Jan 20 2008

Indie Horror Picture Show

Published by at 16:28 under Misc. Luxembourg

Indie Horror Picture Show an der Press:

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  1. filmreakteron 30 Jan 2008 at 15:19

    Das neue Hollywood… in Luxemburg: Kids, Kino, Klasse!

    Erinnern Sie sich an den rezenten Luxemburger Filmpreis? Sichtlich überrascht und nervös durfte ein junger Amateurfilmer namens Jeff Desom die begehrte Trophäe entgegen nehmen. Nur ein Hinweis darauf, was wir in den nächsten Jahren noch von der neuen Brut, einer neuen Generation von einheimischen Filmemachern, erwarten dürfen.

    Letzten Samstag versammelte sich die sogenannte Independentszene im Escher Ariston, um ihre neuesten Streifen vorzustellen. Nun sind die Indies hierzulande nicht mit denen aus dem fernen Hollywood zu vergleichen, vor allem nicht in Sachen Budget. In Luxemburg handelt es sich noch um echte Jungpioniere, um nicht zu sagen (und die werden uns das verzeihen) Kids mit ‘ner Kamera…

    Doch nicht nur die Kameras sind besser geworden, vor allem die Kids zeugen von Leidenschaft und Kenntnis, dies war das offensichtliche Fazit am Samstagabend, unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Sowohl technisch wie auch artistisch wurde klar, dass wir es hier mit einer neuen Abstammung von Talenten zu tun haben, deren klare Absicht es ist, das einheimische Filmwesen zu bestärken und in höchste Sphären zu bringen. Dabei scheut man sich nicht, der Fantasie jeglichen freien Lauf zu lassen.

    Nun wissen wir, dass die Kids dies lesen, und auf ihre Zensuren warten. Wir wollen sie nicht warten lassen.

    Boom Boom

    Das erste Schmankerl, die “Bommeleeër”-Serie von Mike Tereba (Pyrrhus Films) ist ein Slapstick-Cliffhanger, der in kürzester Zeit Kultstatus erringen dürfte. Inspiriert von der unsäglichen und ohnehin selbstparodistischen Affäre, zeigt Tereba die Abenteuer der beiden “Flics” Frunnes und Mulles, die die Intelligenz mit Löffeln gefressen haben und den “Luschen” immer wieder verpassen. Köstlichst die Szene, in welcher der böse Bombastiker die gëlle Fra… Aber nein, wir wollen nichts verraten, Sie können und sollten sich die Streifen auf http://www.podium.lu reinziehen. Artistisch adäquat und sauber, technisch einfallsreich, mit tollen, trashigen Effects. Wir geben glatte 58 von 60.

    “Être et vivre avec” von Henri-Pierre Plais (BigTime Entertainments) ist eine sensible Studie über junge Studenten, welche gegen ihre eigene Körperlichkeit kämpfen, um akzeptiert zu werden. Das Thema um Schimpf, Schande und Suizid (Suizid wird noch mehrmals am Abend in unterschiedlichsten Formen auftauchen) ist merklich von Gus van Sants “Elephant” inspiriert, und Regisseur Plais steht dem Vorbild in nichts nach. Subtil effektive Kamerafahrten, überlegte Schnitttechnik und letzten Endes großartige Schauspieler überzeugen. 58, auch hier wohlverdient.

    “S-Therapie” von Pierre Heinen ist eine ambitionierte Tragikomödie über zwei verlorene junge Seelen, welche in die Finger eines üblen Folterdoktors geraten. Hier müssen wir einige Punkte abziehen, obwohl wir keinesfalls Talent absprechen wollen. Das Problem ist wohl, dass Regisseur Heinen fast keine Crew hatte, und vieles in Eigenarbeit erledigen musste. Sowas führt unweigerlich zu qualitativen Abstrichen, vor allem die schauspielerische Leitung und das allgemeine Tempo des Films leiden drunter, so ist etwa die Traumsequenz viel zu lang. Dennoch geben wir, na sagen wir eine 50, denn unter besseren Umständen hätte es eine 55 werden können.

    Hush Hush

    “Grim” von Yves Steichen (Feierblumm) ist eine kuriose Abwandlung des Rotkäppchenthemas. Das fesche Käppi und der böse Wolf liefern sich hier ein schräges Duell, mit noch schrägerem Ende. Der beste Film des Abends, weil Kino in reinster Form. Hier passt alles, stimmige Atmosphäre in Bild und Ton, flotte Details, umwerfende Darsteller, durchgehendes Tempo und überlegte, gar kanonisierte Kinematographie. Steichen weiß was er will, und setzt es kompromisslos um. Profiarbeit, Punkt um. Die 59 des Abends.

    Der mit rund 70 Minuten längste Streifen war denn auch der letzte des Abends, “Near You” von Georges Waringo und Thierry Cumini (Pulsa Pictures). Es handelt sich hierbei um eine Art “Blair Witch Project” im Minettegebüsch. Recht aufwändig, technisch ambitioniert, wenn auch im Detail nicht ganz so perfekt, lebt dieser Popcornstreifen vor allem durch die lustigen Charaktere, welche von den Schauspielern mit viel Gusto getragen werden. Hätte vom Tempo her eine Spur kürzer sein können, funktioniert aber hinlänglich. Wir geben eine beruhigende 56.

    Sollten Sie jetzt, geneigter Leser, glauben, wir seien mit unseren Noten voreingenommen, so wollen wir dies tunlichst bestreiten. Was wir am Samstag gesehen haben, zeugt von durchgehender Qualität und Kultur, vielversprechend. So sah es auch das (natürlich vorwiegend junge) Publikum, die Filmemacher und ihre Helfer wurden mit viel ehrlichem Applaus belohnt. Die Cineasten ließen es dann auch berechtigterweise auf der After-Party krachen. Nicht zu lange übrigens, denn einige von ihnen attackieren dieser Tage brav die Examenszeit. Sieh an, sieh an, diese Jugend von heute…

    RoK

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