Sep 14 2007

Graas: Wider die schleichende “Boulevardisierung”

Published by at 17:23 under Misc. Luxembourg

Den Tom Grass verléisst RTL.

Bis Ende dieses Monats will RTL einen neuen Chefredakteur für sein luxemburgisches Fernsehprogramm gefunden haben.

Die am Freitag bekannt gewordene Scheidung zwischen RTL Télé Lëtzebuerg und seinem Chefredakteur Tom Graas ist also doch mehr als eine ganz normale “Personalie “, wie sie in jedem Unternehmen mal vorkommt. In einem Interview mit Télécran bestätigt Graas, dass es grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über das Programm und dessen journalistische Ausrichtung gab und gibt.

source: www.wort.lu 

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Den Tom Grass verléisst RTL.

Bis Ende dieses Monats will RTL einen neuen Chefredakteur für sein luxemburgisches Fernsehprogramm gefunden haben.

Die am Freitag bekannt gewordene Scheidung zwischen RTL Télé Lëtzebuerg und seinem Chefredakteur Tom Graas ist also doch mehr als eine ganz normale “Personalie “, wie sie in jedem Unternehmen mal vorkommt. In einem Interview mit Télécran bestätigt Graas, dass es grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über das Programm und dessen journalistische Ausrichtung gab und gibt.

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6 Responses to “Graas: Wider die schleichende “Boulevardisierung””

  1. filmreakteron 14 Sep 2007 at 17:24

    (FeMo) – Die am Freitag bekannt gewordene Scheidung zwischen RTL Télé Lëtzebuerg und seinem Chefredakteur Tom Graas ist also doch mehr als eine ganz normale “Personalie “, wie sie in jedem Unternehmen mal vorkommt. In einem Interview mit Télécran bestätigt Graas, dass es grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über das Programm und dessen journalistische Ausrichtung gab und gibt.

    In dem Interview mit Luxemburgs Fernsehzeitschrift gibt Tom Graas zu, dass ihm die schleichende, “sich aber immer deutlicher abzeichnende Boulevardisierung des Programms” nicht gefiel. Er habe eher eine konservative Einstellung, was das Verständnis des öffentlich-rechtlichen Auftrags “unseres Senders” angehe. Die Direktion von RTL jedoch habe offensichtlich eine andere Meinung.

    Wörtlich sagt Graas außerdem: “Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass man Zuhörern und Zuschauern durchaus auch einmal komplizierte Sachverhalte in Reportagen und Nachrichten erklären kann. Auch komplexere Themen, die ein gewisses Hintergrundwissen verlangen , dürfen in einem Programm, das einen öffentlichen Auftrag hat, meines Erachtens nicht fehlen. Diese Art von Journalismus ist bei RTL aber immer weniger erwünscht.” Der Sender mache seit längerer Zeit fast nur noch Proximitäts- und Boulevardjournalismus . Dafür stehe er aber nicht.

    Am Freitagmorgen war bekannt geworden, dass Graas RTL verlässt. Bestätigt hat RTL -Programmchef Alain Berwick mittlerweile auch, dass der bisherige Chefredakteur des RTL-Radioprogramms, Marc Linster, den Job eines Informationsdirektors für Radio und Fernsehen übernommen hat. Linster, der weiterhin Radio-Chefredakteur bleiben wird , soll sich um die Förderung so genannter Synergien zwischen den einzelnen Redaktionen bemühen.

    Bis Ende dieses Monats will RTL einen neuen Chefredakteur gefunden haben. Und was macht Tom Graas in Zukunft? Seine Antwort auf diese Frage ist kurz und bündig: “Keine Ahnung”.

  2. filmreakteron 25 Sep 2007 at 17:22

    “Kein Iota geändert”

    Alain Rousseau soll neuer Chefredakteur bei RTL Télé Lëtzebuerg werden.

