Nov 11 2007

Nuits d’Arabie am Kino

Published by at 15:40 under Misc. Luxembourg

Dëss Woch leeft Nuits d’Arabie vum Paul Kieffer zu Lëtzebuerg am Kino un. Pressestëmmen an aaner Documenter iwwer den Film, deen vun Samsa produzéiert gouf, sinn hei am commentaire gesammelt. ” Das Melodram “Nuits d’Arabie” mit viel Luxemburger Lokalkolorit setzt Kontraste” “Paul Kieffer drehte diese Liebesgeschichte „zwischen Bonneweg und Tabelbala“ mit Jules Werner und Sabrina Ouazani in den Hauptrollen.”

Nuits d’Arabie

http://www.nuitsdarabie.lu/

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Dëss Woch leeft Nuits d’Arabie vum Paul Kieffer zu Lëtzebuerg am Kino un. Pressestëmmen an aaner Documenter iwwer den Film, deen vun Samsa produzéiert gouf, sinn hei am commentaire gesammelt. ” Das Melodram “Nuits d’Arabie” mit viel Luxemburger Lokalkolorit setzt Kontraste” “Paul Kieffer drehte diese Liebesgeschichte „zwischen Bonneweg und Tabelbala“ mit Jules Werner und Sabrina Ouazani in den Hauptrollen.”

Nuits d’Arabie

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8 responses so far

8 Responses to “Nuits d’Arabie am Kino”

  1. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:43

    http://www.wort.lu

    Von Bonneweg nach Algerien
    Das Melodram “Nuits d’Arabie” mit viel Luxemburger Lokalkolorit setzt Kontraste
    Letzte Aktualisierung: 10-11-2007 11:38
    (hay) – “Nuits d’Arabie”: so heißt der neue Film des luxemburgischen Regisseurs und Drehbuchautors Paul Kieffer, der demnächst in den Kinos startet. Erzählt wird darin eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die von Bonneweg bis nach Algerien führt.

    Die Hauptfigur Georges Turmes, gespielt von Jules Werner, ist ein junger Luxemburger, der einem geregelten Leben nachgeht. Als Beamter bei der CFL tätig, spielt er in seiner Freizeit Fußball oder verbringt Zeit mit seiner Freundin – bis schließlich eine erstmals unbedeutende Begegnung sein ganzes Leben aus den Fugen geraten lässt. Als Georges während seiner Arbeit die Fahrkarten der Zuggäste kontrolliert, trifft er das erste Mal auf Yamina (Sabrina Ouazani).

    Kurze Zeit darauf laufen sich die beiden erneut über den Weg, doch dieses Mal ist Yamina verletzt. Georges möchte ihr helfen und bietet ihr Unterschlupf in seiner Gartenlaube an. Yamina, die langsam Vertrauen zu dem Fremden fasst, erzählt ihm von ihrem Heimatdorf in Algerien, Tabelbala, und dem Mord an ihren Eltern. Die beiden kommen sich näher, bis Yamina eines Tages plötzlich verschwunden ist und Georges sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihr und der Wahrheit begibt.

    Der Film “Nuits d’Arabie – eine Liebesgeschichte zwischen Bonneweg und Tabelbala” ist ein romantisches Melodram, das auf kitschige Momente verzichtet. Während viele Filme dieses Genres beinahe durchgehend mit Musik unterlegt werden, so ist dies nicht bei “Nuits d’Arabie” der Fall: “Die Filmmusik wurde hier ganz gezielt in bestimmten Szenen eingesetzt, denn sie soll die Gefühlstwelt des Hauptdarstellers widerspiegeln”, erklärt Regisseur Kieffer. Und auch die Auswahl der völlig gegensätzlichen Drehorte – zum einen das winterliche Luxemburg und zum anderen das sonnige Algerien – hatte einen Grund: Ein möglichst großer Kontrast sollte hergestellt werden. Wie er dabei ausgerechnet auf das Dorf Tabelbala stieß? “Ich habe mir einen Atlas geholt und wahllos ein Ziel mit dem Finger gesucht”, so Kieffer. Danach sei er selbst nach Tabelbala geflogen, um sich ein Bild von dem Ort zu machen. Das Ergebnis: Kulisse und die dort lebenden Menschen, die selbst als “Statisten” in dem Film auftreten, passten einfach.

    Filmstart ist Freitag, der 16. November, im Utopia, 45, avenue de la Faïencerie, L-1510 Luxemburg-Limpertsberg.

  2. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:43

    http://www.wort.lu

    Mehr zur Person:

    Filmemacher Paul Kieffer:

    Geboren wurde Paul Kieffer 1957 in Düdelingen. Nach einem Studium in Straßburg begann er als Journalist zu arbeiten. 1986 gründete er gemeinsam mit Jani und Paul Thiltges, Christian Kmiotek, Frank Feitler und Claude Waringo die Produktionsfirma “Samsa Film”. Im Jahr 1993 ist Kieffer für den Hörfunk tätig. Währenddessen entdeckt er eine neue Leidenschaft: Das Theater. Er inszeniert mehrere Stücke in Luxemburg, bis er schließlich 1987 erstmals als Regisseur für den Film “Die Reise das Land” tätig ist.

  3. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:44

    http://www.telecran.lu

    Nuits d’Arabie’ von Paul Kieffer

    Eine Liebe in Algerien

    Ein luxemburgischer Bahnbeamter verliebt sich in eine junge Algerierin… und reist ihr bis in die Sahara nach. Paul Kieffer drehte diese Liebesgeschichte „zwischen Bonneweg und Tabelbala“ mit Jules Werner und Sabrina Ouazani in den Hauptrollen.

    von Jean-Louis Scheffen

    Paul Kieffer kennt seine Filmklassiker. Zum Beispiel „Morocco“ von Josef von Sternberg. In dem 1930 gedrehten Tonfilm verkörpert Marlene Dietrich eine Nachtclubsängerin, die die Avancen eines vermögenden Gentlemans ausschlägt, um einem Fremdenlegionär – Gary Cooper – in die Wüste zu folgen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die letzte Szene zeigt die hoffnungslos verliebte Frau in der (Studio-) Wüste entschwinden. Ein Melodram, wie es herzergreifender nicht sein könnte, und bei dem man gar nicht erst die Frage nach der Glaubwürdigkeit stellen darf.

