Mar 21 2008

ZIEL: Cannes

Published by at 17:15 under Misc. Luxembourg

Ein Spielfilm mit dem großen Ziel Cannes

An ein nicht einfaches und delikates Thema wagt sich der Luxemburger Produzent und Regisseur Nicolas Steil mit seinem Film „Réfractaire“ heran. Delikat deshalb, weil es ein Thema ist, das jüngere Generationen dieses Landes kaum oder gar nicht kennen.

réfractaire

Der luxemburgische Produzent und Regisseur Nicolas Steil (Jahrgang 1961), bekannt durch zahlreiche andere Werke, hat sich nun diesem Thema gewidmet und darf, außer der kinematografischen Leistung, sicherlich ohne Vorschusslorbeeren ein besonderes Verdienst haben, ganz nach dem Prinzip „dem Vergiessen enträissen“.
Nicolas Steils Ambitionen sind nicht bescheiden: Er möchte anscheinend in die nähere Auswahl für die Filmfestspiele in Cannes kommen

http://www.tageblatt.lu

Fränz Hoffmann

Rümelingen – „Réfractaires“, das waren jene jungen Luxemburger, die während des Zweiten Weltkriegs aus der verhassten Wehrmacht der Nazi-Besatzer desertierten, sich dem bewaffneten Widerstand gegen den Okkupanten anschlossen, oder, wie in diesem im Film geschilderten Fall, sich im ganzen Lande, mit der Unterstützung von Patrioten, in Gruben-Stollen versteckten.
Sie lebten manchmal während mehrerer Jahre in diesen Verstecken und konnten dank Verschwörung und Verschwiegenheit weder von der Gestapo ausgemacht und nur in den seltensten Fällen von Kollaborateuren verraten werden.
Der luxemburgische Produzent und Regisseur Nicolas Steil (Jahrgang 1961), bekannt durch zahlreiche andere Werke, hat sich nun diesem Thema gewidmet und darf, außer der kinematografischen Leistung, sicherlich ohne Vorschusslorbeeren ein besonderes Verdienst haben, ganz nach dem Prinzip „dem Vergiessen enträissen“.

Zur thematischen Gestaltung sei lediglich gesagt, dass es sich um die Geschichte junger Menschen, „Refraktäre“, handelt, die sich in einem Bunker in den Erzgruben von Rümelingen versteckt haben, und um deren Umfeld zu jener Zeit, da auch in Luxemburg nicht jeder ein Patriot und Widerstandskämpfer war.
Auf dem Territorium des „Musée des mines, in zwei Kilometern Bergestiefe, ist „Iris Productions“ dabei, den Schauplatz für diese Spielfilm-Produktion herzurichten, und dies unter manchmal schwierigen Bedingungen, wie sich die Presse am gestrigen Freitag bei einer Besichtigung des Drehorts überzeugen konnte.
Hergerichtet sind bereits der „Bunker“ und der Schlafraum, an anderen Kulissen wird fleißig gewerkt. Originalgetreu bis ins letzte Detail (sogar die Glühlampen stammen aus den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts) und mit konsequenter Akribie wird jene Atmosphäre gestaltet, wie sie damals die „Bunkerjungen“ kannten.
Für die Schauspieler werden die Dreharbeiten nicht einfach, bei Temperaturen von zehn Grad und bei Feuchtigkeitswerten von fast 90 Prozent. Ihr tägliches Arbeitspensum liegt bei neun bis zehn Stunden, doch hat die Regie Aufenthaltsräume und ein größeres Zelt installiert, um während der Drehpausen in etwa Entspannung und ein Mindestmaß an Bequemlichkeiten zu garantieren.
Insgesamt sollen die Dreharbeiten, wie Marc Dalmance, allgemeiner Regie-Supervisor, erklärte, rund 36 Tage dauern, davon 18 unter Tage. Gedreht wird aber auch in den Rümelinger Straßen, in Ottange, Longwy, Thil und in Lüttich.
Weil für den Streifen zahlreiche französische Schauspieler engagiert werden mussten, spielt der Film in der Sprache Molières.
Unter den Luxemburger Darstellern finden wir u.a. Thierry van Werveke, Marc Olinger, Patrick Hastert und André Jung wieder.
Nicolas Steils Ambitionen sind nicht bescheiden: Er möchte anscheinend in die nähere Auswahl für die Filmfestspiele in Cannes kommen

