Nov 04 2009

Dreharbeiten zum Film “Illegal”

Published by at 14:24 under Articles

SOURCE: www.wort.lu – Nadja Rafalski

Ein eher ungewohntes Bild bot sich am Dienstag den Besuchern des Parkhauses am Boulevard John F. Kennedy in Esch/Alzette. Die unteren Etagen des mehrstöckigen Zweckbaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Polizeikommissariat waren nur eingeschränkt bis gar nicht nutzbar. Der Grund: Dreharbeiten zum Film „Illegal“, die bis in die frühen Abendstunden andauerten.

„Illegal“, ein sozio-politisches Drama, erzählt die Geschichte der Russin Tania und ihres dreizehnjährigen Sohnes Ivan, die vor acht Jahren nach Belgien kamen und seither ohne gültige Papiere im Untergrund leben.

Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle wird die Frau eines Tages verhaftet. Während ihrem Sohn die Flucht gelingt, kommt Tania in ein geschlossenes Asylantenheim. Nach einem Monat Haft droht ihr die Abschiebung in ihre Heimat und die Gefahr ihren Sohn nie mehr wiederzusehen. Für sie beginnt ein langwieriger Kampf um die eigene Identität und Würde. In seinem zweiten Spielfilm widmet sich Regisseur Olivier Masset-Depasse der Thematik der illegalen Einwanderung und dem Umgang damit in unserer westlichen Gesellschaft.

Belgisch-luxemburgisch-französische Koproduktion

Ende Oktober dieses Jahres hatten die Dreharbeiten zu der belgisch-luxemburgisch-französischen Koproduktion begonnen. Nach mehrtägigen Aufnahmen in der Escher Rue du Canal, bei der die Filmcrew auf die Räumlichkeiten des ehemaligen Polizeigebäudes zurückgriff, das nach der Schließung zeitweise von „Abrisud“ genutzt wurde, stand gestern eine Verfolgungsszene im Parkhaus auf dem Programm. Eine zentrale Szene, wie man am Set bestätigte. Für die Nutzer des Parkhauses hieß es gestern Humor und Geduld zu beweisen, da dies eine zeitweise Minimierung der Parkfläche bedeutete.

Auf die Frage, warum gerade das Escher Parkhaus für die Dreharbeiten ausgesucht worden war, antwortete Produzent Jacques-Henri Bronckart dem „Luxemburger Wort“, hier hätte man ideale Bedingungen vorgefunden. Weil der untere Bereich des Parkhauses üblicherweise Mietern vorbehalten ist, während der obere Teil öffentlicher Parkraum sei, greife man weniger in den Tagesablauf ein. „In der Hauptstadt liegt die Situation etwas anders. Dort ist die Aufteilung häufig umgekehrt, Abonnenten parken oben und die öffentlichen Plätze liegen auf den unteren Ebenen. „Wir haben hier eine Übereinkunft getroffen, mit der wir, denke ich, gut leben können.

Wir werden den Betrieb lediglich einen Tag stören“, erklärte der Produzent der belgischen Firma „Versus Production“, die neben der luxemburgischen Firma „Iris Productions“ an dem Filmprojekt beteiligt ist. Der Film soll im Frühjahr 2010 fertiggestellt sein, die Dreharbeiten in Esch sind abgeschlossen.

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SOURCE: www.wort.lu – Nadja Rafalski

Ein eher ungewohntes Bild bot sich am Dienstag den Besuchern des Parkhauses am Boulevard John F. Kennedy in Esch/Alzette. Die unteren Etagen des mehrstöckigen Zweckbaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Polizeikommissariat waren nur eingeschränkt bis gar nicht nutzbar. Der Grund: Dreharbeiten zum Film „Illegal“, die bis in die frühen Abendstunden andauerten.

„Illegal“, ein sozio-politisches Drama, erzählt die Geschichte der Russin Tania und ihres dreizehnjährigen Sohnes Ivan, die vor acht Jahren nach Belgien kamen und seither ohne gültige Papiere im Untergrund leben.

Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle wird die Frau eines Tages verhaftet. Während ihrem Sohn die Flucht gelingt, kommt Tania in ein geschlossenes Asylantenheim. Nach einem Monat Haft droht ihr die Abschiebung in ihre Heimat und die Gefahr ihren Sohn nie mehr wiederzusehen. Für sie beginnt ein langwieriger Kampf um die eigene Identität und Würde. In seinem zweiten Spielfilm widmet sich Regisseur Olivier Masset-Depasse der Thematik der illegalen Einwanderung und dem Umgang damit in unserer westlichen Gesellschaft.

Belgisch-luxemburgisch-französische Koproduktion

Ende Oktober dieses Jahres hatten die Dreharbeiten zu der belgisch-luxemburgisch-französischen Koproduktion begonnen. Nach mehrtägigen Aufnahmen in der Escher Rue du Canal, bei der die Filmcrew auf die Räumlichkeiten des ehemaligen Polizeigebäudes zurückgriff, das nach der Schließung zeitweise von „Abrisud“ genutzt wurde, stand gestern eine Verfolgungsszene im Parkhaus auf dem Programm. Eine zentrale Szene, wie man am Set bestätigte. Für die Nutzer des Parkhauses hieß es gestern Humor und Geduld zu beweisen, da dies eine zeitweise Minimierung der Parkfläche bedeutete.

Auf die Frage, warum gerade das Escher Parkhaus für die Dreharbeiten ausgesucht worden war, antwortete Produzent Jacques-Henri Bronckart dem „Luxemburger Wort“, hier hätte man ideale Bedingungen vorgefunden. Weil der untere Bereich des Parkhauses üblicherweise Mietern vorbehalten ist, während der obere Teil öffentlicher Parkraum sei, greife man weniger in den Tagesablauf ein. „In der Hauptstadt liegt die Situation etwas anders. Dort ist die Aufteilung häufig umgekehrt, Abonnenten parken oben und die öffentlichen Plätze liegen auf den unteren Ebenen. „Wir haben hier eine Übereinkunft getroffen, mit der wir, denke ich, gut leben können.

Wir werden den Betrieb lediglich einen Tag stören“, erklärte der Produzent der belgischen Firma „Versus Production“, die neben der luxemburgischen Firma „Iris Productions“ an dem Filmprojekt beteiligt ist. Der Film soll im Frühjahr 2010 fertiggestellt sein, die Dreharbeiten in Esch sind abgeschlossen.

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