    Denn Genre-Kino hat seine eigenen zeitlosen Regeln, die im Laufe der Filmgeschichte immer wieder variiert wurden. Die melodramatische Story einer großen Liebe im Jahre 2007 zu erzählen, faszinierte Paul Kieffer. Seit seiner Zusammenarbeit mit Frank Hoffmann bei „Die Reise das Land“ (1986) und „Schacko Klak“ (1990) hatte sich Kieffer vor allem auf die Inszenierung von Theaterstücken und von Dokumentarfilmen wie „Laanscht d’Grenz“, „Ech war am Congo“ und „D’Lëtzebuerger am Tour de France“ verlegt. „Nuits d’Arabie“ ist das erste Mal, dass er ein eigenes Original-Drehbuch auf die Leinwand bringt.

    Kieffer sieht sich als ein Filmemacher, der fest in der luxemburgischen Realität verwurzelt ist. Ganz so wie die Hauptfigur in seinem Film: „ein ganz gewöhnlicher Eisenbahnschaffner, dessen Leben plötzlich aus der Bahn gerät“, wie er sagt. Hier die Banalität des Alltags, dort der Reiz des Fremden. Und die genregerechte dramaturgische Wende, die den Protagonisten seiner großen Liebe just zu dem Zeitpunkt beraubt, wo er sich seiner Gefühle bewusst wird … und sie am Ende für einen kurzen Augenblick des Glücks wiederfinden lässt.

    Vom Mann zur Frau

    Bis die Geschichte filmreif war, vergingen allerdings mehrere Jahre. Am Anfang stand ein 20-seitiges Treatment, das Kieffer 2003 für einen vom Filmfonds ausgeschriebenen Ideenwettbewerb einreichte. Die Geschichte wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet, woraufhin sich der Autor an die Arbeit machte, das Handlungsgerüst zu einem richtigen Szenario mit Dialogen umzuarbeiten. Zur Hand ging ihm dabei zunächst der belgische Drehbuchautor Philippe Blasband, in Luxemburg durch Koproduktionen wie „Une liaison pornographique“, „J’ai toujours voulu être une sainte“ und „Irina P.“ bekannt.

    Verfilmt wurde schließlich, drei Jahre später, die siebte Drehbuchfassung – ein Perfektionismus, der im Filmgeschäft keine Ausnahme darstellt. „Geblieben ist der Handlungsablauf“, resümiert Paul Kieffer die Arbeit am Skript von „Nuits d’Arabie“. Zunächst spielte sich die Geschichte zwischen zwei Männern, einem Luxemburger in mittleren Jahren und einem jungen Nordafrikaner ab. Die Gefahr, dass aus einer subtilen homoerotischen Beziehung eine plumpe Schwulengeschichte werden könnte, sah man dann doch als zu groß an. Der Algerier wurde schließlich zur Algerierin namens Yamina, während die Figur des biederen Bahnbeamten Georges verjüngt wurde.

    Für die Besetzung der Rolle von Georges hatte Kieffer schon sehr früh an Jules Werner gedacht. Mit ihm habe er bereits vor Jahren Schultheater gemacht. Dass Werner, der Schauspiel in England studiert hat, heute zu den meistgefragten Theaterakteuren in Luxemburg zählt und auch bereits in mehreren Kurzfilmen (z.B. „Butterflies“ von Max Jacoby) mitgewirkt hat, trug zweifellos zu dieser Entscheidung des Regisseurs und der Produktionsfirma Samsa Film bei. Auch bei der Wahl von Sabrina Ouazani, einer französischen Schauspielerin mit algerischen Wurzeln, die bei Drehbeginn erst 18 Jahre alt war, wurde man sich schnell einig. Sie hatte Kieffer in „L’esquive“ von Abdelatif Kechiche beeindruckt, der 2002 den „César“ des besten Films erhalten hatte.

    Ein realistisches Melodram hatte der Regisseur im Sinn. Und deshalb sollten die Schauspieler sich im Ausdruck von Emotionen sehr zurücknehmen. „Georges ist ein typischer Luxemburger, der seine Gefühle nicht offen zeigt, umso mehr, als er lange gegen diese Gefühle ankämpft“, beschreibt Paul Kieffer die Hauptfigur. Die seelische Entwicklung dieses sich immer mehr in eine Wahnidee hineinsteigernden Menschen für den Zuschauer nachvollziehbar zu machen, war für Jules Werner eine echte Herausforderung.

    „Im Theater spielt man ein Stück vom Anfang bis zum Schluss durch, beim Film wird über einen längeren Zeitraum Szene für Szene gedreht, und das in einer Reihenfolge, die nicht unbedingt dem Fortgang der Handlung entspricht“, beschreibt der Schauspieler die Schwierigkeiten beim Filmemachen. Mit seiner Filmpartnerin Sabrina Ouazani ist Werner sich aber einig, dass Paul Kieffer seine Schauspieler gut zu führen weiß. „Ich setze meine Sicht einer Rolle nicht diktatorisch durch, sondern spreche darüber mit den Darstellern“, so Kieffer über seine Arbeitsweise.

    Dreharbeiten mitten in der Wüste

    Die Dreharbeiten begannen im vergangenen November und Dezember im feucht-kalten Luxemburg. Vom Drehbuch war die düstere Atmosphäre durchaus gewollt, auch wenn die Crew in einigen Szenen mit Regen und Schlamm zu kämpfen hatte. Unter anderem des größeren Realismus wegen wurde auf die Arbeit im Studio verzichtet. Technisch habe man Neuland beschritten, erklärt Paul Kieffer. „Der Film entstand ganz auf High-Definition-Video, und auch im Kino wird er digital von einer Harddisk abgespielt.“

    Dass der zweite Teil des Films, der in Algier und dem südwestlichen Algerien spielt, auch tatsächlich dort gedreht werden konnte, war zunächst alles andere als klar. „Als ich am Drehbuch arbeitete, hatte das nordafrikanische Land gerade die bürgerkriegsähnlichen Zustände hinter sich, die jahrelang für blutige Schlagzeilen gesorgt hatten“, erinnert sich der Regisseur. „Fünfzehn Jahre lang waren keine internationalen Filme mehr in Algerien gedreht worden, und organisatorisch war es für ein ausländisches Produktionsteam geradezu unmöglich, dort zu drehen.“ Wie andere Produktionen, die vor einem algerischen Hintergrund spielten, sollte „Nuits d’Arabie“ im benachbarten und weitaus sichereren Tunesien gedreht werden.

