Jan 20 2014

Ein eingespieltes Team

Published by at 01:03 under Feierblumm

SOURCE: http://www.journal.lu

„Heemwéi“ von Sacha Bachim und Feierblumm Productions asbl kommt am 28. Januar ins Kino

Ab Ende Januar wird die neue Produktion „Heemwéi“ der ehrenamtlichen Schauspieler und Filmemacher von Feierblumm Productions asbl in den Luxemburger Kinos gezeigt werden. Regisseur Sacha Bachim ist mit knapp 31 Jahren einer der jüngeren Filmemacher in Luxemburg.

Seit wann bist du im Filmgeschäft aktiv?
Sacha Bachim Vor etwa zehn Jahren haben die Vorbereitungen für meinen ersten Spielfilm „Who’s Quentin?“ (ein No-Budget Studenten-Film) begonnen. Damit wurde dann auch die Künstlerplattform „Feierblumm Productions“ ins Leben gerufen.

Eigentlich bist du aber Psychologe und Psychotherapeut. Hilft dieser Background bei der Arbeit hinter der Kamera?

Bachim Auf jeden Fall! Einerseits finde ich es sehr wertvoll, bei der Ausarbeitung der Figuren auf psychologisches Fachwissen zurückgreifen zu können, sowohl beim Schreiben des Drehbuchs, als auch bei der Anleitung der Schauspieler. Zudem findet man sich als Regisseur in einem so großen Team sehr oft in der Rolle des Mediators, manchmal sogar des Therapeuten, wieder.

Für „Heemwéi“ hast du mit einem sehr jungen Team gearbeitet. Hat es deshalb fünf Jahre gedauert, bis der Film fertig war?

Bachim Ein Grund für die lange Postproduktionsphase war sicherlich, dass sich das Team ausschließlich aus jungen Freiwilligen zusammensetzte, die sich aus Leidenschaft für das Thema oder den Independent-Charakter des Projektes engagiert hatten und daher nur in ihrer Freizeit am Film arbeiten konnten. Ein anderer wichtiger Punkt waren aber auch einige technische und budgetäre Probleme, die wir erst nach langwieriger Arbeit lösen konnten.

Welche Erfahrung haben Crew und Schauspieler gemacht?
Bachim Die Atmosphäre am Set war einzigartig! Drei Monate lang haben wir mit über 150 Beteiligten an über 20 verschiedenen Drehorten im In- und Ausland gedreht. Das schweißt zusammen. Tatsächlich sind Freundschaften und auch Familien aus diesem Zusammenspiel entstanden. Viele junge Filmemacher haben mit diesem Projekt ihre ersten Schritte in der luxemburgischen Filmlandschaft beschritten und arbeiten heute als professionelle Filmschaffende.

Führte die Unerfahrenheit einiger Crew-Mitglieder zu Problemen im Rahmen der Produktion?
Bachim Dem Interesse und der Wissbegierde der jungen Teilnehmer war es zu verdanken, dass wir bereits nach wenigen Drehtagen als eingespieltes Team funktionierten. Die Atmosphäre war sicherlich lockerer als auf professionellen Filmsets, dennoch blieb ein jeder mit viel Ehrgeiz und Seriosität bei der Sache.

Wie hast du das junge Team auf den Dreh vorbereitet?
Bachim Wir haben im Vorfeld Workshops organisiert, um den Teilnehmern den Umgang mit dem professionellen Filmmaterial und den Work-Flow auf einem Filmset nahezubringen. Die Schauspieler wurden neben den regulären Proben auch von historischen und militärhistorischen Experten gecoacht.

Wie wurden die vorrangig jungen Schauspieler ausgewählt?
Bachim Wir haben im Vorfeld mehrere Castings abgehalten.

Welches Budget stand euch insgesamt zur Verfügung?
Bachim Wir schätzen unser reales Budget auf etwa 25.000 Euro, die zu einem großen Teil vom „Service National de la Jeunesse“ und dem europäischen „Youth in Action“ Förderprogramm kamen. Diese Summe beinhaltet natürlich nicht die unzähligen nicht-bezahlten Arbeitsstunden der freiwilligen professionellen Filmschaffenden, sowie einen Teil des Filmmaterials, das uns freundlicherweise von stART Films und Pyrrhus Movie Productions zu Verfügung gestellt worden ist.

