Jul 03 2011

Nostalgie pur: Germaine Damar

Published by at 01:28 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://www.tageblatt.lu/kultur/story/11188114
LUXEMBURG – Fast bis auf den letzten Platz besetzt war Saal 1 des Kinos Utopia am Dienstagabend, wohin das CNA zur Premiere – und leider auch einzigen Vorstellung – des Dokumentarfilmes „Germaine Damar – Der tanzende Stern“ geladen hatte.
Die, die gekommen waren, erwartete ein einmaliges Erlebnis: Denn der 1950er-Jahre-Star, der im August 82 wird, war nicht nur auf, sondern auch vor der Leinwand singend und tanzend zu erleben.
Der wohl bekannteste Damar-Film

Auch wenn der neue vom CNA produzierte Film eine Dokumentation über das Genre des deutschen Revue-Films der 1950er Jahre sein soll, ist er doch vor allem eine Hommage an die wohl bekannteste Luxemburger Filmschauspielerin aller Zeiten.

Das Leben von Germaine Damar steht im Mittelpunkt des einstündigen Streifens, der von Michael Wenk realisiert wurde, der bereits das Buch zum Film über René Deltgen geschrieben und dabei die Regie geführt hatte. Bei der Premiere am Dienstag war auch Germaine Damar selbst präsent, die vom Publikum mit Standing Ovations und von CNA-Direktor Jean Back mit einem Blumenstrauß geehrt wurde.

Ein Stück vom Glück

Der einstige Filmstar gab sich sehr gerührt und zeigte neben einigen Tanzschritten auch, dass sie ihre Stimme noch nicht verloren hat. Dies, indem sie einige Zeilen aus Aldo von Pinellis „Ein kleines Stück vom großen Glück“ zum Besten gab, in Anspielung auf ihre Entdeckung durch Zarah Leander 1951 in Kairo.

Präsent waren am Dienstag u.a. auch Produzent Joy Hoffmann, der schon zum Kulturjahr 1995 ein kleines Buch über Germaine Damar verfasst hatte, Désirée Nosbusch, die die Kommentare zum Film sprach, und Regisseur Michael Wenk (siehe auch „3 Fragen an“). Der nostalgische Film, der beim Publikum sehr gut ankam, beleuchtet die Karriere der Damar, die als Germaine Haeck am 31. August 1929 in Petingen zur Welt kam.

Eindrucksvoll

Zahlreiche damalige Kollegen, darunter Walter Giller, Joachim Fuchsberger und Claus Biederstaedt, kommen zu Wort. Viele Filmausschnitte und bislang unveröffentlichte Fotos machen das Werk zu einer eindrucksvollen Dokumentation über ein wechselvolles Künstlerleben zwischen Artistik, Tanz und Film. Leider wird der Film aufgrund fehlender Rechte nicht noch mal im Kino gezeigt. Dafür erscheint er im November auf DVD. Für alle, die sich für Luxemburger interessieren, die im Ausland als Künstler Karriere machten, genauso ein Muss wie für Freunde des deutschen Kinos der 1950er Jahre!

 

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LUXEMBURG – Fast bis auf den letzten Platz besetzt war Saal 1 des Kinos Utopia am Dienstagabend, wohin das CNA zur Premiere – und leider auch einzigen Vorstellung – des Dokumentarfilmes „Germaine Damar – Der tanzende Stern“ geladen hatte.
Die, die gekommen waren, erwartete ein einmaliges Erlebnis: Denn der 1950er-Jahre-Star, der im August 82 wird, war nicht nur auf, sondern auch vor der Leinwand singend und tanzend zu erleben.
Der wohl bekannteste Damar-Film

Auch wenn der neue vom CNA produzierte Film eine Dokumentation über das Genre des deutschen Revue-Films der 1950er Jahre sein soll, ist er doch vor allem eine Hommage an die wohl bekannteste Luxemburger Filmschauspielerin aller Zeiten.

Das Leben von Germaine Damar steht im Mittelpunkt des einstündigen Streifens, der von Michael Wenk realisiert wurde, der bereits das Buch zum Film über René Deltgen geschrieben und dabei die Regie geführt hatte. Bei der Premiere am Dienstag war auch Germaine Damar selbst präsent, die vom Publikum mit Standing Ovations und von CNA-Direktor Jean Back mit einem Blumenstrauß geehrt wurde.

Ein Stück vom Glück

Der einstige Filmstar gab sich sehr gerührt und zeigte neben einigen Tanzschritten auch, dass sie ihre Stimme noch nicht verloren hat. Dies, indem sie einige Zeilen aus Aldo von Pinellis „Ein kleines Stück vom großen Glück“ zum Besten gab, in Anspielung auf ihre Entdeckung durch Zarah Leander 1951 in Kairo.

Präsent waren am Dienstag u.a. auch Produzent Joy Hoffmann, der schon zum Kulturjahr 1995 ein kleines Buch über Germaine Damar verfasst hatte, Désirée Nosbusch, die die Kommentare zum Film sprach, und Regisseur Michael Wenk (siehe auch „3 Fragen an“). Der nostalgische Film, der beim Publikum sehr gut ankam, beleuchtet die Karriere der Damar, die als Germaine Haeck am 31. August 1929 in Petingen zur Welt kam.

Eindrucksvoll

Zahlreiche damalige Kollegen, darunter Walter Giller, Joachim Fuchsberger und Claus Biederstaedt, kommen zu Wort. Viele Filmausschnitte und bislang unveröffentlichte Fotos machen das Werk zu einer eindrucksvollen Dokumentation über ein wechselvolles Künstlerleben zwischen Artistik, Tanz und Film. Leider wird der Film aufgrund fehlender Rechte nicht noch mal im Kino gezeigt. Dafür erscheint er im November auf DVD. Für alle, die sich für Luxemburger interessieren, die im Ausland als Künstler Karriere machten, genauso ein Muss wie für Freunde des deutschen Kinos der 1950er Jahre!

 

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