Nov 19 2007

Hochkarätiger Filmdreh in Clerf

Published by at 09:21 under Misc. Luxembourg

Les enfants de Timpelbach von LuxAnimation mit Carole Bouquet:

Es war insbesondere die permanente Einrichtung von Edward Steichens berühmter Fotoausstellung “The Familiy of Man”, die dem Ardennenstädtchen Clerf seit den neunziger Jahren das Prädikat “Cité des images” einbrachte.

bouquet
Zurzeit sind es jedoch die laufenden Bilder, mit denen Clerf seinem Ruf einmal mehr gerecht wird , dienen doch die historischen Gemäuer des “Hotel du Parc” noch bis Donnerstag als Kulisse für die Dreharbeiten zu dem Kinofilm “Les enfants de Timpelbach ” von Nicolas Bary.

Quelle: www.wort.lu – Lesen Sie Details im Commentaire.

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Les enfants de Timpelbach von LuxAnimation mit Carole Bouquet:

Es war insbesondere die permanente Einrichtung von Edward Steichens berühmter Fotoausstellung “The Familiy of Man”, die dem Ardennenstädtchen Clerf seit den neunziger Jahren das Prädikat “Cité des images” einbrachte.

bouquet
Zurzeit sind es jedoch die laufenden Bilder, mit denen Clerf seinem Ruf einmal mehr gerecht wird , dienen doch die historischen Gemäuer des “Hotel du Parc” noch bis Donnerstag als Kulisse für die Dreharbeiten zu dem Kinofilm “Les enfants de Timpelbach ” von Nicolas Bary.

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4 responses so far

4 Responses to “Hochkarätiger Filmdreh in Clerf”

  1. filmreakteron 19 Nov 2007 at 09:23

    Samstagmorgen, 8.30 Uhr: Noch liegt Ruhe über dem in morgendlichen Nebel gehüllten Clerf – nur im pittoresken “Hôtel du Parc” herrscht bereits reges Treiben. Kameraleute , Schauspieler, Tontechniker, Maskenbildner und zahlreiche andere Vertreter der Filmbranche tummeln sich auf dem Gelände des in Scheinwerferlicht getauchten Hotels am Berghang , das derzeit als Kulisse für die Dreharbeiten zu dem von den Studios “LuxAnimation “, “Chapter2” und “Scope Pictures” produzierten und hochkarätig besetzten Kinofilm “Les enfants de Timpelbach” dient.
    Gérard Depardieu nicht in Clerf

    Basierend auf dem Roman von Thomas Winterfeld erzählt “Les enfants de Timpelbach ” die Sage eines kleinen Dorfes ohne Geschichte… jedenfalls fast ohne Geschichte . Denn seit mehreren Wochen treiben das schlechte Benehmen und die zunehmenden Streiche der Kinder des Ortes ihre Eltern schier zur Verzweiflung, bis die Erwachsenen schließlich aufgeben und Timpelbach und seine ungezogenen kleinen Einwohner – vorgeblich für immer – verlassen. Die anfängliche Euphorie über den Gewinn einer scheinbar grenzenlosen Freiheit weicht jedoch schon bald der Ernüchterung, sehen sich die Kinder doch plötzlich einer Vielzahl von Verantwortungen und Aufgaben gegenüber , auf welche sie nicht vorbereitet waren…

    “Es ist damit natürlich klar, dass die Kinder die eigentlichen Stars des Films sind”, meinte denn auch am Samstag ein gut gelaunter Thierry Desroses, der im Film die Rolle des Pfarrers übernommen hat. Mit Gérard Dépardieu als gerissenem General und Carole Bouquet als strengen Ehefrau des schüchternen Richters Drohne konnte Nicolas Bary darüber hinaus aber auch zwei der bedeutendsten französischen Schauspieler der Gegenwart gewinnen.

    Während der für seine Hauptrollen in Filmen wie “Der Graf von Montechristo “, “Die letzte Metro”, “1492 – The Conquest of Paradise” oder “Asterix und Obelix ” bekannte Gérard Dépardieu bei den Arbeiten in Clerf leider nicht anwesend ist, nahm sich Carole Bouquet am Samstag Zeit, um der Presse Rede und Antwort zu stehen. Carole Bouquet erlangte vor allem als Bond-Girl an der Seite von Roger Moore in “For your eyes only” Ruhm, bevor sie 1990 für ihre Hauptrolle in “Zu schön für Dich” mit dem französischen Filmpreis “César” ausgezeichnet wurde .
    Luxemburg “sehr charmant und wunderschön”

    Sie weile zum ersten Mal zu Dreharbeiten in Luxemburg, doch seien das Land und seine Haupstadt “sehr charmant und wunderschön”, so die gutaussehende Schauspielerin gleich vorneweg. Nicht nur wegen der Herausforderung, mit Kindern zusammenzuarbeiten , sondern auch wegen der Mitwirkung ihres Sohnes Dimitri Rassam als Coproduzent habe sie sich bereits frühzeitig für eine Rolle in “Les enfants de Timpelbach ” entschieden.

    Die äußerst angenehme Atmosphäre am “Set” lobten am Samstag aber auch die zahlreichen Statisten, die ebenfalls überwiegend aus Frankreich kommen . “Es ist schon eine Ehre, mit den Größen des Films zu arbeiten”, so Helga Dieli und Rosella Desantis, beide aus der Nähe von Thionville. “Das Team ist einfach hervorragend.”

    Kommen die Dreharbeiten planmäßig voran, dürfte “Les enfants de Timpelbach” Ende 2008 in den Kinos anlaufen. Ob der Film auch in Luxemburg zu sehen sein wird, stehe derzeit allerdings noch nicht fest, so der Luxemburger “directeur de production” Pierre Urbain.

    Quelle: http://www.wort.lu

  2. filmreakteron 19 Nov 2007 at 09:26

    Quelle: http://www.tageblatt.lu
    von Janina Strötgen

    Eine altertümliche Welt mit moderner Botschaft

    Wer dieser Tage in der Nähe des alten Schlosses der pittoresken Stadt Clerf spazieren geht, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm Gérard Depardieu, Carole Bouquet oder eine Bande altertümlich gekleideter Kinder in die Arme läuft.

    Denn im ehemaligen, von mit Wald bewachsenen Hügeln umschlossenen „Hôtel du Parc“ der Stadt Clerf finden zurzeit die Dreharbeiten für den Spielfilm Les enfants de Timpelbach statt. Eine französisch-belgisch-luxemburgische Filmproduktion, die sich auf das erste Buch des deutschen Kinderbuchautors Henry Winterfeld mit dem Titel Timpetill, die Stadt ohne Eltern stützt und sein Publikum in die geheimnisvolle Welt voller Abenteuer und Angst, Spannung und Streit eines von Erwachsenen verlassenen Dorfes entführt.
    „Alles auf seine Plätze, Ruhe, Klappe vier und los.“ Nach unzähligen Anläufen ist die Szene endlich im Kasten. Maskenbildner kommen und wischen den Schauspielern die Schweißperlen von der Stirn. Hektische Unruhe bricht aus, es muss umgebaut werden. Tontechniker, Kostümbildner und Statisten laufen durcheinander. Etwa 100 Personen sind am Set. Und dabei fehlen die Hauptdarsteller heute: 22 Kinder zwischen 8 und 13 Jahre, die nicht nur am Set für Aufregung sorgen, sondern auch in der Geschichte des Films die Hosen anhaben.

    Eine Stadt ohne Eltern

    Nachdem sie mehrere Wochen lang ihre Eltern mit Schabernack und Streichen schikaniert haben und ihnen auf den Köpfen herumgetanzt sind, treffen diese eine folgenschwere Entscheidung: Sie wollen ihren Kindern eine Lektion erteilen und beschließen, das Dorf zu verlassen. Zumindest für eine Nacht, um ihren Sprösslingen einen Schrecken einzujagen. Doch wie es nun einmal so ist, kommt alles anders als gedacht. Die Eltern werden im undefinierten „Ausland“ von Soldaten gefangen genommen und in einem Kerker eingesperrt. Sie hängen nun von der Laune des gegnerischen Heeresführers, gespielt von Gérard Depardieu, ab und denken an ihre Kinder, die in Timpelbach völlig auf sich allein gestellt sind. Im Dorf wiederum bilden sich Banden. Auf der einen Seite steht Anführer Oscar, der mit seiner Gang den Auszug der Eltern als großen Erfolg feiert, Läden verwüstet und Vorräte plündert. Sein angeberisches Auftreten imponiert den anderen Kindern, so dass die meisten sich ihm anschließen, auch wenn sie – zumindest im Geheimen – die Rückkehr der Eltern herbeisehnen. Auf der anderen Seite stehen Manfred und Wolfgang, die mit weniger Muskelkraft, dafür aber mit mehr Grips das Dorf neu organisieren und Oscar mit seinen Kumpanen in ein altes Bergwerk am Rande der Stadt verjagen. Dank ihrer genialen Erfindungen kehrt wieder Ruhe im Dorf ein. Neue Freundschaften entstehen. Doch die Zankereien mit Oscar hören nicht auf …

