Oct 09 2011

Die Stabilität der Filmindustrie garantieren

Published by at 01:28 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://www.journal.lu

Medien- und Kommunikationsminister François Biltgen und Kulturministerin Octavie Modert hatten gestern Nachmittag zu einer Bilanzpressekonferenz des „Film Fong“ geladen. Gemeinsam mit dem Direktor des „Film Fong“, Guy Daleiden, und dem Präsidenten des Verwaltungsrates, Bob Krieps, stellte man der Presse Zahlen und Projekte vor. Der Kulturministerin Octavie Modert liegt nach wie vor die verstärkte Professionalisierung des gesamten Kultursektors, inklusive der Filmbranche, am Herzen. Man möchte verstärkt die Kreativität der in der Filmbranche tätigen Aktiven fördern, so die Ministerin für Kultur. Die Ministerin begrüßte die Tatsache, dass in der jüngsten Vergangenheit vermehrt luxemburgische Filmprojekte auf dem Tisch des „Fong“ landen. Positiv fällt ebenfalls auf, dass in der letzten Zeit immer mehr junge Leute sich auf das Abenteuer „Film“ einlassen

Ehe die beiden Minister aber Informationen über filmische Projekte preisgaben, lieferte man jedoch konkrete Zahlen. Der „Film Fong“ profitierte im Jahre 2010 von einer budgetären Zuwendung von insgesamt 6,5 Millionen Euro; dies entspricht in etwa dem Betrag des Jahres 2009. Der Verwaltungsrat des „Film Fong“ hat von 36 eingereichten Projekten 23 Filme zurückbehalten, die dann finanziell unterstützt wurden. Der Betrag dieser finanziellen Hilfe beläuft sich auf 4.684.497 Euro. Von den Vorteilen der sogenannten „Certificats d’Investissement Audiovisuel“ profitierten im vergangenen Jahr 17 Filme; die finanzielle Beteiligung der Regierung durch diese Zertifikate beläuft sich auf insgesamt 9.507.926 Euro. Der „Film Fong“ genehmigte weiterhin noch Zuschüsse für die Branche in einer Höhe von 34.467 Euro und sogenannte „aides à la promotion“ in einer Höhe von rund 86.000 Euro.

Die Ministerin hob in ihrer Präsentation den Dokumentarstreifen „InThierryView“ über den verstorbenen Schauspieler Thierry van Werveke hervor, der auch von finanziellen Zuschüssen profitierte. Octavie Modert zählte den 2009 verstorbenen Schauspieler zu jener Generation von Film-Akteuren, „die sich durchbeissen mussten“. Diese Generation war auf dem Gebiet des Films aktiv, als die ganze Szene noch nicht so organisiert war, wie sie es heute ist.

Viele junge Filmschaffende

Die finanzielle Unterstützung der jungen Nachwuchsfilmschaffenden ist für die Kulturministerin von enormer Bedeutung; indem sie die Möglichkeit erhalten, eigene Werke zu realisieren, werden diese Akteure vermehrt wahrgenommen. Voll des Lobes war die Politikerin für das „Comité de Lecture“, das seit kurzem vermehrt die Rolle eines „Coaches“ für junge Filmschaffende übernimmt. Die Filmschaffenden sollen jedoch nicht nur vor Ort wertvolle Unterstützung erhalten; die Kulturpolitik soll weiter auf den Bereich „Ausbildung“ ausgedehnt werden. Das Düdelinger „Centre National de l’Audiovisuel“ (CNA) leistet seit 2011 wertvolle konkrete Informationsarbeit, um junge Menschen an die unterschiedlichen Filmberufe heranzuführen. Zu diesem Zweck werden in Düdelingen Formationsmodule geschaffen.

Der Kommunikations- und Medienminister war in den vergangenen Monaten in der Welt unterwegs , um fleißig Filmabkommen mit anderen Ländern unter Dach und Fach zu bringen. Zu den bereits bestehenden Abkommen gesellen sich nun diejenigen mit der Schweiz und Irland. Irland ist wichtig, da man in Zukunft die Präsenz auf dem englischsprachigen Markt intensivieren möchte. Zahlreiche luxemburgische Werke feierten im Laufe der letzten Jahres Erfolge beim Publikum oder der Kritik. Langsam, aber sicher in Fahrt auf den ausländischen Kinomärkten kommt momentan „House of Boys“. Der Film von Regisseur Jean-Claude Schlim findet großen Anklang beim US-amerikanischen Publikum.