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Ein Spielfilm mit dem großen Ziel Cannes

An ein nicht einfaches und delikates Thema wagt sich der Luxemburger Produzent und Regisseur Nicolas Steil mit seinem Film „Réfractaire“ heran. Delikat deshalb, weil es ein Thema ist, das jüngere Generationen dieses Landes kaum oder gar nicht kennen.

réfractaire

Der luxemburgische Produzent und Regisseur Nicolas Steil (Jahrgang 1961), bekannt durch zahlreiche andere Werke, hat sich nun diesem Thema gewidmet und darf, außer der kinematografischen Leistung, sicherlich ohne Vorschusslorbeeren ein besonderes Verdienst haben, ganz nach dem Prinzip „dem Vergiessen enträissen“.
Nicolas Steils Ambitionen sind nicht bescheiden: Er möchte anscheinend in die nähere Auswahl für die Filmfestspiele in Cannes kommen

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Fränz Hoffmann

Rümelingen – „Réfractaires“, das waren jene jungen Luxemburger, die während des Zweiten Weltkriegs aus der verhassten Wehrmacht der Nazi-Besatzer desertierten, sich dem bewaffneten Widerstand gegen den Okkupanten anschlossen, oder, wie in diesem im Film geschilderten Fall, sich im ganzen Lande, mit der Unterstützung von Patrioten, in Gruben-Stollen versteckten.
Sie lebten manchmal während mehrerer Jahre in diesen Verstecken und konnten dank Verschwörung und Verschwiegenheit weder von der Gestapo ausgemacht und nur in den seltensten Fällen von Kollaborateuren verraten werden.
Der luxemburgische Produzent und Regisseur Nicolas Steil (Jahrgang 1961), bekannt durch zahlreiche andere Werke, hat sich nun diesem Thema gewidmet und darf, außer der kinematografischen Leistung, sicherlich ohne Vorschusslorbeeren ein besonderes Verdienst haben, ganz nach dem Prinzip „dem Vergiessen enträissen“.

Zur thematischen Gestaltung sei lediglich gesagt, dass es sich um die Geschichte junger Menschen, „Refraktäre“, handelt, die sich in einem Bunker in den Erzgruben von Rümelingen versteckt haben, und um deren Umfeld zu jener Zeit, da auch in Luxemburg nicht jeder ein Patriot und Widerstandskämpfer war.
Auf dem Territorium des „Musée des mines, in zwei Kilometern Bergestiefe, ist „Iris Productions“ dabei, den Schauplatz für diese Spielfilm-Produktion herzurichten, und dies unter manchmal schwierigen Bedingungen, wie sich die Presse am gestrigen Freitag bei einer Besichtigung des Drehorts überzeugen konnte.
Hergerichtet sind bereits der „Bunker“ und der Schlafraum, an anderen Kulissen wird fleißig gewerkt. Originalgetreu bis ins letzte Detail (sogar die Glühlampen stammen aus den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts) und mit konsequenter Akribie wird jene Atmosphäre gestaltet, wie sie damals die „Bunkerjungen“ kannten.
Für die Schauspieler werden die Dreharbeiten nicht einfach, bei Temperaturen von zehn Grad und bei Feuchtigkeitswerten von fast 90 Prozent. Ihr tägliches Arbeitspensum liegt bei neun bis zehn Stunden, doch hat die Regie Aufenthaltsräume und ein größeres Zelt installiert, um während der Drehpausen in etwa Entspannung und ein Mindestmaß an Bequemlichkeiten zu garantieren.
Insgesamt sollen die Dreharbeiten, wie Marc Dalmance, allgemeiner Regie-Supervisor, erklärte, rund 36 Tage dauern, davon 18 unter Tage. Gedreht wird aber auch in den Rümelinger Straßen, in Ottange, Longwy, Thil und in Lüttich.
Weil für den Streifen zahlreiche französische Schauspieler engagiert werden mussten, spielt der Film in der Sprache Molières.
Unter den Luxemburger Darstellern finden wir u.a. Thierry van Werveke, Marc Olinger, Patrick Hastert und André Jung wieder.
Nicolas Steils Ambitionen sind nicht bescheiden: Er möchte anscheinend in die nähere Auswahl für die Filmfestspiele in Cannes kommen

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