Jan 15 2010

Geburtstags-Festival mit Filmen der Coen-Brüder

Published by at 19:15 under Events & Projects

SOURCE: http://www.journal.lu/ – CH.S.
In der Familie von Raymond Massard, dem Direktor der Caramba s.à.r.l., fließt seit vier Generationen Kinoblut. Sein Großvater betrieb seit 1908 das Kino „Kursaal“ in Rümelingen, das mit über 100 Jahren zurzeit dienstälteste Kino im Lande. Das Erbe in der Kasse und der Vorführkabine traten seine Eltern, Maria († 2003) und Arthur Massard († 1987), danach an. Der junge Raymond, wie seine Schwester Florence, wurden ins Kinogeschäft mit eingebunden.

Die Faszination für das Kino ist ebenfalls auf die Töchter von Raymond und seiner Frau Carine vererbt worden. 1999 wurde die Caramba a.s.b.l. gegründet, welche die Kinos „Kursaal“ und „Kinosch“ (in der Escher Kulturfabrik) verwaltet. 2001 wurde aus der Gesellschaft ohne gewinnbringende Zwecke eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (s.à.r.l.), weil die Errichtung eines modernen Kinokomplexes in Aussicht stand, in Zusammenarbeit mit Gaumont. Doch der französische Kinobetreiber zog sich im selben Jahr noch aus allen Auslandsprojekten zurück. 2006 übernahm Caramba das zweite Escher Kino, das „Ariston“, und seit 2007 wird auch das Bettemburger „Le Paris“ mitprogrammiert. 2005 wurde der Plan eines Multiplex wieder aufgegriffen. Finanzkräftige Partner (u. a. Multiplan) wurden mit einbezogen, und mit dem neuen Bebauungsplan des ARBED-Geländes auf Esch-Belval nahm das Projekt dann konkrete Züge an. Am Donnerstag, den 18. Dezember 2008 sollte der Kinokomplex „CineBelval“ offiziell eingeweiht werden, doch legte die Gewerbeinspektion in allerletzter Minute ihr Veto ein. Erst nach vielen Diskussionen und Konzessionen öffnete der Komplex planmäßig für das Publikum einen Tag drauf.

