Oct 01 2012

Wer ist denn nun dieser Ronny Riff?

Published by at 17:42 under Deutsch

SOURCE: http://www.wort.lu

(str) – Seit Wochen kursiert ein Musikvideo von einem Luxemburger Rockstar aus den 80er Jahren auf Youtube und Facebook. Auf Luxemburgisch singt ein adretter Blondschopf „Stell elo keng Fro“ – angeblich ein Riesenhit aus dem Jahr 1984. Doch niemand kennt das Lied. Ebenso ist nicht einmal Musikkennern der Jason-Donovan-Lookalike aus Echternach Namens Ronny Riff ein Begriff.

In Kommentaren erzählen dann doch einzelne Benutzer, deren Youtube-Konto auffälligerweise erst vor wenigen Wochen oder Monaten erstellt wurde, ihre Erinnnerungen an das Lied und den Sänger. So schreibt ein Nutzer etwa, dass seine Mutter das Lied in den 80ern ständig gehört habe. Auf Facebook wird sich mit gleicher Dynamik an den einstigen Rockstar erinnert.In vorderster Reihe stehen dabei Nutzer, die 1984 noch nicht einmal geboren waren.

Aber auch Enddreißiger schreiben von ihren Erinnerungen an Konzerte und Parties aus den 80ern. In der Presse tauchen zudem plötzlich Artikel auf, in denen nach dem Sänger und Gitarristen gesucht wird. Selbst auf Wikipedia gibt es seit geraumer Zeit Einträge unter dem Namen von Ronny Riff und das gleich in mehreren Sprachen

Ronny Riff – alles nur Marketing?

Vieles deutet auf virales Marketing hin: Anhand von Medien und sozialen Netzwerken wird mit einer ungewöhnlichen Geschichte und verdeckt Werbung für ein Produkt gemacht. Per Mundpropaganda wird die Geschichte – in diesem Fall das Video von Ronny Riff – dann weiter verbreitet. Bei dem fiktiven Rockstar aus Echternach offensichtlich mit großem Erfolg: Mehr als 30’000 Mal wurde das Video binnen drei Wochen angesehen.

Immer wieder wird die Luxemburger Sitcom „Comeback“, die am Freitag an den Start geht, zudem im Zusammenhang mit dem Ronny Riff-Video genannt. Doch die Frage ob „Stell elo keng Fro“ nun der Werbeträger für das Vorabendserie sein wird, bleibt zumindest vor der Erstausstrahlung noch unklar.

Verbindung zu neuer Sitcom?

Bernard Michaux, der Produzent von „Comeback“, ist gegenüber wort.lu in einem Punkt formell: „Wir haben erst zu drehen begonnen, nachdem dieses Video im Internet aufgetaucht ist.“ Dass es bei „Comeback“ einen Bezug zu dem seit 28 Jahren verschollenen Ronny Riff geben wird, streitet der Gründer von LucilFilm nicht ab. „Haben wir Ronny Riff nun wiedergefunden oder benutzen wir das Video etwa nur um einen anderen Star aus den 80ern wieder ins Rampenlicht zu bringen? Vielleicht haben wir ja Jimmy Martin mit an Bord? Das wird sich in den ersten Folgen zeigen!“

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch das Grundkonzept der neuen Sitcom: Die Folgen werden erst nach und nach produziert. Die Reaktionen und das Feedback der Zuschauer sowie aktuelle Ereignisse sollen in jede neue Folge einfließen – dem Vernehmen nach eine interaktive Fernsehsendung.

Erfolgreiches virales Marketing aus Luxemburg gab es übrigens auch schon vor knapp einem Jahr – wenn auch weniger geheimnisvoll: Eine Supermarktkette hatte in einem ihrer Geschäfte mit den Angestellten als Hauptdarsteller ein Musikvideo gedreht und damit in sozialen Netzwerken für einen regelrechten Buzz gesorgt.

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SOURCE: http://www.wort.lu

(str) – Seit Wochen kursiert ein Musikvideo von einem Luxemburger Rockstar aus den 80er Jahren auf Youtube und Facebook. Auf Luxemburgisch singt ein adretter Blondschopf „Stell elo keng Fro“ – angeblich ein Riesenhit aus dem Jahr 1984. Doch niemand kennt das Lied. Ebenso ist nicht einmal Musikkennern der Jason-Donovan-Lookalike aus Echternach Namens Ronny Riff ein Begriff.

In Kommentaren erzählen dann doch einzelne Benutzer, deren Youtube-Konto auffälligerweise erst vor wenigen Wochen oder Monaten erstellt wurde, ihre Erinnnerungen an das Lied und den Sänger. So schreibt ein Nutzer etwa, dass seine Mutter das Lied in den 80ern ständig gehört habe. Auf Facebook wird sich mit gleicher Dynamik an den einstigen Rockstar erinnert.In vorderster Reihe stehen dabei Nutzer, die 1984 noch nicht einmal geboren waren.

Aber auch Enddreißiger schreiben von ihren Erinnerungen an Konzerte und Parties aus den 80ern. In der Presse tauchen zudem plötzlich Artikel auf, in denen nach dem Sänger und Gitarristen gesucht wird. Selbst auf Wikipedia gibt es seit geraumer Zeit Einträge unter dem Namen von Ronny Riff und das gleich in mehreren Sprachen

Ronny Riff – alles nur Marketing?

Vieles deutet auf virales Marketing hin: Anhand von Medien und sozialen Netzwerken wird mit einer ungewöhnlichen Geschichte und verdeckt Werbung für ein Produkt gemacht. Per Mundpropaganda wird die Geschichte – in diesem Fall das Video von Ronny Riff – dann weiter verbreitet. Bei dem fiktiven Rockstar aus Echternach offensichtlich mit großem Erfolg: Mehr als 30’000 Mal wurde das Video binnen drei Wochen angesehen.

Immer wieder wird die Luxemburger Sitcom „Comeback“, die am Freitag an den Start geht, zudem im Zusammenhang mit dem Ronny Riff-Video genannt. Doch die Frage ob „Stell elo keng Fro“ nun der Werbeträger für das Vorabendserie sein wird, bleibt zumindest vor der Erstausstrahlung noch unklar.

Verbindung zu neuer Sitcom?

Bernard Michaux, der Produzent von „Comeback“, ist gegenüber wort.lu in einem Punkt formell: „Wir haben erst zu drehen begonnen, nachdem dieses Video im Internet aufgetaucht ist.“ Dass es bei „Comeback“ einen Bezug zu dem seit 28 Jahren verschollenen Ronny Riff geben wird, streitet der Gründer von LucilFilm nicht ab. „Haben wir Ronny Riff nun wiedergefunden oder benutzen wir das Video etwa nur um einen anderen Star aus den 80ern wieder ins Rampenlicht zu bringen? Vielleicht haben wir ja Jimmy Martin mit an Bord? Das wird sich in den ersten Folgen zeigen!“

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch das Grundkonzept der neuen Sitcom: Die Folgen werden erst nach und nach produziert. Die Reaktionen und das Feedback der Zuschauer sowie aktuelle Ereignisse sollen in jede neue Folge einfließen – dem Vernehmen nach eine interaktive Fernsehsendung.

Erfolgreiches virales Marketing aus Luxemburg gab es übrigens auch schon vor knapp einem Jahr – wenn auch weniger geheimnisvoll: Eine Supermarktkette hatte in einem ihrer Geschäfte mit den Angestellten als Hauptdarsteller ein Musikvideo gedreht und damit in sozialen Netzwerken für einen regelrechten Buzz gesorgt.

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