Jul 16 2011

Die toughe Prinzessin

Published by at 01:35 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://revue.editpress.lu

Mit erst 27 Jahren hat die Luxemburger Schauspielerin Vicky Krieps bereits das seltene Glük, sich ihre Kino- und TV-Rollen aussuchen zu dürfen

Sie sieht aus wie einem Märchenfilm entstiegen. Als könne sie kein Wässerchen trüben. Im Gespräch entpuppt sich die Prinzessin mit dem lockigen Haar, den stets strahlenden Augen und den lustigen Grübchen als eine sehr selbstbewusste junge Frau, die zwar nicht immer genau weiß, was sie will, aber was sie nicht will, das steht für Vicky Krieps fest. Vorbehaltlos. „Ech géif ni an engem Film matspillen, mat deem senger Ausso ech net averstan sinn. Net fir eng Millioun Dollar.“ Was außerdem so gar nicht in Frage käme: Werbung zu machen für eine Zeitung, die sie nicht liest. Oder für einen Yoghurt, den sie nie essen würde. Tabu sind ebenfalls Modelshows. Klingt, als wäre sie zickig und kapriziös. Dabei stellt die 27-jährige Schauspielerin lediglich Ansprüche. Sowohl an sich selbst als auch an andere.

Im deutschen Fernsehen wird Vicky Krieps, die mit ihrem Lebensgefährten und der gemeinsamen zehn Monate alten Tochter Elise in Berlin lebt, durch ihre Hauptrolle im Tatort-Krimi „Eine bessere Welt“ nahezu über Nacht berühmt. An der Seite des neuen hessischen Ermittlerduos Joachim Krol und Nina Kunzendorf spielt die Luxemburgerin eine etwas blasse Postbeamtin, die von dem Vater eines im Koma liegenden Jungen irrtümlicherweise für dessen Mörderin gehalten wird und Morddrohungen erhält. „Et war Chance an och Zoufall, datt ech déi Roll kritt hunn.“ Weil die Dreharbeiten immer wieder verschoben werden, hat die vorgesehene Schauspielerin plötzlich keine Zeit mehr. Vicky Krieps’ Agentin handelt rasch, schickt sogleich ein Demoband an den Regisseur. Lars Kraume ist begeistert. „Sou schnell kann dat heiansdo goen.“

Trotz der positiven Erfahrungen, die Vicky Krieps während des Tatort-Drehs gesammelt hat, will sie sich in Zukunft nicht unbedingt auf TV-Rollen konzentrieren. Weniger aus Angst, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden, sondern weil sie sich vor interessanten Filmrollenangeboten momentan kaum retten kann. Kaum ist der deutsche Spielfilm „Wer wenn nicht wir“ abgedreht, steht sie in „Anonymous“ von Hollywood-Starregisseur Roland Emmerich vor der Kamera. Anschließend fliegt sie nach Skandinavien, um dort in einer Szene von „Hanna“ zu spielen. Derzeit arbeit sie mit Andy Bausch zusammen, der einen Dokumentarfilm über die Belle Epoque dreht. Und im Herbst beginnen die Dreharbeiten für „Die Vermessung der Welt.“ Ein Blockbuster.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 27/11.

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Mit erst 27 Jahren hat die Luxemburger Schauspielerin Vicky Krieps bereits das seltene Glük, sich ihre Kino- und TV-Rollen aussuchen zu dürfen

Sie sieht aus wie einem Märchenfilm entstiegen. Als könne sie kein Wässerchen trüben. Im Gespräch entpuppt sich die Prinzessin mit dem lockigen Haar, den stets strahlenden Augen und den lustigen Grübchen als eine sehr selbstbewusste junge Frau, die zwar nicht immer genau weiß, was sie will, aber was sie nicht will, das steht für Vicky Krieps fest. Vorbehaltlos. „Ech géif ni an engem Film matspillen, mat deem senger Ausso ech net averstan sinn. Net fir eng Millioun Dollar.“ Was außerdem so gar nicht in Frage käme: Werbung zu machen für eine Zeitung, die sie nicht liest. Oder für einen Yoghurt, den sie nie essen würde. Tabu sind ebenfalls Modelshows. Klingt, als wäre sie zickig und kapriziös. Dabei stellt die 27-jährige Schauspielerin lediglich Ansprüche. Sowohl an sich selbst als auch an andere.

Im deutschen Fernsehen wird Vicky Krieps, die mit ihrem Lebensgefährten und der gemeinsamen zehn Monate alten Tochter Elise in Berlin lebt, durch ihre Hauptrolle im Tatort-Krimi „Eine bessere Welt“ nahezu über Nacht berühmt. An der Seite des neuen hessischen Ermittlerduos Joachim Krol und Nina Kunzendorf spielt die Luxemburgerin eine etwas blasse Postbeamtin, die von dem Vater eines im Koma liegenden Jungen irrtümlicherweise für dessen Mörderin gehalten wird und Morddrohungen erhält. „Et war Chance an och Zoufall, datt ech déi Roll kritt hunn.“ Weil die Dreharbeiten immer wieder verschoben werden, hat die vorgesehene Schauspielerin plötzlich keine Zeit mehr. Vicky Krieps’ Agentin handelt rasch, schickt sogleich ein Demoband an den Regisseur. Lars Kraume ist begeistert. „Sou schnell kann dat heiansdo goen.“

Trotz der positiven Erfahrungen, die Vicky Krieps während des Tatort-Drehs gesammelt hat, will sie sich in Zukunft nicht unbedingt auf TV-Rollen konzentrieren. Weniger aus Angst, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden, sondern weil sie sich vor interessanten Filmrollenangeboten momentan kaum retten kann. Kaum ist der deutsche Spielfilm „Wer wenn nicht wir“ abgedreht, steht sie in „Anonymous“ von Hollywood-Starregisseur Roland Emmerich vor der Kamera. Anschließend fliegt sie nach Skandinavien, um dort in einer Szene von „Hanna“ zu spielen. Derzeit arbeit sie mit Andy Bausch zusammen, der einen Dokumentarfilm über die Belle Epoque dreht. Und im Herbst beginnen die Dreharbeiten für „Die Vermessung der Welt.“ Ein Blockbuster.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 27/11.

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