Aug 08 2010

Filmstandort Luxemburg

Published by at 01:32 under Articles,Deutsch

SOURCE: Janina Strötgen http://www.tageblatt.lu/

In diesem Jahr feiert der Filmfonds sein 20-jähriges Bestehen. Grund für Kulturministerin Octavie Modert und Kommunikationsminister François Biltgen Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag schmissen die Minister mit Zahlen nur so um sich: Auf 6,5 Millionen Euro Budget kann der Filmfonds jährlich zurückgreifen.

Octavie Modert gab einen Einblick in den Jahresbericht 2009 und hob hervor, dass insgesamt 32 Projekte unterstützt wurden. Die Subsidien sind auf drei Bereiche verteilt. Der größte Betrag floss auch 2009 in die Produktion: Mit knapp fünf Millionen Euro wurden 21 Filmproduktionen unterstützt.

Doch auch die kreative Arbeit vor den Dreharbeiten, wie die Konzeptentwicklung und das Schreiben des Drehbuchs bekommen Unterstützung: 21 Projekte zu insgesamt 420.000 Euro profitierten von den Finanzhilfen und für etwas mehr als 23.000 Euro wurde der Vertrieb unterstützt.

Um den Luxemburger Film und vor allem die Kreativität im Land stärker zu unterstützen, betonte François Biltgen, dass in der Zukunft vor allem Drehbuchautoren noch stärker unterstützt werden sollen. Denn ohne Drehbuch keine Produktion und schon gar keinen Vertrieb.

Präsenz auf Festivals

Lebensnotwendig für den luxemburgischen Film sind Koproduktionen mit ausländischen Produzenten, Regisseuren und Schauspielern und die dadurch möglich werdende Präsenz auf internationalen Filmfestivals, wie dem „Sunny Side of the Doc“ in La Rochelle, „Le marché international du film d’animation“ im französischen Annecy, bei dem „Panique au village“, koproduziert von Melusine Productions, als Eröffnungsfilm gezeigt wurde oder auch das Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken.

Sogar in Cannes konnte Luxemburg im Jahr 2009 mitmischen. Über die Leinwand liefen dort nicht nur „Panique au village“, sondern auch der von Samsa Film koproduzierte Psychothriller „Ne te retourne pas“.

Alles in allem ginge es dem luxemburgischen Film gut, meinte ein zufriedener François Biltgen. Doch um auch in Zukunft am Ball zu bleiben, müsse man mit der Zeit gehen und überlegt in die Zukunft investieren, konkret sprach er von einem besseren Informationsangebot zu Ausbildungsmöglichkeiten im Filmsektor und über das Projekt der Düdelinger Filmstudios. Octavie Modert kündigte in diesem Zusammenhang die geplanten Unterstützung regionaler Kinos bei der auf sie zukommenden Digitalisierung ihrer Säle an.

Kurz wurde auch über den Luxemburgischen Filmpreis geredet, der Ende 2011 zum fünften Mal verliehen wird und dem ein zum ersten Mal stattfinden werdendes Kurzfilmfestival vorausgehen wird.

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SOURCE: Janina Strötgen http://www.tageblatt.lu/

In diesem Jahr feiert der Filmfonds sein 20-jähriges Bestehen. Grund für Kulturministerin Octavie Modert und Kommunikationsminister François Biltgen Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag schmissen die Minister mit Zahlen nur so um sich: Auf 6,5 Millionen Euro Budget kann der Filmfonds jährlich zurückgreifen.

Octavie Modert gab einen Einblick in den Jahresbericht 2009 und hob hervor, dass insgesamt 32 Projekte unterstützt wurden. Die Subsidien sind auf drei Bereiche verteilt. Der größte Betrag floss auch 2009 in die Produktion: Mit knapp fünf Millionen Euro wurden 21 Filmproduktionen unterstützt.

Doch auch die kreative Arbeit vor den Dreharbeiten, wie die Konzeptentwicklung und das Schreiben des Drehbuchs bekommen Unterstützung: 21 Projekte zu insgesamt 420.000 Euro profitierten von den Finanzhilfen und für etwas mehr als 23.000 Euro wurde der Vertrieb unterstützt.

Um den Luxemburger Film und vor allem die Kreativität im Land stärker zu unterstützen, betonte François Biltgen, dass in der Zukunft vor allem Drehbuchautoren noch stärker unterstützt werden sollen. Denn ohne Drehbuch keine Produktion und schon gar keinen Vertrieb.

Präsenz auf Festivals

Lebensnotwendig für den luxemburgischen Film sind Koproduktionen mit ausländischen Produzenten, Regisseuren und Schauspielern und die dadurch möglich werdende Präsenz auf internationalen Filmfestivals, wie dem „Sunny Side of the Doc“ in La Rochelle, „Le marché international du film d’animation“ im französischen Annecy, bei dem „Panique au village“, koproduziert von Melusine Productions, als Eröffnungsfilm gezeigt wurde oder auch das Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken.

Sogar in Cannes konnte Luxemburg im Jahr 2009 mitmischen. Über die Leinwand liefen dort nicht nur „Panique au village“, sondern auch der von Samsa Film koproduzierte Psychothriller „Ne te retourne pas“.

Alles in allem ginge es dem luxemburgischen Film gut, meinte ein zufriedener François Biltgen. Doch um auch in Zukunft am Ball zu bleiben, müsse man mit der Zeit gehen und überlegt in die Zukunft investieren, konkret sprach er von einem besseren Informationsangebot zu Ausbildungsmöglichkeiten im Filmsektor und über das Projekt der Düdelinger Filmstudios. Octavie Modert kündigte in diesem Zusammenhang die geplanten Unterstützung regionaler Kinos bei der auf sie zukommenden Digitalisierung ihrer Säle an.

Kurz wurde auch über den Luxemburgischen Filmpreis geredet, der Ende 2011 zum fünften Mal verliehen wird und dem ein zum ersten Mal stattfinden werdendes Kurzfilmfestival vorausgehen wird.

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