    Paul Kieffer allerdings ließ nicht locker. Schon beim Schreiben hatte er mit dem Finger auf der Landkarte nach einer real existierenden Ortschaft im südlichen Algerien gesucht. So war er auf Tabelbala gestoßen. „Und diesen Ort wollte ich zumindest einmal gesehen haben, bevor wir unsere Entscheidung träfen.“ Wie Georges im Film reiste Kieffer also in die Sahara. „Als ich in Tabelbala ankam, stand für mich sofort fest, dass wir nur dort drehen könnten. Es war genau das Dekor, das ich mir vorgestellt hatte: ein verschlafenes Provinznest mit einem alten französischen Fort, umgeben von Sanddünen und Felsen.“ Also wurden alle Produktionshebel in Bewegung gesetzt, um doch noch am Schauplatz des (imaginären) Geschehens zu drehen. Und es sollte klappen. Anfang dieses Jahres reiste ein kleines Drehteam nach Algerien, weitere Techniker wurden vor Ort von einem lokalen Produktionsmanager eingestellt.

    Logistisch war die Arbeit in der Wüste für die Crew aus Luxemburg dennoch eine echte Herausforderung. „Es gibt in Tabelbala keine Hotels und keinerlei Tourismus-infrastruktur“, bringt es Kieffer auf den Punkt. „Wir mussten auf Matratzen schlafen, die auf dem nackten Boden ausgebreitet waren, und statt unter einer Dusche, die es dort nicht gab, wuschen wir uns in einer Wanne.“ Zumindest unter großer Hitze mussten die Besucher aus dem winterlichen Europa nicht leiden: „Es war sogar ziemlich kalt, so dass Jules Werner beim Drehen in seinem Parka nicht einmal ins Schwitzen geriet.“ Gedreht wurde trotzdem nur am frühen Vormittag und am späten Nachmittag – des besseren Lichts wegen, das Kameramann Jean-Louis Sonzogni für stimmungsvolle Bilder brauchte. Die warmen Erdfarben sollten einen Kontrast zu den blau-grünen Farbtönen bilden, die den ersten Teil des Films beherrschen.

    Filmschluss im Test


    Zuletzt blieb die Frage nach dem Filmschluss. Auch er war im Laufe des Drehbuchschreibens mehrmals geändert worden. In seiner endgültigen Fassung stellt er eine Steigerung ins Irreale dar, die dem Genre des Hollywood-Melodrams durchaus angemessen ist. Er lässt zudem Raum für Interpretationen: Am Ende seines langen Wegs findet Georges Yamina in der Wüste wieder – auf eine Weise, die hier nicht verraten werden soll. Und auch ein Schuss schwarzer Ironie darf nicht fehlen: dann nämlich, wenn der Zuschauer erkennt, was es mit dem Titel „Nuits d’Arabie“ auf sich hat. Wie weit die Mehrdeutigkeit gehen sollte, darüber wollte die Produktionsfirma das Publikum urteilen lassen: In einem „Test Screening“ konnten ausgewählte Zuschauer ihre Meinung dazu äußern.

    Für den Autor und Regisseur ist der Schluss zumindest in filmsprachlicher Hinsicht klar: „Aus dem kleinen luxemburgischen Bahnbeamten wird am Ende eine Filmfigur, die der Wirklichkeit völlig enthoben ist.“ Ganz so wie im klassischen Hollywoodfilm, wo sich auch niemand die Frage stellt, was die Helden eigentlich erwartet, wenn erst einmal „The End“ auf der Leinwand erschienen ist.

    Für Paul Kieffer jedenfalls geht das Abenteuer Kino weiter. Drei neue Projekte sind bereits in Planung, eines davon ein subtiler Horrorthriller, der ebenfalls wieder in Luxemburg spielen wird. Arbeitstitel: „De Bësch“.

  4. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:46

    http://www.tageblatt.lu

    Bonneweg meets Tausendundeine Nacht
    Mise à jour: 8/11/2007 9:48:14

    Am 16. November startet in den einheimischen Kinos der mit Spannung erwartete Film „Nuits d’Arabie“ von Paul Kieffer mit Jules Werner und Sabrina Ouazani in den Hauptrollen. Ein passender Anlass, um den luxemburgischen Regisseur und Drehbuchautor einmal danach zu fragen, was Bonneweg mit Algerien verbindet und warum sich hinter dem orientalischen Titel doch ein typisch luxemburgischer Film verbirgt.
    Interview: Susanne Jaspers

