Mar 31 2007

“Lëtzebuerger Film” am Telecran

Published by at 11:12 under Misc. Luxembourg

Ënnert dem Titel “Kino für Europa” ass dëss Woch en Artikel am Telecran iwwer den Letzebuerger Film zefannen.

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Am Anfang waren ein paar begeisterte Amateur-Cineasten und ein Fördergesetz. Knapp zwei Jahrzehnte später werden in Luxemburg Filme gedreht, die auch im Ausland Erfolge feiern.Nun muss sich die Branche neuen Herausforderungen stellen.

Ënnert dem Titel “Kino für Europa” ass dëss Woch en Artikel am Telecran iwwer den Letzebuerger Film zefannen.

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Am Anfang waren ein paar begeisterte Amateur-Cineasten und ein Fördergesetz. Knapp zwei Jahrzehnte später werden in Luxemburg Filme gedreht, die auch im Ausland Erfolge feiern.Nun muss sich die Branche neuen Herausforderungen stellen.

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2 Responses to ““Lëtzebuerger Film” am Telecran”

  1. filmreakteron 31 Mar 2007 at 11:17

    QUELLE: http://www.telecran.lu
    von Jean-Louis Scheffen

    Am Anfang waren ein paar begeisterte Amateur-Cineasten und ein Fördergesetz. Knapp zwei Jahrzehnte später werden in Luxemburg Filme gedreht, die auch im Ausland Erfolge feiern.Nun muss sich die Branche neuen Herausforderungen stellen.

    Eigentlich hatte jeder damit gerechnet, dass der Sieger der diesjährigen Berliner Filmfestspiele „Irina Palm“ heißen würde. Kritiker und Publikum waren begeistert von der Tragikomödie um eine britische Hausfrau, die ungewöhnliche Wege geht, um ihrer Familie finanziell aus der Patsche zu helfen.

    Der Traum vom „Goldenen Bären“ wurde zwar nicht Realität. Dafür demonstrierte die Fachwelt umso größeres Interesse an der belgisch-deutsch-luxemburgischen Gemeinschaftsproduktion. „Innerhalb von knapp 48 Stunden haben wir mit 32 internationalen Verleihern Verträge abgeschlossen“, freute sich Jani Thiltges von Samsa Film auf der Berlinale. Die Produktionsgesellschaft, seit 20 Jahren ein Hauptakteur der einheimischen Filmszene, hat mit „Irina Palm“ einen echten Knüller in ihrem Portfolio.

    Auf den ersten Blick hat dieser Streifen wenig mit Luxemburg zu tun. Die Handlung spielt in England, die Hauptdarstellerin (Marianne Faithfull) ist Engländerin, der Regisseur (Sam Garbarski) Belgier. Für das Publikum also ein englischer Film, für Kritiker, denen der Name des Regisseurs alles bedeutet, ein belgischer. Wo bleibt da der Werbeeffekt für das Großherzogtum? „Das ist nun mal so in diesem Geschäft“, gibt sich Samsa-Produzent Claude Waringo realistisch.

    Es ist die Realität eines Europas, in dem die sehr kostenintensive Filmproduktion immer öfter gemeinschaftlich angegangen wird. Auch bei kleinen Filmen ist man mittlerweile sehr schnell bei einem Budget von zwei Mil-lionen Euro angelangt. Das ist viel Geld – zumal nicht sicher ist, ob die Ausgaben durch die Einspielergebnisse an den Kinokassen und den Verkauf an Fernsehsender wettgemacht werden.

    Studios und Pleiten

    Trotz der Zusammenarbeit von zwei, drei oder mehr Produktionsgesellschaften aus verschiedenen Ländern kämen die-se Mittel nicht ohne öffentliche Zuschüsse zusammen. In Luxemburg gibt es zwei verschiedene Fördermaßnahmen, für die der „Fonds de soutien à la production audiovisuelle“ zuständig ist: die Steuerzertifikate (seit 1989) und die selektive Filmförderung (seit 1990).

