Mar 13 2008

Utopia im Fokus der Investoren

Published by at 12:01 under Misc. Luxembourg

wort.lu berichtet: Beteiligungsgesellschaft Audiolux will alle Utopia-Aktien im Streubesitz aufkaufen

utopolis

Die Geschichte der Kinobetreibergesellschaft Utopia reicht bis ins Jahr 1983 zurück . Damals gründete eine Gruppe von Filmfreunden die Non-Profit-Organisation Ciné Utopia. Von den Freunden von damals ist noch einer im Management der heute börsennotierten Aktiengesellschaft Utopia: Nico Simon. Und der begrüßt die Initiative von Audiolux, alle frei handelbaren Aktien aufkaufen zu wollen.

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utopolis

Die Geschichte der Kinobetreibergesellschaft Utopia reicht bis ins Jahr 1983 zurück . Damals gründete eine Gruppe von Filmfreunden die Non-Profit-Organisation Ciné Utopia. Von den Freunden von damals ist noch einer im Management der heute börsennotierten Aktiengesellschaft Utopia: Nico Simon. Und der begrüßt die Initiative von Audiolux, alle frei handelbaren Aktien aufkaufen zu wollen.

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One Response to “Utopia im Fokus der Investoren”

  1. adminon 13 Mar 2008 at 12:04

    source: http://www.wort.lu

    Utopia im Fokus der Investoren
    Beteiligungsgesellschaft Audiolux will alle Utopia-Aktien im Streubesitz aufkaufen

    von Arne Langner

    Die Geschichte der Kinobetreibergesellschaft Utopia reicht bis ins Jahr 1983 zurück . Damals gründete eine Gruppe von Filmfreunden die Non-Profit-Organisation Ciné Utopia. Von den Freunden von damals ist noch einer im Management der heute börsennotierten Aktiengesellschaft Utopia: Nico Simon. Und der begrüßt die Initiative von Audiolux, alle frei handelbaren Aktien aufkaufen zu wollen.

    Das Utopolis auf Kirchberg ist das Flaggschiff der Utopia-Gruppe.
    Foto: Anouk Antony

    “Das zeigt doch, dass sie Vertrauen in uns haben”, sagt CEO Simon über Audiolux . Von einer Kontrollmehrheit könne jedoch auch bei Übernahme der 184 124 Aktien im freien Handel (Free Float) keine Rede sein: “Das Management bleibt, wie es ist. Da kann Audiolux nicht mehr Einfluss drauf nehmen.” Denn für die Kontrolle brauche ein Unternehmen laut Utopia-Statut mindestens 60 Prozent, weiß Simon . Und nach aktuellen Plänen würde Audiolux “nur” 59,16 Prozent bekommen . Weitere Aktien könnten dann noch von der Utopia-Management verkauft werden , die 40,84 Prozent (429 109 Anteile) hält. Dahinter verbergen sich rund 30 Film – und Kinofreunde, die zum großen Teil bereits seit den idealistisch-angehauchten Gründerjahren in den 80ern dabei sind.

    Aber die Filmfreunde können nicht einfach über den Verkauf von Anteilen entscheiden. Und Utopia-Management-Chef Simon kann sich einen Anteilsverkauf jetzt gar nicht vorstellen. Schließlich soll die Geschäftsführung so bleiben , wie sie ist. Die neuen Mehrheitsverhältnisse – wenn Audiolux den Free Float komplett übernehmen sollte – würden dann für eine stabile Struktur sorgen. “Und das ist immer gut”, glaubt Simon.
    “Das ist ein fairer Preis”, heißt es bei Audiolux

    Die Beteiligungsgesellschaft will 25 Euro pro Utopia-Aktie bieten. Für alle Free-Float-Titel müsste Audiolux dann 4,6 Millionen Euro zahlen. “Das ist ein fairer Preis”, meint Gaston Schwertzer, Administrateur délégué von Audiolux. Bislang hält die Beteiligungsgesellschaft 41,64 Prozent der Aktien (437 585 Anteile). Das Übernahmeangebot soll in der zweiten Jahreshälfte gestartet werden.

    Auch Schwertzer spricht von Vertrauen – Vertrauen in das Konzept von Utopia, in die Geschäftsführung und in die Zukunft des Unternehmens. Audiolux, der Finanzinvestor, dürfte allerdings auch ein Interesse daran haben, seine Anteile zum richtigen Zeitpunkt wieder gewinnbringend zu verkaufen.

