Dec 20 2011

Radsport einmal anders

Published by at 01:28 under Articles,Deutsch,PTD

SOURCE: http://www.wort.lu/wort/web/sport/artikel/2011/12/170852/-radsport-einmal-anders.php

Premiere des Films „The Road Uphill“ am Samstagabend im Utopolis

(jot) – Am Samstagabend wurde im hauptstädtischen Utopolis ein weiterer Beweis der Radsport- Begeisterung in Luxemburg ge- liefert. Im gut gefüllten, knapp 500 Zuschauer fassenden Saal 10 des größten nationalen Kinos, wurde der Film „The Road Uphill“ uraufgeführt. In Anwesenheit zahlreicher Protagonisten des Radsport-Streifens – Andy und Fränk Schleck waren ebenso präsent wie Kim Andersen oder Jakob Fuglsang – ließ sich das Publikum bereitwillig entführen.

Nach faszinierenden und spannenden 90′ zollten die Zuschauer Applaus. Man war sich einig: Dem Luxemburger Regisseur Jean-Louis Schuller ist ein Werk gelungen, das sich kein Radsport-Fan entgehen lassen sollte. Von der Gründung des Teams Leopard-Trek an, verfolgte Schuller – assistiert von Marc Thill – die Mannschaft auf Schritt und Tritt. Er war mittendrin statt nur dabei, schafft es dabei aber dennoch, eine lobenswerte Distanz zu wahren. Schuller hält sich diskret zurück, er ist ein stiller Beobachter, er analysiert.

Man bemerkt aber auch, dass der Regisseur selbst eine Faszination für den Radsport entwickelt hat. Der Film ist keine Aufzählung der schönsten und ergreifendsten Leopard-Momente aus dem Jahr 2011. Vielmehr soll der „long métrage“ dokumentieren, wie ein Profi es schafft, die Grenzen zu überwinden und über sich hinauszuwachsen. Es geht darum, sich zu quälen, die Schmerzgrenze zu ignorieren. Es geht um die Strapazen und die mentale Belastung eines Hochleistungssportlers.

Blick in die Seelen der Fahrer

Bei dem von Paul Thiltges und David Grumbach produzierten Film geht es primär um die Tour de France. „Die Handlung ist auch die von zwei Brüdern, die aus einem der kleinsten Länder der Welt stammen und sich aufmachen, um das wichtigste Radrennen der Welt zu gewinnen“, so Schuller selbst. Dem Zuschauer wird dabei ein Blick in die Seelen der Fahrer erlaubt. Man erfährt auch, wie sie körperlich und mental mit dem Druck umgehen – auch mit negativen Erlebnissen.

Nicht selten stockt einem der Atem: Etwa wenn Andy Schleck über den Tod von Wouter Weylandt spricht oder Andersen die Fahrer auf die anstehende Etappe einstimmt. Im Film kommen zahlreiche Leopard-Trek-Profis zu Wort: Von den Schleck-Brüdern über Fabian Cancellara und Jens Voigt hin zum tragisch verunglückten Weylandt. Aber auch Johny Schleck oder die renommierten Radsport-Journalisten Philippe Brunel und Phil Liggett bereichern den Dokumentarfilm mit ihren Analysen und Kommentaren.

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Premiere des Films „The Road Uphill“ am Samstagabend im Utopolis

(jot) – Am Samstagabend wurde im hauptstädtischen Utopolis ein weiterer Beweis der Radsport- Begeisterung in Luxemburg ge- liefert. Im gut gefüllten, knapp 500 Zuschauer fassenden Saal 10 des größten nationalen Kinos, wurde der Film „The Road Uphill“ uraufgeführt. In Anwesenheit zahlreicher Protagonisten des Radsport-Streifens – Andy und Fränk Schleck waren ebenso präsent wie Kim Andersen oder Jakob Fuglsang – ließ sich das Publikum bereitwillig entführen.

Nach faszinierenden und spannenden 90′ zollten die Zuschauer Applaus. Man war sich einig: Dem Luxemburger Regisseur Jean-Louis Schuller ist ein Werk gelungen, das sich kein Radsport-Fan entgehen lassen sollte. Von der Gründung des Teams Leopard-Trek an, verfolgte Schuller – assistiert von Marc Thill – die Mannschaft auf Schritt und Tritt. Er war mittendrin statt nur dabei, schafft es dabei aber dennoch, eine lobenswerte Distanz zu wahren. Schuller hält sich diskret zurück, er ist ein stiller Beobachter, er analysiert.

Man bemerkt aber auch, dass der Regisseur selbst eine Faszination für den Radsport entwickelt hat. Der Film ist keine Aufzählung der schönsten und ergreifendsten Leopard-Momente aus dem Jahr 2011. Vielmehr soll der „long métrage“ dokumentieren, wie ein Profi es schafft, die Grenzen zu überwinden und über sich hinauszuwachsen. Es geht darum, sich zu quälen, die Schmerzgrenze zu ignorieren. Es geht um die Strapazen und die mentale Belastung eines Hochleistungssportlers.

Blick in die Seelen der Fahrer

Bei dem von Paul Thiltges und David Grumbach produzierten Film geht es primär um die Tour de France. „Die Handlung ist auch die von zwei Brüdern, die aus einem der kleinsten Länder der Welt stammen und sich aufmachen, um das wichtigste Radrennen der Welt zu gewinnen“, so Schuller selbst. Dem Zuschauer wird dabei ein Blick in die Seelen der Fahrer erlaubt. Man erfährt auch, wie sie körperlich und mental mit dem Druck umgehen – auch mit negativen Erlebnissen.

Nicht selten stockt einem der Atem: Etwa wenn Andy Schleck über den Tod von Wouter Weylandt spricht oder Andersen die Fahrer auf die anstehende Etappe einstimmt. Im Film kommen zahlreiche Leopard-Trek-Profis zu Wort: Von den Schleck-Brüdern über Fabian Cancellara und Jens Voigt hin zum tragisch verunglückten Weylandt. Aber auch Johny Schleck oder die renommierten Radsport-Journalisten Philippe Brunel und Phil Liggett bereichern den Dokumentarfilm mit ihren Analysen und Kommentaren.

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