Jan 29 2011

Filmwettbewerb mit starken, glaubwürdigen Werken

Published by at 10:49 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://www.wort.lu/wort/web/freizeit/artikel/2011/01/138416/filmwettbewerb-mit-starken-glaubwuerdigen-werken.php

Siegerfilm “Der Albaner” – Luxemburger führte Kamera bei prämiertem Kurzfilm “Zwischen Himmel und Erde”

(mk) – Kurz und bündig „Der Albaner“ lautet der Titel des Werkes, das beim diesjährigen „Max Ophüls Preis“- Filmfestival zum besten Film gekürt wurde.

„In einem hochgradig inspirierenden und qualitativ starken Wettbewerb war es für uns besonders berührend zu sehen, mit wieviel Leidenschaft und starken Anliegen die Filme gemacht wurden“, so das Fazit der Jury des Festivals, das vom 17. bis zum 23. Januar 2011 in Saarbrücken stattfand.

Der ausgezeichnete Film des deutschen Regisseurs Johannes Naber erzähle auf glaubwürdige und filmisch besondere Weise die Reise eines Albaners nach Deutschland und seinen verzweifelten Kampf, die Mitgift für seine Liebe in Albanien aufzutreiben.

Zur besten Nachwuchsdarstellerin wählte die Jury Sarah Horváth, die bereits mit Auftritten in „Polizeiruf 110“, „Wilde Kerle“ oder „Songs of Love and Hate“ zu überzeugen wusste. Bester Nachwuchsdarsteller des Festivals wurde Burak Yigit. Der Schauspieler mit türkischen Wurzeln habe in Filmen wie „Shahada“ oder„Gurbet – Fremde Heimat“ seinen Figuren Transparenz und Kraft gegeben, so die Jury.


Der Luxemburger Kameramann Nikos Welter bei der Arbeit.

Luxemburger Kameramann Nikos Welter

Der Kurzfilmpreis ging an „Zwischen Himmel und Erde“ von York-Fabian Raabe. Im Mittelpunkt des auf verschiedenen Zeitebenen handelnden Filmes steht der Versuch zweier Brüder der Elfenbeinküste als blinde Passagiere im Fahrwerk eines Flugzeuges aus ihrem Land zu flüchten. Als Kameramann des prämierten Werkes zeichnete der Luxemburger Nikos Welter verantwortlich.

Die beiden Filmemacher lernten sich an der Filmhochschule in Berlin (dffb) kennen und arbeiteten zusammen an dem ambitionierten Projekt. Die Dreharbeiten fanden in einem Township in Johannesburg sowie im Studio in Berlin statt.

Die Kameraarbeit von “Zwischen Himmel und Erde” gewann letztes Jahr bereits die “Kodak Filmschool Competition” in Deutschland und wurde für das offizielle Programm des “Camerimage-Festival” ausgesucht, dem weltgrößten Kamerafestival, das herausragende Leistungen in der Kunst der Bildgestaltung ehrt.

Fremde Welten hinterfragen

In der Sparte „Dokumentarfilm“ siegte der Beitrag „The Other Chelsea“ von Jakob Preuss. Im Microkosmos eines heruntergekommenen Kohlegebietes in der Ukraine wird der von einem Milliardär gesponsorte und bisher unbekannte Fußballclub zum Hoffnungsträger.

Ihren Spezialpreis vergaben die Jurymitglieder an den virtuos inszenierten Film „Inside America“ der Österreicherin Barbara Eder, der mit Laien arbeitet und den amerikanischen Traum genauer unter die Lupe nimmt. „Der Sandmann“, ein Beitrag aus der Schweiz von Peter Luisi, wurde schließlich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Seit 1980 engagiert sich das Saarbrücker Festival für den jungen deutschsprachigen Film. Der Namensgeber des Wettbewerbs – Max Ophüls (1902 – 1957) – wurde in Saarbrücken geboren und gilt als einer der großen europäischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.

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Siegerfilm “Der Albaner” – Luxemburger führte Kamera bei prämiertem Kurzfilm “Zwischen Himmel und Erde”

(mk) – Kurz und bündig „Der Albaner“ lautet der Titel des Werkes, das beim diesjährigen „Max Ophüls Preis“- Filmfestival zum besten Film gekürt wurde.

„In einem hochgradig inspirierenden und qualitativ starken Wettbewerb war es für uns besonders berührend zu sehen, mit wieviel Leidenschaft und starken Anliegen die Filme gemacht wurden“, so das Fazit der Jury des Festivals, das vom 17. bis zum 23. Januar 2011 in Saarbrücken stattfand.

Der ausgezeichnete Film des deutschen Regisseurs Johannes Naber erzähle auf glaubwürdige und filmisch besondere Weise die Reise eines Albaners nach Deutschland und seinen verzweifelten Kampf, die Mitgift für seine Liebe in Albanien aufzutreiben.

Zur besten Nachwuchsdarstellerin wählte die Jury Sarah Horváth, die bereits mit Auftritten in „Polizeiruf 110“, „Wilde Kerle“ oder „Songs of Love and Hate“ zu überzeugen wusste. Bester Nachwuchsdarsteller des Festivals wurde Burak Yigit. Der Schauspieler mit türkischen Wurzeln habe in Filmen wie „Shahada“ oder„Gurbet – Fremde Heimat“ seinen Figuren Transparenz und Kraft gegeben, so die Jury.


Der Luxemburger Kameramann Nikos Welter bei der Arbeit.

Luxemburger Kameramann Nikos Welter

Der Kurzfilmpreis ging an „Zwischen Himmel und Erde“ von York-Fabian Raabe. Im Mittelpunkt des auf verschiedenen Zeitebenen handelnden Filmes steht der Versuch zweier Brüder der Elfenbeinküste als blinde Passagiere im Fahrwerk eines Flugzeuges aus ihrem Land zu flüchten. Als Kameramann des prämierten Werkes zeichnete der Luxemburger Nikos Welter verantwortlich.

Die beiden Filmemacher lernten sich an der Filmhochschule in Berlin (dffb) kennen und arbeiteten zusammen an dem ambitionierten Projekt. Die Dreharbeiten fanden in einem Township in Johannesburg sowie im Studio in Berlin statt.

Die Kameraarbeit von “Zwischen Himmel und Erde” gewann letztes Jahr bereits die “Kodak Filmschool Competition” in Deutschland und wurde für das offizielle Programm des “Camerimage-Festival” ausgesucht, dem weltgrößten Kamerafestival, das herausragende Leistungen in der Kunst der Bildgestaltung ehrt.

Fremde Welten hinterfragen

In der Sparte „Dokumentarfilm“ siegte der Beitrag „The Other Chelsea“ von Jakob Preuss. Im Microkosmos eines heruntergekommenen Kohlegebietes in der Ukraine wird der von einem Milliardär gesponsorte und bisher unbekannte Fußballclub zum Hoffnungsträger.

Ihren Spezialpreis vergaben die Jurymitglieder an den virtuos inszenierten Film „Inside America“ der Österreicherin Barbara Eder, der mit Laien arbeitet und den amerikanischen Traum genauer unter die Lupe nimmt. „Der Sandmann“, ein Beitrag aus der Schweiz von Peter Luisi, wurde schließlich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Seit 1980 engagiert sich das Saarbrücker Festival für den jungen deutschsprachigen Film. Der Namensgeber des Wettbewerbs – Max Ophüls (1902 – 1957) – wurde in Saarbrücken geboren und gilt als einer der großen europäischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.

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