Feb 14 2008

Chamber TV

Published by at 08:05 under Misc. Luxembourg

Klappe, die zweite

Diskussionen, Rundtischgespräche, Reportagen – bei Chamber TV soll Schluss sein mit Interviews im steifen Dekor. Die Übertragung der Plenarsitzungen bleibt, doch aktuelle Themen sollen künftig professioneller und lebendiger präsentiert werden.

ARTIKEL AM TELECRAN

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Klappe, die zweite

Diskussionen, Rundtischgespräche, Reportagen – bei Chamber TV soll Schluss sein mit Interviews im steifen Dekor. Die Übertragung der Plenarsitzungen bleibt, doch aktuelle Themen sollen künftig professioneller und lebendiger präsentiert werden.

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  1. filmreakteron 14 Feb 2008 at 08:12

    von Fabienne Pirsch

    Klappe, die zweite

    Diskussionen, Rundtischgespräche, Reportagen – bei Chamber TV soll Schluss sein mit Interviews im steifen Dekor. Die Übertragung der Plenarsitzungen bleibt, doch aktuelle Themen sollen künftig professioneller und lebendiger präsentiert werden.

    ARTIKEL AM TELECRAN

    Wenn Gruppen und Vereine die Abgeordnetenkammer besichtigen, fällt uns immer wieder auf, dass die Menschen erschreckend wenig über die Funktionsweise der ,Chamber’ wissen“, sagt Maurice Molitor. Die Arbeit finde nicht nur im Plenarsaal statt, wie viele dächten, fügt Kollegin Monique Faber hinzu. Ein falsches Bild, das für das Image der Abgeordneten nicht immer förderlich ist, finden die beiden Macher von Chamber TV. Doch auch sie konnten diesem Problem bisher nicht beikommen. Übertragen wurden eben lediglich die öffentlichen Plenarsitzungen und, seit 2005, jeden Freitag „Chamber aktuell“ – Zusammenschnitte der Sitzungen und Interviews im Plenarsaal der Abgeordnetenkammer, die mit fixen Kameras aufgezeichnet wurden.

    Mit diesen statischen Bildern soll nun endlich Schluss sein. Der von politischen Parteien und Publikum lang ersehnte Ausbau des Fernsehsenders der Abgeordnetenkammer wurde nun in Angriff genommen. „Wir machen kein neues Programm, sondern bringen neue Elemente im bestehenden Sendeschema“, betont Molitor. Zusätzlich zu den Plenarsitzungen werden nun jeden Monat vier Sendungen produziert. Dies nicht wie bisher in den Räumlichkeiten der Abgeordnetenkammer, sondern im vom BCE (Broadcasting Center Europe) auf Kirchberg gemieteten Studio. Das Dekor: schlicht und modern. Elemente davon werden sich übrigens in der Grafik des neuen Internetportals der „Chamber“ wieder finden, das allerdings erst im Sommer online geht.

    Zu drei der vier monatlichen Sendungen werden Studiogäste eingeladen, die über aktuelle politische Fragen diskutieren. „Wir sind mit diesem Konzept nicht mehr so eng an die Themen gebunden, die in der betreffenden Woche im Plenum diskutiert werden, sondern können auch andere aufgreifen, die eben gerade politisch auf der Tagesordnung stehen und in den Kommissionen der Abgeordnetenkammer bearbeitet werden“, sagt Monique Faber. Bei der Wahl der Studiogäste wollen die Journalisten flexibel sein und auf keinen Fall nur Parlamentarier einladen.

    Arbeit hinter den Kulissen

    Zweimal die Woche stehen den Produzenten von Chamber TV auch Kameraleute zur Verfügung, mit deren Hilfe Reportagen gedreht werden können. Ein großes Anliegen von Molitor und Faber ist es, den Zuschauern der zwischen 20 und 30 Minuten dauernden Sendungen näher zu bringen, wie in der Abgeordnetenkammer gearbeitet wird und wie Entscheidungen getroffen werden.

    Die vierte Sendung besteht aus einem etwa einstündigen Rundtischgespräch, „ein interessantes Diskussionsinstrument, das aus technischen Gründen für uns bisher nicht in Frage kam“, so Molitor. Bei der politischen Aktualität wollen die beiden Chamber-TV-Macher vor allem ergänzend zu den Plenarsitzungen und der Berichterstattung der anderen Medien sein. „Das heißt, dass wir versuchen werden, nicht die Aspekte aufzugreifen, die die anderen Medien in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung stellen, sondern andere Themen, die weniger belichtet werden“, erklärt Molitor.

    Neu wird auch sein, dass die Sendung nicht mehr freitags, sondern nun schon montags ab 20 Uhr übertragen wird. Die Wiederholungen werden dienstags bis freitags zwischen 20 und 22 Uhr gezeigt – außer an jenen Wochentagen, an denen Plenarsitzungen stattfinden, die abends wiederholt werden. Die Interviews, Streitgespräche und Reportagen werden dann nur freitags in der Wiederholung zu sehen sein.

    Bei der ersten Sendung, die am 11. Februar erstausgestrahlt wurde, drehte sich alles um die Territorialreform. Um das gleiche Thema wird es auch beim Rundtischgespräch gehen, das am 18. Februar zu sehen sein wird. Dem Wunsch der luxemburgischen EU-Parlamentarier, mehr in das Programm von Chamber TV einbezogen zu werden, kommen die Macher mit diesen Neuerungen nur indirekt nach: „Da wir ganz neue Möglichkeiten bei der Themenauswahl haben, werden wir das Thema Europa natürlich regelmäßig aufgreifen“, sagt Monique Faber. Sowohl für die Themenauswahl als auch für die Aufbereitung der Diskussionsrunden und Reportagen wurde den beiden Journalisten von der Abgeordnetenkammer absolute redaktionelle Freiheit zugesagt, wie beide betonen. „Nur so kann eine glaubwürdige Berichterstattung erfolgen“, sagt Maurice Molitor.

    http://www.telecran.lu

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