Oct 19 2008

“Diractors” geet zu Enn

Published by at 21:59 under Acting,Festival

Verschidde Schauspiller no, kann een de Beruff vum Réalisateur am beschte léieren wann ee selwer virun der Camera steet. Vum Charlie Chaplin bis den Sean Penn, alleguerten wollten se eng Kéier hannert de Camera stoen an net méi virdrun.

Déi zweet Editioun vum DirActors geet haut op en Enn.

Hei sinn verschidden Presseberichter:

“Ich mag kein Gequatsche”

Der Luxemburger Export-Artikel Luc Feit ist ein Pragmatiker. Am dritten Tag des Filmfestivals gestand der Schauspieler, der bei drei Kurzfilmen auch hinter der Kamera gestanden hat, dass er bei seinen Rollen nicht sehr wählerisch ist.




(vb) – Es klingt, als sei Luc Feit ein unkomplizierter Schauspieler. „Er braucht gar keine Anleitung. Man stellt ihn hin, und er macht, was er soll“, sagt Regisseur Pol Cruchten über den Kollegen, mit dem er vor zwei Jahren die Luxemburger Produktion „Perl oder Pica“ gedreht hat. Und der deutsche Regisseur Achim von Borries bestätigt, dass Luc Feit der ruhende Pol während der Dreharbeiten zu „Was nützt die Liebe in Gedanken“war.
„Ich mag einfach kein Gequatsche“, sagt Luc Feit von sich. Beim Filmfestival „Diractors“ steht er als Schauspieler und als Regisseur auf der Gästeliste. Drei Kurzfilme kommen von ihm, alle drei sind lakonisch, mit knappen Mitteln erzählt und kommen ohne Dialoge aus.

Auch sonst scheint der 46-jährige Luxemburger eher der pragmatische Typ zu sein. Er habe keine besondere Vorliebe für die Aufgabe des Regisseurs. „Mir ist es lieber, mich als Schauspieler auf meinen Kram zu konzentrieren und zuzuschauen, wie sich andere einen abkaspern.“


Luc Feit blickt auf eine lange Karriere als Schauspieler zurück. Bei Diractors waren auch wenig gezeigte Kurzfilme von ihm zu sehen.

“Ich probiere vieles aus”

Die drei Kurzfilme seien entstanden, weil einfach die Gelegenheit dazu da war, sagt Feit. In seinen Rollen scheint er nicht sehr wählerisch zu sein: „Ich probiere vieles aus. Ich nehme viele Engagements an, darunter auch so manchen Scheiß.“ Durch die Lacher im Publikum und die hochgezogenen Augenbrauen der beiden Regisseure fühlt er sich zu einer Präzision veranlasst: Damit meine er natürlich keine Kinofilme, sondern die ein oder andere TV-Serie, die in die Kategorie Massenware falle.

In „Was nützt die Liebe in Gedanken“, einem Drama, das in großbürgerlichen Kreisen der 1920er Jahre spielt, ist Luc Feit in der Rolle des reiferen Gentleman unter Jugendlichen zu sehen. In den Hauptrollen des in Deutschland von der Kritik hoch gelobten Films spielen Daniel Brühl, August Diehl und Anna Maria Mühe. Regisseur von Borries hat darauf geachtet, aus dem historischen Stoff kein Sittengemälde der Zwischenkriegszeit werden zu lassen. „Ich habe die Handlung immer mit meinen eigenen Jugenderlebnissen verglichen. Bei den Dialogen wollte ich alles vermeiden, was antiquiert wirkt. Die Figuren sprechen folgerichtig keinen 20er-Jahre-Jargon“, erzählt der Regisseur während der „Carte Blanche“ genannten Begegnung mit dem Luxemburger Publikum.

Sandrine Bonnaire zu Gast

Am Samstag, dem vorletzten Tag von „Diractors“, stehen wieder mehrere Höhepunkte auf dem Programm. Um 14.30 Uhr stellt die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire den Dokumentarfilm „Elle s’appelle Sabine“ über ihre schwer kranke Schwester vor. Anschließend steht sie für eine Diskussion mit den Zuschauern zur Verfügung.

