Apr 25 2013

Drei Minuten, großes Kino

Published by at 18:57 under Festival

SOURCE: http://www.wort.lu

Festival international des très courts: 46 ganz kurze Filme aus 15 Ländern sorgen für ganz viel Spaß

(vac) – Wie unendlich lange – und langweilig – zwei Minuten sein können, weiß der Mensch spätestens, seit es ihm seine elektrische Zahnbürste, ebenso penibel genau wie von Termindruck und Internet induziertem Schnelligkeitswahn unbeirrt, tagein tagaus vorrechnet. Wie unendlich kurz – und spannend – hingegen drei Minuten sind, erfährt er spätestens bei der 15. Auflage des „Festival international des très courts“, das am Freitag, um 20 Uhr, zur Vorführung von 46 – weniger als drei Minuten langen – Kurzfilmen ins Utopia lädt. Und dieses sei bereits vorab verraten: Zuschauer erwartet ein wahres Kinoerlebnis im Zeitraffer, das man sich – Filmkritiker-Ehrenwort! – auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

In der Kürze liegt die Würze

Nachdem Luxemburg zuletzt vor drei Jahren am Kurzfilm-Festival teilgenommen hat, kann sich das hiesige Publikum nun bei dieser 15. Auflage auf 46 Werke aus 15 Ländern und von unterschiedlichster visueller Faktur freuen – vom „klassischen“ Film über Stop-Motion bis hin zu eindrucksvoller Computeranimation –, die aus über 2000 Einsendungen ausgewählt worden sind. Und in diese zugegebenermaßen Auslese hat es mit Pixar-Mitarbeiter Carlo Voegeles „Una furtiva lagrima“ diesmal auch ein Film mit Luxemburger Wurzeln geschafft.

Zu behaupten, dass in der Kürze die Würze liegt, dürfte in vorliegendem Falle Eulen nach Athen tragen gleichkommen. Dabei erfordert ein Kurzfilm genau die gleiche – gar, durch die begrenzte Zeitspanne, eine umso größere – Konzentration auf das Wesentliche, sprich eine Geschichte stringent und visuell ansprechend zu erzählen. Und eines dürfte sicher sein: Selbst gestandene Kinogänger werden vom Einfallsreichtum der Filmemacher und der Mannigfaltigkeit der formalen Umsetzungen überrascht sein.

Ableger in 100 Städten

Wenngleich ungewöhnlich vom Format her, so bleibt das Festival, das zwischen dem 26. April und dem 5. Mai in über 100 Städten Ableger hat, nahe an seinen „großen“ Kollegen und vergibt somit auch Preise. In der diesjährigen sechsköpfigen Jury, unter der Leitung der Lars-von-Trier-Produzentin Marianne Slot, ist mit Jacky Beck von Utopia SA ebenfalls eine Luxemburger Vertreterin, die für die Vergabe eines „Grand Prix“ sowie eines Animations- und Originalitäts-Preises (jeweils 1500 Euro, beziehungsweise 500 Euro) verantwortlich zeichnet. Des Weiteren werden ebenfalls ein am 3. Mai in Paris bekannt gegebener Publikums- und der „Canal+“-Preis (ebenfalls 500 Euro bzw. eine Ausstrahlung auf dem französischen Pay-TV-Sender).

Spannend, unterhaltsam und von einem beeindruckenden künstlerischen Niveau: So präsentiert sich der „Cru 2013“ des „Festival international des très courts“, bei dem jeder Zuschauer zweifelsohne seine ganz persönlichen Highlights finden wird.

Kleiner Tipp zum Schluss: Die Startnummern 11, 12, 33, 28 und 46 verdienen besondere Beachtung!

Morgen Freitag, ab 20 Uhr im Utopia. Die 46 Filme werden in zwei Serien (Dauer: jeweils knapp über eine Stunde) mit einer kurzen Pause dazwischen gezeigt. Tickets zum Preis von 8,80 und 7,30 Euro (ermäßigt) können über www.utopolis.lu sowie Tel. 22 46 11 reserviert werden.