Minister Bildgen teilte die Meinung seiner Regierungskollegin, was die Ausbildung der jungen Filmschaffenden anbelangt. In diesem Jahr wird man wieder auf der „Foire de l’Etudiant“ präsent sein, um mit jungen Menschen über die Berufsmöglichkeiten im Filmgeschäft zu diskutieren.

Keine weiteren audiovisuellen Zertifikate

Einschneidende Veränderungen was die Finanzierung der Filme betrifft stehen in den kommenden Jahren bevor. Die audiovisuellen Zertifikate werden nicht mehr erneuert; bestehende Zertifikate werden auslaufen gelassen. Laut Bildgen wurde es in der jüngsten Vergangenheit immer schwieriger, diese Zertifikate an den Mann zu bringen, sprich Firmen zu finden, die diese erwerben möchten. Die Filmschaffenden müssen jedoch nicht befürchten, dass sie jetzt weniger Geld erhalten werden. Bis zum Jahre 2014 durchlaufe man eine Phase der Umschichtung, so der Minister für Medien- und Kommunikation. Das Nicht-Erneuern der audiovisuellen Zertifikate wird dann kompensiert durch eine Erhöhung der jährlichen Dotation an den „Film Fong“. Laut Bildgen befinde man sich momentan in einem „Phasing out“.

Ehe es zur Erneuerung des „Film Fong“-Gesetzes im Jahre 2012 kommt, feiert man die kommende Auflage des „Lëtzebuerger Filmprais“ im Rahmen des „Discovery Zone“-Festivals. Man habe somit zusammengefügt, was zusammen gehört, kommentierte Octavie Modert diese neue Verbindung von Filmpreis und -festival.

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Medien- und Kommunikationsminister François Biltgen und Kulturministerin Octavie Modert hatten gestern Nachmittag zu einer Bilanzpressekonferenz des „Film Fong“ geladen. Gemeinsam mit dem Direktor des „Film Fong“, Guy Daleiden, und dem Präsidenten des Verwaltungsrates, Bob Krieps, stellte man der Presse Zahlen und Projekte vor. Der Kulturministerin Octavie Modert liegt nach wie vor die verstärkte Professionalisierung des gesamten Kultursektors, inklusive der Filmbranche, am Herzen. Man möchte verstärkt die Kreativität der in der Filmbranche tätigen Aktiven fördern, so die Ministerin für Kultur. Die Ministerin begrüßte die Tatsache, dass in der jüngsten Vergangenheit vermehrt luxemburgische Filmprojekte auf dem Tisch des „Fong“ landen. Positiv fällt ebenfalls auf, dass in der letzten Zeit immer mehr junge Leute sich auf das Abenteuer „Film“ einlassen

Ehe die beiden Minister aber Informationen über filmische Projekte preisgaben, lieferte man jedoch konkrete Zahlen. Der „Film Fong“ profitierte im Jahre 2010 von einer budgetären Zuwendung von insgesamt 6,5 Millionen Euro; dies entspricht in etwa dem Betrag des Jahres 2009. Der Verwaltungsrat des „Film Fong“ hat von 36 eingereichten Projekten 23 Filme zurückbehalten, die dann finanziell unterstützt wurden. Der Betrag dieser finanziellen Hilfe beläuft sich auf 4.684.497 Euro. Von den Vorteilen der sogenannten „Certificats d’Investissement Audiovisuel“ profitierten im vergangenen Jahr 17 Filme; die finanzielle Beteiligung der Regierung durch diese Zertifikate beläuft sich auf insgesamt 9.507.926 Euro. Der „Film Fong“ genehmigte weiterhin noch Zuschüsse für die Branche in einer Höhe von 34.467 Euro und sogenannte „aides à la promotion“ in einer Höhe von rund 86.000 Euro.

