Nov 11 2010

Belgisches Filmfestival

Published by at 14:16 under Articles,Deutsch,Events & Projects,Festival

SOURCE: http://www.journal.lu/ may
Gleich zwei Festivals verführen demnächst zu belgischer Film- und Esskultur
Viel mehr als nur Tintin und Fritten

„La Belgique fonctionne et fonctionne bien!“ unterstrich der Botschafter des von den Problemen der Regierungsneubildung gebeutelten Nachbarlandes und zählte auf, was sein Heimatland auch in diesen schwierigen Zeiten europa- und finanzpolitisch auf den Weg gebracht hat.

Nach dieser engagierten Bilanz in eigener Sache verließ Alain Kundicky bei der gestrigen Pressekonferenz das diplomatische Parkett und betonte, im Zeichen der aktuellen, mittlerweile schon zwölften, belgischen Ratspräsidentschaft habe man sich auch hierzulande Gedanken gemacht, wie man das vermeintlich so gut bekannte Nachbarland auch in Luxemburg mit neuen Facetten präsentieren könne – einem möglichst breiten Publikum, das gerne aus der gesamten Großregion kommen dürfe.

Filme „Made in Belgium“
Selbst zwischen Ländern, die einander so nahe stünden wie Luxemburg und Belgien, könne man durch neue positive Erlebnisse den jeweils anderen noch besser schätzen lernen, sagte Kundicky und verwies mit ganz besonderer Freude neben der geplanten Kulinarik- und Touristik-Woche, die vom 16. bis 20. November im hauptstädtischen Einkaufszentrum Belle Etoile stattfinden und dort täglich ein tausendfaches Laufpublikum anlocken soll, auf eine absolute Novität im Lande. Erstmals organisieren die belgischen Vereinigungen in Luxemburg (Amitiés Belgo-Luxembourgeoises, Association des Belges à la Namsa, Association des Belges germanophones au Luxembourg, Vlaamse Club Luxembourg, Jeugd en Film, Amicale des Amis de la Fondation de Louvain und Union Royale Belge) gemeinsam und in Kooperation mit zwei wichtigen Kulturinstitutionen der Hauptstadt – Cinémathèque und Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Neumünster – ein Festival des belgischen Films.
Einen ganzen Monat lang wird dabei in den genannten beiden Häusern und punktuell im Utopia auf Limpertsberg ein Querschnitt durch ein Jahrhundert belgischen Filmschaffens geboten, der sich im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen kann.
Auch wenn dabei keine „Blockbuster“ im landläufigen Sinne dabei seien, ziele man doch auf ein möglichst breites Publikum ab, betonte Katharina Jacobs-Putzeys, Präsidentin des Vlaamse Club Luxembourg, von dem vor zwei Jahren die Initialzündung zur Realisierung der schon früher entwickelten kühnen Idee ausging und der nach allseitiger Kontaktaufnahme mit potenziellen Kooperationspartnern auch das Gros der Organisationsarbeit übernahm. Der Eröffnungsabend am 18. November, der wie der Abschluss am 17.12. im CCRN stattfindet, während alle anderen Filme – bis auf den Kindernachmittag am 20.11. im Utopia – in der Cinémathèque präsentiert werden, steht deshalb ganz im Zeichen des bislang größten Kassenschlagers, den das belgische Kino bislang erlebt hat. 2008 war der actiongeladene Krimi „Loft“ schuld daran, dass der zeitgleich startende Bond-Film sich in Belgien partout nicht durchsetzen konnte.
Von diesem historischen Markterfolg aus springt das Programm zu einem Kinder- und Familiennachmittag (am 20.11. ab 14:00 Uhr im Utopia auf Limpertsberg), ehe der historische Parcours beginnt: auf einen wundervollen Stummfilmabend mit Piano- und Violinenbegleitung zu einer Auswahl belgischer Burlesken aus der Prähistorie des Kinos, der am 22.11. ab 20:30 Uhr das Publikum in der Cinémathèque verzaubern wird, und zwei großartige Sozialdramen bzw. -dokumentationen der vormodernen Zeit am 23.11. folgt am 24.11. mit „L’homme au crâne rasé“ der üblicherweise an dessen Ercheinen 1965 festgemachte Eintritt des belgischen Kinos in die Moderne. Danach wird bis zum Abschluss am 17.12. ein breites thematisches Spektrum packender Filme aufgefächert. Das „Journal“ wird sie im einzelnen ankündigen. ›

Comments

comments

SOURCE: http://www.journal.lu/ may
Gleich zwei Festivals verführen demnächst zu belgischer Film- und Esskultur
Viel mehr als nur Tintin und Fritten

„La Belgique fonctionne et fonctionne bien!“ unterstrich der Botschafter des von den Problemen der Regierungsneubildung gebeutelten Nachbarlandes und zählte auf, was sein Heimatland auch in diesen schwierigen Zeiten europa- und finanzpolitisch auf den Weg gebracht hat.

