Nov 08 2010

„Festival du film d’Europe centrale“: Go East!

Published by at 07:43 under Deutsch

SOURCE: http://www.tageblatt.lu

Filme aus Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und vor allem aus den USA gibt es in unseren Kinos zu Genüge zu sehen. Doch Filme aus Osteuropa? Aus Polen, Tschechien, Ungarn oder der Slowakei? So gut wie nie. Außer einmal im Jahr, wenn das Filmfestival CinEast während knapp zwei Wochen für die Programmierung der Leinwände verantwortlich ist. Janina Strötgen

Claude Bertemes, Direktor der Cinémathèque, gibt es zu: Die Programmierung in den Kinos hierzulande ist viel zu einseitig. Deshalb freut er sich ganz besonders über die dritte Auflage dieses Filmfestivals, das die Türen gen Osten aufstößt und Filme aus Ungarn, Tschechien, Polen, der Slowakei und sogar Rumänien (Gastland 2010) nach Luxemburg bringt. Die Mauer ist vor 20 Jahren gefallen, dennoch, so Radek Lipka, einer der Organisatoren des Festivals, kennen wir uns viel zu wenig. Es gäbe auch heute noch Grenzen, in den Köpfen der Menschen.

Und welche Kunstform, wenn nicht das Kino, ist in der Lage, von Geschichten, Mythen oder Begegnungen zu erzählen, die uns die Länder aus dem Osten näher bringen, fragt Claude Bertemes.

Der Erfolg der letzen zwei Jahre hat zudem gezeigt, dass nicht nur Interesse, sondern auch Neugier beim Publikum vorhanden ist. Viele der Säle waren bis auf den letzen Platz besetzt, 3.500 Zuschauer zählte das Festival im letzten Jahr. Diese Zahl möchten die Veranstalter in diesem Jahr noch toppen.

Gastland 2010: Rumänien

Deshalb haben sie nicht nur das Programm um Filme aus dem Gastland Rumänien erweitert, sondern auch neue Veranstaltungsorte hinzugewonnen: Neben der Cinémathèque und der Abtei Neumünster werden ebenso im Ciné Belval, im Ciné Ariston, auf den Campi der Uni Luxemburg und im Ancien Cinéma in Vianden Filme gezeigt.

Das Programm ist so vielfältig wie die Länder selbst. Besonders hervorzuheben sind Filme wie „Morgen“ von Marian Crisan, der den Sonderpreis der Jury dieses Jahr in Locarno gewonnen hat, „Delta“ von Kornél Mundruczo, der 2008 in Cannes ausgezeichnet wurde, oder auch „Essential Killing“ von Jerzy Skolimowski, der in Venedig abräumte. Doch nicht nur Spielfilme, sondern auch Dokumentar- und Kurzfilme stehen auf dem Programm.

Zudem werden auch Debatten und Diskussionsrunden mit Filmschaffenden aus den verschiedenen Ländern stattfinden, die einen direkten Austausch zwischen Publikum und Professionellen ermöglichen. Die junge slowakische Dokumentarfilmerin Diana Fabiánova oder auch der Drehbuchautor und Regisseur Wojciech Smarzowski aus Polen werden unter den Gästen sein.

„Grand Prix“und „Prix du public“

Und was wäre ein Filmfestival ohne Preise? Nichts. Deshalb haben die Verantwortlichen das diesjährige Festival um einen „Grand Prix“, der von einer fachkundigen Jury den besten Film des Festivals auszeichnet, und um einen „Prix du public“ erweitert.

Ein spannendes Rahmenprogramm rundet das Festival ab. Besonders hervorzuheben ist hier der Abend im Exit 07, mit dem das Festival am 21. November abschließen wird.

Nach der Projektion des Dokumentarfilms „Beats of freedom“, der die letzen Jahre des Kommunismus aus der Sicht von Rockgruppen erzählt, wird dann eine dieser Rockgruppen, die polnische Kultband T.Love, auftreten. Verschiedenen DJs aus Ost und West werden den Abend dann mit Musik aus den 80er Jahren von hinter sowie vor dem eisernen Vorhang ausklingen lassen.

Das Festival ist alleine durch ehrenamtliches Engagement möglich geworden. Es hat bewusst keinen kommerziellen Charakter, alle Interessierten können für einen symbolischen Preis von fünf Euro einen Festivalpass kaufen, mit dem ihnen dann der Zutritt zu allen Veranstaltungen gewährleistet wird.

CinEast „Festival du film d’Europe centrale“

9.-21. November 2010

festival@filmfestival.lu
www.filmfestival.lu

Filme aus folgenden Ländern:

Tschechien
Ungarn
Polen
Slowakei
Gastland: Rumänien

Veranstaltungsorte:

Cinémathèque
Abtei Neumünster
Ciné Ariston
Ciné Belval
Uni.lu
Ancien Cinéma

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SOURCE: http://www.tageblatt.lu

Filme aus Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und vor allem aus den USA gibt es in unseren Kinos zu Genüge zu sehen. Doch Filme aus Osteuropa? Aus Polen, Tschechien, Ungarn oder der Slowakei? So gut wie nie. Außer einmal im Jahr, wenn das Filmfestival CinEast während knapp zwei Wochen für die Programmierung der Leinwände verantwortlich ist. Janina Strötgen

Claude Bertemes, Direktor der Cinémathèque, gibt es zu: Die Programmierung in den Kinos hierzulande ist viel zu einseitig. Deshalb freut er sich ganz besonders über die dritte Auflage dieses Filmfestivals, das die Türen gen Osten aufstößt und Filme aus Ungarn, Tschechien, Polen, der Slowakei und sogar Rumänien (Gastland 2010) nach Luxemburg bringt. Die Mauer ist vor 20 Jahren gefallen, dennoch, so Radek Lipka, einer der Organisatoren des Festivals, kennen wir uns viel zu wenig. Es gäbe auch heute noch Grenzen, in den Köpfen der Menschen.

Und welche Kunstform, wenn nicht das Kino, ist in der Lage, von Geschichten, Mythen oder Begegnungen zu erzählen, die uns die Länder aus dem Osten näher bringen, fragt Claude Bertemes.

Der Erfolg der letzen zwei Jahre hat zudem gezeigt, dass nicht nur Interesse, sondern auch Neugier beim Publikum vorhanden ist. Viele der Säle waren bis auf den letzen Platz besetzt, 3.500 Zuschauer zählte das Festival im letzten Jahr. Diese Zahl möchten die Veranstalter in diesem Jahr noch toppen.

Gastland 2010: Rumänien

Deshalb haben sie nicht nur das Programm um Filme aus dem Gastland Rumänien erweitert, sondern auch neue Veranstaltungsorte hinzugewonnen: Neben der Cinémathèque und der Abtei Neumünster werden ebenso im Ciné Belval, im Ciné Ariston, auf den Campi der Uni Luxemburg und im Ancien Cinéma in Vianden Filme gezeigt.

Das Programm ist so vielfältig wie die Länder selbst. Besonders hervorzuheben sind Filme wie „Morgen“ von Marian Crisan, der den Sonderpreis der Jury dieses Jahr in Locarno gewonnen hat, „Delta“ von Kornél Mundruczo, der 2008 in Cannes ausgezeichnet wurde, oder auch „Essential Killing“ von Jerzy Skolimowski, der in Venedig abräumte. Doch nicht nur Spielfilme, sondern auch Dokumentar- und Kurzfilme stehen auf dem Programm.

Zudem werden auch Debatten und Diskussionsrunden mit Filmschaffenden aus den verschiedenen Ländern stattfinden, die einen direkten Austausch zwischen Publikum und Professionellen ermöglichen. Die junge slowakische Dokumentarfilmerin Diana Fabiánova oder auch der Drehbuchautor und Regisseur Wojciech Smarzowski aus Polen werden unter den Gästen sein.

„Grand Prix“und „Prix du public“

Und was wäre ein Filmfestival ohne Preise? Nichts. Deshalb haben die Verantwortlichen das diesjährige Festival um einen „Grand Prix“, der von einer fachkundigen Jury den besten Film des Festivals auszeichnet, und um einen „Prix du public“ erweitert.

Ein spannendes Rahmenprogramm rundet das Festival ab. Besonders hervorzuheben ist hier der Abend im Exit 07, mit dem das Festival am 21. November abschließen wird.

Nach der Projektion des Dokumentarfilms „Beats of freedom“, der die letzen Jahre des Kommunismus aus der Sicht von Rockgruppen erzählt, wird dann eine dieser Rockgruppen, die polnische Kultband T.Love, auftreten. Verschiedenen DJs aus Ost und West werden den Abend dann mit Musik aus den 80er Jahren von hinter sowie vor dem eisernen Vorhang ausklingen lassen.

Das Festival ist alleine durch ehrenamtliches Engagement möglich geworden. Es hat bewusst keinen kommerziellen Charakter, alle Interessierten können für einen symbolischen Preis von fünf Euro einen Festivalpass kaufen, mit dem ihnen dann der Zutritt zu allen Veranstaltungen gewährleistet wird.

CinEast „Festival du film d’Europe centrale“

9.-21. November 2010

festival@filmfestival.lu
www.filmfestival.lu

Filme aus folgenden Ländern:

Tschechien
Ungarn
Polen
Slowakei
Gastland: Rumänien

Veranstaltungsorte:

Cinémathèque
Abtei Neumünster
Ciné Ariston
Ciné Belval
Uni.lu
Ancien Cinéma

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