Jan 12 2012

Wettbewerbsfilm „Dr. Ketel“ – Luxemburger hinter der Kamera

Published by at 01:29 under Articles,Deutsch

SOURCE: http://www.wort.lu

“Dr. Ketel” zeigt eine düstere Zukunftsvision der Metropole Berlin

(mk) – Vom 16. bis zum 22. Januar wird Saarbrücken wieder zur heißesten Adresse für Filmfans: Der Max Ophüls Preis geht in die 33. Runde. Bei diesem Festival für junge Talente des deutschsprachigen Films läuft auch ein Beitrag mit Luxemburger Beteiligung im Wettbewerb. „Dr. Ketel“ heißt das Werk, bei dem der in Düdelingen geborene Nikos Welter hinter der Kamera stand.

Der Film entstand an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin als Diplomarbeit von Linus de Paoli, der Regie führte, und seiner Partnerin Anna als Produzentin.

Neben Ketel Weber als gleichnamigem Arzt, konnte auch die amerikanische Schauspielerin Amanda Plummer für eine Hauptrolle gewonnen werden. Sie hatte in „Pulp Fiction“ für Furore gesorgt und auch in dem erfolgreichen Hollywoodstreifen „The Fisher King“ mitgespielt.

Die Handlung des 80-minütigen Films „Dr. Ketel“ spielt in naher Zukunft im berüchtigten Berliner Viertel Neukölln. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und ein Mann springt im Untergrund als Arzt ein. Als Dr. Ketel behandelt er die Menschen mit gestohlenen Medikamenten und gerät, belastet durch sein Doppelleben und von Zweifeln zernagt, an seine Grenzen. Dann heftet sich die Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes an die Fersen des Outsiders.

Eine Welt aus Licht und Schatten

Die beeindruckenden Schwarzweißbilder tauchen den Zuschauer in eine Atmosphäre, „die den Charakter des zwielichtigen Protagonisten unterstreicht, und ihn in eine Welt voll Licht und Schatten setzt“, unterstreicht Nikos Welter.

Web – Vorführungen von „Dr. Ketel“ beim Max Ophüls Preis
Weltpremiere feierte das futuristische Gesundheitsdrama im September 2011 beim Festival in Oldenburg, das als „Sundance“ des Independent-Films in Deutschland gilt. Das Werk erhielt dort prompt den Hauptpreis, eine Auszeichnung, die sogar in der Zeitung „Hollywood-Reporter“ erwähnt wurde. In der Tat wurde “Dr. Ketel“ mit geringen finanziellen Mitteln realisiert und unterlag deshalb keinen äußeren Einflüssen, berichtet Welter.

Mit “Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden” über die inzestuöse Liebesbeziehung des expressionistischen Lyrikers Georg Trakl zu seiner Schwester läuft ein anderer Film mit Luxemburger Beteiligung in der Nebenreihe “Saarbücker Premieren”. An der deutsch-österreichisch-luxemburgischen Co-Produktion ist die Firma Iris Productions mit Sitz in der Hauptstadt beteiligt.

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“Dr. Ketel” zeigt eine düstere Zukunftsvision der Metropole Berlin

(mk) – Vom 16. bis zum 22. Januar wird Saarbrücken wieder zur heißesten Adresse für Filmfans: Der Max Ophüls Preis geht in die 33. Runde. Bei diesem Festival für junge Talente des deutschsprachigen Films läuft auch ein Beitrag mit Luxemburger Beteiligung im Wettbewerb. „Dr. Ketel“ heißt das Werk, bei dem der in Düdelingen geborene Nikos Welter hinter der Kamera stand.

Der Film entstand an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin als Diplomarbeit von Linus de Paoli, der Regie führte, und seiner Partnerin Anna als Produzentin.

Neben Ketel Weber als gleichnamigem Arzt, konnte auch die amerikanische Schauspielerin Amanda Plummer für eine Hauptrolle gewonnen werden. Sie hatte in „Pulp Fiction“ für Furore gesorgt und auch in dem erfolgreichen Hollywoodstreifen „The Fisher King“ mitgespielt.

Die Handlung des 80-minütigen Films „Dr. Ketel“ spielt in naher Zukunft im berüchtigten Berliner Viertel Neukölln. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und ein Mann springt im Untergrund als Arzt ein. Als Dr. Ketel behandelt er die Menschen mit gestohlenen Medikamenten und gerät, belastet durch sein Doppelleben und von Zweifeln zernagt, an seine Grenzen. Dann heftet sich die Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes an die Fersen des Outsiders.

Eine Welt aus Licht und Schatten

Die beeindruckenden Schwarzweißbilder tauchen den Zuschauer in eine Atmosphäre, „die den Charakter des zwielichtigen Protagonisten unterstreicht, und ihn in eine Welt voll Licht und Schatten setzt“, unterstreicht Nikos Welter.

Web – Vorführungen von „Dr. Ketel“ beim Max Ophüls Preis
Weltpremiere feierte das futuristische Gesundheitsdrama im September 2011 beim Festival in Oldenburg, das als „Sundance“ des Independent-Films in Deutschland gilt. Das Werk erhielt dort prompt den Hauptpreis, eine Auszeichnung, die sogar in der Zeitung „Hollywood-Reporter“ erwähnt wurde. In der Tat wurde “Dr. Ketel“ mit geringen finanziellen Mitteln realisiert und unterlag deshalb keinen äußeren Einflüssen, berichtet Welter.

Mit “Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden” über die inzestuöse Liebesbeziehung des expressionistischen Lyrikers Georg Trakl zu seiner Schwester läuft ein anderer Film mit Luxemburger Beteiligung in der Nebenreihe “Saarbücker Premieren”. An der deutsch-österreichisch-luxemburgischen Co-Produktion ist die Firma Iris Productions mit Sitz in der Hauptstadt beteiligt.

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