Um 20 Uhr präsentiert die Jungregisseurin Nicolette Krebitz ihre neueste Produktion „Das Herz ist ein dunkler Wald“ vor. Darin entdeckt eine Musikerin, dass ihr Ehemann ein Doppelleben führt. Gelähmt vor Schmerz spioniert sie ihm nach.

Das vollständige Festivalprogramm ist unter www.diractors.org abrufbar.

 

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Verschidde Schauspiller no, kann een de Beruff vum Réalisateur am beschte léieren wann ee selwer virun der Camera steet. Vum Charlie Chaplin bis den Sean Penn, alleguerten wollten se eng Kéier hannert de Camera stoen an net méi virdrun.

Déi zweet Editioun vum DirActors geet haut op en Enn.

Hei sinn verschidden Presseberichter:

“Ich mag kein Gequatsche”

Der Luxemburger Export-Artikel Luc Feit ist ein Pragmatiker. Am dritten Tag des Filmfestivals gestand der Schauspieler, der bei drei Kurzfilmen auch hinter der Kamera gestanden hat, dass er bei seinen Rollen nicht sehr wählerisch ist.




(vb) – Es klingt, als sei Luc Feit ein unkomplizierter Schauspieler. „Er braucht gar keine Anleitung. Man stellt ihn hin, und er macht, was er soll“, sagt Regisseur Pol Cruchten über den Kollegen, mit dem er vor zwei Jahren die Luxemburger Produktion „Perl oder Pica“ gedreht hat. Und der deutsche Regisseur Achim von Borries bestätigt, dass Luc Feit der ruhende Pol während der Dreharbeiten zu „Was nützt die Liebe in Gedanken“war.
„Ich mag einfach kein Gequatsche“, sagt Luc Feit von sich. Beim Filmfestival „Diractors“ steht er als Schauspieler und als Regisseur auf der Gästeliste. Drei Kurzfilme kommen von ihm, alle drei sind lakonisch, mit knappen Mitteln erzählt und kommen ohne Dialoge aus.

Auch sonst scheint der 46-jährige Luxemburger eher der pragmatische Typ zu sein. Er habe keine besondere Vorliebe für die Aufgabe des Regisseurs. „Mir ist es lieber, mich als Schauspieler auf meinen Kram zu konzentrieren und zuzuschauen, wie sich andere einen abkaspern.“


Luc Feit blickt auf eine lange Karriere als Schauspieler zurück. Bei Diractors waren auch wenig gezeigte Kurzfilme von ihm zu sehen.

“Ich probiere vieles aus”

Die drei Kurzfilme seien entstanden, weil einfach die Gelegenheit dazu da war, sagt Feit. In seinen Rollen scheint er nicht sehr wählerisch zu sein: „Ich probiere vieles aus. Ich nehme viele Engagements an, darunter auch so manchen Scheiß.“ Durch die Lacher im Publikum und die hochgezogenen Augenbrauen der beiden Regisseure fühlt er sich zu einer Präzision veranlasst: Damit meine er natürlich keine Kinofilme, sondern die ein oder andere TV-Serie, die in die Kategorie Massenware falle.

In „Was nützt die Liebe in Gedanken“, einem Drama, das in großbürgerlichen Kreisen der 1920er Jahre spielt, ist Luc Feit in der Rolle des reiferen Gentleman unter Jugendlichen zu sehen. In den Hauptrollen des in Deutschland von der Kritik hoch gelobten Films spielen Daniel Brühl, August Diehl und Anna Maria Mühe. Regisseur von Borries hat darauf geachtet, aus dem historischen Stoff kein Sittengemälde der Zwischenkriegszeit werden zu lassen. „Ich habe die Handlung immer mit meinen eigenen Jugenderlebnissen verglichen. Bei den Dialogen wollte ich alles vermeiden, was antiquiert wirkt. Die Figuren sprechen folgerichtig keinen 20er-Jahre-Jargon“, erzählt der Regisseur während der „Carte Blanche“ genannten Begegnung mit dem Luxemburger Publikum.

