Oct 29 2010

Luxemburger Pläne für eine eigene Sitcom

Published by at 01:38 under Blackboard,Events & Projects

SOURCE: www.wort.lu

Produzenten müssen ihre Ideen bis zum 15. Dezember vorlegen

Für viele Fernsehzuschauer gehört sie zum Tagesablauf: Die tägliche Soap-Serie im TV. Luxemburger wenden sich mangels einer eigenen Produktion deutschen oder französischen Angeboten zu. Das könnte sich ändern, denn in Luxemburg reifen die Pläne für eine eigene Sitcom made in Luxembourg.

Es ist ein sehr ehrgeiziges Projekt, das der Luxemburger Filmfund und RTL Lëtzebuerg in aller Stille vorbereiten. “Wir haben eine ältere Forderung der Luxemburger Produzenten aufgegriffen, die RTL dazu aufrufen, in nationale Produktionen zu investieren”, erklärte Filmfund-Direktor Guy Daleiden dem Luxemburger Wort. Bei RTL sei man dazu bereit, unter der Bedingung, dass lediglich ein Drittel der Kosten getragen werden. Die Produktionskosten könnten sich je nach Szenario auf 1 bis 1,5 Millionen Euro belaufen.

Allerdings sind die Kosten nicht das einzige Problem für die Eigenproduktion, denn bislang fehlt vor allem ein überzeugendes Drehbuch. Dabei setzt man nicht auf ausländische Produzenten, sondern will im eigenen Land bleiben. “Die Kompetenzen dazu sind auf jeden Fall hier vorhanden”, sagte RTL Station-Manager Steve Schmit. Zur Zeit liefern sich fünf verschiedene Produzenten aus Luxemburg eine Art Wettkampf um die beste Idee.

Genaue Kriterien

Die Kriterien für die erste Luxemburger Sitcom sind klar und deutlich: Es sollen mindestens 12 Episoden von 22 bis 26 Minuten Länge geschaffen werden. Bei Erfolg könnten diese auf 24 bis 36 ausgedehnt werden. Das Szenario muss zudem um ein lokales sozio-kulturelles Umfeld aufgebaut sein. Dazu müssen die Folgen in luxemburgischer Sprache gedreht sein und es dürfen nicht mehr als drei verschiedene Dekors verwendet werden.

Als Zuschauer sollte man sich aufgrund dessen nicht auf eine Luxemburger Kopie der RTL-Kultserie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” einstellen, sondern eher auf ein Fernsehformat à la “Caméra café” des französischen Senders M6. Was den Zeitplan angeht, so müssen die Projekte bis zum 15. Dezember einer Jury vorgelegt werden. Eine erste Pilotfolge könnte dann schon in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 produziert werden.

Für die Luxemburger Film- und Fernsehbranche bedeutet das Projekt jedenfalls eine bisher nie dagewesene Herausforderung.

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SOURCE: www.wort.lu

Produzenten müssen ihre Ideen bis zum 15. Dezember vorlegen

Für viele Fernsehzuschauer gehört sie zum Tagesablauf: Die tägliche Soap-Serie im TV. Luxemburger wenden sich mangels einer eigenen Produktion deutschen oder französischen Angeboten zu. Das könnte sich ändern, denn in Luxemburg reifen die Pläne für eine eigene Sitcom made in Luxembourg.

Es ist ein sehr ehrgeiziges Projekt, das der Luxemburger Filmfund und RTL Lëtzebuerg in aller Stille vorbereiten. “Wir haben eine ältere Forderung der Luxemburger Produzenten aufgegriffen, die RTL dazu aufrufen, in nationale Produktionen zu investieren”, erklärte Filmfund-Direktor Guy Daleiden dem Luxemburger Wort. Bei RTL sei man dazu bereit, unter der Bedingung, dass lediglich ein Drittel der Kosten getragen werden. Die Produktionskosten könnten sich je nach Szenario auf 1 bis 1,5 Millionen Euro belaufen.

Allerdings sind die Kosten nicht das einzige Problem für die Eigenproduktion, denn bislang fehlt vor allem ein überzeugendes Drehbuch. Dabei setzt man nicht auf ausländische Produzenten, sondern will im eigenen Land bleiben. “Die Kompetenzen dazu sind auf jeden Fall hier vorhanden”, sagte RTL Station-Manager Steve Schmit. Zur Zeit liefern sich fünf verschiedene Produzenten aus Luxemburg eine Art Wettkampf um die beste Idee.

Genaue Kriterien

Die Kriterien für die erste Luxemburger Sitcom sind klar und deutlich: Es sollen mindestens 12 Episoden von 22 bis 26 Minuten Länge geschaffen werden. Bei Erfolg könnten diese auf 24 bis 36 ausgedehnt werden. Das Szenario muss zudem um ein lokales sozio-kulturelles Umfeld aufgebaut sein. Dazu müssen die Folgen in luxemburgischer Sprache gedreht sein und es dürfen nicht mehr als drei verschiedene Dekors verwendet werden.

Als Zuschauer sollte man sich aufgrund dessen nicht auf eine Luxemburger Kopie der RTL-Kultserie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” einstellen, sondern eher auf ein Fernsehformat à la “Caméra café” des französischen Senders M6. Was den Zeitplan angeht, so müssen die Projekte bis zum 15. Dezember einer Jury vorgelegt werden. Eine erste Pilotfolge könnte dann schon in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 produziert werden.

Für die Luxemburger Film- und Fernsehbranche bedeutet das Projekt jedenfalls eine bisher nie dagewesene Herausforderung.

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