Nach dieser engagierten Bilanz in eigener Sache verließ Alain Kundicky bei der gestrigen Pressekonferenz das diplomatische Parkett und betonte, im Zeichen der aktuellen, mittlerweile schon zwölften, belgischen Ratspräsidentschaft habe man sich auch hierzulande Gedanken gemacht, wie man das vermeintlich so gut bekannte Nachbarland auch in Luxemburg mit neuen Facetten präsentieren könne – einem möglichst breiten Publikum, das gerne aus der gesamten Großregion kommen dürfe.

Filme „Made in Belgium“
Selbst zwischen Ländern, die einander so nahe stünden wie Luxemburg und Belgien, könne man durch neue positive Erlebnisse den jeweils anderen noch besser schätzen lernen, sagte Kundicky und verwies mit ganz besonderer Freude neben der geplanten Kulinarik- und Touristik-Woche, die vom 16. bis 20. November im hauptstädtischen Einkaufszentrum Belle Etoile stattfinden und dort täglich ein tausendfaches Laufpublikum anlocken soll, auf eine absolute Novität im Lande. Erstmals organisieren die belgischen Vereinigungen in Luxemburg (Amitiés Belgo-Luxembourgeoises, Association des Belges à la Namsa, Association des Belges germanophones au Luxembourg, Vlaamse Club Luxembourg, Jeugd en Film, Amicale des Amis de la Fondation de Louvain und Union Royale Belge) gemeinsam und in Kooperation mit zwei wichtigen Kulturinstitutionen der Hauptstadt – Cinémathèque und Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Neumünster – ein Festival des belgischen Films.
Einen ganzen Monat lang wird dabei in den genannten beiden Häusern und punktuell im Utopia auf Limpertsberg ein Querschnitt durch ein Jahrhundert belgischen Filmschaffens geboten, der sich im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen kann.
Auch wenn dabei keine „Blockbuster“ im landläufigen Sinne dabei seien, ziele man doch auf ein möglichst breites Publikum ab, betonte Katharina Jacobs-Putzeys, Präsidentin des Vlaamse Club Luxembourg, von dem vor zwei Jahren die Initialzündung zur Realisierung der schon früher entwickelten kühnen Idee ausging und der nach allseitiger Kontaktaufnahme mit potenziellen Kooperationspartnern auch das Gros der Organisationsarbeit übernahm. Der Eröffnungsabend am 18. November, der wie der Abschluss am 17.12. im CCRN stattfindet, während alle anderen Filme – bis auf den Kindernachmittag am 20.11. im Utopia – in der Cinémathèque präsentiert werden, steht deshalb ganz im Zeichen des bislang größten Kassenschlagers, den das belgische Kino bislang erlebt hat. 2008 war der actiongeladene Krimi „Loft“ schuld daran, dass der zeitgleich startende Bond-Film sich in Belgien partout nicht durchsetzen konnte.
Von diesem historischen Markterfolg aus springt das Programm zu einem Kinder- und Familiennachmittag (am 20.11. ab 14:00 Uhr im Utopia auf Limpertsberg), ehe der historische Parcours beginnt: auf einen wundervollen Stummfilmabend mit Piano- und Violinenbegleitung zu einer Auswahl belgischer Burlesken aus der Prähistorie des Kinos, der am 22.11. ab 20:30 Uhr das Publikum in der Cinémathèque verzaubern wird, und zwei großartige Sozialdramen bzw. -dokumentationen der vormodernen Zeit am 23.11. folgt am 24.11. mit „L’homme au crâne rasé“ der üblicherweise an dessen Ercheinen 1965 festgemachte Eintritt des belgischen Kinos in die Moderne. Danach wird bis zum Abschluss am 17.12. ein breites thematisches Spektrum packender Filme aufgefächert. Das „Journal“ wird sie im einzelnen ankündigen. ›

Comments

comments

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply