Nov 22 2007

“Der neunte Tag” 23.11.2007 ARD

Published by at 09:35 under Misc. Luxembourg

“Der neunte Tag” gëtt desen Freideg den 23.11.2007 op der ARD gewissen. Den Film gouf vun der lëtzebuergescher Firma Videopress coproduzéiert an ass zu engem gudden Deel zu Lëtzebuerg gedréint ginn.

neunte tag

Virun der Kamera stoung ënnert aanerem den André Jung, Germain Wagner an den Jean-Paul Raths.

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“Der neunte Tag” gëtt desen Freideg den 23.11.2007 op der ARD gewissen. Den Film gouf vun der lëtzebuergescher Firma Videopress coproduzéiert an ass zu engem gudden Deel zu Lëtzebuerg gedréint ginn.

neunte tag

Virun der Kamera stoung ënnert aanerem den André Jung, Germain Wagner an den Jean-Paul Raths.

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2 Responses to ““Der neunte Tag” 23.11.2007 ARD”

  1. filmreakteron 22 Nov 2007 at 09:36

    “Der neunte Tag” am Freitag, 23.11.2007, im Ersten und im Januar 2008, zur besten Sendezeit, im Bayerischen Fernsehen

    München (ots) – Am kommenden Freitag, 23. November 2007, zeigt Das
    Erste um 23.30 Uhr Volker Schlöndorffs preisgekrönten Film “Der
    neunte Tag”. Das Drama mit Ulrich Matthes als Abbé Henri Kremer und
    August Diehl als dessen Gegenspieler, Gestapochef Gebhardt, wird im
    am Samstag, 26. Januar 2008, um 20.15 Uhr, im Bayerischen Fernsehen
    wiederholt.

    Filminhalt “Der neunte Tag”

    Eine Entscheidung auf Leben und Tod – neun Tage, die Abbé Henri
    Kremer (Ulrich Matthes) in seinen Grundfesten erschüttern, die nicht
    nur über sein Schicksal, sondern auch über das seiner Freunde und
    seiner Familie entscheiden werden. Auge in Auge mit dem Luxemburger
    Gestapochef Gebhardt (August Diehl) und seinen eiskalt kalkulierten
    Argumenten kommt Henri in Versuchung und muss am neunten Tag
    bekennen, auf welcher Seite er steht.

    Urlaub vom KZ, das gibt es nicht – und doch widerfährt dieses
    Unglaubliche dem Luxemburger Abbé Henri Kremer. Er entkommt auf Zeit
    diesem Ort, an dem es keinen Gott gibt.

    Zu Hause angekommen, muss er sich jeden Tag in der Villa Pauly bei
    der Gestapo melden. Dort begegnet er dem jungen, leidenschaftlichen
    Karrieristen Gebhardt. Scheinen die Machtverhältnisse am Anfang klar,
    so entwickelt sich im Lauf der neun Tage ein wechselvolles Rede- und
    Gedankenduell zwischen den beiden Männern, die unterschiedlicher
    nicht sein könnten, wenngleich sie sich im Glauben an Gott zu ähneln
    scheinen.

    Gebhardt versucht den Kirchenmann zu locken, zu überraschen und zu
    überzeugen. Er will Kremer als – wie er glaubt – “Bruder im Geiste”
    auf seine Seite ziehen. Als dieser sich aber nicht wie erwartet
    bewegt, reagiert Gebhardt ungestüm und lässt die Maske des Verführers
    fallen.

    Kremer ist in diesen Tagen hin- und hergerissen. Letztlich muss er
    feststellen, dass er ganz auf sich gestellt ist und seine
    Entscheidung über Leben und Tod allein fällen muss. Kremer muss sich
    nur gegenüber seinem Gewissen und der Frage der Menschlichkeit
    verantworten…

    Die Darsteller im Filmdrama “Der neunte Tag”

    Im Film trägt Abbé Jean Bernard den Namen Abbé Henri Kremer und
    hat die KZ-Nummer 25639 eintätowiert. Der Abbé wird gespielt von
    Ulrich Matthes. Die Rolle seines Kontrahenten, des Luxemburgs
    Gestapochefs Gebhardt, hat August Diehl übernommen.