    Das Gesetz über die „Certificats d’investissement audiovisuel“ (CIAV) ermöglicht es einheimischen Gesellschaften, die im Rahmen einer Produktion in Luxemburg erfolgten Ausgaben steuerlich abzusetzen – was im Endeffekt einer Kostenersparnis von etwa 25 Prozent entspricht. Das war am Anfang Grund genug, um das Großherzogtum als Kulisse für amerikanische Produktionen wie zum Beispiel „An American Werewolf in Paris“ oder „Shadow of the Vampire zu entdecken. Hintergedanke war der Aufbau einer Studio-Infrastruktur, und mancher Zeitungsberichterstatter sah im Großherzogtum bereits ein „Hollywood im Kleinformat“ entstehen.

    Doch auch mit staatlicher Hilfe bleibt Filmproduktion immer ein Risikogeschäft. Diese leidvolle Erfahrung machten in den letzten Jahren verschiedene Firmen mit Sitz im Großherzogtum. Die Carousel Picture Company etwa, die zuletzt Studios in Dommeldingen betrieb, musste 2006 Konkurs anmelden. Nach mehr oder weniger erfolgreichen Projekten wie „Wing Commander“, „The Musketeer“ oder „George and the Dragon“ kam das Aus während der Dreharbeiten zu einem Film namens „Victims“.

    Eine weitere Hiobsbotschaft folgte vor einigen Wochen, als das Zeichentrickfilmstudio Oniria (mit den Gesellschaften Oniria Productions und Oniria Pictures) den Betrieb einstellen musste. Dabei hatte das Studio des bei Disney geschulten Luxemburgers Thierry Schiel mit „Tristan et Iseult“ und „Le roman de Renart“ zwei abendfüllende Produktionen vorzuzeigen, die sich durchaus an ausländischen Vorbildern messen lassen konnten.

    „Wie ein Pokerspiel“

    Keinen Anlass zur Panik sieht allerdings der Direktor des Filmfonds, Guy Daleiden: „Wir haben es in Luxemburg mit sehr wenigen Produzenten zu tun, und man sollte deshalb keine falschen Schlüsse aus zwei Konkursen ziehen, für die es zudem unterschiedliche Gründe gibt.“ Auch im Ausland seien solche Pleiten in der Branche normal. „Filmproduktionsgesellschaften sind in der Regel extrem unterkapitalisiert. Sie haben keine Zeit zu wachsen, und ein einziger Misserfolg kann bereits das Ende bedeuten.“ Es fehle nach wie vor an Privatinvestoren, zum Beispiel Banken, die in das Filmgeschäft investieren wollten.

    Durch Fördergelder, Steuerzertifikate, Vorverkäufe, Verleihgarantien usw. ist der Finanzplan bei Drehbeginn in der Regel abgesichert. Doch es kommt immer wieder vor, dass ein Koproduktionspartner plötzlich abspringt und Liquiditätsprobleme entstehen. So erging es auch der kleinen Produktionsgesellschaft Tarantula Luxembourg bei ihrem ehrgeizigen Projekt „In A Dark Place“, einer modernen Version von Henry James’ psychologischen Gespenstergeschichte „The Turn of the Screw“. „Während ein paar Wochen sah es ganz danach aus, als sei unsere Aufbauarbeit der letzten zehn Jahre zunichte gemacht“, erinnert sich Produzent und Regisseur Donato Rotunno.

    Mit „Nue propriété“ von Joachim Lafosse, einem düsteren Psychodrama mit Isabelle Huppert, war der nächste Film von Tarantula eher auch ein kommerzielles Wagnis. Die Tatsache, dass der Film letztes Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig lief, sowie der Name der Hauptdarstellerin und gute Kritiken in der französischen Presse lockten bereits in den ersten Tagen die beachtliche Zahl von über 20 000 Zuschauern in die Pariser Kinos. Auf ihren Lorbeeren kann eine kleine Produktionsfirma sich aber nicht ausruhen. „Jeder Film muss sich selbst tragen – auch nach einem Erfolg können wir uns keinen Flop leisten“, so Rotunno. Allerdings sei Filmproduktion auch immer „ein Pokerspiel, eine Mischung aus Intuition und Rationalität“.