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Festival international des très courts: 46 ganz kurze Filme aus 15 Ländern sorgen für ganz viel Spaß

(vac) – Wie unendlich lange – und langweilig – zwei Minuten sein können, weiß der Mensch spätestens, seit es ihm seine elektrische Zahnbürste, ebenso penibel genau wie von Termindruck und Internet induziertem Schnelligkeitswahn unbeirrt, tagein tagaus vorrechnet. Wie unendlich kurz – und spannend – hingegen drei Minuten sind, erfährt er spätestens bei der 15. Auflage des „Festival international des très courts“, das am Freitag, um 20 Uhr, zur Vorführung von 46 – weniger als drei Minuten langen – Kurzfilmen ins Utopia lädt. Und dieses sei bereits vorab verraten: Zuschauer erwartet ein wahres Kinoerlebnis im Zeitraffer, das man sich – Filmkritiker-Ehrenwort! – auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

In der Kürze liegt die Würze

Nachdem Luxemburg zuletzt vor drei Jahren am Kurzfilm-Festival teilgenommen hat, kann sich das hiesige Publikum nun bei dieser 15. Auflage auf 46 Werke aus 15 Ländern und von unterschiedlichster visueller Faktur freuen – vom „klassischen“ Film über Stop-Motion bis hin zu eindrucksvoller Computeranimation –, die aus über 2000 Einsendungen ausgewählt worden sind. Und in diese zugegebenermaßen Auslese hat es mit Pixar-Mitarbeiter Carlo Voegeles „Una furtiva lagrima“ diesmal auch ein Film mit Luxemburger Wurzeln geschafft.

Zu behaupten, dass in der Kürze die Würze liegt, dürfte in vorliegendem Falle Eulen nach Athen tragen gleichkommen. Dabei erfordert ein Kurzfilm genau die gleiche – gar, durch die begrenzte Zeitspanne, eine umso größere – Konzentration auf das Wesentliche, sprich eine Geschichte stringent und visuell ansprechend zu erzählen. Und eines dürfte sicher sein: Selbst gestandene Kinogänger werden vom Einfallsreichtum der Filmemacher und der Mannigfaltigkeit der formalen Umsetzungen überrascht sein.

Ableger in 100 Städten

Wenngleich ungewöhnlich vom Format her, so bleibt das Festival, das zwischen dem 26. April und dem 5. Mai in über 100 Städten Ableger hat, nahe an seinen „großen“ Kollegen und vergibt somit auch Preise. In der diesjährigen sechsköpfigen Jury, unter der Leitung der Lars-von-Trier-Produzentin Marianne Slot, ist mit Jacky Beck von Utopia SA ebenfalls eine Luxemburger Vertreterin, die für die Vergabe eines „Grand Prix“ sowie eines Animations- und Originalitäts-Preises (jeweils 1500 Euro, beziehungsweise 500 Euro) verantwortlich zeichnet. Des Weiteren werden ebenfalls ein am 3. Mai in Paris bekannt gegebener Publikums- und der „Canal+“-Preis (ebenfalls 500 Euro bzw. eine Ausstrahlung auf dem französischen Pay-TV-Sender).

Spannend, unterhaltsam und von einem beeindruckenden künstlerischen Niveau: So präsentiert sich der „Cru 2013“ des „Festival international des très courts“, bei dem jeder Zuschauer zweifelsohne seine ganz persönlichen Highlights finden wird.

Kleiner Tipp zum Schluss: Die Startnummern 11, 12, 33, 28 und 46 verdienen besondere Beachtung!

Morgen Freitag, ab 20 Uhr im Utopia. Die 46 Filme werden in zwei Serien (Dauer: jeweils knapp über eine Stunde) mit einer kurzen Pause dazwischen gezeigt. Tickets zum Preis von 8,80 und 7,30 Euro (ermäßigt) können über www.utopolis.lu sowie Tel. 22 46 11 reserviert werden.

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