Sandrine Bonnaire zu Gast

Am Samstag, dem vorletzten Tag von „Diractors“, stehen wieder mehrere Höhepunkte auf dem Programm. Um 14.30 Uhr stellt die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire den Dokumentarfilm „Elle s’appelle Sabine“ über ihre schwer kranke Schwester vor. Anschließend steht sie für eine Diskussion mit den Zuschauern zur Verfügung.

Um 20 Uhr präsentiert die Jungregisseurin Nicolette Krebitz ihre neueste Produktion „Das Herz ist ein dunkler Wald“ vor. Darin entdeckt eine Musikerin, dass ihr Ehemann ein Doppelleben führt. Gelähmt vor Schmerz spioniert sie ihm nach.

Das vollständige Festivalprogramm ist unter www.diractors.org abrufbar.

 

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6 Responses to ““Diractors” geet zu Enn”

  1. adminon 19 Oct 2008 at 22:00

    «Les voyages m’ont donné les plus grandes leçons de ma vie»
    LUXEMBOURG – De passage au festival Diractors, Emmanuelle Béart a pris le temps d’un café pour répondre aux questions de L’essentiel.

    L’essentiel: Dans votre nouveau film «Vinyan» vous jouez une femme qui perd son enfant dans le tsunami. Comment vous vous êtes préparée à cette situation extrême?

    Emmanuelle Béart: Pour les acteurs, les choses ne sont pas si intellectuelles. On met une robe et c’est parti. Après, on a tendance à beaucoup expliquer, mais souvent c’est faux. Au tournage, c’est l’imagination qui compte.

    Comment avez-vous vécu cette situation extrême devant la caméra?

    J’ai dit: ça, c’est mon corps, ça c’est ma tête, vas-y, prends-les! Mais ce n’est possible quand il y a de la confiance. J’ai pas besoin de dialoguer beaucoup. J’aime bien sentir les choses, j’aime bien être frustrée des choses. A partir du moment où ça m’intéresse, j’y vais. Je pars sur une curiosité de l’autre.

    C’était le même sentiment pendant le shooting du livre «Cubra Libre», sorti en août, dans lequel vous posez nue?

    Cubra libra n’a jamais été un livre dans ma tête. C’était avant tout un moment de complicité entre femmes que j’ai partagé avec ma copine, la photographe Sylvie Lancrenon. Mais j’ai toujours dit que ne je ferais pas de promo pour le livre. Peut-être que j’en parlerai dans quelques années.

    Qu’est ce que c’est pour vous, la sensualité?

    Chacun vit la sensualité d’une façon très différente. C’est quelque chose qui n’est pas du domaine du réfléchi, mais du sensoriel. C’est la façon d’être là où on est, le rapport de soi dans un environnement. Ça peut être très dérangeant.

    Votre rapport à la sensualité, était-il différent quand vous étiez jeune?

    Quand j’étais très jeune, il y avait des passages où je n’étais pas du tout confortable dans ma peau, des rejets, des moments de dégoût. C’est important de trouver des compagnons pour dépasser ces stades. Et un jour, on découvre qu’il faut se réconcilier avec soi-même. Des fois, c’est la vie qui fait ça toute seule.

    Vous avez tourné en Thailande…

    C’était un tournage heureux, mais difficile, physique. On était févrieux, on avait une telle obsession. Quand on rentrait le soir on n’avait qu’une seule envie, y retourner.

    Comment vous vivez les moments juste avant que la caméra tourne?

    J’aime pas de silence. C’est bien qu’un réalisateur déconne jusqu’à la dernière seconde. On est extrêmement concentré sur le fond. Donc, ça ne dérange pas.

    Le Luxembourg est la fin de votre tournée de promo pour «Vinyan»…

    Actrice, c’est un métier de voyage. C’est ma première passion! Dans les fiches qu’on remplit à l’école, je mettais toujours «voyageuse».C’est très drôle de voyager avec un film. En Asie, on a pas du tout eu le même accueil. Les voyages m’ont donné les plus grandes leçons de ma vie, les vrais voyages, où on va vers les autres.