Die Ministerin hob in ihrer Präsentation den Dokumentarstreifen „InThierryView“ über den verstorbenen Schauspieler Thierry van Werveke hervor, der auch von finanziellen Zuschüssen profitierte. Octavie Modert zählte den 2009 verstorbenen Schauspieler zu jener Generation von Film-Akteuren, „die sich durchbeissen mussten“. Diese Generation war auf dem Gebiet des Films aktiv, als die ganze Szene noch nicht so organisiert war, wie sie es heute ist.

Viele junge Filmschaffende

Die finanzielle Unterstützung der jungen Nachwuchsfilmschaffenden ist für die Kulturministerin von enormer Bedeutung; indem sie die Möglichkeit erhalten, eigene Werke zu realisieren, werden diese Akteure vermehrt wahrgenommen. Voll des Lobes war die Politikerin für das „Comité de Lecture“, das seit kurzem vermehrt die Rolle eines „Coaches“ für junge Filmschaffende übernimmt. Die Filmschaffenden sollen jedoch nicht nur vor Ort wertvolle Unterstützung erhalten; die Kulturpolitik soll weiter auf den Bereich „Ausbildung“ ausgedehnt werden. Das Düdelinger „Centre National de l’Audiovisuel“ (CNA) leistet seit 2011 wertvolle konkrete Informationsarbeit, um junge Menschen an die unterschiedlichen Filmberufe heranzuführen. Zu diesem Zweck werden in Düdelingen Formationsmodule geschaffen.

Der Kommunikations- und Medienminister war in den vergangenen Monaten in der Welt unterwegs , um fleißig Filmabkommen mit anderen Ländern unter Dach und Fach zu bringen. Zu den bereits bestehenden Abkommen gesellen sich nun diejenigen mit der Schweiz und Irland. Irland ist wichtig, da man in Zukunft die Präsenz auf dem englischsprachigen Markt intensivieren möchte. Zahlreiche luxemburgische Werke feierten im Laufe der letzten Jahres Erfolge beim Publikum oder der Kritik. Langsam, aber sicher in Fahrt auf den ausländischen Kinomärkten kommt momentan „House of Boys“. Der Film von Regisseur Jean-Claude Schlim findet großen Anklang beim US-amerikanischen Publikum.

Minister Bildgen teilte die Meinung seiner Regierungskollegin, was die Ausbildung der jungen Filmschaffenden anbelangt. In diesem Jahr wird man wieder auf der „Foire de l’Etudiant“ präsent sein, um mit jungen Menschen über die Berufsmöglichkeiten im Filmgeschäft zu diskutieren.

Keine weiteren audiovisuellen Zertifikate

Einschneidende Veränderungen was die Finanzierung der Filme betrifft stehen in den kommenden Jahren bevor. Die audiovisuellen Zertifikate werden nicht mehr erneuert; bestehende Zertifikate werden auslaufen gelassen. Laut Bildgen wurde es in der jüngsten Vergangenheit immer schwieriger, diese Zertifikate an den Mann zu bringen, sprich Firmen zu finden, die diese erwerben möchten. Die Filmschaffenden müssen jedoch nicht befürchten, dass sie jetzt weniger Geld erhalten werden. Bis zum Jahre 2014 durchlaufe man eine Phase der Umschichtung, so der Minister für Medien- und Kommunikation. Das Nicht-Erneuern der audiovisuellen Zertifikate wird dann kompensiert durch eine Erhöhung der jährlichen Dotation an den „Film Fong“. Laut Bildgen befinde man sich momentan in einem „Phasing out“.

Ehe es zur Erneuerung des „Film Fong“-Gesetzes im Jahre 2012 kommt, feiert man die kommende Auflage des „Lëtzebuerger Filmprais“ im Rahmen des „Discovery Zone“-Festivals. Man habe somit zusammengefügt, was zusammen gehört, kommentierte Octavie Modert diese neue Verbindung von Filmpreis und -festival.

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One Response to “Die Stabilität der Filmindustrie garantieren”

  1. Kschuberton 09 Oct 2011 at 10:16

    Wie ka mir erklaeren wat déi “audiovisuel zertifikater” sin?

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