    „Nicht mehr attraktiv genug“

    Samsa und Tarantula sind zwei Produktionsgesellschaften, an deren Beispiel sich die Entwicklung der einheimischen Filmszene zeigt: Weg von der handwerklichen luxemburgischen Hausmannskost, hin zu kleinen, aber feinen Produktionen, die auch auf europäischer Ebene mithalten können. Meistens ist Luxemburg dabei der Juniorpartner, so auch bei „Irina Palm“ oder „Nue propriété“.

    Dennoch beschränkt sich die Beteiligung nicht auf das Finanzielle. Der kreative Anteil ist manchmal höher, als der Zuschauer glaubt: Bühnenbildner, Maskenbildner, Kameraleute, Toningenieure sind oft Luxemburger, einige davon sogar als „chefs de poste“ in führender Verantwortung bei größeren Produktionen. „Wir besitzen heute hervorragende Leute in allen Sparten der Filmproduktion“, freut sich Samsa-Produzent Claude Waringo.

    Doch dies allein genügt nicht, um Luxemburg weiterhin einen Platz in der europäischen Filmlandschaft zu sichern. Paul Thiltges, Präsident der „Union luxembourgeoise des producteurs de l’audiovisuel“ (ULPA) spricht eine deutliche Sprache: „Unser Filmfördermodell ist einfach nicht mehr attraktiv genug.“ Damals, als Luxemburg die Steuerzertifikate für audiovisuelle Investitionen schuf, habe es weit und breit kein ähnliches Gesetz gegeben. Heute bestünden ähnliche Steuer-Regimes in vielen anderen europäischen Ländern, oft neben weiteren Förderinstrumenten auf regionaler oder nationaler Ebene.

    Es wurde also Zeit zu handeln, umso mehr als auch die EU-Kommission das luxemburgische Tax-Shelter-Modell seit langem im Visier hat. Beanstandet wird vor allem das Territorialprinzip: Die Bedingung, dass Ausgaben in Luxemburg erfolgen müssen, um steuerlich abgeschrieben werden zu können, stelle eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten der luxemburgischen Wirtschaft dar, so die Brüsseler Sicht.

    Öffnung nach Europa

    Die Gesetzesnovelle mit der Nummer 5594, die Kommunikationsminister Jean-Louis Schiltz im Juni 2006 im Parlament eingereicht hat, sieht einerseits eine weitere Verlängerung des speziellen Steuerregimes vor – bis 2015 –, andererseits auch eine kleine, aber nicht unwesentliche Änderung. Berücksichtigt werden sollen in Zukunft nämlich auch Produktionen, die in anderen EU-Ländern entstehen. „Diese Öffnung nach Europa wird luxemburgischen Produzenten die Projektfinanzierung wesentlich erleichtern“, erklärt ULPA-Präsident Paul Thiltges. Denn nicht selten gilt auch bei ausländischen Fördermodellen die Bedingung, dass im betreffenden Land, Bundesland oder der Region gedreht wird – was die Zusammenarbeit oftmals sehr schwer macht.

    Um Investitionszertifikate beanspruchen zu können, müssen die Produktionsgesellschaften nach wie vor in Luxemburg niedergelassen sein und sollten soweit wie möglich auf luxemburgische Filmschaffende zurückgreifen, „Neben dem wirtschaftlichen Aspekt soll es in Zukunft darum gehen, einheimisches Kreativpotential zu nutzen“, erklärt Filmfonds-Direktor Guy Daleiden das Modell. Eine Zielsetzung, die jener der direkten, „selektiven“ Förderung des Filmfonds recht nahe kommt: Außer der Bewertung der künstlerischen Qualität des eingereichten Drehbuchs oder Projekts stellt auch hier die Förderung luxemburgischer Talente ein Beurteilungskriterium dar. Mehr Geld – in Form von steuerlichen Mindereinnahmen – soll dabei im Prinzip nicht ausgegeben werden, es würde nur anders verteilt.

    Eine richtige Filmszene

    Den Kinderschuhen ist das Filmgeschäft in Luxemburg entwachsen. Eine Produktionsgesellschaft wie Samsa ist heute in Europa für Brancheninsider ein Begriff und ein gern gesehener Partner bei Koproduktionen. Trickfilmstudios wie Luxanimation oder 352 Productions haben ein beachtliches handwerkliches und künstlerisches Niveau erreicht.