    Als Schwester des Abbé, Marie Kremer, ist Bibiana Beglau zu sehen.
    Hilmar Thate stand als Bischof Philipp von Luxemburg vor der Kamera,
    Michael König als Gauleiter Simon. In weiteren Rollen: André Jung,
    Germain Wagner, Jean-Paul Raths, Petr Janis, Karel Dobry, Petr Varga,
    Ivan Jirik, Karel Hromadka u.a.

    Produziert wurde “Der neunte Tag” von der Deutsch-Luxemburgischen
    Gemeinschaftsproduktion der Provobis Film, Jürgen Haase und
    Videopress in Koproduktion mit dem BR und ARTE, gefördert vom
    FilmFernsehFonds Bayern, Medienboard Berlin-Brandenburg und Film Fund
    Luxembourg; Redaktion BR: Jakob Hausmann / Benigna von Keyserlingk.
    Zuständig für die Erstausstrahlung am 23. November 2007 im Ersten und
    die Wiederholung am 26. Januar 2008 im Bayerischen Fernsehen ist
    Elmar Jaeger, Programmbereich Serie, Volksstücke, Literarische
    Filmerzählung.

    Regie, Drehbuch, Buch

    Die eindringliche Geschichte verfilmte der Oscar-preisgekrönte
    Regisseur Volker Schlöndorff von Dezember 2003 bis Februar 2004 in
    Berlin-Brandenburg, München, Luxemburg und Prag.

    Das Drehbuch von Eberhard Görner (“Nikolaikirche”) und Andreas
    Pflüger (“Operation Rubikon”) stützt sich auf die autobiografischen
    Aufzeichnungen des luxemburgischen Abbé Jean Bernard (1907-1994): In
    “Pfarrerblock 25487” schilderte er sachlich die traumatischen
    Erinnerungen an ein unvorstellbares Grauen, das ihm und seinen
    Mitgefangenen im Konzentrationslager Dachau widerfuhr.

    Preise und Ehrungen

    “Der neunte Tag” wurde bei seiner Uraufführung beim Filmfest
    München 2004 mit dem Bernhard Wicki Filmpreis – Die Brücke – Der
    Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. Der Film erhielt das
    Prädikat Besonders wertvoll. “Der neunte Tag” lief 2004 auf dem
    Filmfestival Locarno und Sevilla. Im gleichen Jahr erhielt Volker
    Schlöndorff beim Bayerischen Filmpreis 2004 in München vom
    Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber den Ehrenpreis für
    sein bisheriges Lebenswerk.

    2005 erhielt “Der neunte Tag” den Deutschen Filmpreis in der
    Kategorie Bestes Szenenbild und dazu sechs weitere Nominierung in den
    Kategorien Bester Spielfilm, Beste männliche Hauptrolle (August Diehl
    / Ulrich Matthes), Bester Schnitt (Peter R. Adam), Beste
    Tongestaltung (Gunnar Voigt), Bestes Drehbuch (Andreas Pflüger und
    Eberhard Görner) und Beste Regie (Volker Schlöndorff). Ulrich Matthes
    war zudem nominiert für den Europäischen Filmpreis 2005.

    “Der neunte Tag” war Bester Film beim Internationalen Film
    Festival Teheran und erhielt den Grand Prix für den besten Film beim
    Petersburger Filmfestival 2006.

    Volker Schlöndorff, “Der neunte Tag”
    und weitere Meisterwerke des Regisseurs

    Das Thema zu dem Film “Der neunte Tag” faszinierte Volker
    Schlöndorff sofort. Die beiden Protagonisten – der Abbé, der für ein
    paar Tage dem KZ Dachau entrinnt und der Gestapochef im von deutschen
    Nationalsozialisten besetzten Luxemburg – tragen einen Kampf aus:
    moralische Auseinandersetzung für den einen, Machtkampf für den
    anderen. Zivilcourage, Menschen in extremer Lebenssituation,
    politische Willkür, die auf das Individuum einwirkt, Überleben im
    Konzentrationslager, alle diese Aspekte werden in “Der neunte Tag”
    berührt.