    Tageblatt: Was brachte Sie auf die Idee zum Szenario von „Nuits d’Arabie“?
    Paul Kieffer: „Auslöser des Projektes ’Nuits d’Arabie’ war meine Lust, die Schemen und Konventionen des klassischen Melodramas in ein zeitgenössisches Luxemburger Milieu zu übertragen. Ich hatte ähnliches schon, ohne Erfolg, mit anderen Film-Genres versucht. Da ich in der Zeit, als ich anfing, mit der Idee zu ’Nuits d’Arabie’ zu spielen, an einem Dokumentarfilm in Düdelingen arbeitete und damals viel mit dem Zug zwischen Luxemburg und Düdelingen hin- und herpendelte, wurde die Hauptperson des Films ein Zugschaffner. Ich sah eines Tages diesem Zugschaffner zu, wie er die Fahrkarten kontrollierte und fragte mich: Was müsste passieren, damit dieser Mann am Ende einer Geschichte, die jetzt und hier beginnt, wie Marlene Dietrich im Film ’Morocco’ von Josef von Sternberg aus Liebe in der nordafrikanischen Wüste verschwindet. Das war dann der Anfang des Projekts.“
    „T“: Was hat Sie dazu bewogen, Bonneweg und das Bahnhofsviertel als luxemburgischen Schauplatz der Handlung zu wählen? Bot sich die Gegend an, weil die Hauptfigur Georges Turmes Zugschaffner ist? Oder reizte Sie in Anbetracht der Thematik des Films der zweifelhafte Ruf des Viertels als sozialer Brennpunkt?
    P.K.: „In Bonneweg wohnen viele Eisenbahner. Darum wohnt auch Georges Turmes dort. So wie seine Freundin, eine junge Krankenschwester, in einem kleinen Apartment auf dem Kirchberg wohnt. Bonneweg ist aber nur Hintergrund. Die sozialen Probleme des Viertels werden nicht behandelt.“
    „T“: Was ist „Nuits d’Arabie“ für Sie? Ein Liebes-, Sozial-, politisches oder multikulturelles Drama?
    P.K.: „’Nuits d’Arabie’ ist ganz klar ein Liebesdrama. Ich habe versucht, so nahe wie möglich an den Strukturen, den Konventionen und natürlich auch den Klischees dieses Film-Genres zu kleben. Da es sich aber um die Liebe eines Luxemburgers zu einer Algerierin handelt, spielen wohl einige multikulturelle Aspekte mit. Und in der zweiten Hälfte des Films kommen noch Elemente des Road-Movies hinzu.“
    „T“: Haben die Ereignisse der letzten Zeit – vor allem die Al-Qaida-Anschläge in Algerien – Ihr Skript eingeholt?
    P.K.: „Das, was die Algerier ’les événements’ nennen und in Wirklichkeit ein Bürgerkrieg war, der fast zehn Jahre lang dauerte, bildet den Hintergrund der Geschichte der weiblichen Hauptperson des Films. In dem Sinn haben die rezenten Attentate in Algerien die im Film erzählte Geschichte nicht eingeholt, sondern nur bestätigt, dass die Probleme in Algerien noch lange nicht gelöst sind. Die Attentäter sind heute die gleichen wie damals, sie haben nur den Namen geändert.“
    „T“: Wie gestalteten sich die Dreharbeiten in Algerien? Der Internetseite http://www.nuitsdarabie.lu ist zu entnehmen, dass das Team zunächst überrascht war, überhaupt eine Dreherlaubnis für das Land zu erhalten …
    P.K.: „Als wir begannen, die Dreharbeiten zu planen, schien es unmöglich, in Algerien selbst zu drehen. Einerseits, weil es sehr unklar war, ob die Orte, an denen die Geschichte spielt, gefahrlos zu bereisen waren, andererseits, weil es unmöglich schien, in Algerien einen Partner zu finden, der die Planung vor Ort übernehmen konnte. Der Bürgerkrieg hat die algerische Filmproduktion für ein dutzend Jahre absolut lahmgelegt, Algerien war von der Film-Weltkarte verschwunden. Wir stellten uns also auf Dreharbeiten in Tunesien ein. Ich bin dann trotzdem an die Originalorte gereist, um eine Dokumentation für die Motivsuche in Tunesien zusammenzustellen. Als ich dann dort war, wurde mir klar, dass Dreharbeiten an den Originalschauplätzen durchaus möglich seien. Die politische Lage hatte sich etwas beruhigt und die Menschen dort waren so gastfreundlich und liebenswert, dass es mir auf einmal wie ein Verrat vorkam, wenn wir Algerien in Tunesien rekonstruieren würden. Mit etwas Glück fanden wir dann über Umwege einen Line-Producer in Algier und letztendlich liefen die Dreharbeiten so gut wie problemlos.“
    „T“: Ist „Nuits d’Arabie“ für Sie ein typisch „luxemburgischer“ Film? Die Thematik ist ja schon ein wenig grenzüberschreitender als z.B. in „Schacko Klak“.
    P.K.: „Für mich ist ’Nuits d’Arabie’ ein hundertprozentig luxemburgischer Film, der sich aber gleichzeitig komplett auf den Rest der Welt öffnet. Diese Öffnung ohne Identitätsverlust scheint mir im Moment wichtig, um den Luxemburger Film in eine neue Phase zu führen.“
    „T“: Wo wir beim Thema luxemburgischer Film sind: Ist es nicht recht schwierig, im Großherzogtum Darsteller zu finden? Für die Hauptrollen haben Sie mit Sabrina Ouazani und dem im Kino noch kaum bekannten Jules Werner neue, unverbrauchte Gesichter gefunden. Viele der anderen Darsteller zählen hingegen zum „Urgestein“ im Luxemburger Filmgeschäft. Fürchten Sie nicht, dass es das Publikum ermüdet, stets dieselben Schauspieler zu sehen?
    P.K.: „Da es nicht sehr viele Menschen auf der Welt gibt, die Luxemburgisch sprechen, ist es normal, dass es nicht viele luxemburgischsprachige Darsteller gibt. In der Tat gehört die Besetzung der Rollen mit luxemburgischem Text zu den größten Herausforderungen eines luxemburgischen Filmregisseurs. Ich persönlich denke meistens schon beim Schreiben an die möglichen Darsteller und versuche, die Filmfiguren den vorgesehenen Darstellern anzupassen. Da aber bisher nur sehr wenige Filme in der Landessprache gedreht wurden und sich das auch in Zukunft wohl nicht wesentlich ändern wird, glaube ich nicht, dass das Publikum der lokalen Darsteller so schnell müde werden wird. Im Gegenteil. Man sollte nicht vergessen, dass ja auch in den amerikanischen Blockbusters immer wieder die gleichen Stars auftreten, und genau die will das Publikum sehen.“
    „T“: Was für ein Publikum wünschen Sie dem Film in Luxemburg? Gibt es bereits einen internationalen Vertrieb?
    P.K.: „Ich wünsche mir, dass die Leute, die sich den Film ansehen, davon berührt werden. Wer und wie viele das sein werden, darauf habe ich nicht den geringsten Einfluss. Ich stelle mir diese Frage also nicht. Ob und wo der Film dann außerhalb Luxemburgs herauskommen wird, steht im Moment noch in den Sternen. Einen kleinen Luxemburger Film, sei er auch gelungen, weltweit ins Kino zu bringen, gehört nicht gerade zu den Top-Prioritäten der internationalen Verleiher. Würde ’Nuits d’Arabie’ zu einigen schönen Festivals eingeladen, wäre ich persönlich schon sehr zufrieden.“