    Die Pioniere von einst – Andy Bausch, Pol Cruchten, Paul Kief-fer und andere – sind nach wie vor aktiv. Auch talentierte jüngere Kollegen und Kolleginnen wie Geneviève Mersch („J’ai toujours voulu être une sainte“), Dan Wiroth („Elégant“), Béryl Koltz („Starfly“) oder Max Jacoby („Butterflies) konnten bereits im Ausland Preise für ihr Werk einheimsen. Der Nachwuchs studiert heute an Filmhochschulen in Deutschland, Frankreich, Belgien und England und verspricht eine weitere Bereicherung der Branche in absehbarer Zeit.

    „Die luxemburgische Filmszene ist seit ein paar Jahren zu einer spürbaren Realität geworden“, freut sich Donato Rotunno. „Aus anfangs disparaten Elementen ist etwas Einheitliches entstanden, ohne dass die Vielfalt verlorenen gegangen wäre.“ Kunst und Kommerz müssten sich im Übrigen nicht gegenseitig ausschließen, zeigt sich sein Kollege Claude Waringo überzeugt. Die Zukunft des luxemburgischen, wie allgemein des europäischen Kinos liegt für ihn in „kleinen Filmen, die intelligent genug sind, um ein Publikum zu finden.“

    Interview mit Jean-Louis Schiltz
    “Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft”

    Der Kommunikations-minister über Filmproduktion und Filmförderung.

    Télécran: Die Filmförderung über den Weg der Steuerzertifikate bezahlt letztlich der Steuerzahler. Wird sich die Belastung durch das neue Modell erhöhen

    Jean-Louis Schiltz: Das Modell hat sich seit 1988 grosso modo bewährt, was den finanziellen Rahmen anbelangt. Daran wird sich nichts ändern. Die Eigenart des Filmsektors ist ja, dass er sich an der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft befindet. Auch daran soll sich nichts ändern. Der rezente Publikumserfolg von „Irina Palm“ in Berlin zeigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.

    Télécran: In den letzten beiden Jahren mussten zwei 
luxemburgische Produktionsgesellschaften Konkurs anmelden. Grund zur Besorgnis?

    Jean-Louis Schiltz: Selbstverständlich macht das mir Sorgen, schon alleine wegen der vielen Filmschaffenden, die finanziell darunter leiden. Hinzufügen möchte ich allerdings, dass genau wie in anderen Wirtschaftszweigen Rückschläge im Filmsektor nie ausgeschlossen werden können.

    Télécran: Der Aufbau von Studiokapazitäten war einst Ziel der Tax-Shelter-Gesetzgebung. In diesem Bereich ist das Angebot in letzter Zeit aber stark geschrumpft. Sollte hier gegengesteuert werden?

    Jean-Louis Schiltz: Die Sache mit den Studios ist in der Tat delikat. Werden Studios angemietet, so können die angefallenen Kosten ja im Rahmen der Zertifikate angerechnet werden. 
Ich sehe allerdings nicht, wie der Staat Studios als solche 
finanzieren könnte. Dies gehört nicht zu seinen Aufgaben.

    Télécran: Sind Sie der Meinung, dass die Mittel der selektiven Filmförderung ausreichen, um alle unterstützenswerten Projekte zu fördern? Sowohl europäische Koproduktionen als auch 
Kurz- und Dokumentarfilme einheimischer Filmemacher?

    Jean-Louis Schiltz: Diese Frage möchte ich, wenigstens 
bis dato, bejahen. Auf die Kurzfilme von jungen Luxemburger 
Filmemachern angesprochen, will ich hier nur die Namen von Dan Wiroth, Max Jacoby und Beryl Koltz erwähnen. Wenn einem von diesen jungen Talenten mittelfristig der internationale Durchbruch gelingen könnte, wäre ich sehr zufrieden.

  2. adminon 01 Apr 2009 at 12:02

    http://www.paperjam.lu

    Le cinéma luxembourgeois résolument européen logo_print ← Revenir à la version écran logo_send

    Par Florence Reinson, publié le 28.05.2004

    Le pays a réussi à se forger une petite place dans le métier, mais la concurrence est rude. La Belgique, elle aussi, dispose désormais d’un système de tax shelter…

    Le cinéma luxembourgeois a réellement commencé à se développer il y a à peine quinze ans, lorsque les deux lois sur son financement ont été votées. Aujourd’hui, 450 personnes vivent de la production audiovisuelle au Luxembourg et une dizaine de longs-métrages y sont produits chaque année.

    L’an dernier, pour la première fois, les productions luxembourgeoises ont été récompensées grâce à la création, par le gouvernement, du Filmpräis qui devait, au départ, se tenir tous les ans et qui, finalement aura lieu tous les deux ans.

    Un hommage à une profession pas toujours facile à exercer dans un petit pays qui a eu des difficultés à se faire prendre au sérieux par ses voisins.

    “Au niveau de l’ULPA, l’Union luxembourgeoise de la production audiovisuelle, nous avions plaidé dès le départ pour un Filmpräis tous les deux ou trois ans. D’abord, parce qu’il n’y a pas assez de films, tout simplement. Ensuite, je crois que le fonds de soutien a travaillé très durement sur le projet et qu’il n’a ni les finances ni les gens pour faire cela chaque année”, estime Claude Waringo, producteur chez Samsa Film. Un avis que partage Jimmy de Brabant, Managing director de Delux productions. Et, les deux hommes trouvent tout à fait normal qu’un pays récompense le travail audiovisuel qui y est fait.

    “Avoir un prix au Luxembourg, je crois que c’est important pour communiquer d’abord au Luxembourg, à défaut de vraiment communiquer vers l’extérieur. Si la production en général a plutôt bonne presse au Grand-Duché, il reste quand même à convaincre certains politiciens ou partis au Luxembourg pour qu’ils voient et qu’ils sachent aussi ce qui se fait à ce niveau dans le pays”, estime M. Waringo.

    Le marché luxembourgeois étant limité et les télévisions nationales n’investissant pas dans la production, très peu de films sont tournés en luxembourgeois. D’ailleurs, les producteurs installés dans le pays ne parlent pas forcément la langue. Peut-on dire dès lors qu’il existe un cinéma luxembourgeois? “Non, j’ai pas envie que ça existe, tranche M. Waringo. Je crois que le cinéma luxembourgeois est né 50 ans après les autres et ce serait une connerie de dire qu’en 10 ans, on a trouvé notre chemin personnel luxo-luxembourgeois. Ce n’est pas vrai. Nous faisons du cinéma strictement européen. Je crois que l’on vit vraiment dans l’ère européenne et il faut faire des films pour l’Europe, pas seulement pour le Luxembourg, et espérer qu’ils puissent voyager. Ce qui ne veut pas dire que l’on ne peut pas traiter de sujets luxembourgeois”.

    Un discours que le ministre chargé des Communications, François Biltgen, préfère tempérer, estimant que le cinéma national existe bel et bien, “même s’il est réalisé en coproduction. Ce sont les histoires originales issues de la vie et du patrimoine socio-culturel national qui font réellement défaut. Ce sont ces projets là que nous voulons soutenir et nous leurs accordons une attention particulière comme ce fut le cas avec les ‘chômeurs’. Plusieurs scénarii bien de chez nous sont en cours d’élaboration’. Et de citer en exemple Perl oder Pica, de Pol Cruchten, basé sur le roman de Jemp Hoscheit. “Néanmoins, nous ne pouvons financer les productions à 100%, regrette le ministre. Pour ce faire, nos budgets devraient être au moins quadruplés”.

    Jimmy de Brabant, lui, se pose encore la question de savoir ce qu’est, à proprement parler, un scénario luxembourgeois ou un scénario anglais, qui s’attacherait à la culture et la langue du pays. “Je ne sais pas comment je financerais un film en luxembourgeois, note-t-il. Pour moi, le Luxembourg, c’est très international et cela l’a toujours été. Peut-on parler de cinéma luxembourgeois ? Peut-être, parce que il y a des productions. Moi, j’ai deux projets avec deux metteurs en scène luxembourgeois, mais les deux se tourneront en anglais et ce ne sont pas des sujets luxembourgeois”.