    Schlöndorff sagt dazu: “KZ, Religion, Gewissen, Anstand – in einem
    Wasserglas findet man das ganze Meer der Vergangenheit.”

    Wenngleich “Der neunte Tag” eine vergangene Epoche widerspiegelt,
    dreht sich das Thema um Problemfelder, die so oder ähnlich auch
    gegenwärtig nicht aus dem Blickfeld des politischen Menschen
    verschwinden: Die Auseinandersetzung zwischen dem Christen und dem
    politisch Verblendeten, die Ideologisierung junger Menschen, die
    Politik des Vatikans und ihre Folgen für den Einzelnen.

    Das politische Engagement des 1939 in Wiesbaden geborenen
    Regisseurs zeigte sich immer wieder in seinen Filmen, die sich
    kritisch mit gesellschaftlicher Macht- und Gewaltausübung
    auseinandersetzen. Den erklärten Vorsatz Schlöndorffs, kommerzielles
    Unterhaltungskino zu inszenieren, verknüpfte er mit seiner Vorliebe
    für Literaturverfilmungen. Mit dem erst kürzlich im Ersten wieder
    gezeigten Film “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” (1975; nach
    dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll) gelang Schlöndorff der
    Durchbruch an den deutschen Kinokassen.

    Als erster deutscher Film erhielt Schlöndorffs Adaption des Günter
    Grass-Romans “Die Blechtrommel” 1979 eine Goldene Palme in Cannes und
    wurde, ebenfalls als erster deutscher Film seit 1927, mit einem Oscar
    gekrönt. Mit der “Blechtrommel” griff Schlöndorff den Protest des
    Einzelnen gegen die NS-Diktatur auf, ein Thema, das er 1996 mit “Der
    Unhold”, nach der literarischen Vorlage “Der Erlkönig” von Michel
    Tournier, aus einer anderen Perspektive vertiefte. Das Individuum in
    der Verantwortung für sein (Nicht-)Handeln und für die Gesellschaft
    reflektiert Schlöndorff immer wieder in seinen Arbeiten.

    Bibiana Beglau, in Schlöndorffs “Der neunte Tag” als Schwester des
    Abbé zu sehen, hatte der Regisseur 2000 als Hauptdarstellerin für ein
    weiteres Meisterwerk entdeckt: für “Die Stille nach dem Schuss”,
    angelehnt an die Memoiren der früheren RAF-Terroristin Inge Viett.
    Bibiana Beglau wurde für ihr Kinodebüt bei den Berliner
    Filmfestspielen 2000 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.
    Schlöndorffs Film “Die Stille nach dem Schuss” wurde 2000 mit großem
    Erfolg unter dem Titel “The Legend of Rita” im New Yorker Museum of
    Modern Art gezeigt.

    Schlöndorffs BR-Koproduktion “Ulzhan” demnächst im Kino

    Schlöndorffs Kinodebüt “Der junge Törless” war eine psychologische
    Studie des kategorischen Imperativs. “Der junge Törless” wurde 1966
    in Cannes als Auftakt des “Jungen Deutschen Films” gefeiert. 41 Jahre
    später, bei den Filmfestspielen in Cannes 2007, wurde Volker
    Schlöndorffs jüngstes Werk “Ulzhan” uraufgeführt, eine lyrisch
    erzählte Liebesgeschichte und wie Schlöndorff sagt: “Zur Abwechslung
    keine Literatur, keine Politik, auch keine Vergangenheitsbewältigung,
    sondern reine Kür, eine Hymne an das Leben – wie es meinem Alter
    ansteht”. “Ulzhan” (wie auch “Der neunte Tag” eine Kino-Koproduktion
    mit dem BR) startet am Donnerstag, 13. Dezember 2007 in den deutschen
    Kinos. Dazu demnächst mehr.

    Quelle:
    http://www.presseportal.de/pm/7560/1088798/br_bayerischer_rundfunk

  2. daily factson 22 Nov 2007 at 17:04

    Really makes you think, doesn’t it?

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