    Dafür muss allerdings der Preis stimmen. Vor vier Jahren wollte die Gesellschaft schon einmal bei Utopia aussteigen. Doch der Preis stimmte offensichtlich nicht.

    In mit dem Dossier vertrauten Kreisen heißt es inzwischen, dass Audiolux nicht das einzige Unternehmen sei, das von Utopias Potenzial überzeugt ist. Auch Kinepolis , ein belgischer Kinobetreiber, soll Interesse haben und ein Angebot auf die Free -Float-Aktien abgeben wollen. Das allerdings bestreitet eine Sprecherin der Kinepolis -Gruppe aus Gent: “Das sind alles nur Gerüchte. Es gibt keine solchen Absichten “.

    Ein Angebot dürfte zumindest den Preis für die Utopia-Aktien in die Höhe treiben. Und Kinepolis ist bei Utopia kein Unbekannter. 1994 stiegen die Belgier schon einmal bei Utopolis ein. Schließlich gab es noch eine Partnerschaft mit einem Kinepolis-Kino in Thionville. Das ganze Intermezzo dauerte sechs Jahre, dann trennten sich die Wege wieder.

    Doch dass Audiolux schon jetzt auf einen raschen Verkauf der Utopia-Anteile spekuliert , dürfte arg verfrüht sein. Gut Ding will schließlich Weile haben. Beispiel Voxmobile: Auch dort steckte Audiolux in der Aktionärsstruktur. Doch bis der kleine Luxemburger Mobilfunkanbieter für einen guten Preis in den Besitz von Belgiens Mobilfunkunternehmen Mobistar (Teil von France Télécom) überging , dauerte es ein paar Jahre.
    Wenig Nachfrage an der Börse

    Und attraktiv genug dürfte Utopia jetzt auch noch nicht sein. 1999 startete das Unternehmen zwecks Kapitalaufstockung, und weil es damals trendy war, an der Börse. Doch ein Jahr später kam der Crash am Neuen Markt und statt einer flotten Performance auf dem Börsenparkett dümpelt die Aktie seitdem vor sich hin. Vor Bekanntwerden der Audiolux-Absichten lag der Kurs bei 18,05 Euro, seitdem ist die Tendenz erstmals wieder deutlich steigend: Am Mittwoch schloss das Papier mit 21,92 Euro. Doch generell galt bislang für Utopia: Der Handel war minimal und die Kapitalisierung bescheiden. Als die Bourse de Luxembourg sich im Juli 2005 entschied, einen zweiten Markt zu etablieren, nutzte Utopia ein halbes Jahr später die Chance und wird seitdem nur noch im EuroMTF genannten Zweitmarkt – und nicht mehr am Erstmarkt LuxX – gehandelt. Das bedeutete zwar weniger Prestige, aber hatte Vorteile wie weniger administrativen Aufwand fürs Berichtswesen – und letztlich hieß es auch: weniger Kosten für die Börsennotierung. Und weil die Aktien nur noch am EuroMTF gehandelt werden, gilt auch das neue OPA-Gesetz nicht , da dort nicht alle Änderungen umgesetzt werden müssen. Für Audiolux bedeutet das, dass ein gleichwertiges Angebot für die übrigen Utopia-Aktionäre nicht notwendigerweise gemacht werden muss.

    Die letzte Talsohle durchschritt das Unternehmen während der Expansion in den Niederlanden. Innerhalb von drei Jahren wurden dort fünf neue Utopia-Kinos in Betrieb genommen. Die Anfangsverluste waren hoch, dazu gab es Ärger mit dem lokalen Management. Vom Geschäftspartner Boudewijn Moets trennte man sich am Ende gerichtlich. Den Schluss-Strich unter dieses Kapitel zog Nico Simon mit der Bilanz 2005: Damals wurden die Holland-Verluste mit 13,1 Millionen Euro abgeschrieben . Danach ging es langsam wieder bergauf. 2006 lag der Gewinn bei rund 249 000 Euro . Und mit der Entwicklung im vergangenen Jahr ist Simon “nicht unzufrieden”, sagt er im Gespräch. Im Mai sollen die definitiven Ergebnisse zur Generalversammlung vorgestellt werden.

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