    En quoi les Luxembourgeois étaient spécifiques dans leur accueil?

    On est maintenant dans une vraie fatigue. On voyage et on parle encore du même film. Mais maintenant on est entré dans un stade où ça devient intéressant, où on lâche des choses.

    Cela fait un an que vous avez terminé le tournage. Le film, est il déjà oublié?

    Non, je suis très nostalgique. J’ai fait un autre film et la vie continue après, mais je n’ai pas envie d’oublier. L’aventure était trop hallucinante pour l’oublier.

    On vous a comparé aux actrices comme Juliette Binoche. De quoi on a besoin pour être une bonne actrice?

    J’ai tellement pas été élevée dans ce monde, mais dans les vignes, au bord de la mer. Donc moi, je puise vraiment comme un animal. J’ai les pieds sur terre.
    Et enfin, je ne sais pas si ça m’intéresse d’être une bonne actrice. Dans une crise, une fois, j’ai appelé mon réalisateur et il m’a engueulé. «Une bonne actrice… c’est 98% de concentration et 2 % de talent».

    Vous avez joué au théâtre. Vous comptez y revenir?

    Oui, j’ai envie de refaire du théâtre, avec des gens bizarres. Je veux y retourner avec mon cahier et mon crayon, creuser ce que c’est qu’un texte.

    Le festival «diractors» accueille des acteurs-réalisateurs. Quand passez vous derrière la caméra?

    Si seulement j’étais plus construite… C’est très fragmenté ce que j’écris. Souvent j’étais en colère contre le regard et je ne supportais pas. Je suis comme une chef d’entreprise, j’ai besoin de m’imposer. Mais j’ai compris qu’il fallait revenir.

    Recueilli par Sarah Brock

    Retrouvez ICI le programme du festival Diractors

  2. adminon 19 Oct 2008 at 22:01

    «Diractors 08»: moins gourmand, plus raffiné
    LUXEMBOURG – La seconde édition du festival du film international, «Diractors», démarre mercredi prochain.

    Pour cette nouvelle édition du festival, comme l’année dernière, les amateurs de films internationaux de pénétrer dans l’univers des acteurs s’essayant à la mise en scène.

    En 2007, Guillaume Canet, Sophie Marceau ou encore Jane Birkin ont foulé le sol luxembourgeois pour l’occasion, s’expliquant sur leur choix. Si la liste des intervenants peut paraître moins glamour, le «Diractors», cru 2008, comporte son lot d’agréables surprises.

    On citera là bien entendu, la première de Coluche, l’histoire d’un mec, film biographique sur le comique maudit au grand cœur, de l’enfant terrible du PAF, Antoine de Caunes.

    Très attendue aussi la venue d’Emmanuelle Béart pour la projection de Vinyan, de Fabrice du Welz. Les cinq jours de visionnage, de conférences et de mini-concerts seront répartis dans les cinémas Utopolis, Utopia et la cinémathèque nationale.

  3. adminon 19 Oct 2008 at 22:02

    http://www.journal.lu

    Diractors International Film Festival Luxembourg City: Le réalisateur allemand Martin Walz invité d’honneur

    Mercredi soir eut lieu l’ouverture de la deuxième édition du Diractors International Film Festival Luxembourg City en présence de beaucoup de personnalités du monde politique, culturel et du cinéma luxembourgeois, e.a. Jean Back, Guy Daleiden, Jean-Paul Zens, Andy Bausch, Nicole Max, Pol Cruchten, Christian Kmiotek, Philippe Kohn et Sascha Ley. En absence de la Présidente de l’a.s.b.l. < >, Colette Flesch, c’était Robert Garcia, en sa fonction de secrétaire de l’a.s.b.l., qui a salué les spectateurs dans la salle 9 de l’Utopolis. Après lui, l’échevin culturel de la Ville de Luxembourg, Lydie Polfer, la secrétaire d’état, Octavie Modert, et la déléguée générale du Festival, Suzel Pietri, ont à leur tour remercié les organisateurs, sponsors et invités de leur collaboration au succès du Festival. Finalement, le réalisateur Martin Walz s’est réjouit que son film < > a été choisi pour ouvrir la deuxième édition du Festival Diractors.