Festival zum 10. Geburtstag
Die Gesellschaft Caramba feiert nun ihren 10. Geburtstag und das Kino „CineBelval“ mit seinen sieben Sälen und 1.400 Plätzen seinen ersten. Programmiert sind zu diesen Festlichkeiten fast alle Filme der Gebrüder Joel und Ethan Coen, die ebenfalls in den anderen Caramba-Kinos in Esch, Rümelingen und Bettemburg zu sehen sein werden. Weil der erste Film, im 1999 wieder eröffneten Kinosch „The Big Lebowski“ war, fiel die Wahl für ein Festival natürlich auf die Werke der amerikanischen Filmemacher, die bereits als Kinder Filme mit einer 8mm-Kamera drehten.
Joel Coen kam 1954 in Minneapolis im Minnesota zur Welt, sein Bruder Ethan 1957. Ihr erster Film „Blood Simple“ (1984) war ein großer Erfolg – noch ein Geburtstag darf gefeiert werden: 25 Jahre Gebrüder-Coen-Filme! – und erhielt 1985 auf dem Festival von Sundance den großen Preis der Jury. „Raising Arizona“ folgte 1987 und „Miller’s Crossing“ 1990. 1996 gewannen die Brüder den Oscar für das beste Drehbuch von „Fargo“ (1996) und Frances McDormand, die seit 1944 mit Joel Coen verheiratet ist, den Oscar als beste Schauspielerin. „The Big Lebowski“ (1998), „O Brother, Where Art Thou?“ (2000), “The Man Who Wasn‘t There” (2001), „Intolerable Cruelty” (2003) und „The Ladykillers (2004) sind weitere Achtungserfolge der Brüder. Mit „No Country for Old Men“ (2007) werden sie auf den Olymp der Filmemacher erhoben. Sie gewinnen nicht nur die Oscars als beste Drehbuchautoren und Regisseure, sondern ihr Film gewinnt zusätzlich den Oscar als bester Film des Jahres, und Javier Bardem gewinnt die begehrteste Statue der Welt als bester Schauspieler in einer Nebenrolle. „Burn After Reading“ kam 2008 in die Kinos. „Barton Fink“ (1991) und „The Hudsucker Proxy“ (1994) stehen nicht auf dem Festivalprogramm, das man auf der Internetseite www.caramba.lu. abrufen kann.
Der neue Film der Coen-Brothers
„A Serious Man“ heißt der neue Film der Coens, eine schwarze Komödie, die 1967 spielt. Ein Physikprofessor Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg) erfährt von seiner Frau Judith (Sari Lennick), dass sie ihn wegen eines anderen Manns, Sy Ableman (Fred Melamed), verlassen wird. Sein arbeitsloser Bruder Arthur (Richard Kind) schläft auf seiner Couch, sein Sohn Danny (Aaron Wolff) hat Probleme mit der Disziplin, und seine Tochter Sarah (Jessica McManus) klaut ihm Geld für eine Nasenoperation. Wer alles über den weiteren Schicksalsweg von Larry erfahren möchte, kann der Vorpremiere dieses Films am 16. Januar im „CineBelval“ (20.00 und 22.00 Uhr) oder im „Kursaal“ (19.00 und 21.00 Uhr) beiwohnen oder am 18. Januar im „Le Paris“ (19.00 und 21.00 Uhr).
Dude Night
Am 15. Januar findet um 21.00 Uhr eine Spezialvorstellung von „The Big Lebowski“ statt. Nach der regulären Vorstellung geht im angrenzenden „Raatelach“ ab 22.30 Uhr eine Party unter dem Motto „Dude Night“ ab, die von Eric & Fritz animiert wir, und bei der jeder, der in einem „Dude-Look“ auftaucht, also z. B. einem Schlafrock, ein Getränk umsonst bekommt.
Ansonsten kann man den einzelnen Caramba-Kinos einmal einen Besuch abstatten, und selbst herausfinden, dass es außerhalb von Luxemburg-Stadt auch noch ein echtes Kinoleben gibt, z. B. im Saal Nummer eins im „CineBelval“, der größte im Land mit 541 Sitzplätzen und einer 22 mal 10 Meter großen Leinwand und den einzigartigen „Love-seats“ für ungestörtes (durch eine Armlehne) Kuscheln, oder im Bettemburger „Le Paris“ mit seinen bequemen Sitzen und der enormen Beinfreiheit sowie seiner großen Leinwand. Prost und happy birthday Caramba!
› CH.S.

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In der Familie von Raymond Massard, dem Direktor der Caramba s.à.r.l., fließt seit vier Generationen Kinoblut. Sein Großvater betrieb seit 1908 das Kino „Kursaal“ in Rümelingen, das mit über 100 Jahren zurzeit dienstälteste Kino im Lande. Das Erbe in der Kasse und der Vorführkabine traten seine Eltern, Maria († 2003) und Arthur Massard († 1987), danach an. Der junge Raymond, wie seine Schwester Florence, wurden ins Kinogeschäft mit eingebunden.

Die Faszination für das Kino ist ebenfalls auf die Töchter von Raymond und seiner Frau Carine vererbt worden. 1999 wurde die Caramba a.s.b.l. gegründet, welche die Kinos „Kursaal“ und „Kinosch“ (in der Escher Kulturfabrik) verwaltet. 2001 wurde aus der Gesellschaft ohne gewinnbringende Zwecke eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (s.à.r.l.), weil die Errichtung eines modernen Kinokomplexes in Aussicht stand, in Zusammenarbeit mit Gaumont. Doch der französische Kinobetreiber zog sich im selben Jahr noch aus allen Auslandsprojekten zurück. 2006 übernahm Caramba das zweite Escher Kino, das „Ariston“, und seit 2007 wird auch das Bettemburger „Le Paris“ mitprogrammiert. 2005 wurde der Plan eines Multiplex wieder aufgegriffen. Finanzkräftige Partner (u. a. Multiplan) wurden mit einbezogen, und mit dem neuen Bebauungsplan des ARBED-Geländes auf Esch-Belval nahm das Projekt dann konkrete Züge an. Am Donnerstag, den 18. Dezember 2008 sollte der Kinokomplex „CineBelval“ offiziell eingeweiht werden, doch legte die Gewerbeinspektion in allerletzter Minute ihr Veto ein. Erst nach vielen Diskussionen und Konzessionen öffnete der Komplex planmäßig für das Publikum einen Tag drauf.