    Si M. de Brabant affiche clairement les raisons qui font qu’il y a peu de films en luxembourgeois, Claude Waringo est convaincu que “cela va venir” et assure que ce n’est pas qu’une question de financement. “C’est aussi un problème de réalisateurs et de scénaristes. Aujourd’hui, je ne dis pas que c’est gagné au niveau de la production, mais si on fait encore quelques changements, on pourra simplement dire: voilà, on les attend nos jeunes”.

    Le cinéma “luxembourgeois” se démarque par sa professionnalisation, ce qui était loin d’être le cas il y a quelques années encore. “Sur le plan ‘petite industrie’, je trouve qu’il y a une excellente base, d’excellents techniciens, il y a un potentiel ici qui est réel, qui a grandi assez rapidement et qui va rester à peu près ce qu’il est aujourd’hui. Il est à la taille du pays et est déjà plus important que d’autres pays européens. Il y a une vraie situation locale sur le terrain et c’est à nous (l’industrie de production, NDLR) de la maintenir et de la faire vivre”, souligne M. de Brabant.

    Si les compétences techniques existent au Grand-Duché, cela ne suffit pas pour pouvoir parler de marché”. Quand on parle long-métrage, coproductions internationales, le territoire luxembourgeois ne vaut rien pour la simple raison qu’il n’y a pas assez d’habitants au Luxembourg”, conclut Claude Waringo. “Ce qui ne veut pas dire que le marché luxembourgeois au niveau de la production luxembourgeoise ne vaut rien, au contraire. Je crois qu’aujourd’hui, on est de plus en plus accepté par les grands pays qui nous entourent, comme un partenaire possible, parce qu’au début ce n’était même pas imaginable dans leur tête. Depuis 15 ans, on a bien réussi à mettre le Luxembourg sur la carte européenne de l’audiovisuel’, insiste-t-il. Et c’est, en partie, grâce aux deux lois qui financent le cinéma que le pays a pu y parvenir, indique encore le producteur.

    Le 13 décembre 1988 a été instaurée la loi sur les certificats d’investissement audiovisuels (dite loi “tax shelter”), un financement qui représente, au plus, 25% du budget total, si on tourne tout le film au Luxembourg. Une autre loi, mise en place le 11 avril 1990, a créé le Fonds national de soutien à la production audiovisuelle. Ce second outil permet de soutenir, par un mécanisme d’avances sur recettes, notamment, la production, la coproduction et la distribution des oeuvres d’origine luxembourgeoise.

    Le tax shelter luxembourgeois copié

    Jimmy de Brabant pense qu’il s’agit là d’un système “qui fonctionne extrêmement bien, qui a fait ses preuves et est probablement celui qui dure depuis le plus longtemps en Europe. Il y a d’autres pays qui ont mis en place des aides et qui les ont abandonnées parce que leur système n’était pas assez bien structuré. Le mécanisme luxembourgeois est un des meilleurs en Europe, si ce n’est le meilleur”, affirme-t-il.

    C’est grâce à ce système de tax shelter, que de nombreux producteurs étrangers choisissent de venir coproduire des films au Grand-Duché. M. de Brabant assure que les coproductions ne sont pas l’apanage du Luxembourg. “On a tous besoin de coproductions, indispensables pour pouvoir financer les films correctement. Il y a au minimum un autre pays, mais parfois trois ou quatre autres pays européens pour monter un financement. Ce n’est pas parce que le Luxembourg est plus petit qu’un autre pays qu’il a besoin de plus de coproducteurs”, précise-t-il.

    Si la politique de financement du cinéma luxembourgeois est satisfaisante, il manque néanmoins, par rapport à ses voisins, une importante source de revenus. “Aujourd’hui, le problème fondamental, c’est le financement des chaînes de télévision qui nous fait défaut. Ces chaînes pré-achètent des films et cet argent entre dans la production’, explique le producteur de Samsa Film. Par exemple, en France, pour un film normal, qui coûte entre 5 et 10 millions d’euros, au minimum, la moitié de cet argent provient des chaînes payantes et des chaînes en clair.