  5. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:47

    http://www.land.lu

    8 décembre 2006

    Exotisme vs. petit-bourgeois

    Paul Kieffer tourne Nuits d’Arabie, un mélodrame au titre volontairement cliché

    Fränk Grotz

    Mardi dernier, la société de production Samsa Film avait invité la presse sur le plateau de sa nouvelle production Nuits d’Arabie. Le long-métrage qui se cache derrière ce titre volontairement cliché est un mélodrame réalisé par le luxembourgeois Paul Kieffer (Schako Klak, 1991; Ech war am Congo, 2001). Un sentier très boueux près du Boulevard d’Avranches à Luxembourg-Ville nous mène vers le décor, une petite cabane conçue par la décoratrice en chef Véronique Sacrez. La scène est simple: L’acteur principal, Jules Werner, s’approche et frappe à la porte. Son personnage, Georges Turmes, s’attend à y trouver la jeune Yamina (Sabrina Ouazani), une belle Algérienne que cet employé des chemins de fer a croisé plusieurs fois dans le train. Lorsqu’un jour, il trouve la jeune fille blessée et couverte de sang dans les toilettes, Georges décide de l’aider et lui offre donc refuge dans cette cabane.
    Malgré le sol glissant et les nuages gris menaçant ces derniers instants d’une longue journée de tournage, l’équipe a le sourire aux lèvres. Une heure plus tard, tous se retrouvent autour d’un verre à l’Abbaye Neu­münster et répondent aux questions des journalistes. C’est ainsi que l’on apprend par Jules Werner que la dynamique de groupe et la détente que l’on a pu observer auparavant tiennent beaucoup aux réalisateur. « Paul réussit à former une équipe. Il se préserve toujours une part d’humour tout en maintenant le rythme de travail. » C’est le premier rôle principal de cinéma de l’acteur luxembourgeois qui a fait ses preuves sur les scènes de Londres. Pour lui, la différence dans le jeu par rapport au théâtre se fait essentiellement dans la continuité: «Ce qui m’inquiétait le plus au début était l’interprétation non-chronologique exigée pour une production de cinéma. Mais finalement, vous avez des maquilleurs, des costumiers, une scripte et un réalisateur qui font tout pour vous poser dans le contexte de la scène. »
    De manière très posée, le jeune acteur raconte ses premières expériences de cinéma après son rôle dans le court-métrage Butterflies de Max Jacoby. Aidé par sa partenaire de jeu Sabrina Ouazani, que l’on a pu découvrir dans L’Esquive (Abdel Ke­chiche, 2003), il continue par exposer l’histoire de Nuits d’Arabie. «Après avoir rencontré Yamina, le monde de Georges est bouleversé. La relation avec sa fiancée Nicole (Anne-Marie Solvi), leur projet d’acheter une maison, toute cette vie tracée est soudainement mise en question. L’attirance vers la passagère du train, l’exotisme et l’évasion qu’elle représente à ses yeux, semblent comme une rêve dans l’univers rôdé et pluvieux du Luxem­bourg. » Une critique acerbe du Grand-Duché ? Le réalisateur Paul Kieffer, qui a entre-temps rejoint la discussion, dénie : «Le film joue sur les imaginaires stéréotypes qui existent sur l’ailleurs. Mais il s’agit avant tout d’un mélodrame ».
    Kieffer poursuit ses précisions en expliquant que Nuits d’Arabie, dont le titre se réfère à la publicité d’une agence de voyage dans l’histoire, est le premier d’une série de longs-métrages prévus. L’idée est de réaliser à chaque fois un film dans un genre différent et de l’adapter au contexte luxembourgeois. Le choc entre un environnement petit-bourgeois et des personnages et événements extraordinaires en est un élément constant, mais pas une fin en soi. Malgré le caractère apparemment inoffensif de l’entreprise, il s’agit d’une nouvelle approche, par rapport aux regards nostalgiques sur le Luxembourg que l’on a l’habitude de voir dans le cinéma national.
    Après ces explications, Paul Kieffer nous donne même quelques indices sur le prochain film de la série, pour lequel on lui a déjà accordé une aide à l’écriture. Il s’agira d’un film fantastique, racontant l’histoire d’un couple de touristes américains dont l’enfant disparaît au Grand-Duché. Mais avant de nous intéresser à ce mystère, attendons d’abord Nuits d’Arabie, dont les intéressés peuvent suivre le tournage à travers un blog actualisé tous les jours par le réalisateur et ses co-équipiers (www.samsa.lu/blognuitsdarabie).

  6. filmreakteron 11 Nov 2007 at 15:48

    http://www.revue.lu

    Besser spät als nie: Mit 50 Jahren hat Paul Kieffer seinen ersten Spielfilm in Alleinregie gedreht. «Nuits d’Arabie» erzählt von einer schwierigen Liebesgeschichte zwischen Bonneweg und Tabelbala.

