Nov 07 2008

Heim ins Reich

Published by at 07:58 under Blackboard

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht
lädt das Saarländisches Filmbüro e.V. Sie herzlich zur Vorführung des Dokumentarfilms “Heim ins Reich”
des Luxemburger Regisseurs Claude Lahr ein. Im Anschluß Diskussion mit
dem Regisseur.

Das komplette Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie unter:
http://www.filmbuero-saar.de//manifestations/affiche.php?id_manifestation=70

—————————————————————————-
Luxemburg/Belgien 2004, R/B: Claude Lahr,  K: Stéphane Patti, M:
Lingo, D: Marcel Heintz, Gilles Dazzan, Pitt Max, Cliff Schmit, John
Gerten, Thierry Simonelli, P: Willy Perelsztejn, Lux, 120 Min,
Dokumentarfilm, OmU.

1940 fiel die deutsche Wehrmacht in Luxemburg ein. Für die Luxemburger
begann damit ein langer Leidensweg. Mehr als vier Jahre lang war das
Land von den Nationalsozialisten besetzt, die der Unabhängigkeit des
Großherzogtums ein Ende machen und Luxemburg ins Deutsche Reich
eingliedern wollten.

Den Luxemburgern wurde die Eindeutschung verordnet. Die Unterdrückung
war erbarmungslos: Wer sich im Namen der Freiheit zur Wehr setzte,
riskierte nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner
Angehörigen. Trotzdem nahm der Widerstand zu – und die Deutschen
reagierten mit immer radikaleren Gegenmaßnahmen.

Die Zeit der deutschen Besatzung hat bis heute in der Luxemburger
Gesellschaft tiefe Narben hinterlassen. Nicht alle Luxemburger waren
gegen die Nazis. Auch hier gab es Kollaborateure. Daneben gab es aber
auch eine Reihe Menschen, deren Entscheidung nicht selbstverständlich
war und uns noch heute Respekt abverlangt: Sie leisteten aktiv
Widerstand, um die Luxemburger zur Opposition zu ermutigen.

“Die persönlichen Erinnerungen des Arbeiters oder der Bäuerin, des
Postbeamten oder jüdischen Geschäftsmanns bieten bis in die Sprache
hinein Identifikationsfiguren für die Zuschauer, die erst nach dem
Krieg geboren wurden.” (Romain Hilgert)

Der Film gewann unter anderem den großen Preis für die historische
Recherche beim Kunstfilmfestival der Unesco in Paris.

Nach der Filmvorführung Diskussion mit Regisseur Claude Lahr.

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht
lädt das Saarländisches Filmbüro e.V. Sie herzlich zur Vorführung des Dokumentarfilms “Heim ins Reich”
des Luxemburger Regisseurs Claude Lahr ein. Im Anschluß Diskussion mit
dem Regisseur.

Das komplette Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie unter:
http://www.filmbuero-saar.de//manifestations/affiche.php?id_manifestation=70

—————————————————————————-
Luxemburg/Belgien 2004, R/B: Claude Lahr,  K: Stéphane Patti, M:
Lingo, D: Marcel Heintz, Gilles Dazzan, Pitt Max, Cliff Schmit, John
Gerten, Thierry Simonelli, P: Willy Perelsztejn, Lux, 120 Min,
Dokumentarfilm, OmU.

1940 fiel die deutsche Wehrmacht in Luxemburg ein. Für die Luxemburger
begann damit ein langer Leidensweg. Mehr als vier Jahre lang war das
Land von den Nationalsozialisten besetzt, die der Unabhängigkeit des
Großherzogtums ein Ende machen und Luxemburg ins Deutsche Reich
eingliedern wollten.

Den Luxemburgern wurde die Eindeutschung verordnet. Die Unterdrückung
war erbarmungslos: Wer sich im Namen der Freiheit zur Wehr setzte,
riskierte nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner
Angehörigen. Trotzdem nahm der Widerstand zu – und die Deutschen
reagierten mit immer radikaleren Gegenmaßnahmen.

Die Zeit der deutschen Besatzung hat bis heute in der Luxemburger
Gesellschaft tiefe Narben hinterlassen. Nicht alle Luxemburger waren
gegen die Nazis. Auch hier gab es Kollaborateure. Daneben gab es aber
auch eine Reihe Menschen, deren Entscheidung nicht selbstverständlich
war und uns noch heute Respekt abverlangt: Sie leisteten aktiv
Widerstand, um die Luxemburger zur Opposition zu ermutigen.

“Die persönlichen Erinnerungen des Arbeiters oder der Bäuerin, des
Postbeamten oder jüdischen Geschäftsmanns bieten bis in die Sprache
hinein Identifikationsfiguren für die Zuschauer, die erst nach dem
Krieg geboren wurden.” (Romain Hilgert)

Der Film gewann unter anderem den großen Preis für die historische
Recherche beim Kunstfilmfestival der Unesco in Paris.

Nach der Filmvorführung Diskussion mit Regisseur Claude Lahr.

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