    Altertümliche Märchenwelt

    „Mir gefällt diese altertümliche Märchenwelt, in die wir eintauchen, deshalb auch die Kostüme und die Kulisse, die an vergangene Zeiten erinnern, ohne aber eine bestimmte Epoche zu repräsentieren. Ein Film außerhalb von Zeit und Raum“, erklärt Nicolas Bary, Regisseur des Films.
    Gerade in einer zeitlosen Märchenwelt wie der in Timpelbach spielen Kostüme eine besonders wichtige Rolle: Nicht nur, dass sie in ehemalige Epochen entführen, sondern vor allem, weil der Blick des Betrachters sofort auf das Wesentliche der Geschichte, den Konflikt zwischen den Generationen, gelenkt wird. „Die Kostüme der Eltern sind altertümlicher als die der Kinder“, erklärt Kostümbildner Patrick Lebreton, „so wird die Botschaft des Films, dass Kinder Kinder und Erwachsene Erwachsene sind und dies auch so bleiben soll, sofort sichtbar.“
    Nach drei Kurzfilmen ist Les enfants du Timpelbach der erste Spielfilm des erst 26 Jahre alten Nicolas Bary. Eric Nagar, der seine Rolle als „Brigadier Kögel“ mit der Figur des „Baron von Münchhausen“ vergleicht, da es auch ihm nicht vergönnt ist, für Ruhe und Ordnung im Dorf zu sorgen, sieht dank Nicolas Bary rosige Zeiten für den französischen Film: „Er ist der neue Luc Besson. Ein Genie, immer guter Laune, er besitzt eine Art jugendliche Gelassenheit, ihm gelingt es durch Witz, Schwierigkeiten am Set zu meistern und sein Team immer wieder neu zu motivieren.“

    Gute Stimmung am Set

    Die gute Stimmung am Set ist zu spüren. Nach einer gelungenen Szene liegen sich die Schauspieler in den Armen und teilen ihre Sandwiches untereinander auf. Die entspannte Haltung der erwachsenen Darsteller bilde einen Ruhepol zu den „Kindern voller Energie“, erklärt Bary. Dies liegt sicherlich auch daran, dass sich Bary auf erfahrene Mitarbeiter verlassen kann. Neben Gérard Depardieu, Carole Bouquet und Armelle Deutsch, wahre Filmgrößen aus Frankreich, hat Nicolas Bary mit Dimitri Rassam einen Produzenten mit im Team, mit dem ihn eine jahrelange Freundschaft verbindet. Vor drei Jahren realisierten sie bereits gemeinsam den Kurzfilm Judas.
    Dimitri Rassam ist wie Nicolas Bary gerade einmal 26 Jahre alt und der Sohn von Carole Bouquet. In den Fußstapfen seines Vaters, dem 1985 verstorbenen Filmproduzenten Jean-Pierre Rassam, realisiert Dimitri nun seinen eigenen ersten Spielfilm. Mit beiden Beinen auf dem Boden stehend weiß er genau, wo sein Platz am Set ist: „Meine Aufgabe ist mit der eines Operndirektors zu vergleichen. Ich dirigiere nicht, das macht Nicolas, ich spiele nicht, dafür haben wir tolle Schauspieler, sondern ich treffe Entscheidungen; über finanzielle Mittel, über Drehtermine, über personelle Fragen.“ Und dass gerade Carole Bouquet mit ihrem unterkühlten Charme, die strenge und leicht verbitterte „Madame Drohne“ aus Timpelbach spielt, ist auch kein Zufall: „’Mama, du spielst in dem Film mit.’ Was soll ich dazu noch sagen? Ich hatte keine Wahl“, erzählt Carole Bouquet in ihrem bordeauxroten, bis zum Hals geschlossenen Kostüm, das ihre aristokratische Schönheit noch unterstreicht. „Ich liebe das märchenhafte Universum meines Sohnes, auch wenn es völlig unterschiedlich zu dem meinigen ist“, fügt sie hinzu. „Und ist es nicht eine schöne Botschaft, dass ich zusammen mit meinem Sohn für einen Film arbeite, in dem es um den Konflikt zwischen Eltern und Kindern geht?“
    Ende nächsten Jahres wird der Film wohl auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Bis dahin steht noch viel Arbeit an. Nach den Dreharbeiten in Clerf geht es weiter in die Studios von „LuxAnimation“ und nach Belgien.
    Doch werden sich Arbeit und Geduld wohl lohnen, denn Dimitri Rassam, den Märchen und Science-Fiction schon immer faszinierten, verspricht für Les enfants de Timpelbach „eine Mischung aus Charlie und die Schokoladenfabrik und Krieg der Knöpfe“.

  3. Peteron 15 Dec 2010 at 11:13

    Kann es sein, dass dieser Film nie in Deutsch synchonisiert wurde? Weder Buch, CD noch Film sind erhältlich in anderen Sprachen ausser Französisch.

  4. ginaon 07 Oct 2013 at 15:42

    hallo peter, es gibt das Buch auf deutsch:

    Timpetill
    die Stadt ohne Eltern
    ein Roman für Kinder von
    Manfred Michael
    (Pseudonym von Henry Winterfeld)

    Ist 1948 im Ibis-Verlag in Linz-Pittsburgh-Wien erschienen.
    Gruß Gina

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