Jan 29 2014

“Heemwéi”: Krieg vor der Kamera

Published by at 14:25 under Feierblumm

SOURCE: http://www.wort.lu

(JLS) Es war eine künstlerische, technische, organisatorische und finanzielle Herausforderung, der sich die Filmbegeisterten der „Feierblumm“-Vereinigung stellten, als sie vor fast sechs Jahren eine Geschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs verfilmten. Erst jetzt kommt „Heemwéi“ in die Kinos – und konkurriert mit professionell hergestellten Produktionen um den „Lëtze᠆buerger Filmpräis“.

„Heemwéi“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Luxemburgern, die im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht in Frankreich dienen. Man schreibt das Jahr 1944, die alliierten Truppen rücken unaufhaltsam voran, das Debakel zeichnet sich ab. Des Tötens müde, setzen sich Fränz (Luc Lamesch, seither u. a. durch die Sitcom „Weemseesdet“ bekannt geworden) und Jos (der angehende Geschichtslehrer Steve Hoegener, der auch das Drehbuch schrieb) von der kämpfenden Truppe ab, werden – für die Deutschen – zu Deserteuren. Gemeinsam versuchen sie, sich nach Hause durchzuschlagen, denn sie haben Heimweh.

Ein Kriegsfilm mit 25 000-Euro-Budget

Um diese Story in Szene zu setzen, standen den Filmemachern von „Feierblumm“ gerade mal 25 000 Euro zur Verfügung – Geld, das vom „Service national de la jeunesse“ und dem EU-Förderprogramm „Youth on the Move“ kam. Bei weitem nicht genug, wenn man damit Schauspieler, Techniker, Dekors, Requisiten und die ganze Produktionslogistik finanzieren müsste. Machbar war das Projekt nur, weil alle Beteiligten ehrenamtlich mitarbeiteten und viele Partner Leistungen nicht in Rechnung stellten.

Die Qualität der „Feierblumm“-Produktion hat offenbar auch die Filmakademie überzeugt. Denn obwohl keine etablierte Filmgesellschaft hinter dem Projekt steht, hat sie entschieden, „Heemwéi“ in die Auswahl für den „Filmpräis“ in der Kategorie „Bester Luxemburger Spielfilm“ aufzunehmen. Dort treten die „Feierblumm“-Leute am 7. März gegen die professionellen Produktionen „Doudege Wénkel“ und „D’Schatzritter“ an. Und allein schon das empfinden sie als Auszeichnung.

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(JLS) Es war eine künstlerische, technische, organisatorische und finanzielle Herausforderung, der sich die Filmbegeisterten der „Feierblumm“-Vereinigung stellten, als sie vor fast sechs Jahren eine Geschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs verfilmten. Erst jetzt kommt „Heemwéi“ in die Kinos – und konkurriert mit professionell hergestellten Produktionen um den „Lëtze᠆buerger Filmpräis“.

„Heemwéi“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Luxemburgern, die im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht in Frankreich dienen. Man schreibt das Jahr 1944, die alliierten Truppen rücken unaufhaltsam voran, das Debakel zeichnet sich ab. Des Tötens müde, setzen sich Fränz (Luc Lamesch, seither u. a. durch die Sitcom „Weemseesdet“ bekannt geworden) und Jos (der angehende Geschichtslehrer Steve Hoegener, der auch das Drehbuch schrieb) von der kämpfenden Truppe ab, werden – für die Deutschen – zu Deserteuren. Gemeinsam versuchen sie, sich nach Hause durchzuschlagen, denn sie haben Heimweh.

Ein Kriegsfilm mit 25 000-Euro-Budget

Um diese Story in Szene zu setzen, standen den Filmemachern von „Feierblumm“ gerade mal 25 000 Euro zur Verfügung – Geld, das vom „Service national de la jeunesse“ und dem EU-Förderprogramm „Youth on the Move“ kam. Bei weitem nicht genug, wenn man damit Schauspieler, Techniker, Dekors, Requisiten und die ganze Produktionslogistik finanzieren müsste. Machbar war das Projekt nur, weil alle Beteiligten ehrenamtlich mitarbeiteten und viele Partner Leistungen nicht in Rechnung stellten.

Die Qualität der „Feierblumm“-Produktion hat offenbar auch die Filmakademie überzeugt. Denn obwohl keine etablierte Filmgesellschaft hinter dem Projekt steht, hat sie entschieden, „Heemwéi“ in die Auswahl für den „Filmpräis“ in der Kategorie „Bester Luxemburger Spielfilm“ aufzunehmen. Dort treten die „Feierblumm“-Leute am 7. März gegen die professionellen Produktionen „Doudege Wénkel“ und „D’Schatzritter“ an. Und allein schon das empfinden sie als Auszeichnung.

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