schummeln besser aus. Da muss der Actionheld aus «Knight and Day» nicht zu seiner Partnerin Cameron Diaz hochschauen, obwohl sie High Heels trägt. Komplexe wegen seiner Größe hat Nilton Martins derzeit keine. Das war früher anders. «Ech war ëmmer e klengen Décken», gibt der Schauspieler offen zu. In Paris, wo er drei Jahre lang an der «École internationale de création audiovisuelle et de réalisation» (Eicar) studiert, futtert er sich ein Gewicht an, das ihm etwas Überlebensgroßes verleiht. Dass er zudem ein paar Jahre älter wirkt, verschafft ihm 2007 die Rolle des Saxofonisten Andy Felten in Andy Bauschs Dokumentarfilm «Entrée d’artistes».

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 32/10

Comments

comments

SOURCE: http://revue.editpress.lu – Gabrielle Seil

Wer will schon dumm sterben? Nilton Martins jedenfalls nicht. Und so macht sich der junge Portugiese mehr zu Eigen als nur die Schauspielerei.

Es geht ihm zwar nicht ständig um alles, aber zum Herumtrödeln ist Nilton Martins wirklich nicht geboren. Wenn er nicht gerade vor einer Kamera steht, fährt er zu den Proben eines Theaterstücks oder schreibt Sketche für ein eigenes Kabarettprogramm. In Remich, wo er aufgewachsen ist und immer noch wohnt, hat er schon als Schwimmlehrerassistent gearbeitet. Er kann fechten, ist gut im Schlittschuhlaufen, spielt gern Fußball, verdient sich als DJ Nilles ein kleines Taschengeld und hat eine Ausbildung als Stuntman. «Ech di mir net wéi beim Falen a kann engem aneren eng erofhaen, méi awer och net», stellt der 28-Jährige klar. Trotzdem: Dieser junge Mann ist mit Talent gesegnet.
Dass er noch nicht zu einem Star avanciert ist, hat wahrscheinlich mit seinem Aussehen zu tun. Nilton Martins ist nur bescheidene 1,72 Meter groß, und so kommt er für verschiedene Film- und Theaterrollen nicht in Frage. Gut, Tom Cruise ist auch kein Riese, aber in Hollywood kennt man sich im Schummeln besser aus. Da muss der Actionheld aus «Knight and Day» nicht zu seiner Partnerin Cameron Diaz hochschauen, obwohl sie High Heels trägt. Komplexe wegen seiner Größe hat Nilton Martins derzeit keine. Das war früher anders. «Ech war ëmmer e klengen Décken», gibt der Schauspieler offen zu. In Paris, wo er drei Jahre lang an der «École internationale de création audiovisuelle et de réalisation» (Eicar) studiert, futtert er sich ein Gewicht an, das ihm etwas Überlebensgroßes verleiht. Dass er zudem ein paar Jahre älter wirkt, verschafft ihm 2007 die Rolle des Saxofonisten Andy Felten in Andy Bauschs Dokumentarfilm «Entrée d’artistes».

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 32/10

Comments

comments

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply