Apr 14 2011

Kick-off mit „The Runway“

Published by at 01:54 under Articles,Deutsch

Im Sommer 2009 wurde in Luxemburg die irisch-luxemburgische Co-Produktion „The Runway“ gedreht. Es ist der erste abendfüllende Film vom irischen Regisseur Ian Power, wie auch der erste mitfinanzierte Spielfilm des Luxemburgers Bernard Michaux und seiner Produktionsfirma Lucil Film, die sich bereits mit Dokumentar- und Kurzfilmen einen Namen gemacht haben, u. a. „The Plot Spoiler“ (2006) von Jeff Desom, „Lumen“ (2007) von Philip Koch, „X On A Map“ (2009) von Jeff Desom und „Tour of Duty“ (2009) von Frank Grotz. „D’Schatzritter – D’Geheimnis vum Melusina“ von Laura Schroeder wird im Sommer dieses Jahres gedreht. Ian Powers Film wurde in den Delux-Studios in Contern, in Luxemburg – das Athenäum wurde z. B. zum Flughafen umfunktioniert – und im Müllertal gefilmt, wie natürlich in Irland, wo die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, spielt.


Im Beisein des Regisseurs, des irischen Produzenten Macdara Kelleher (Fastnet Films), dem Filmfund-Direktor Guy Daleiden und den Botschaftern aus Irland und Großbritanniens wurde das dritte Festival Films from the Isles im großen Saal des „CineBelval“ eröffnet. Unter den Zuschauern waren ebenfalls viele Crewmitglieder, u. a. Cutter Amine Jaber und Kostümdesignerin Uli Simon, oder die Schauspieler Nilton Martins und Claire Johnston.

Ein Junge träumt von seinem Vater

1983 musste das Flugzeug eines südamerikanischen Piloten im irischen Mallow notlanden. Die Dorfbewohner taten sich zusammen und bauten eine Startpiste (Runway), um dem Piloten die Rückkehr in seine Heimat zu ermöglichen. Durch diesen Einsatz wurde die Weltöffentlichkeit für einen kurzen Moment auf das irische Dorf aufmerksam.

Die Filmgeschichte wurde auf den 9-jährigen Jungen Paco (Jamie Kierans) ausgeweitet. Paco träumt von den Weiten des Weltalls und glaubt, dass sein Vater in Spanien lebt. Deshalb lernt er Spanisch. Er lebt allein mit seiner Mutter Grace (Kerry Condon), und sein bester Freund heißt Frogs (John Carpenter).

Eines Abends beobachtet er, wie ein Flugzeug notlanden muss. Er nimmt den verletzten kolumbianischen Piloten Ernesto (Demián Bichir) mit nach Hause, wo er ihn unter seinem Bett versteckt. Doch lange geht das Versteckspiel nicht gut, und Grace entdeckt den Mann unter der Dusche. Bürgermeister Carmody (Donncha Crowley) nimmt sich der Sache an, und da Ernesto nur Spanisch spricht, muss Paco übersetzen.

Teils lustige Unterhaltung

Seinen Job als Dolmetscher nimmt der Kleine nicht ganz ernst, da er eh nur ein paar Worte Spanisch versteht. Durch seine falsche Übersetzung, erweicht er die Dorfbewohner, die sich bereit erklären, das Flugzeug zu reparieren und eine Startpiste anzulegen, damit Ernesto wieder nach Hause zurück kann.

Der Anfang des Films zeichnet sich durch viele witzige Szenen aus, und die Freundschaft von Paco und Frogs verleiht dem Werk eine flotte Atmosphäre. Speziell Pacos Übersetzungen ins Spanische kurbeln die Lachmuskeln an, wie der Ideenreichtum der Dorfbewohner, um das Flugzeug wieder in Schuss zu bringen oder Kerosin zu besorgen. Doch mit fort laufender Spieldauer verschwindet dieses Ambiente, der Humor flaut ab.

Die beiden Jungen stehen zum ersten Mal vor einer Kamera. Jamie Kierans spielt seine Figur mit einem träumerischen Blick, während John Carpenter – nicht zu verwechseln mit dem Regisseur von „Halloween“ – der coole Typ ist, der sich nichts gefallen lässt. Dagegen wirkt Demián Bichir, der in „Che“ von Steven Soderbergh den Fidel Castro spielte, extrem steif.

Seine Kunst beschränkt sich darauf, die ganze Zeit zu lachen und Havannas zu rauchen. Auch Kerry Condon kann als Mutter nicht unbedingt überzeugen. Es fehlen ebenfalls die intimen und klärenden Momente in dieser Mutter-Sohn-Beziehung. „The Runway“ wird voraussichtlich erst im Herbst im normalen Kinoprogramm anlaufen.

Bis zum 17. April geht des Festival noch in den Kinos „Ariston“, „Kinosch“ und „CineBelval“ mit folgenden Filmen weiter (Informationen findet man auf der Internetseite ffi.caramba.lu.): „The Eclipse“ (2009; IRL) von Conor McPherson, „Cherry Tree Lane“ (2010; GB) von Paul Andrew Williams, „The Edge Of Dreaming“ (2010; GB) von Amy Hardie, „Rewind“ (2010, IRL) von P.J. Dillon, „One Hundred Mornings“ (2009; IRL) von Conor Horgan, „Treacle Jr.“ (2010; GB) von Jamie Thraves, „Savage“ (2009, IRL) von Brendan Muldowney, „Spiderhole“ (2009; IRL) von Daniel Simpson, „Perrier’s Bounty“ (2009; IRL, GB) von Ian Fitzgibbon und „Sex & Drugs & Rock’n’roll“ (2010; GB) von Mat Whitecross. Des Weiteren ist der Musikfilm „ Tommy“ (1975; GB) von Ken Russell in Reprise zu sehen, genau wie „Brassed Off“ (1997; GB) von Mark Herman, der als Andenken an den verstorbenen Schauspieler Pete Postlethwaite gedacht ist, der am 2. Januar im Alter von 64 Jahren verstarb.

Comments

comments

Im Sommer 2009 wurde in Luxemburg die irisch-luxemburgische Co-Produktion „The Runway“ gedreht. Es ist der erste abendfüllende Film vom irischen Regisseur Ian Power, wie auch der erste mitfinanzierte Spielfilm des Luxemburgers Bernard Michaux und seiner Produktionsfirma Lucil Film, die sich bereits mit Dokumentar- und Kurzfilmen einen Namen gemacht haben, u. a. „The Plot Spoiler“ (2006) von Jeff Desom, „Lumen“ (2007) von Philip Koch, „X On A Map“ (2009) von Jeff Desom und „Tour of Duty“ (2009) von Frank Grotz. „D’Schatzritter – D’Geheimnis vum Melusina“ von Laura Schroeder wird im Sommer dieses Jahres gedreht. Ian Powers Film wurde in den Delux-Studios in Contern, in Luxemburg – das Athenäum wurde z. B. zum Flughafen umfunktioniert – und im Müllertal gefilmt, wie natürlich in Irland, wo die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, spielt.


Im Beisein des Regisseurs, des irischen Produzenten Macdara Kelleher (Fastnet Films), dem Filmfund-Direktor Guy Daleiden und den Botschaftern aus Irland und Großbritanniens wurde das dritte Festival Films from the Isles im großen Saal des „CineBelval“ eröffnet. Unter den Zuschauern waren ebenfalls viele Crewmitglieder, u. a. Cutter Amine Jaber und Kostümdesignerin Uli Simon, oder die Schauspieler Nilton Martins und Claire Johnston.

Ein Junge träumt von seinem Vater

1983 musste das Flugzeug eines südamerikanischen Piloten im irischen Mallow notlanden. Die Dorfbewohner taten sich zusammen und bauten eine Startpiste (Runway), um dem Piloten die Rückkehr in seine Heimat zu ermöglichen. Durch diesen Einsatz wurde die Weltöffentlichkeit für einen kurzen Moment auf das irische Dorf aufmerksam.

Die Filmgeschichte wurde auf den 9-jährigen Jungen Paco (Jamie Kierans) ausgeweitet. Paco träumt von den Weiten des Weltalls und glaubt, dass sein Vater in Spanien lebt. Deshalb lernt er Spanisch. Er lebt allein mit seiner Mutter Grace (Kerry Condon), und sein bester Freund heißt Frogs (John Carpenter).

Eines Abends beobachtet er, wie ein Flugzeug notlanden muss. Er nimmt den verletzten kolumbianischen Piloten Ernesto (Demián Bichir) mit nach Hause, wo er ihn unter seinem Bett versteckt. Doch lange geht das Versteckspiel nicht gut, und Grace entdeckt den Mann unter der Dusche. Bürgermeister Carmody (Donncha Crowley) nimmt sich der Sache an, und da Ernesto nur Spanisch spricht, muss Paco übersetzen.

Teils lustige Unterhaltung

Seinen Job als Dolmetscher nimmt der Kleine nicht ganz ernst, da er eh nur ein paar Worte Spanisch versteht. Durch seine falsche Übersetzung, erweicht er die Dorfbewohner, die sich bereit erklären, das Flugzeug zu reparieren und eine Startpiste anzulegen, damit Ernesto wieder nach Hause zurück kann.

Der Anfang des Films zeichnet sich durch viele witzige Szenen aus, und die Freundschaft von Paco und Frogs verleiht dem Werk eine flotte Atmosphäre. Speziell Pacos Übersetzungen ins Spanische kurbeln die Lachmuskeln an, wie der Ideenreichtum der Dorfbewohner, um das Flugzeug wieder in Schuss zu bringen oder Kerosin zu besorgen. Doch mit fort laufender Spieldauer verschwindet dieses Ambiente, der Humor flaut ab.

Die beiden Jungen stehen zum ersten Mal vor einer Kamera. Jamie Kierans spielt seine Figur mit einem träumerischen Blick, während John Carpenter – nicht zu verwechseln mit dem Regisseur von „Halloween“ – der coole Typ ist, der sich nichts gefallen lässt. Dagegen wirkt Demián Bichir, der in „Che“ von Steven Soderbergh den Fidel Castro spielte, extrem steif.

Seine Kunst beschränkt sich darauf, die ganze Zeit zu lachen und Havannas zu rauchen. Auch Kerry Condon kann als Mutter nicht unbedingt überzeugen. Es fehlen ebenfalls die intimen und klärenden Momente in dieser Mutter-Sohn-Beziehung. „The Runway“ wird voraussichtlich erst im Herbst im normalen Kinoprogramm anlaufen.

Bis zum 17. April geht des Festival noch in den Kinos „Ariston“, „Kinosch“ und „CineBelval“ mit folgenden Filmen weiter (Informationen findet man auf der Internetseite ffi.caramba.lu.): „The Eclipse“ (2009; IRL) von Conor McPherson, „Cherry Tree Lane“ (2010; GB) von Paul Andrew Williams, „The Edge Of Dreaming“ (2010; GB) von Amy Hardie, „Rewind“ (2010, IRL) von P.J. Dillon, „One Hundred Mornings“ (2009; IRL) von Conor Horgan, „Treacle Jr.“ (2010; GB) von Jamie Thraves, „Savage“ (2009, IRL) von Brendan Muldowney, „Spiderhole“ (2009; IRL) von Daniel Simpson, „Perrier’s Bounty“ (2009; IRL, GB) von Ian Fitzgibbon und „Sex & Drugs & Rock’n’roll“ (2010; GB) von Mat Whitecross. Des Weiteren ist der Musikfilm „ Tommy“ (1975; GB) von Ken Russell in Reprise zu sehen, genau wie „Brassed Off“ (1997; GB) von Mark Herman, der als Andenken an den verstorbenen Schauspieler Pete Postlethwaite gedacht ist, der am 2. Januar im Alter von 64 Jahren verstarb.

Comments

comments

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply