Jan 20 2013

Von Liebe, Hass, Wahnsinn und Begehren

Published by at 13:12 under Deutsch,Samsa

SOURCE: http://www.wort.lu

Luxemburger Film-Koproduktion ”Une histoire d’amour” ab diesen Mittwoch im Kino

(thi) – Eine junge und schöne verheiratete Frau geht einer Liebesaffäre mit einem Banker nach. Der an sich banale Ausgangspunkt vom Film ”Une histoire d’amour” von Hélène Fillières wift jedoch viele Fragen auf. Antworten dagegen muss jedoch jeder für sich finden.

Er ist Banker, sie ist eine hübsche junge Frau: Beide sind sich unter nicht angeführten Gegebenheiten begegnet. Die Namen der beiden Hauptfiguren bleiben unbekannt, genau wie ihre Geschichte und ihre Vergangenheit. Ebenso mysteriös bleiben die Gründe, warum der Banker und die junge Frau mit allen Mitteln versuchen eine Liebesbeziehung aufzubauen. Diese startende Liaison wird sich allmählich als eine von Hass, Wahnsinn und Begehren geprägten Beziehung entpuppen.

Die französische Regisseurin Hélène Fillières lädt den Zuschauer in eine geheimnisvolle Welt ein, wo wahre Liebe durch SM-Spiele ersetzt wird. Die Szenen, die Bilder sind gewollt kalt und unpersönlich.

Ein kaltes und farbloses Umfeld

Das Umfeld, im dem sich beide Figuren bewegen, ist ebenso kalt und farblos. Im ganzen Film, bleiben die Lichteffekte dem Geschehen angepasst.

Ein permanentes Spiel zwischen Dunkelheit und Licht, ganz oft ohne Dialoge, könnte dem Zuschauer verschiedene Schlüssel zum Verstehen der Aktion vermitteln. Und trotzdem verweigert sich die Regisseurin zu den gestellten Fragen schlüsselfertige Antworten zu liefern.

Auch wenn das Szenario an manchen Stellen bewusst irreführend und rätselhaft bleibt, wird die ”Histoire d’amour” von zwei hervorragenden Schauspielern getragen. Laetitia Casta, die verheiratete Frau, ist durch ihre Kraft und Präsenz auf der Leinwand verblüffend. Benoît Poelvoorde seinerseits verkörpert mit viel Bravour einen sowohl komplexen als desorientierten Mann, der dank seines Geldes eine dominante Position einnehmen will.

Philharmonie und Europa-Viertel als Filmkulisse

”Une histoire d’amour” wurde von der Luxemburger Produktionsgesellschaft ”Samsa Film” koproduziert und größtenteils in Luxemburg gedreht. Die Philharmonie und das Europa-Viertel auf Kirchberg liefern dem Streifen eine anspruchsvolle Kulisse.

Auch wenn ”Une histoire d’amour” eine Filmadaption vom Roman ”Sévère” von Régis Jauffret ist, konnte die Regisseurin Hélène Fillières die zum Teil auf realen Tatsachen basierende Geschichte auf eine ganz persönliche und ausdrucksstarke Art und Weise in Bild und Ton umsetzen.

Ob nun jeder Zuschauer bereit ist, in diese mysteriöse und obskure Welt einzutauchen, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Ein Versuch lohnt sich allemal.

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Luxemburger Film-Koproduktion ”Une histoire d’amour” ab diesen Mittwoch im Kino

(thi) – Eine junge und schöne verheiratete Frau geht einer Liebesaffäre mit einem Banker nach. Der an sich banale Ausgangspunkt vom Film ”Une histoire d’amour” von Hélène Fillières wift jedoch viele Fragen auf. Antworten dagegen muss jedoch jeder für sich finden.

Er ist Banker, sie ist eine hübsche junge Frau: Beide sind sich unter nicht angeführten Gegebenheiten begegnet. Die Namen der beiden Hauptfiguren bleiben unbekannt, genau wie ihre Geschichte und ihre Vergangenheit. Ebenso mysteriös bleiben die Gründe, warum der Banker und die junge Frau mit allen Mitteln versuchen eine Liebesbeziehung aufzubauen. Diese startende Liaison wird sich allmählich als eine von Hass, Wahnsinn und Begehren geprägten Beziehung entpuppen.

Die französische Regisseurin Hélène Fillières lädt den Zuschauer in eine geheimnisvolle Welt ein, wo wahre Liebe durch SM-Spiele ersetzt wird. Die Szenen, die Bilder sind gewollt kalt und unpersönlich.

Ein kaltes und farbloses Umfeld

Das Umfeld, im dem sich beide Figuren bewegen, ist ebenso kalt und farblos. Im ganzen Film, bleiben die Lichteffekte dem Geschehen angepasst.

Ein permanentes Spiel zwischen Dunkelheit und Licht, ganz oft ohne Dialoge, könnte dem Zuschauer verschiedene Schlüssel zum Verstehen der Aktion vermitteln. Und trotzdem verweigert sich die Regisseurin zu den gestellten Fragen schlüsselfertige Antworten zu liefern.

Auch wenn das Szenario an manchen Stellen bewusst irreführend und rätselhaft bleibt, wird die ”Histoire d’amour” von zwei hervorragenden Schauspielern getragen. Laetitia Casta, die verheiratete Frau, ist durch ihre Kraft und Präsenz auf der Leinwand verblüffend. Benoît Poelvoorde seinerseits verkörpert mit viel Bravour einen sowohl komplexen als desorientierten Mann, der dank seines Geldes eine dominante Position einnehmen will.

Philharmonie und Europa-Viertel als Filmkulisse

”Une histoire d’amour” wurde von der Luxemburger Produktionsgesellschaft ”Samsa Film” koproduziert und größtenteils in Luxemburg gedreht. Die Philharmonie und das Europa-Viertel auf Kirchberg liefern dem Streifen eine anspruchsvolle Kulisse.

Auch wenn ”Une histoire d’amour” eine Filmadaption vom Roman ”Sévère” von Régis Jauffret ist, konnte die Regisseurin Hélène Fillières die zum Teil auf realen Tatsachen basierende Geschichte auf eine ganz persönliche und ausdrucksstarke Art und Weise in Bild und Ton umsetzen.

Ob nun jeder Zuschauer bereit ist, in diese mysteriöse und obskure Welt einzutauchen, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Ein Versuch lohnt sich allemal.

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