    Jour 2: Emmanuelle Béart, Fabrice Du Welz et Martin Provost

    La venue d’Emmanuelle Béart a constitué certainement une première apogée de la deuxième édition du Diractors International Film Festival Luxembourg City. Elle est arrivée en compagnie du réalisateur de son nouveau film < > film, le belge Fabrice Du Welz. Le film raconte l’histoire d’un couple, Jeanne (Béart) et Paul (Rufus Sewell), qui a perdu son fils en Thaïlande dans les vagues du tsunami de 2004. Six mois plus tard, ils sont de retour pour aider à rebâtir le pays. C’est dans une vidéo tournée en Birmanie que Jeanne croît reconnaître son fils qui serait ainsi encore en vie. Avec un guide douteux ils entreprennent pour beaucoup d’argent un voyage dans l’incertain. Surtout le dernier tiers du film réconforte pour une histoire de deux adultes perturbés par la perte de leur enfant qui se laissent prendre avec une naïveté effrayante dans une aventure perdue d’avance. Lors d’une conférence de presse, Emmanuelle Béart s’est montrée impressionnée par le tournage en Thaïlande, un tournage qui l’a complètement envoûté. Et c’est sûrement une qualité du réalisateur qu’a évoquée l’actrice, le fait de ne pas censurer ses idées, qui fait que le film, surtout vers la fin, ne va pas laisser indifférents les spectateurs. En soirée, le public est venu nombreux pour assister à l’avant-première de < >- qui signifie dans la tradition thaïlandaise une âme errante – et pour discuter avec l’actrice et le réalisateur.

    Deuxième invité de cette deuxième journée du Diractors était Martin Provost qui a commencé sa carrière comme acteur dans des séries TV pour jouer e.a. < > ou < >. Il est venu présenter son troisième long métrage < >, un film porté superbement par Yolande Moreau dans le rôle d’une bonne, Séraphine, un peu simplet, qui a reçu de son ange gardien le message de s’adonner à la peinture. Cet excellent film est basé sur la vie réelle de Séraphine Louis, appelée après sa mort Séraphine de Senlis. Rappelons que le deuxième long métrage de Martin Provost était < >, une co-production luxembourgeoise.

    CH.S.

  4. adminon 19 Oct 2008 at 22:04

    http://www.tageblatt.lu

    Die „siebte Kunst“ im Rampenlicht /VIDEO/

    Am Mittwochabend wurde in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus Kultur und Politik im Utopolis die Eröffnung des zweiten „DirActors International Filmfestival“ gefeiert./Martine Reuter

    Gezeigt wurde „Märzmelodie“ von Martin Walz, eine romantische Liebeskomödie, die ihren besonderen Charme aus einer besonderen Zutat bezieht.
    Doch bevor die Lichter im Saal ausgingen, ergriffen drei Redner das Wort: Robert Garcia, diesmal in seiner Funktion als Sekretär der Asbl. „Festival de cinéma“, danach Lydie Polfer, Kulturschöffin der Stadt Luxemburg, sowie Staatssekretärin Octavie Modert.Garcia zeigte sich erfreut über das Zustandekommen der zweiten Ausgabe des Festivals, und dies schrieb er vor allem dem unermüdlichen Einsatz der Initiatoren zu.
    In seiner durchaus ansatzweise kritischen Rede brachte Garcia einige der bekannten luxemburgischen Probleme zur Sprache. Er nannte es „l’échec du consensualisme luxemburgeois“, der uns in diesem Fall die Mitarbeit einer französischen Agentur eingetragen habe.
    Auch der eigentlich positive Ausblick am Ende war wohl leicht ironisch gemeint: „en attendant que le sable de la Croisette envahisse le béton du Kirchberg“. Lydie Polfer lobte das Festival und strich einmal mehr die Wichtigkeit der „Cinémathèque municipale“ und ihrer Arbeit hervor. Für Octavie Modert stand das Publikum im Mittelpunkt ihrer Rede. Die größte Herausforderung sei gewesen, sehr unterschiedliche Werke bei diesem Festival zeigen zu können und so die Entdeckungslust beim Publikum zu unterstützen, zu fördern. Suzel Pietri, „déléguée générale“, richtete ein „chers amis“ an die geladenen Gäste und wünschte nach wenigen Worten einen angenehmen Abend.

    KlassischeLiebesgeschichte

    Auf dem Papier sieht „Märzmelodie“, der Film von Walz, einem gebürtigen Schweizer, wie eine klassische Liebesstory aus, oder besser eigentlich wie drei Herzschmerz-Geschichten, denn neben Thilo gibt es Moritz und dann auch noch Florian und ganz zufälligerweise gibt es Anna, Valerie und Katja. Thematisch also nichts Neues auf der Leinwand, wäre da nicht die musikalische Note. Walz legt seinen Helden ganz unvermittelt (Playback)Lieder in den Mund oder zumindest Songschnipsel.
    Diese beschreiben vortrefflich die Szene oder auch die Stimmung des Protagonisten und decken dabei auch noch die deutsche Musikgeschichte der letzten 60 Jahre ab, von Zarah Leander und Willi Forst über Udo Lindenberg und Klaus Lage bis hin zu Annett Louisan. Ein gewagtes Experiment, das aber weitgehend gelungen ist und vorgestern Abend wohltuende Sentimentalität verbreitete. Manchmal fehlt es dem Film etwas an Rhythmus, dafür aber entschädigen einige besonders gelungene Musikpassagen. Demnach ein positiver, vielversprechender Auftakt, der Lust auf mehr macht.

  5. adminon 21 Oct 2008 at 19:45

    Cinéphile
    Vesna Andonovic
    Cinémathèque und Utopia/-polis sind weder das „Palais du Festival“ der Croisette, noch der „Palazzo del Cinema“ auf Lido und schon gar nicht das Theater am Potsdamer Platz. Und das ist auch gut so. Denn in Nischen findet sich weitaus mehr Publikumspotenzial, als in der aussichtslosen Konkurrenz zu Cannes, Venedig oder Berlin. Trotz schlüssiger Idee, muss DirActors jedoch sein Konzept überdenken und vor allem den Luxemburger Realitäten anpassen. Es gilt zu entscheiden, ob nun Glamour oder Inhalt zum Aushängeschild wird. Ersteres zieht Massen an – gesetzt den Fall, man hat bekannte Namen, was 2008 etwas dürftig ausgefallen sein mag –, zweiteres garantiert die zum Überleben des Festivals nötige Qualität. Autorenfilme sind keine Publikumsmagneten, hierzulande noch weniger als im nahen Ausland.

    Die Organisatoren dürfen die demografisch-nationale Zusammensetzung des hiesigen Publikums nicht außen vor lassen, sondern sich in Geduld und Sachkunde üben, in einer Gesellschaft, in der Medienerziehung erst allmählich thematisiert wird und jung und alt gleichermaßen den Unterschied zwischen „anschauen“ und „konsumiern“ lernen müssen. Man wird nicht als „cinéphile“ geboren, sondern dazu erzogen.

    http://www.wort.lu

  6. adminon 18 Nov 2008 at 14:20

    http://www.forum.lu

    aus der akuteller ausgab:

    Sylvie Flammang
    Diractors 2008

    Zéng Mol war zu Lëtzebuerg de „Cinenygma International Film Festival“, e Festival vum film fantas-tique, dee vum Lëtzebuerger Filmfong ënnerstëtzt a mat onermiddlechem Engagement vun enger Equipe Bénévole ronderëm den Direkter Romain Roll am Utopolis funktionnéiert huet. 2006 wor déi zéngt a lescht Editioun vu Cinenygma an am Kulturjoer 2007 hunn de Staat an d’Stad Lëtzebuerg e …

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