Aug 16 2013

FILMS MADE IN LUXEMBOURG

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SOURCE: http://www.revue.lu Gabrielle Seil

Mit zwei Koproduktionen ist Luxemburg beim diesjährigen Filmfestival von Locarno vertreten. Während „Vijay and I“ im Hauptprogramm Premiere feierte, kämpft „L‘étrange couleur des larmes de ton corps“ im Wettbewerb um den Golden Leopard.

Eine Frau verschwindet, ihr Mann sucht nach ihr – eine bereits zigmal erzählte Kinogeschichte, doch was den Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani (Red Lion) auszeichnet, sind die surrealen Bilder dieses sich in einem Mietshaus mit äußerst seltsamen Bewohnern abspielenden Thrillers. Wäre er konventionell erzählt, hätte er es mit Sicherheit nicht in den internationalen Wettbewerb des künstlerisch doch sehr anspruchsvollen Filmfestivals von Locarno geschafft. „Vijay and I“ (Samsa Film) hingegen ist eine recht turbulente Komödie, in welcher Moritz Bleibtreu (Foto) einen frustrierten Schauspieler spielt, der sich in New York als „Bad Luck Bunny“ in einer Kindersendung durchschlagen muss, was ihm zunehmend auf die Nerven geht. Als er in einen dramatischen Autounfall verwickelt wird, nutzt er das Chaos und die Verwirrung, um sich aus seinem Leben zu befreien und sich im Nachhinein in den indischen Gentleman Vijay Singh zu verwandeln. Doch auch in dieser Rolle hat er kein Glück, denn ausgerechnet die eigene Witwe verliebt sich in sein neues Ich. Klingt ganz schön verrückt, aber da Sam Gabarski, der vor einigen Jahren mit seinem Film „Irina Palm“ für Aufsehen und Furore sorgte, Regie führt, wird die Geschichte nicht völlig aus dem Ruder laufen. Neben dem Deutschen Moritz Bleibtreu, der als Turbanträger fast nicht wiederzuerkennen ist, konnte der belgische Regisseur für die weibliche Hauptrolle den Hollywood- Star Patricia Arquette verpflichten. Das Publikum auf der Piazza Grande wird mit Sicherheit begeistert sein. Die Red Lion-Produktion muss derweil etwas zittern, denn die Konkurrenz im Wettbewerb ist – mit u.a. dem franco-kanadischen Film „Gare du Nord“ von Claire Simon und dem französischen Beitrag „Une autre Vie“ von Emmanuel Mouret – groß.

Vom 7.-17. August, www.pardolive.ch

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SOURCE: http://www.revue.lu Gabrielle Seil

Mit zwei Koproduktionen ist Luxemburg beim diesjährigen Filmfestival von Locarno vertreten. Während „Vijay and I“ im Hauptprogramm Premiere feierte, kämpft „L‘étrange couleur des larmes de ton corps“ im Wettbewerb um den Golden Leopard.

Eine Frau verschwindet, ihr Mann sucht nach ihr – eine bereits zigmal erzählte Kinogeschichte, doch was den Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani (Red Lion) auszeichnet, sind die surrealen Bilder dieses sich in einem Mietshaus mit äußerst seltsamen Bewohnern abspielenden Thrillers. Wäre er konventionell erzählt, hätte er es mit Sicherheit nicht in den internationalen Wettbewerb des künstlerisch doch sehr anspruchsvollen Filmfestivals von Locarno geschafft. „Vijay and I“ (Samsa Film) hingegen ist eine recht turbulente Komödie, in welcher Moritz Bleibtreu (Foto) einen frustrierten Schauspieler spielt, der sich in New York als „Bad Luck Bunny“ in einer Kindersendung durchschlagen muss, was ihm zunehmend auf die Nerven geht. Als er in einen dramatischen Autounfall verwickelt wird, nutzt er das Chaos und die Verwirrung, um sich aus seinem Leben zu befreien und sich im Nachhinein in den indischen Gentleman Vijay Singh zu verwandeln. Doch auch in dieser Rolle hat er kein Glück, denn ausgerechnet die eigene Witwe verliebt sich in sein neues Ich. Klingt ganz schön verrückt, aber da Sam Gabarski, der vor einigen Jahren mit seinem Film „Irina Palm“ für Aufsehen und Furore sorgte, Regie führt, wird die Geschichte nicht völlig aus dem Ruder laufen. Neben dem Deutschen Moritz Bleibtreu, der als Turbanträger fast nicht wiederzuerkennen ist, konnte der belgische Regisseur für die weibliche Hauptrolle den Hollywood- Star Patricia Arquette verpflichten. Das Publikum auf der Piazza Grande wird mit Sicherheit begeistert sein. Die Red Lion-Produktion muss derweil etwas zittern, denn die Konkurrenz im Wettbewerb ist – mit u.a. dem franco-kanadischen Film „Gare du Nord“ von Claire Simon und dem französischen Beitrag „Une autre Vie“ von Emmanuel Mouret – groß.

Vom 7.-17. August, www.pardolive.ch

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