Festival zum 10. Geburtstag
Die Gesellschaft Caramba feiert nun ihren 10. Geburtstag und das Kino „CineBelval“ mit seinen sieben Sälen und 1.400 Plätzen seinen ersten. Programmiert sind zu diesen Festlichkeiten fast alle Filme der Gebrüder Joel und Ethan Coen, die ebenfalls in den anderen Caramba-Kinos in Esch, Rümelingen und Bettemburg zu sehen sein werden. Weil der erste Film, im 1999 wieder eröffneten Kinosch „The Big Lebowski“ war, fiel die Wahl für ein Festival natürlich auf die Werke der amerikanischen Filmemacher, die bereits als Kinder Filme mit einer 8mm-Kamera drehten.
Joel Coen kam 1954 in Minneapolis im Minnesota zur Welt, sein Bruder Ethan 1957. Ihr erster Film „Blood Simple“ (1984) war ein großer Erfolg – noch ein Geburtstag darf gefeiert werden: 25 Jahre Gebrüder-Coen-Filme! – und erhielt 1985 auf dem Festival von Sundance den großen Preis der Jury. „Raising Arizona“ folgte 1987 und „Miller’s Crossing“ 1990. 1996 gewannen die Brüder den Oscar für das beste Drehbuch von „Fargo“ (1996) und Frances McDormand, die seit 1944 mit Joel Coen verheiratet ist, den Oscar als beste Schauspielerin. „The Big Lebowski“ (1998), „O Brother, Where Art Thou?“ (2000), “The Man Who Wasn‘t There” (2001), „Intolerable Cruelty” (2003) und „The Ladykillers (2004) sind weitere Achtungserfolge der Brüder. Mit „No Country for Old Men“ (2007) werden sie auf den Olymp der Filmemacher erhoben. Sie gewinnen nicht nur die Oscars als beste Drehbuchautoren und Regisseure, sondern ihr Film gewinnt zusätzlich den Oscar als bester Film des Jahres, und Javier Bardem gewinnt die begehrteste Statue der Welt als bester Schauspieler in einer Nebenrolle. „Burn After Reading“ kam 2008 in die Kinos. „Barton Fink“ (1991) und „The Hudsucker Proxy“ (1994) stehen nicht auf dem Festivalprogramm, das man auf der Internetseite www.caramba.lu. abrufen kann.
Der neue Film der Coen-Brothers
„A Serious Man“ heißt der neue Film der Coens, eine schwarze Komödie, die 1967 spielt. Ein Physikprofessor Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg) erfährt von seiner Frau Judith (Sari Lennick), dass sie ihn wegen eines anderen Manns, Sy Ableman (Fred Melamed), verlassen wird. Sein arbeitsloser Bruder Arthur (Richard Kind) schläft auf seiner Couch, sein Sohn Danny (Aaron Wolff) hat Probleme mit der Disziplin, und seine Tochter Sarah (Jessica McManus) klaut ihm Geld für eine Nasenoperation. Wer alles über den weiteren Schicksalsweg von Larry erfahren möchte, kann der Vorpremiere dieses Films am 16. Januar im „CineBelval“ (20.00 und 22.00 Uhr) oder im „Kursaal“ (19.00 und 21.00 Uhr) beiwohnen oder am 18. Januar im „Le Paris“ (19.00 und 21.00 Uhr).
Dude Night
Am 15. Januar findet um 21.00 Uhr eine Spezialvorstellung von „The Big Lebowski“ statt. Nach der regulären Vorstellung geht im angrenzenden „Raatelach“ ab 22.30 Uhr eine Party unter dem Motto „Dude Night“ ab, die von Eric & Fritz animiert wir, und bei der jeder, der in einem „Dude-Look“ auftaucht, also z. B. einem Schlafrock, ein Getränk umsonst bekommt.
Ansonsten kann man den einzelnen Caramba-Kinos einmal einen Besuch abstatten, und selbst herausfinden, dass es außerhalb von Luxemburg-Stadt auch noch ein echtes Kinoleben gibt, z. B. im Saal Nummer eins im „CineBelval“, der größte im Land mit 541 Sitzplätzen und einer 22 mal 10 Meter großen Leinwand und den einzigartigen „Love-seats“ für ungestörtes (durch eine Armlehne) Kuscheln, oder im Bettemburger „Le Paris“ mit seinen bequemen Sitzen und der enormen Beinfreiheit sowie seiner großen Leinwand. Prost und happy birthday Caramba!
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