    Am Freitagmorgen räumte Tom Graas seinen Schreibtisch bei RTL. Obwohl man sich dem Vernehmen nach im gegenseitigen Einvernehmen getrennt hat, spart der Ex-Chefredakteur nicht mit Kritik an seinem ehemaligen Sender. Die „schleichende, sich aber immer deutlicher abzeichnende Boulevardisierung des Programms“ habe ihm nicht gefallen, sagt Graas im Télécran-Interview und stellt klar: „Der Sender macht seit längerer Zeit fast nur noch Proximitäts- und Boulevardjournalismus. Dafür stehe ich aber nicht.“

    Während Tom Graas also vor allem inhaltliche Differenzen als Grund für seinen Abschied von RTL angibt, will sein ehemaliger Vorgesetzter davon nichts wissen. Gegenüber Télécran unterstreicht Direktor Alain Berwick, dass sich am Nachrichten-Konzept in den vergangenen Monaten „kein Iota“ geändert habe.

    Folgt man der Darstellung des Chefs beim Kirchberger Rundfunk, dann ist die Trennung von Graas eher eine Folge von Personalentscheidungen bei RTL. Gemeint ist damit vor allem die Ernennung von Radio-Chefredakteur Marc Linster zum „directeur de l’information“ mit Zuständigkeit für Radio, Fernsehen und Neue Medien – der dem Chefredakteur übergeordnet ist. Diesen Punkt meint wohl auch Tom Graas im Télécran-Interview: „Die Position des Chefredakteurs bei RTL ist nicht stark genug, um das journalistische Niveau, das ich mir vorstelle, absichern zu können.“

    Derweil ist die Nachfolge von Tom Graas offenbar bereits geregelt. Dessen Aufgaben bei RTL Télé Lëtzebuerg soll Alain Rousseau zunächst geschäftsführend, und ab Oktober dann offiziell übernehmen.

    rar
    http://www.telecran.lu

  3. filmreakteron 25 Sep 2007 at 17:25

    “Das Gehirn einschalten”

    Nach 20 Jahren bei RTL nahm Tom Graas seinen Hut. Dem Chefredakteur passte die Ausrichtung seines Senders nicht mehr: zu viel Boulevard, zu wenige seriöser Journalismus.

    von Jochen Kuttler

    Télécran: Nach 20 Jahren bei RTL haben Sie das Handtuch geworfen. Der Frust muss groß gewesen sein.

    Tom Graas: Er hält sich in Grenzen. Meine Entscheidung habe ich mir reiflich überlegt. Fakt ist, dass mir die schleichende, sich aber immer deutlicher abzeichnende Boulevardisierung des Programms nicht gefiel.

    Télécran: Nun gibt es weit schlechtere Ausgangspositionen als die eines Chefredakteurs, um genau diese Entwicklung zu verhindern. Warum haben Sie Ihr Gewicht nicht für einen journalistischen Kurswechsel in die Waagschale gelegt?

    Tom Graas: Ich denke, dass ich nicht die Entscheidungsebene erreicht habe, um solche grundlegende Weichenstellungen maßgeblich beeinflussen zu können. Die Position des Chefredakteurs bei RTL ist nicht stark genug, um das journalistische Niveau, das ich mir vorstelle, absichern zu können.

    Télécran: Das hört sich an, als ob bei Ihnen eine Schmerzgrenze überschritten worden sei.

    Tom Graas: Das stimmt. Das Niveau hat mir einfach nicht mehr gepasst. Ich habe eher eine konservative Einstellung, was das Verständnis des öffentlich-rechtlichen Auftrags unseres Senders angeht. Die Direktion von RTL hat offensichtlich eine andere Meinung diesbezüglich. Da mir beide Positionen unvereinbar scheinen, musste man sich halt trennen. Das lief aber absolut kollegial und ohne Streit ab.

    Télécran: Was hätten Sie den anders gemacht, wenn man Ihnen bei RTL freie Hand gelassen hätte?

    Tom Graas: Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass man Zuhörern und Zuschauern durchaus auch einmal kompliziertere Sachverhalte in Reportagen und Nachrichten erklären kann. Auch komplexere Themen, die ein gewisses Hintergrundwissen verlangen, dürfen in einem Programm, das einen öffentlichen Auftrag hat, meines Erachtens nicht fehlen. Diese Art von Journalismus ist bei RTL aber immer weniger erwünscht. Der Sender macht seit längerer Zeit fast nur noch Proximitäts- und Boulevardjournalismus. Dafür stehe ich aber nicht.

    “Die Direktion von RTL will das
    journalistische Angebot des
    Senders eher an SAT.1 und RTL in
    Deutschland ausgerichtet sehen.”
    Der scheidende RTL-Chefredakteur
    Tom Graas über die journalistische
    Ausrichtung von RTL Lëtzebuerg.

    Télécran: Was meinen Sie mit “Proximitätsjournalismus” genau?

    Tom Graas: Ich finde, dass Nachrichten nicht dazu da sein können, nur über neue Handys und das Wetter zu berichten, also Konsumjournalismus zu machen, der zwar die Leute ganz nah betrifft, aber keine politische Relevanz hat. Was bei RTL fehlt, ist die politische Information. Die Zuschauer sollen meiner Meinung nach ruhig ihr Gehirn benutzen dürfen.

    Télécran: War denn die Berichterstattung bei RTL in der „Hei Elei“-Zeit von Jean Octave tiefer- und hintergründiger?

    Tom Graas: Ganz sicher nicht. Ich war ja einer von denjenigen, die damals den Aufstand gegen ihn mitgetragen haben. Was seinerzeit produziert wurde, war Gehorsamsjournalismus der reinsten Sorte. Nach dem Motto: “Was der Minister sagt, wird schon stimmen”. Und das war nun ganz und gar nicht mein Ding.

    Télécran: Vor wenigen Wochen wurde der Konzessionsvertrag zwischen dem Staat und RTL verlängert. Das Luxemburger Modell, einen privaten Sender mit der Absicherung des “Service public” zu betrauen, hat aber auch viele Kritiker. Wären Sie eher für ein in Gänze öffentlich-rechtliches Fernsehen?

    Tom Graas: Beides hat Vor- und Nachteile. Das Beispiel “Hei Elei” hat deutlich gezeigt, wohin die Nähe zu Regierung und Staat führen kann, nämlich zum Gehorsamsjournalismus. Umgekehrt kann das unabhängige Modell zum Belanglosfernsehen führen. Ob RTL nun die ihm im Lastenheft vom Staat übertragenen Aufgaben erfüllt, will und kann ich nicht kommentieren.
    Ich verstehe den öffentlichen Auftrag des Fernsehen in etwa so wie er bei ARD und ZDF umgesetzt wird, also kritischen, hintergründigen Journalismus zu bieten, der zur politischen Meinungsbildung beiträgt. Die Direktion von RTL will das journalistische Angebot des Senders eher an der Messlatte von SAT.1 und RTL in Deutschland ausgerichtet sehen. Die Positionen passen einfach nicht zu einander.

    Télécran: 23 Jahre Journalismus, 20 Jahre bei RTL. Wie weh tut das Scheiden da?

    Tom Graas: Auf der einen Seite tut es mir leid, weil ich immer gerne Journalist war und es ja auch noch bin. Auf der anderen Seite verspüre ich aber auch eine Erleichterung.

    Télécran: Was macht Tom Graas in Zukunft?

    Tom Graas: Keine Ahnung.
    http://www.telecran.lu

  4. filmreakteron 25 Sep 2007 at 17:29

    Das RTL-Personalkarussell dreht sich weiter
    Alain Rousseau als Chefredakteur bestätigt
    Letzte Aktualisierung: 20-09-2007 17:41
    (mth) – Nach dem überraschenden Ausscheiden von Tom Graas als Chefredakteur von RTL Télé Lëtzebuerg gab der Medienkonzern am Donnerstag weitere Personalentscheidungen auf der Führungsebene bekannt.