    Faute de télévision susceptible de financer le cinéma, les certificats audiovisuels étaient une bonne solution pour le Luxembourg. Un mécanisme qui fonctionne bien et qui, logiquement, a été copié. Les Pays-Bas ont adopté le tax shelter, il y a trois ans; la France il y a deux ans et la Belgique, le 1er janvier dernier. C’est ce dernier pays qui inquiète d’ailleurs le plus M. Waringo. “Cet immense tax shelter est presque doublement plus intéressant que le nôtre. Au Luxembourg, nous avons toujours le tax shelter mais toujours pas l’avantage du financement de la télévision. Les pays voisins, eux, ont toujours la télévision et, désormais, ont le tax shelter. Quelque part, nous avons donc à nouveau un petit problème, car les producteurs francophones se tournent d’abord vers la Belgique, où il y a plus de décors, mais aussi la mer, les Ardennes et Bruxelles qui ressemble à Paris”.

    L’Ulpa, dont M. Waringo est un des membres fondateurs, a tout de suite réagi et profité des élections toutes proches pour rencontrer, ces dernières semaines, tous les présidents des partis politiques luxembourgeois. “On leur a proposé un certain nombre de choses et j’étais assez content de voir que cela leur semblait assez réaliste. Nous les attendons désormais après le 13 juin pour transformer l’essai”.

    Discrimination positive

    Cinq propositions ont été présentées aux politiciens. La plus importante pour Claude Waringo, est celle visant à instaurer une discrimination positive pour les films “plus” luxembourgeois. “Nous voudrions simplement que les dépenses luxembourgeoises qui génèrent une aide de 25% soit doublées, c’est-à-dire que si nous dépensons 100, que le gouvernement accepte que ce soit 200 et que l’aide double de 25 à 50%. Cela ne permettrait toujours pas de financer entièrement un film au Luxembourg, mais cela donnerait un coup de pouce”.

    La deuxième proposition concerne la production audiovisuelle. Le projet venait au départ de RTL qui avait demandé à l’Ulpa de lui proposer des sujets de documentaires, de téléfilms, … “En tant que producteur, nous sommes très intéressés par ce petit marché. La question du financement reste aujourd’hui ouverte et il faudra sûrement encore deux ou trois ans de discussions pour savoir où l’on veut aller”.

    Le troisième voeu de l’Ulpa a déjà été réalisé, avec le vote, tout récent, de la nouvelle loi sur les intermittents du spectacle qui, jusqu’alors, n’avaient droit sur toute une vie qu’à 4 fois un mois de chômage. Désormais, ils bénéficient du salaire social minimum durant maximum 4 mois d’affilé, mais autant de fois que nécessaire.

    Le problème de la formation n’a pas été oublié. “Il y a surtout un gros manque d’information auprès de jeunes lycéens, constate M. Waringo. On a vraiment envie de mettre en place une espèce d’année préparatoire, après le bac, où les jeunes pourraient faire 6 mois de pratique et 6 mois de théorie”. Cependant, le producteur est absolument contre une école de ciné au Luxembourg.

    Enfin, l’Ulpa voudrait profiter de la nouvelle loi concernant les fonds d’investissement, Sicar, votée au Parlement le 12 mai dernier, pour trouver un nouveau mode de financement. “On est en train de voir si dans ces énormes fonds d’investissement – on parle de milliards d’euros par an -, il n’y aurait pas une petite place pour une Sicar spécialisée en achat de droits, mais je ne vois pas encore très bien comment cela pourrait être mis en place”.

    Claude Waringo pense que les mentalités des politiques ont changé. En tout cas, dit-il, “Je crois que les ministres responsables savent très bien qu’ils ont mis des milliards dans les infrastructures et personne ne leur a dit que c’était une connerie, parce qu’on en avait besoin. Maintenant, ce qu’on leur dit, vraiment: prenons un dixième du budget mis dans les infrastructures et faisons une vraie politique culturelle au Luxembourg. Je crois qu’ils ont compris”.

    Le cinéma luxembourgeois a bien évolué et ce n’est pas fini. “Pour moi, il est évident que dans 2-3 ans, on va arrêter de faire une course contre le cinéma américain avec un dixième de ses moyens, parce que l’on ne sait pas le faire. A mon avis, les cinéastes, les réalisateurs qui vont rester seront ceux qui auront pris une autre voie, vers le grand public, avec des sujets intéressants et culturellement valables”, conclut Claude Waringo. A bon entendeur…

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