Nov 29 2008

Mensch Thierry

Published by at 15:15 under Misc. Luxembourg

source: REVUE vun dëser Woch

Keiner kennt den Schauspieler Thierry van Werveke so gut wie Andy Bausch. Als dieser von der schweren Krankheit seines Freundes erfährt, wird das Projekt «inthierryview» geboren. Ein bewegender Dokumentarfilm über das Leben eines außergewöhnlichen Menschen.



Es klingt makaber. Als Ärzte in Straßburg Thierry van Werveke gewissermaßen zum Tod verurteilen, weil der Lebertumor nicht auf die Chemotherapien reagiert, sondern ständig weiter wächst, fragt Andy Bausch seinen besten Freund: «Solle mir net däi Liewe verfilmen, éier et zespéit ass?» Jeder andere Mensch wäre über diese Frage maßlos entsetzt gewesen. Nicht jedoch der damals 49-Jährige. Obwohl es ihm überaus schlecht geht – er hat permanent Schmerzen, ist abgemagert, muss 15 Mal am Tag erbrechen –, trifft er sich mit dem Regisseur, seinem Weggefährten seit fast 30 Jahren, zu einem ersten Interview. «Wat ech am léifsten op enger Bühn oder virun der Kamera maachen, ass stierwen», behauptet Thierry van Werveke in einem anderen, gleichermaßen bewegenden Gespräch. Dass ihn der Tod im richtigen Leben fast eingeholt hätte, scheint ihn kaum zu kümmern. Sogar nach der Lebertransplantation im Januar dieses Jahres arbeitet er wie besessen weiter, spielt Theater und in drei Kinofilmen mit, wird für die Fernsehproduktion «Eine andere Liga» mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet – und weil es ihm wieder verhältnismäßig gut geht, weil er neuen Mut schöpft, übernimmt er sich gewaltig. Die Nachricht von der Absage der mit ihm geplanten Lesungen im Kasemattentheater lässt daher wiederum Böses ahnen, auch wenn Andy Bausch Entwarnung gibt: «Et geet dem Thierry nees besser.»

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 48/08

Text: Gabrielle Seil  gabrielle.seil@revue.lu
Fotos: Fabrizio Maltese/Filmstudios

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Keiner kennt den Schauspieler Thierry van Werveke so gut wie Andy Bausch. Als dieser von der schweren Krankheit seines Freundes erfährt, wird das Projekt «inthierryview» geboren. Ein bewegender Dokumentarfilm über das Leben eines außergewöhnlichen Menschen.



Es klingt makaber. Als Ärzte in Straßburg Thierry van Werveke gewissermaßen zum Tod verurteilen, weil der Lebertumor nicht auf die Chemotherapien reagiert, sondern ständig weiter wächst, fragt Andy Bausch seinen besten Freund: «Solle mir net däi Liewe verfilmen, éier et zespéit ass?» Jeder andere Mensch wäre über diese Frage maßlos entsetzt gewesen. Nicht jedoch der damals 49-Jährige. Obwohl es ihm überaus schlecht geht – er hat permanent Schmerzen, ist abgemagert, muss 15 Mal am Tag erbrechen –, trifft er sich mit dem Regisseur, seinem Weggefährten seit fast 30 Jahren, zu einem ersten Interview. «Wat ech am léifsten op enger Bühn oder virun der Kamera maachen, ass stierwen», behauptet Thierry van Werveke in einem anderen, gleichermaßen bewegenden Gespräch. Dass ihn der Tod im richtigen Leben fast eingeholt hätte, scheint ihn kaum zu kümmern. Sogar nach der Lebertransplantation im Januar dieses Jahres arbeitet er wie besessen weiter, spielt Theater und in drei Kinofilmen mit, wird für die Fernsehproduktion «Eine andere Liga» mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet – und weil es ihm wieder verhältnismäßig gut geht, weil er neuen Mut schöpft, übernimmt er sich gewaltig. Die Nachricht von der Absage der mit ihm geplanten Lesungen im Kasemattentheater lässt daher wiederum Böses ahnen, auch wenn Andy Bausch Entwarnung gibt: «Et geet dem Thierry nees besser.»

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 48/08

Text: Gabrielle Seil  gabrielle.seil@revue.lu
Fotos: Fabrizio Maltese/Filmstudios

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