Jun 29 2011

Übernatürlich begabte Menschen

Published by at 01:25 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://www.journal.lu/2011/06/15/ubernaturlich-begabte-menschen/

Der junge hyperintelligente Jimbo kommt in eine Nervenheilanstalt, nachdem er Zeuge wurde, wie sein Vater seine Mutter zu Tode prügelte und dieser sich danach erhängte. Der steinreiche Mister Killian nimmt ihn unter seine Fittiche, um sein Talent auszubauen.

3D im Film-noir-Stil,aber mit dürftigem Plot

Jahre später: Jimbo ist erwachsen, mit Anne verheiratet und unterrichtet an einer Universität. Zu seiner Überraschung haben fünf Teenager einen versteckten Code in einem Videospiel geknackt. Er sucht die jungen Leute – Liza, Lee, Gil, Harry und Sammy – auf, um sie für Killians Stiftung zu rekrutieren. Als Killian stirbt, ist seine Tochter Melanie nur auf Profite aus. Jimbo schlägt ihr vor, eine Fernsehshow mit dem Titel „American Genius“ auf die Beine zu stellen, wo junge intelligente Amerikaner ihr Wissen vor laufender Kamera unter Beweis stellen können. Die Sendung ist ein voller Erfolg, nur werden die fünf Teenies im Central Park überfallen, und speziell Liza wird arg verletzt. Die Teenies sinnen nun auf Rache und setzen dabei ihre übernatürlichen mentalen Fähigkeiten ein, nicht nur gegen die beiden Aggressoren, sondern auch gegen die Mitglieder der Killian-Stiftung.

„The Prodigies – La nuit des enfants rois“ (Utopolis) von Antoine Charreyron ist ein Animationsfilm in 3D, der auf dem Roman „La nuit des enfants rois“ von Bernard Lenteric (1944 – 2009) basiert. Der Film, im Motion Capture Verfahren gedreht, wurde teils in Luxemburg von Luxanimation mitrealisiert – in der realen Filmvorlage spielt Nilton Martins den Sammy.

Wenn auch die 3D-Technik für eine gute Tiefenschärfe sorgt, und der Film von der Atmosphäre her an die Films Noirs der 1940er und 50er Jahre erinnert, so ist die Geschichte nicht sonderlich explizit, was die Stiftung von Killian eigentlich bezweckt. Dass der Stiftungsgründer Jimbo nur aus der Klinik holt, um ein Videospiel zu erschaffen, das andere hyperintelligente Menschen anlocken soll, ist als Plot ziemlich dürftig.

Des Weiteren sind die fünf Teenies wütend auf die Welt, weil sie als Freaks behandelt werden, was aber im Film nicht als Ursache ihres Verhaltens deutlich wird. Hätten die Schöpfer der Geschichte etwas mehr auf die Glaubwürdigkeit und verschiedene Details, wie die Wunden in Jimbos Gesicht, aufgepasst, die von einer Szene zur nächsten wie durch Zauberei verschwinden, hätte sich „The Prodigies“ deutlicher von ähnlichen Filmen abgehoben.

Mutanten vor realistischem (historischem) Hintergrund

Die X-Men haben auch spezielle übersinnliche Fähigkeiten. Wie sie sich trafen, und wie sie 1962 die Welt vor einem möglichen dritten (atomaren) Weltkrieg retteten, erzählt „X-Men: First Class“ (Utopolis, CineBelval) von Matthew Vaughn („Kick-Ass“). Hier enthält die Vorgeschichte von Magneto (Michael Fassbender), alias Erik Lehnsherr, auf den der Naziarzt Schmidt (Kevin Bacon) 1944 in einem KZ wegen seiner übernatürlichen Fähigkeiten aufmerksam wird, viel Potenzial, das aber nicht vollends ausgeschöpft wird.

Zur selben Zeit lernt der junge Telepath Charles Xavier (James McAvoy) in New York Raven (Jennifer Lawrence) kennen, die eine blaue Haut hat, aber die Form anderer Menschen annehmen kann. 1962 treffen alle Mutanten aufeinander, um Schmidt, der jetzt Shaw heißt, unschädlich zu machen, weil dieser die Supermächte USA und Russland gegeneinander auszuspielen versucht, um so einen atomaren Krieg zu provozieren.

Dieser neue Teil der Abenteuer der Mutanten von Professor X bietet eine relativ „realistische“ Geschichte, die von einer flotten Atmosphäre, einer Mischung aus Fantasyfilm und klassischem Thriller, profitiert. › CH.S.

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SOURCE: http://www.journal.lu/2011/06/15/ubernaturlich-begabte-menschen/

Der junge hyperintelligente Jimbo kommt in eine Nervenheilanstalt, nachdem er Zeuge wurde, wie sein Vater seine Mutter zu Tode prügelte und dieser sich danach erhängte. Der steinreiche Mister Killian nimmt ihn unter seine Fittiche, um sein Talent auszubauen.

3D im Film-noir-Stil,aber mit dürftigem Plot

Jahre später: Jimbo ist erwachsen, mit Anne verheiratet und unterrichtet an einer Universität. Zu seiner Überraschung haben fünf Teenager einen versteckten Code in einem Videospiel geknackt. Er sucht die jungen Leute – Liza, Lee, Gil, Harry und Sammy – auf, um sie für Killians Stiftung zu rekrutieren. Als Killian stirbt, ist seine Tochter Melanie nur auf Profite aus. Jimbo schlägt ihr vor, eine Fernsehshow mit dem Titel „American Genius“ auf die Beine zu stellen, wo junge intelligente Amerikaner ihr Wissen vor laufender Kamera unter Beweis stellen können. Die Sendung ist ein voller Erfolg, nur werden die fünf Teenies im Central Park überfallen, und speziell Liza wird arg verletzt. Die Teenies sinnen nun auf Rache und setzen dabei ihre übernatürlichen mentalen Fähigkeiten ein, nicht nur gegen die beiden Aggressoren, sondern auch gegen die Mitglieder der Killian-Stiftung.

„The Prodigies – La nuit des enfants rois“ (Utopolis) von Antoine Charreyron ist ein Animationsfilm in 3D, der auf dem Roman „La nuit des enfants rois“ von Bernard Lenteric (1944 – 2009) basiert. Der Film, im Motion Capture Verfahren gedreht, wurde teils in Luxemburg von Luxanimation mitrealisiert – in der realen Filmvorlage spielt Nilton Martins den Sammy.

Wenn auch die 3D-Technik für eine gute Tiefenschärfe sorgt, und der Film von der Atmosphäre her an die Films Noirs der 1940er und 50er Jahre erinnert, so ist die Geschichte nicht sonderlich explizit, was die Stiftung von Killian eigentlich bezweckt. Dass der Stiftungsgründer Jimbo nur aus der Klinik holt, um ein Videospiel zu erschaffen, das andere hyperintelligente Menschen anlocken soll, ist als Plot ziemlich dürftig.

Des Weiteren sind die fünf Teenies wütend auf die Welt, weil sie als Freaks behandelt werden, was aber im Film nicht als Ursache ihres Verhaltens deutlich wird. Hätten die Schöpfer der Geschichte etwas mehr auf die Glaubwürdigkeit und verschiedene Details, wie die Wunden in Jimbos Gesicht, aufgepasst, die von einer Szene zur nächsten wie durch Zauberei verschwinden, hätte sich „The Prodigies“ deutlicher von ähnlichen Filmen abgehoben.

Mutanten vor realistischem (historischem) Hintergrund

Die X-Men haben auch spezielle übersinnliche Fähigkeiten. Wie sie sich trafen, und wie sie 1962 die Welt vor einem möglichen dritten (atomaren) Weltkrieg retteten, erzählt „X-Men: First Class“ (Utopolis, CineBelval) von Matthew Vaughn („Kick-Ass“). Hier enthält die Vorgeschichte von Magneto (Michael Fassbender), alias Erik Lehnsherr, auf den der Naziarzt Schmidt (Kevin Bacon) 1944 in einem KZ wegen seiner übernatürlichen Fähigkeiten aufmerksam wird, viel Potenzial, das aber nicht vollends ausgeschöpft wird.

Zur selben Zeit lernt der junge Telepath Charles Xavier (James McAvoy) in New York Raven (Jennifer Lawrence) kennen, die eine blaue Haut hat, aber die Form anderer Menschen annehmen kann. 1962 treffen alle Mutanten aufeinander, um Schmidt, der jetzt Shaw heißt, unschädlich zu machen, weil dieser die Supermächte USA und Russland gegeneinander auszuspielen versucht, um so einen atomaren Krieg zu provozieren.

Dieser neue Teil der Abenteuer der Mutanten von Professor X bietet eine relativ „realistische“ Geschichte, die von einer flotten Atmosphäre, einer Mischung aus Fantasyfilm und klassischem Thriller, profitiert. › CH.S.

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