Feb 16 2008

Weilerbach Kritik

Published by at 17:03 under Misc. Luxembourg

D’Martine Reuter kommentéiert am Tageblatt dem Yann Tonnar sain Film “Weilerbach”.

weilerbach

“Der Mut zur Lücke stand hier Pate für einen rundum gelungenen Film, den man vielen Zuschauern ans Herz legen möchte.”

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D’Martine Reuter kommentéiert am Tageblatt dem Yann Tonnar sain Film “Weilerbach”.

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“Der Mut zur Lücke stand hier Pate für einen rundum gelungenen Film, den man vielen Zuschauern ans Herz legen möchte.”

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2 responses so far

2 Responses to “Weilerbach Kritik”

  1. filmreakteron 16 Feb 2008 at 17:04

    http://www.tageblatt.lu/edition/article.asp?ArticleId=13040

    Das Leben in der Warteschleife

    Am Freitag startete in den heimischen Kinos ein luxemburgischer Dokumentarfilm, der sich mit der Situation der Flüchtlinge im Großherzogtum auseinandersetzt.

    Martine Reuter

    „Weilerbach“ von Yann Tonnar ist Teil einer größeren Einheit. Das erste Kapitel dieses Projektes wurde im Jahre 2006 aufgeschlagen, als Serge Tonnar, älterer Bruder des Regisseurs Yann, das Theaterstück „Exit Lëtzebuerg“ mit Steve Karier in der Hauptrolle inszenierte. Nur einige wenige Filmszenen waren damals auf der Bühne zu sehen.
    Nun liegt das vollständige Bild vor, die fehlenden Mosaiksteinchen wurden hinzugefügt und die Fiktion ging einen gewaltigen Schritt in Richtung Realität. Dennoch versteht sich der Film nicht als klassische Doku über die Flüchtlingsprozedur hier in Luxemburg im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten. Der Filmemacher Yann Tonnar will vor allem sensibilisieren und hat sich zu diesem Zweck „Mut zur Lücke“ auf die Fahne geschrieben.
    Ganz wichtig war für ihn die Einheit des Ortes und so wurde nur in einer einzigen Unterkunft für Asylbewerber gedreht, nämlich in Weilerbach, dem größten Haus für Asylbewerber hier in Luxemburg für bis zu 300 Personen. Vor der Kamera kamen drei Familien zu Wort: Girch aus Russland, aus Albanien Durhata Gavoci und Sabanovic aus Montenegro.
    Der Zufall will es, dass nach ein paar Monaten alle drei Familien den Status Annulliert* erhalten und in Weilerbach darauf hoffen, dass sie sich eine neue Existenz aufbauen können. Viele empfinden dieses Leben in der Warteschleife, das bis zu sechs, sieben Jahren dauert, als unerträglich.
    Die vorhin angesprochene Lücke offenbart sich hier zum ersten Mal. Keine Familie gibt vor der Kamera Auskunft darüber, warum die Heimat verlassen wurde, und die Frage wurde dem Filmemacher dann auch am Mittwochabend nach der Premiere im Düdelinger Kino Starlight gestellt.

    Mut zur Lücke

    Yann Tonnar begründete seinen Entschluss, dieses Kapitel aus dem Film auszuklammern, gleich zweifach. Zum einen könnten weder er noch das Publikum die Rolle der Verantwortlichen im Ministerium übernehmen und genau diese Gefahr hätte bestanden, wären Interviews zur Vergangenheit in den Film eingebaut worden.
    Zum Zweiten wollte Tonnar sich auf die Situation hier in Luxemburg konzentrieren, also auf Momente, die er selbst mit der Kamera einfangen konnte.
    Eine weitere „Lücke“ ist das Fehlen offizieller Statements. Keine Interviews mit Anwälten oder auch hochrangigen Beamten aus den Ministerien. Lediglich „Weilerbach“-Angestellte sind zu hören.
    Dies geschah im Bemühen, die klassische Schwarz-Weiß-Malerei zu vermeiden. Ansonsten hätte es rasch geheißen: die Asylbewerber sind Opfer und im Ministerium, das diese menschenverachtende Prozedur endlos lange hinauszögert, dort sitzen die Bösen. Was sich also auf den ersten Blick als Lücke auftut, entpuppt sich im nächsten als cleverer Schachzug, der nur scheinbar verschweigt, dafür Interpretationen freien Raum lässt und Vorverurteilungen aus dem Weg geht.
    Auch dadurch, dass Tonnar die Off-Stimme nicht zum Einsatz bringt, bleiben die Bilder ungewohnt wertfrei, was sein Anliegen, den Zuschauer ansprechen zu wollen, umso ehrlicher und überzeugender macht. Der Mut zur Lücke stand hier Pate für einen rundum gelungenen Film, den man vielen Zuschauern ans Herz legen möchte.

    *Annulliert = das Asylverfahren ist eigentlich abgeschlossen, aber die Familien sind nicht als Flüchtlinge anerkannt. Es gibt kein Geld mehr, keine Arbeitserlaubnis, keine Weiterbildung und es können Jahre vergehen, bis das Ministerium eine definitive Entscheidung trifft. Die Familien können also zu jedem Zeitpunkt ausgewiesen werden oder dennoch den legalen Flüchtlingsstatus erhalten.
    Vorstellungen im Utopolis am Samstag um 15.45 Uhr, am Sonntag um 15.45 Uhr und um 19.30 Uhr, am Montag und am Donnerstag um 19.30 Uhr http://www.utopolis.lu

  2. Alexon 20 Sep 2011 at 14:17

    Dat doten ass lauter Propaganda. Stellt ierch fier do kennt een Ministère an setzt ierch vun engem moment op den aaneren 300+ Flüchtlingen an ären Gaard. D’Population ass en dem Propaganda-Meschterwierk absolut ausser Uercht gelooss gin. An hei nach eng weider Uregung fier no ze denken : Firwat get een neischt gewuer watt an der Weilerbach fier sech geet? Communikatiounsspär? Nach net emol mei dei Accidenter dei hei gescheien gin mei publique gemaach. Systematesch Communikatiounsspär? An by the way dei Demandeuren sin alles anescht wei helleger an sou een flott liewen wei dei hei feieren kann sech nach laang net all Letzbuerger lëschten.

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