    Demnach wird Alain Rousseau, der Graas seit vergangener Woche ersetzt, bis auf weiteres Chefredakteur von RTL Télé Lëtzebuerg bleiben. Seiner rechte Hand als Vize-Chefredakteurin wird die Journalistin und Moderatorin Caroline Mart sein. Steve Schmit, der aktuelle “Station Manager” des Fernsehsenders, wird in Zukunft ebenfalls Verantwortlicher für die die Magazin-Sendungen sein.

    Christiane Kremer, die aktuelle Programmchefin von RTL Radio Lëtzebuerg, übernimmt die Verantwortung für die Kulturinhalte von Radio, Fernsehen und neuen Medien bei RTL Lëtzebuerg. Lucien Linster, Verwaltungsdirektor von RTL, wird ebenfalls die Leitung des Bereichs Sport in Radio, Fernsehen und Internet übernehmen.

    RTL-Direktor Alain Berwick erhofft sich in einer Pressemitteilung von den aktuellen Personalentscheidungen “verbesserte Synergien” zwischen den drei luxemburgischen Medien. Tom Graas hatte vergangene Woche nach eigener Aussage seinen Posten bei RTL verlassen, weil er mit der “zunehmenden Boulevardisierung” und der Vermischung von journalistischen und kommerziellen Inhalten nicht klarkomme.

    http://www.wort.lu

  5. filmreakteron 25 Sep 2007 at 17:30

    Alain Rousseau, nouveau rédacteur en chef de RTL Télé Lëtzebuerg
    Mise à jour: 21/09/2007 6:19:33

    Alain Berwick, Directeur RTL, a procédé à une réorganisation interne au niveau de RTL Télé Lëtzebuerg.
    Nouveau Rédacteur en chef RTL Télé Lëtzebuerg : Alain Rousseau Afin d’assurer la continuité, Alain Rousseau a été nommé Rédacteur en chef suite au départ de Tom Graas.

    Le but de cette opération est de dynamiser les structures et le fonctionnement des programmes luxembourgeois de RTL. RTL maintient son concept de proximité tout en assurant sa mission de service public. RTL est à la recherche permanente de proposer les meilleurs contenus tout en étant innovateur.
    Nouveau Responsable Magazines RTL Télé Lëtzebuerg : Steve Schmit Actuel Station Manager de RTL Télé Lëtzebuerg, Steve Schmit, sera également en charge de la supervision et de la coordination des magazines de RTL Télé Lëtzebuerg.

    Nouveau Rédacteur en chef RTL Télé Lëtzebuerg : Alain Rousseau Afin d’assurer la continuité, Alain Rousseau a été nommé Rédacteur en chef suite au départ de Tom Graas. Entré en 2001 chez RTL Télé Lëtzebuerg, Alain Rousseau a d’abord assuré la charge de Secrétaire de rédaction et de Chef d’édition. En 2002, il a pris la fonction de Rédacteur en chef adjoint de RTL Télé Lëtzebuerg. Avant d’entrer au service de RTL, Alain Rousseau a été journaliste au « Républicain Lorrain » puis au « Luxemburger Wort ».

    Nouveau Rédacteur en chef adjoint RTL Télé Lëtzebuerg : Caroline Mart Forte de son expérience, Caroline Mart a été nommée Rédacteur en chef adjoint. Entrée en 1985 auprès de RTL, elle a assuré successivement la fonction de Journaliste-Présentatrice, Responsable de la Culture et Chef de l’information. Marc Linster a été nommé Directeur de l’information de RTL Luxembourg le 7 septembre dernier. L’actuel Rédacteur en chef de RTL Radio Lëtzebuerg supervise la recherche, la sélection et la diffusion de l’information de RTL Radio Lëtzebuerg, de RTL Télé Lëtzebuerg ainsi que de RTL Newmedia.

    http://www.tageblatt.lu

  6. filmreakteron 02 Oct 2007 at 07:34

    http://www.woxx.lu
    de David Wagner

    Je suis journaliste, sortez-moi

    La démission fracassante du rédacteur en chef de RTL-TV met en lumière le côté sombre de la télévision unique du pays. D’un côté, RTL doit faire des profits, de l’autre, l’Etat s’accommode du statut quo.

    Le départ de Tom Graas laissera-t-il un vide rédactionnel?

    20 années passées au service de RTL dont huit en tant que rédacteur en chef de l’unique chaîne télévisée nationale du Luxembourg ont eu raison de ses dernières illusions: le média le plus puissant du pays ne lui permettrait plus de pratiquer un journalisme de qualité. Il y a deux semaines, Tom Graas a claqué la porte de son employeur (ou y aurait été encouragé, comme certaines langues le laissent entendre). Le moins que l’on puisse dire, c’est qu’il n’a pas fait son adieu au petit écran dans la plus grande discrétion: dans une interview accordée au Télécran, il accuse la direction de la chaîne de pratiquer du journalisme de caniveau.

    Alors que dans nos pays voisins, l’on assiste régulièrement à des transferts de journalistes et d’animateurs d’une chaîne vers une autre, les vedettes de la lucarne grand-ducale n’ont pas trop le choix en cas de licenciement ou de démission. Pourtant, d’autres pays de population moins importante sont mieux dotés. L’Islande compte par exemple quatre chaînes nationales en plus de quelques chaînes locales. Après l’échec de la tentative du groupe suédois Tango d’établir une concurrence avec « T.TV », il ne reste plus que la chaîne .dok de Maurice Molitor dont le principe est de « louer » des plages de diffusion au citoyen lambda, ou les chaînes régionales « Uelzechtkanal » et « Nordliicht TV ».

    Mais ces petites tribus ne font pas le poids face à l’empire RTL. La devise du paysage audiovisuel luxembourgeois est simple: il n’y a de télé que RTL et Alain Berwick est son prophète. Et le fidèle Tom Graas a payé son apostasie avec son départ de la communauté au Kirchberg. Les spéculations au sujet de son départ fleurant l’éviction vont bon train, notamment concernant la nouvelle organisation interne. L’on peut aussi imaginer que la création du poste de directeur de l’information, et donc d’un supérieur hiérarchique supplémentaire, n’a pas été pour lui plaire. Mais peut-être est-ce aussi l’ambiance interne, réputée exécrable, qui se soit ajoutée à sa décision de départ? Un ancien de RTL nous a confié qu’il n’y remettrait plus les pieds. En tout cas, Walter de Toffol, le président du Conseil national des programmes (CNP), n’est pas étonné du départ de Tom Graas: « Lors de réunions avec RTL, lorsque nous pointions du doigt le manque de discernement entre information et commentaire, il m’a toujours semblé qu’il partageait nos critiques, mais qu’il ne pouvait pas les approuver ouvertement. »

    Alain Berwick, le directeur de RTL n’est pas un homme impressionnable. Et les critiques récurrentes que le Conseil national des programmes adresse à sa chaîne lui glissent dessus comme sur du teflon. Ceci est particulièrement patent lorsque sa chaîne est confrontée aux critiques du CNP. Dans un face-à-face épique paru dans le Télécran en avril de cette année, qui l’opposa à Walter de Toffol, son argumentaire fétiche tournait autour du manque de professionnalisme et de compétence de l’organe de surveillance.

    Il n’y a de télé que RTL et Berwick est son prophète

    Walter de Toffol est le premier à revendiquer une hausse des moyens du CNP. Pour l’instant, il se satisfait de deux secrétaires, ce qui constitue d’après lui « le minimum absolu », mais qu’il en faudrait « trois ou quatre pour bien fonctionner ». Par contre, il réfute l’idée selon laquelle l’organe devrait être constitué de « professionnels » des médias et estime que c’est justement la société civile dans sa diversité qui doit avoir son mot à dire dans leur contrôle. Le conseil d’administration du CNP est en effet composé de délégué-e-s d’associations et de partis politiques. Mais de toute façon, RTL préfère l’autocontrôle. La chaîne dispose d’une structure interne composée, selon le nouveau rédacteur en chef Alain Rousseau, « de personnalités de qualité et d’expérience et qui disposent de suffisamment de bouteille pour se montrer efficaces et crédibles ». Interrogé sur les propos tenus par son prédécesseur à l’encontre d’RTL, Rousseau estime « qu’ils n’engagent que lui » et se défend que l’information manque de sérieux. « Il y a certes des éléments ‘boulevard’ dans notre programmation, mais ils ne touchent pas le volet information. Ils sont cantonnés à des émissions comme Planet-RTL », explique-t-il. Il souligne que les faits politiques et sociaux trouvent leur place dans la programmation, notamment à travers l’émission « Impuls » et l’édition du samedi qui accorde plus de temps à des reportages « de fond », « un peu comme dans l’émission ‘Reportages’ sur TF1 ».

    Le Luxembourg est un paradoxe télévisuel. Avec RTL, ce petit pays est le géniteur d’un géant médiatique européen, tout en ayant un retard énorme dans le développement de son offre télévisée sur son propre territoire. Jusqu’au début des années 90, lors du lancement quotidien de la chaîne en luxembourgeois, celle-ci ne diffusait que le dimanche et l’équipe autour de Jean Octave s’était spécialisée dans le journalisme de complaisance digne d’une ORTF à l’époque gaulliste.

    100,7-TV ?

    Désormais, la chaîne n’a plus peur de s’affranchir des gouvernants. Engluée dans une logique commerciale, c’est l’argent qui domine sa politique. Pour Jay Schiltz, rédacteur en chef de la radio de service public « 100,7 », la chose est entendue: « Lorsque la mission de service public et les intérêts financiers entrent en collision, c’est toujours en défaveur de la crédibilité du travail journalistique. » Et de plaider en faveur de la création d’une chaîne de télévision totalement publique.

    RTL a beau se targuer d’une audience record qui tourne autour de 70 pour cent de taux d’écoute – cette prouesse, en l’absence de toute concurrence, n’a rien d’herculéen. Il suffit de fournir l’effort de regarder régulièrement ses programmes. Si le journal d’information est encore passable – la rédaction comporte tout de même un certain nombre de journalistes de qualité – le reste des émissions est un condensé du pire dont nous abreuvent déjà les grandes chaînes privées des pays voisins.

    Certes, la qualité médiocre des productions de RTL à caractère grossièrement commerciaux n’est pas uniquement du fait de l’équipe de la chaîne elle-même. RTL est une société privée liée par un contrat de concession des ondes à l’Etat luxembourgeois. Ce contrat impose ainsi une mission de service public à la chaîne. Mais comme elle n’est pas publique, elle doit pourvoir à ses propres moyens financiers à force de publicités et d’émissions incitant les ados à la consommation. On se souvient de l’ancien PDG de TF1, Patrick Le Lay, qui expliquait, au sujet de sa mission à la tête de la première chaîne française, que « ce que nous vendons à Coca-Cola, c’est du temps de cerveau humain disponible ».

    Walter de Toffol appelle en cela l’Etat à sa responsabilité: « Si nous voulons des émissions de qualité, c’est à l’Etat de prendre des initiatives et de financer un certain nombre d’émissions. » Mais de Toffol soupçonne les pouvoirs publics de s’accommoder parfaitement du statut quo. Jay Schiltz partage d’ailleurs cet avis: « Quand on voit de quelle manière a été renouvelé le contrat de concession, on peut se dire que RTL et l’Etat se sont très rapidement mis d’accord. » Le contrat a en effet été renouvelé assez précocement. Alors que l’ancien n’arrivait à échéance qu’en 2010, il a été renouvelé cette année jusqu’en 2020. Autre fait troublant, le CNP n’a même pas été inclus dans les négociations et ne détient pas la totalité du contrat. « Nous

    avions tout de même pris l’initiative de faire quelques propositions en fournissant des critères pour la mission de service public, mais elles n’ont pas été retenues », se désole de Toffol. De là à penser que les membres du gouvernement seraient plus préoccupés de s’assurer les faveurs de la télévision unique que d’encourager le pluralisme médiatique, il n’y a qu’un pas. Mais peut-être qu’un-e député-e courageuse déposera un jour une proposition de loi créant une télévision publique. Reste à savoir si on la verra sur l’écran

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