    Text: Gabrielle Seil
    Fotos: Ute Metzger, Samsa Film

    Der Mann ist überpünktlich, wartet bereits ein Weilchen im Café, unterm Arm die «Libération». Zum Glück ist es draußen noch sonnig genug, um auf der Terrasse zu sitzen. So kann Paul Kieffer ungemahnt rauchen, eine Zigarette nach der anderen. Dabei lässt er seinen Gesprächspartner so gut wie nie aus den Augen. Woran er momentan arbeitet? An drei Projekten gleichzeitig, lautet die Antwort. Mehr wird allerdings nicht verraten, nur: «Ech sinn am Rullen.» Die Euphorie, die ihn seit dem Schreiben, Drehen und Zusammenschneiden von «Nuits d’Arabie» gepackt hat, scheint ihn nicht mehr loslassen zu wollen. Auch wenn man sie ihm kaum ansieht. Vier Jahre ist der Regisseur und Drehbuchautor mit dem Film schwanger gegangen, nun steht mit der Vorpremiere am 10. November die öffentliche Geburt an, fertig montiert ist «Nuits d’Arabie» schon länger, und von einer Wochenbettdepression kann nicht die geringste Rede sein. Paul Kieffer ist nämlich nicht nur sehr zufrieden mit dem Resultat, sondern auch überglücklich. Mit 50 Jahren ist ihm die Königsetappe, die für Radfahrer wichtigste und in den Bergen oft rennentscheidende Etappe einer Rundfahrt gelungen. Als hätte er zuvor nie von sich reden gemacht, als wären seine beiden letzten Dokumentarfilme – «Ech war am Kongo» und «D’Lëtzebuerger am Tour de France» – kein Beweis dafür, dass er zum Filmemachen geboren ist. Paul Kieffer blinzelt, lacht verlegen. Es sei halt nicht dasselbe. Erstens hat er bislang noch keinen einzigen seiner Filme selbst geschrieben und in Alleinregie inszeniert, zweitens ist «Nuits d’Arabie» ein zwei Millionen teurer Streifen, der sich nicht ausschließlich an das Luxemburger Publikum richtet, sondern eine Geschichte erzählt, die überall in der Welt verstanden wird. Drittens hat er endlich das Gefühl, «es geschafft zu haben». Wer weiß, wie schwierig es ist, als ein Nobody bei ausländischen Produktionsgesellschaften um die nötige finanzielle Unterstützung zu betteln, kann Paul Kieffers Stolz verstehen. Zum Jubeln ist ihm dennoch nicht zumute. Weil Überschwang nicht zu ihm passt. Er ist ein eher stiller Mensch, der seit Jahren am liebsten mit denjenigen zusammenarbeitet, die er gut kennt und denen er blind vertrauen kann. So wie andere ihm. Davon, wie viel Werbung in den letzten Wochen um «Nuits d’Arabie» gemacht wurde – der Trailer läuft in jeder Kinovorstellung, Flyer wurden unzählige verteilt –, hat er gar nichts mitbekommen. Paul Kieffer geht nur mehr selten ins Kino. Stattdessen schaut er sich die Neuheiten als DVD zu Hause an. Einen Lieblingsfilm zu nennen, fällt ihm schwer. «Ech hu bis haut ronn 10.000 Filmer gesinn.» Außerdem sei er ein relativ leicht zu begeisternder Zuschauer und würde fast alles gut finden. Die Liste seiner Lieblingsregisseure, die unter anderem François Truffaut, Atom Egoyan und Philippe Garrel heißen, weist indes in eine bestimmte Richtung. Die des Autorenkinos, das als eigenwillig und extrem persönlich gilt, da es sich kaum an übliche Dramaturgien und Erzählkonventionen hält, und daher schwer einzuordnen ist. Von «Nuits d’Arabie» behauptet Paul Kieffer indes, dass es sich um ein klassisches Melodram handelt. Um eine einfache «Boy meets girl»-Geschichte, die … Pscht! Ob es ein Happyend zwischen dem Zugschaffner und der jungen Frau aus Algerien gibt, bleibt Geheimsache. Dass der Regisseur während des Drehs Alpträume hatte, obwohl die Nächte furchtbar kurz waren, darf hingegen weitererzählt werden. «Ech kommen op de Set a kréie gesot: Mir si fäerdeg, du gëss net méi gebraucht.» Von dunklen Fluren zu träumen, die kein Ende nehmen, ist schlimmer. Apropos schlimm. In nicht guter Erinnerung hat Paul Kieffer die nächtlichen Dreharbeiten rund um den Luxemburger Hauptbahnhof. Zum ersten Mal sei ihm die Drogenproblematik des Landes so richtig bewusst geworden. Die gemieteten Dixi-klos wurden jedenfalls regelmäßig von Junkies in Beschlag genommen, die sich gerade einen Schuss setzten. Insgesamt verliefen die Drehtage im Großherzogtum und in Algerien jedoch problemlos. Die Wahl des Ortes Tabelbala ist übrigens reiner Zufall gewesen, oder genauer gesagt: Paul Kieffers über die Landkarte streifendem Zeigefinger zu verdanken. Umso bewusster ist Jules Werners Beteiligung am Film. Ihm hat Paul Kieffer die Rolle des Eisenbahners, der mit 28 Jahren noch im Elternhaus lebt, im Musikverein die Tuba bläst und im Fußballklub das Tor hütet, auf den Leib geschrieben. Ihn lässt er diesen wundervoll traurigen Satz sagen: «Ech hunn an de leschte Joeren 10 Mol den Tour ëm d’Welt gemaach an ech sinn néierens hikomm.» Es sind Sätze wie dieser, die unter die Haut gehen. Weil sie die Tragik einer Figur nicht besser zusammenfassen könnten. Allein für diese wenigen Wörter hat es sich gelohnt, dass Paul Kieffer ein ganzes Jahr lang am Drehbuch gearbeitet hat. «Ech sinn onheemlech lues am Schreiwen an ech hu keng Disziplin», bekennt er offen, fügt jedoch sogleich hinzu: «Ech iwwerleeë vill.» Stundenlang kann er mit ein paar Tassen Kaffee am Schreibtisch sitzen, die Ideen in seinem Kopf, den er sein «grünes Zimmer» nennt, hin und her schieben, und am Ende hat er trotzdem keine einzige brauchbare Notiz gemacht. An anderen Tagen schreibt er mehrere Szenen. «Nuits d’Arabie» kennt er mittlerweile auswendig. Deshalb möchte er sich den Film nicht noch ein paar Mal anschauen. «Ech géif wahrscheinlech aschlofen.» Nicht aus Langeweile, sondern weil irgendwann jeder abschalten muss. Bekäme Paul Kieffer ein zweites Leben geschenkt, würde er statt Filmregisseur Filmhistoriker werden wollen. «Ech kucke Filmer léiwer wéi ech se maachen.» Damit wären seine Fans allerdings nicht einverstanden. Jetzt, da er die Königsetappe geschafft hat, ist er immerhin über den Berg. Alles andere schafft er mit links.

    > Ab 16. November im Kino. http://www.nuitsdarabie.lu.

  7. filmreakteron 20 Nov 2007 at 08:15

    Luxembourg actor and 2007 Shooting Star Jules Werner trained at the prestigious Guildhall School of Music and Drama in London, and has worked in the theatre and cinema both at home and abroad. He had bit parts in major international productions shot in Luxembourg, including Greenaway’s 8 ½ Women, Radford’s The Merchant of Venice and Garbarski’s Irina Palm. His first starring role in a feature film came with local director Paul Kieffer’s feature Nuits d’Arabie (Arabian Nights), in which he plays a love-struck train conductor. The film premiered in Luxembourg on Friday. Boyd van Hoeij, the editor of european-films.net, met with the actor before a long night of filming on the French-language feature last winter.

    The Luxembourg film industry is not among Europe’s most well known and could even be described as atypical, since truly Luxembourg features are rarely made since the population of the country is so small. Most films are international co-productions. For an actor in Luxembourg this poses its own challenges. Werner explains: “Because it’s so small, the Luxembourg film industry is a good opportunity for an actor to get noticed. Since there are so few of us, you are much sooner one of the top choices. But that’s only for Luxembourg films. The problem with bigger co-productions that come to shoot in Luxembourg, is that the casting is already in place before they arrive, so you are left with the bit parts. And that is difficult, because the Luxembourg actors work a lot in theatre and are often left with small parts of, say, two lines in films. And it takes a lot of organisation to fit it in with the other obligations you have for something that might end up on the cutting room floor. So it is difficult”.
    The soft-spoken actor continues: “In my age group there are simply not that many actors in Luxembourg and for international co-productions they have a quota they need to reach to qualify for tax breaks, so even if the description of the character is nothing like me, but the age sort of matches, it is still likely to be proposed to me, which is odd. I know a lot of actors would be happy to work at all and I don’t want to sound ungrateful for the opportunities I get, but if it reads ’28-year-old big, fat guy’ and they call me, I would be completely miscast, so that is kind of weird. I would say that is the downside of Luxembourg. But getting noticed quick is great!”

    Werner, though educated in the UK, has had small parts in several big international productions that were at least partially shot in Luxembourg. Is there a difference he notices with his work with the big and experienced directors as opposed to the young Luxembourg directors in whose ambitious short films he also stars? “When I did the Peter Greenaway I was so young and so nervous and it all happened so quick that it was over before I knew it. I was too young to actually enjoy the work, so that experience was kind of lost. But I don’t think there is necessarily a difference between the experience of the director and being more or less specific in their demands. Radford, on The Merchant of Venice, gave me a lot of freedom. He’d asked me to find some suitable passages from the Bible for my role and he liked what I had found and that was it. Max [Jacoby, who directed him in the award-winning adaptation of the Ian McEwan short story Butterflies] on the other hand, was very specific. Nothing really complicated but he was very specific about what he wanted. And Fred [Neuen, his cousin who is also a promising young film director] is really easy to work with because we have known each other for so long”.

    For the role in Nuits d’Arabie, the actor could count on a similar kind of relationship with the director: “I’ve been very lucky until now, because with Paul Kieffer I also have this really easy relationship. He gives me notes sometimes in songs. He’ll give me a song title and say: that’s what I want. [Laughs.] And we’ve got a history together, as well: we’ve done three shows for the theatre before this film, and after you’ve worked with someone several times then just a little sign is all you need to understand what is needed. With the first big part in a feature film I have been very lucky in that respect, because there is no added pressure of needing to get along with the director. It’s all easy and we are having a lot of fun, but we also both now exactly in which direction we’re going”.

    On Georges, the character he plays in Nuits d’Arabie, Werner can be short: “He’s basically a nice boy. [Laughs.] He works for the CFL, the Luxembourg train company, checking tickets on the train. He’s quite popular with his colleagues, and he’s very nice with his clients too. He’s the guy who’ll let you pass once without a ticket. He’s also in a relationship that’s very nice, so everything is very nice; he hasn’t really anything much to complain about. But at the same time, it is very clear that there is some excitement missing in his life. He bumps into this Algerian girl [played by Sabrina Ouazani, from L’esquive / Games of Love and Chance] a few times on the train and helps her when she’s been beaten up and then protects her like an older brother would. And their relationship kind of develops from there. There is a telling line where he sums up the distance he travels by train: 300 kilometres per day, five days a week, 46 weeks a year. So he’s been around the world ten times but he hasn’t seen anything – he hasn’t left Luxembourg. He has some self-pity because he laughs at it himself, but at the same time he doesn’t seem to be thinking about these things and that he’s missing something. The Algerian girl kind of opens up the possibility of something else, something from out there and he becomes extremely obsessed with what could happen”.

    When asked if he thinks Georges is a typical Luxembourg guy, the actor replies, without hesitation: “Yes – I think so. It’s mainly petit bourgeoisie and that’s kind of international but you do have that a lot in Luxembourg. He’s very typical in a way and also has these comments about Portuguese people, and they’re, they’re not racist but they are kind of dodgy. That’s how a lot of people are around the world and it’s probably a class thing as much as anything. But that is what gives the story its universality. And then there’s just the dream of something else…”

    Also because of his education at the Guildhall School of Music and Drama (that also has Ewan McGregor and Orlando Bloom on the alumni list), the actor has a lot of theatre experience as well, a craft that is related to film acting but not quite the same. Werner explains: “What I really love about film is that you don’t actually have that much time to think about it, talk about it or analyse it. It is a really quick way of working – and then, obviously it depends on who you work with because you do have directors who do big kind of rehearsal sessions before filming. When I was younger, I would have a particular way of learning my lines, and think about my movements and things like that, so that you kind of have a proposal when you arrive on set. But then you arrive on set and it looks nothing like what you’d imagined it to be: you’d imagined you’d be standing and suddenly there are some chairs and it has been blocked and lit and everything has been arranged for you to do it there. So basically, you have to arrive on set, see what it all looks like, work things out while you’re there, go through the lines with your partner and then just do it. So you’ve got two three rehearsals, two or three takes, and then you go home and there is nothing you can do to change any of that. In theatre, the first time you do a scene you go by your instinct but then you spend six weeks trying to find that first instinct again. In film you just have to go with it, which is kind of fun and very satisfying. You make bold choices as well, you kind of have to, er, profiter du moment”.

    Still, Werner is nothing is not enthusiastic about acting on stage: “The good thing about theatre acting is that it’s like a long stew, or a big pasta sauce that just goes and goes for hours. It is very filled, and deep, but you can, sometimes, lose that spontaneity”. As for a theatre role he’d love to play on film, the answer is easy: “I’m a big Shakespeare fan, so it would have to be whoever in Shakespeare. For example Julie Taymor’s Titus is a great example of marrying theatre and film. You have everything that is good about film in that film, and everything that is good about theatricality, so that is a perfect example of what I’d love to do one day. MacBeth I’d love to do. And one day Titus, but I’m far too young for Titus now!”

  8. filmreakteron 21 Nov 2007 at 18:56

    source
    http://www.land.lu

    josée hansen

    Films made in Luxembourg

    16 novembre 2007
    Partage d’exotismes

    Il y a quelque chose qui cloche dans Nuits d’Arabie de Paul Kieffer, quelque chose de fondamental

