Nov 23 2014

Acht rasende Minuten

Published by at 01:17 under DIY

SOURCE: http://www.journal.lu

LUXEMBURG – SVEN WOHL

Wenig Spielzeit, viel Arbeit: Ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu „Mirror“

Gerade einmal acht Minuten dauert „Mirror“. Doch hinter dieser kurzen Spielzeit stecken mehr Vorbereitung und Organisation als man denkt. Der Dreh selbst fällt mit drei Tagen am kürzesten aus. Wesentlich mehr Zeit benötigten Pre- und Postproduktion. Ziel der Übung: Die Crew soll wertvolle Erfahrung sammeln. Denn Schwierigkeiten gibt es beim Filmemachen stets genug.

Durchorganisierte Produktion

Die größte Hürde stellt die Finanzierung dar, so viel wusste Ben Allard, Produzent des Kurzfilms „Mirror“ von Anfang an. „Als Produzent eines Filmes ist man größtenteils mit der Finanzierung des Filmes beschäftigt. Als kleine Indieproduktion muss man mühsam einzelne Sponsoren finden“, erklärt er im „Journal“-Interview. Keine einfache Mission, denn: „In Luxemburg wird nur ungerne Geld für kleine Indiefilmproduktionen ausgegeben und somit werden auch Nachwuchstalente ausgebremst.“
Neben dem finanziellen Aspekt gibt es noch andere Herausforderungen, die der Produzent zu meistern hat. Die Filmcrew und Schauspieler sollen organisiert, Flüge, Zugtickets und Hotelaufenthalte gebucht werden. Dabei stellt „Mirror“ eine neue Größenordnung für Ben Allard dar. Denn mit 35 Crew-Mitgliedern und acht Schauspielern nahm diese Produktion für ihn ungewohnte Dimensionen an.
Die Geschichte von „Mirror“ ist relativ überschaubar gehalten. Der Protagonist wacht in einem Wald auf und kann sich nicht mehr erinnern, wie er dort hingekommen ist oder was passiert ist. Eine Mitfahrgelegenheit später muss er nach und nach feststellen, dass er irgendwie in ein Verbrechen verwickelt ist. Einfach, aber effizient spielt der Plot daraufhin mit Wendungen und mit den Erwartungen der Zuschauer. Bei den beteiligten Produktionsfirmen, Indy Films Luxembourg a.s.b.l. und Feierblumm a.s.b.l., hofft man jedenfalls, dass das Endprodukt bei den Zuschauern für „verschwitzte Hände und einen rasenden Puls“ sorgt.

Festliche Angelegenheit

Ob dies gelingt, findet man jedoch erst nächstes Jahr heraus. Der sich noch in der Postproduktion befindende Film wird voraussichtlich im Februar oder März 2015 erscheinen. Laufen soll der fertige Film auf verschiedenen Festivals: Als Hauptziel wurde der „Cannes Short film Corner“ auserkoren. Dort würde der Film auch ein breiteres Publikum finden. Natürlich spielen auch luxemburgische Festivals eine Rolle und man hat das „Discovery Zone“ fest im Blick. Für Ben Allard und die Indy Films Luxembourg a.s.b.l. stellt der Film auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung dar. Diese geben sie auch gerne weiter: „Indy Films Luxembourg bietet eine Plattform für kleine Filmemacher: Wir helfen, deren Projekte umzusetzen und geben damit unser Wissen und unsere Erfahrung weiter.“ Damit sollen Nachwuchstalente gefördert werden, damit die luxemburgische Filmindustrie eine langfristige Zukunft hat.

Mehr Informationen finden Sie auf
facebook.com/ShortFilmMirror

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LUXEMBURG – SVEN WOHL

Wenig Spielzeit, viel Arbeit: Ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu „Mirror“

Gerade einmal acht Minuten dauert „Mirror“. Doch hinter dieser kurzen Spielzeit stecken mehr Vorbereitung und Organisation als man denkt. Der Dreh selbst fällt mit drei Tagen am kürzesten aus. Wesentlich mehr Zeit benötigten Pre- und Postproduktion. Ziel der Übung: Die Crew soll wertvolle Erfahrung sammeln. Denn Schwierigkeiten gibt es beim Filmemachen stets genug.

Durchorganisierte Produktion

Die größte Hürde stellt die Finanzierung dar, so viel wusste Ben Allard, Produzent des Kurzfilms „Mirror“ von Anfang an. „Als Produzent eines Filmes ist man größtenteils mit der Finanzierung des Filmes beschäftigt. Als kleine Indieproduktion muss man mühsam einzelne Sponsoren finden“, erklärt er im „Journal“-Interview. Keine einfache Mission, denn: „In Luxemburg wird nur ungerne Geld für kleine Indiefilmproduktionen ausgegeben und somit werden auch Nachwuchstalente ausgebremst.“
Neben dem finanziellen Aspekt gibt es noch andere Herausforderungen, die der Produzent zu meistern hat. Die Filmcrew und Schauspieler sollen organisiert, Flüge, Zugtickets und Hotelaufenthalte gebucht werden. Dabei stellt „Mirror“ eine neue Größenordnung für Ben Allard dar. Denn mit 35 Crew-Mitgliedern und acht Schauspielern nahm diese Produktion für ihn ungewohnte Dimensionen an.
Die Geschichte von „Mirror“ ist relativ überschaubar gehalten. Der Protagonist wacht in einem Wald auf und kann sich nicht mehr erinnern, wie er dort hingekommen ist oder was passiert ist. Eine Mitfahrgelegenheit später muss er nach und nach feststellen, dass er irgendwie in ein Verbrechen verwickelt ist. Einfach, aber effizient spielt der Plot daraufhin mit Wendungen und mit den Erwartungen der Zuschauer. Bei den beteiligten Produktionsfirmen, Indy Films Luxembourg a.s.b.l. und Feierblumm a.s.b.l., hofft man jedenfalls, dass das Endprodukt bei den Zuschauern für „verschwitzte Hände und einen rasenden Puls“ sorgt.

Festliche Angelegenheit

Ob dies gelingt, findet man jedoch erst nächstes Jahr heraus. Der sich noch in der Postproduktion befindende Film wird voraussichtlich im Februar oder März 2015 erscheinen. Laufen soll der fertige Film auf verschiedenen Festivals: Als Hauptziel wurde der „Cannes Short film Corner“ auserkoren. Dort würde der Film auch ein breiteres Publikum finden. Natürlich spielen auch luxemburgische Festivals eine Rolle und man hat das „Discovery Zone“ fest im Blick. Für Ben Allard und die Indy Films Luxembourg a.s.b.l. stellt der Film auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung dar. Diese geben sie auch gerne weiter: „Indy Films Luxembourg bietet eine Plattform für kleine Filmemacher: Wir helfen, deren Projekte umzusetzen und geben damit unser Wissen und unsere Erfahrung weiter.“ Damit sollen Nachwuchstalente gefördert werden, damit die luxemburgische Filmindustrie eine langfristige Zukunft hat.

Mehr Informationen finden Sie auf
facebook.com/ShortFilmMirror

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