Werden Sondervorführungen für Schulklassen organisiert?
Bachim Solche Vorführungen sind vorgesehen, der genaue Kinospielplan ist aber noch in Vorbereitung.

www.feierblumm.lu
www.heemwei.lu

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SOURCE: http://www.journal.lu

„Heemwéi“ von Sacha Bachim und Feierblumm Productions asbl kommt am 28. Januar ins Kino

Ab Ende Januar wird die neue Produktion „Heemwéi“ der ehrenamtlichen Schauspieler und Filmemacher von Feierblumm Productions asbl in den Luxemburger Kinos gezeigt werden. Regisseur Sacha Bachim ist mit knapp 31 Jahren einer der jüngeren Filmemacher in Luxemburg.

Seit wann bist du im Filmgeschäft aktiv?
Sacha Bachim Vor etwa zehn Jahren haben die Vorbereitungen für meinen ersten Spielfilm „Who’s Quentin?“ (ein No-Budget Studenten-Film) begonnen. Damit wurde dann auch die Künstlerplattform „Feierblumm Productions“ ins Leben gerufen.

Eigentlich bist du aber Psychologe und Psychotherapeut. Hilft dieser Background bei der Arbeit hinter der Kamera?

Bachim Auf jeden Fall! Einerseits finde ich es sehr wertvoll, bei der Ausarbeitung der Figuren auf psychologisches Fachwissen zurückgreifen zu können, sowohl beim Schreiben des Drehbuchs, als auch bei der Anleitung der Schauspieler. Zudem findet man sich als Regisseur in einem so großen Team sehr oft in der Rolle des Mediators, manchmal sogar des Therapeuten, wieder.

Für „Heemwéi“ hast du mit einem sehr jungen Team gearbeitet. Hat es deshalb fünf Jahre gedauert, bis der Film fertig war?

Bachim Ein Grund für die lange Postproduktionsphase war sicherlich, dass sich das Team ausschließlich aus jungen Freiwilligen zusammensetzte, die sich aus Leidenschaft für das Thema oder den Independent-Charakter des Projektes engagiert hatten und daher nur in ihrer Freizeit am Film arbeiten konnten. Ein anderer wichtiger Punkt waren aber auch einige technische und budgetäre Probleme, die wir erst nach langwieriger Arbeit lösen konnten.

Welche Erfahrung haben Crew und Schauspieler gemacht?
Bachim Die Atmosphäre am Set war einzigartig! Drei Monate lang haben wir mit über 150 Beteiligten an über 20 verschiedenen Drehorten im In- und Ausland gedreht. Das schweißt zusammen. Tatsächlich sind Freundschaften und auch Familien aus diesem Zusammenspiel entstanden. Viele junge Filmemacher haben mit diesem Projekt ihre ersten Schritte in der luxemburgischen Filmlandschaft beschritten und arbeiten heute als professionelle Filmschaffende.

Führte die Unerfahrenheit einiger Crew-Mitglieder zu Problemen im Rahmen der Produktion?
Bachim Dem Interesse und der Wissbegierde der jungen Teilnehmer war es zu verdanken, dass wir bereits nach wenigen Drehtagen als eingespieltes Team funktionierten. Die Atmosphäre war sicherlich lockerer als auf professionellen Filmsets, dennoch blieb ein jeder mit viel Ehrgeiz und Seriosität bei der Sache.

Wie hast du das junge Team auf den Dreh vorbereitet?
Bachim Wir haben im Vorfeld Workshops organisiert, um den Teilnehmern den Umgang mit dem professionellen Filmmaterial und den Work-Flow auf einem Filmset nahezubringen. Die Schauspieler wurden neben den regulären Proben auch von historischen und militärhistorischen Experten gecoacht.

Wie wurden die vorrangig jungen Schauspieler ausgewählt?
Bachim Wir haben im Vorfeld mehrere Castings abgehalten.

Welches Budget stand euch insgesamt zur Verfügung?
Bachim Wir schätzen unser reales Budget auf etwa 25.000 Euro, die zu einem großen Teil vom „Service National de la Jeunesse“ und dem europäischen „Youth in Action“ Förderprogramm kamen. Diese Summe beinhaltet natürlich nicht die unzähligen nicht-bezahlten Arbeitsstunden der freiwilligen professionellen Filmschaffenden, sowie einen Teil des Filmmaterials, das uns freundlicherweise von stART Films und Pyrrhus Movie Productions zu Verfügung gestellt worden ist.

Werden Sondervorführungen für Schulklassen organisiert?
Bachim Solche Vorführungen sind vorgesehen, der genaue Kinospielplan ist aber noch in Vorbereitung.

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