    Il y a des signes qui ne trompent pas. Une femme les ressent, forcément, quand le couple se délite. Par exemple, le jour où son Georges, un bon gars s’il en est, cuisina un couscous pour le déjeuner familial de Noël, Nicole aurait dû commencer à se douter de quelque chose. Mais elle est infirmière, Nicole, et visiblement, elle s’inquiète uniquement un peu pour la santé de son homme, qui dit avoir la tête qui tourne, puis part seule manger chez sa mère. Pourtant, elle aurait mieux fait de le garder un peu à l’œil, son Georges. Parce que soudain, lui, le contrôleur de train réglo, le gardien de but du FC CFL, le musicien fidèle de la fanfare municipale de Bonnevoie, se sent comme enfermé dans sa vie si banale.
    C’est que Georges a rencontré sa Shéhérazade. Sans blague ! Un jour, en contrôlant les billets des passagers sur le trajet Thionville-Luxembourg, il tombe sur Yamina, une jeune Algérienne assez banale mais très nerveuse, puis la revoit le lendemain et le jour suivant; un soir, elle dort devant le garage des trains, un jour, elle est sérieusement blessée au visage, visiblement, elle a été tabassée. Elle est apeurée, Yamina, craint le moindre geste de Georges. C’est alors que not’ bon gars lui offre de l’aide, d’abord en soignant ses blessures, puis en l’abritant dans sa cabane de jardin. Peu à peu, la bonté de Georges devient de l’amitié, puis forcément de l’amour. Yamina serait, selon ses histoires à elle, étudiante en médecine à Nancy, originaire de Tabelbala à la lisière du Sahara en Algérie, mais serait aujourd’hui poursuivie par de dangereux « terroristes » qui auraient déjà tué ses parents en Algérie. D’où sa panique et son besoin de protection.
    Yamina raconte cette enfance heureuse près du désert, avec ses palmeraies et ses oasis, le soleil et les villageois – et elle fait rêver Georges, qui, bien qu’il ait parcouru une distance de dix fois le tour du monde en train, n’est jamais vraiment sorti de son pays (à part quelques vacances banales). Très vite, elle incarne son désir d’exotisme et d’évasion. Lorsque, alors même qu’ils sont en train de devenir proches, le premier baiser a déjà été échangé, Yamina disparaît, elle devient une obsession pour Georges, qui ira à sa recherche, de Marseille jusqu’à Tabalbala. Mais plus il descend dans le Sud, plus il croit se rapprocher d’elle, plus elle devient mystérieuse : ses connaissances la décrivent comme une mythomane originaire de la banlieue parisienne qui n’aurait jamais vu l’Algérie, sa famille brouille les pistes…
    Nuits d’Arabie – Une histoire d’amour entre Bonnevoie et Tabalbala, le nouveau long-métrage de Paul Kieffer, la première fiction que l’ancien journaliste, directeur de la radio socioculturelle, enseignant de cinéma et metteur en scène de théâtre ait réalisée tout seul, débutant dans le genre à cinquante ans, est un mélodrame et se revendique tel. Kieffer, grand cinéphile devant dieu, a comme projet de faire une série de films de genre, adaptant les codes, clichés et contraintes du genre respectif au contexte luxembourgeois. Nuits d’Arabie est en fait le troisième film de la série, mais les deux premiers, le policier et le film noir, n’ont jamais abouti. Le mélodrame par contre a gagné le concours du scénario du Filmfund et a pu poursuivre, grâce à l’engagement de Samsa Film, son chemin et aboutir au film, qui sort en salles aujourd’hui.
    Le synopsis du mélodrame est simple : un homme rencontre une femme, de préférence fatale, ils se tournent autour, et au moment même où on croit qu’ils vont filer le parfait amour, elle disparaît, il part à sa recherche, mais il ne peut y avoir de happy end. Dans les interviews, Paul Kieffer se réfère aux très grands classiques du genre, ce qui semble un rien prétentieux. Mais il est évident qu’un cinéphile comme lui ne fait pas une seule image innocente mais sème les indices et les hommages, qui partent ici un peu dans tous les sens.
    Ainsi, le réalisateur joue lui-même un petit rôle dans le film, comme Hitchcock ; Yamina perd une chaussure dans la boue, que Georges ramasse, comme Cendrillon ; la caméra à l’épaule suit Georges de très près dans son contexte luxembourgeois, pour un réalisme à la frères Dardenne ; la musique de Jeannot Sanavia est très inspirée de Michael Nyman ; la scène des fuyants après l’accident de bus est proche de l’esthétique de Bill Viola… Et le spectateur ne pourra s’empêcher de penser à Lawrence of Arabia (David Lean, 1962) ou The English Patient (Anthony Minghella, 1996), enfin, tout ce que l’imaginaire collectif transporte comme images du monde arabe et du désert.
    Depuis 9/11, tous les intellectuels plus ou moins de gauche semblent découvrir le monde arabe et prennent la défense des musulmans comme s’il fallait prouver qu’ils ne sont pas tous terroristes. La mode est arrivée au Luxembourg depuis quelque temps – outre Nuits d’Arabie, on pense par exemple à Jean-Michel Treinen, qui a entrepris la gigantesque tâche de traduire le Coran en luxembourgeois. Au fur et à mesure que Georges s’approche de Tabelbala, il perd tous ses repères, y compris sa personnalité (on lui confisque sa carte d’identité), jusqu’à la langue : là-bas, il ne comprend plus rien, on ne lui parle plus qu’en arabe (non sous-titré pendant de longues séquences, qui semblent longues, très longues au spectateur).
    Très attendu pour la remise du Filmpräis dans deux semaines, Nuits d’Arabie a plusieurs grandes qualités. D’abord celle des images : tournées en numérique et en décors naturels par Jean-Louis Sonzogni, elles sont tout simplement époustouflantes. On n’aura jamais vu Bonnevoie de cet angle-là, aussi majestueux et beau ; la lumière dans le désert, les couleurs du sable et du ciel sont à vous couper le souffle. Le jeu des deux acteurs principaux ensuite : Sabrina Ouazani, découverte dans L’esquive (Abdellatif Kechiche, 2004) a une fraîcheur naturelle très touchante, même si cette Shéhérazade en baskets est loin de ressembler à une femme fatale.
    Et Jules Werner campe un Georges tout en non-dits, avec beaucoup de retenue, qui crève l’écran dans les moments où il est embarrassé, sous tension et plus si sûr de lui. Il n’est pas l’amoureux transi du mélodrame classique, mais plutôt le mec banal qui, un jour, parce qu’il commence à se douter qu’il doit y avoir autre chose au-delà de Bettembourg, plaque tout pour partir à sa conquête du monde. La description du milieu social dans lequel Georges évolue, la toute petite bourgeoisie, est souvent touchante et bien observée.
    Or, malgré toutes ces qualités, il y a quelque chose qui cloche dans Nuits d’Arabie, quelque chose de fondamental : le scénario, pourtant co-écrit avec Philippe Blasband, pêche par manque de clarté. En fait, c’est un scénario typique de « premier film », où le réalisateur a voulu mettre toutes les idées qu’il a eues depuis que le désir de faire des films a germé en lui. Alors il y a des personnages secondaires qui en disent trop ou pas assez – le père en chaise roulante, la copine qui le soigne –, sans véritable consistance. Puis les dialogues, déjà si rares, sont trop convenus pour qu’on s’y accroche.
    Au final, on regrette que Paul Kieffer, dont on a pu apprécier l’humour grinçant et les idées de mise en scène au théâtre, n’ait pas commencé sa série par une comédie. Le mélodrame est souvent trop lourd. Et, franchement, la fin du film est vraiment impossible.

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