May 22 2013

Hindernisse aus dem Weg räumen

Published by at 03:36 under Festival,Industry

SOURCE: www.tageblatt.lu

Nach schier endlosen Niederschlägen scheint nun endlich die Sonne. Seit Montag strahlt der Himmel in sattem Blau, aber laut Wettervorhersage stehen uns in den nächsten Tagen noch einige Gewitter bevor.

Kein gutes Omen für den neuen Kommunikationsminister Luc Frieden, der von Freitag bis Sonntag seinen allerersten Arbeitsaufenthalt hier in Cannes absolvierte. Im Interview mit den Journalisten bezeichnete er seinen dreitägigen Besuch als eine neue und interessante Erfahrung.

Persönliches Interesse

Hinter den Kulissen hieß es, Frieden habe bei der rezenten Regierungsumbildung persönlich Interesse an dem Resort des Kommunikationsministers gezeigt. Frieden erklärte die Hintergründe: Schon als Finanzminister habe er mit dem Sektor zu tun gehabt, da die Filmindustrie von staatlicher Unterstützung lebe, die sich bislang in Steuerkrediten ausgedrückt habe und in Zukunft in Form von Subsidien aus dem Staatsbudget gezahlt werde.

Das neue Resort habe drei Dimensionen, die ihm als Mensch und Minister gefielen: der kulturelle Aspekt, der Bereich der Unterhaltung und des Entertainments sowie der ökonomische Blickwinkel. Von großem Interesse ist der letztgenannte Bereich. Damit habe Luxemburg, so Frieden, die Möglichkeit, seine wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren. Der Minister hatte während seines Aufenthalts engen Kontakt mit der einheimischen Filmszene, er konnte die einzelnen Berufssparten näher kennenlernen und hatte die Möglichkeit, jungen Filmschaffenden zu begegnen.

Er habe mit sehr motivierten Technikern, Filmemachern, Produzenten oder Schauspielern gesprochen und es sei wichtig, dass dieser Sektor ausgebaut werde, um so die Arbeitsperspektiven des Nachwuchses zu unterstützen.

Zukunft

Damit die Filmproduktion in Luxemburg eine Zukunft hat, müssen vor allem bei den Koproduktionen Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, da Luxemburg, so Frieden, in besonderem Maß auf die Mitarbeit anderer Länder angewiesen sei.

Luc Frieden reduziert den Bereich Kommunikation allerdings nicht nur auf das Kino, sondern hob auch die Wichtigkeit der anderen Aufgabenkreise hervor: die Medien im Allgemeinen, der elektronische Handel, elektronische Kommunikation.

Ins Kino, um „abzuschalten“

Cannes war für Luc Frieden eine erste ganz positive Erfahrung. Kino hier in Cannes, das waren roter Teppich, Glamour, Stars, zwei Filme und der luxemburgische Abend. Der Minister geht laut eigener Aussage sicherlich nicht so oft ins Kino und wenn, dann um „abzuschalten“.

Er sieht sich als neugieriger Konsument, der sich auch für die Arbeit hinter der Kamera interessiert. Viele Genres interessieren ihn, mit einer einzigen Ausnahme. Mit „Actionkino“ kann er nur wenig anfangen, brutale Filme, bei denen viel geschossen wird und fast jede Minute ein Toter zu beklagen ist, darauf kann der Minister verzichten. Für alles andere kann er sich durchaus begeistern.

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Nach schier endlosen Niederschlägen scheint nun endlich die Sonne. Seit Montag strahlt der Himmel in sattem Blau, aber laut Wettervorhersage stehen uns in den nächsten Tagen noch einige Gewitter bevor.

Kein gutes Omen für den neuen Kommunikationsminister Luc Frieden, der von Freitag bis Sonntag seinen allerersten Arbeitsaufenthalt hier in Cannes absolvierte. Im Interview mit den Journalisten bezeichnete er seinen dreitägigen Besuch als eine neue und interessante Erfahrung.

Persönliches Interesse

Hinter den Kulissen hieß es, Frieden habe bei der rezenten Regierungsumbildung persönlich Interesse an dem Resort des Kommunikationsministers gezeigt. Frieden erklärte die Hintergründe: Schon als Finanzminister habe er mit dem Sektor zu tun gehabt, da die Filmindustrie von staatlicher Unterstützung lebe, die sich bislang in Steuerkrediten ausgedrückt habe und in Zukunft in Form von Subsidien aus dem Staatsbudget gezahlt werde.

Das neue Resort habe drei Dimensionen, die ihm als Mensch und Minister gefielen: der kulturelle Aspekt, der Bereich der Unterhaltung und des Entertainments sowie der ökonomische Blickwinkel. Von großem Interesse ist der letztgenannte Bereich. Damit habe Luxemburg, so Frieden, die Möglichkeit, seine wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren. Der Minister hatte während seines Aufenthalts engen Kontakt mit der einheimischen Filmszene, er konnte die einzelnen Berufssparten näher kennenlernen und hatte die Möglichkeit, jungen Filmschaffenden zu begegnen.

Er habe mit sehr motivierten Technikern, Filmemachern, Produzenten oder Schauspielern gesprochen und es sei wichtig, dass dieser Sektor ausgebaut werde, um so die Arbeitsperspektiven des Nachwuchses zu unterstützen.

Zukunft

Damit die Filmproduktion in Luxemburg eine Zukunft hat, müssen vor allem bei den Koproduktionen Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, da Luxemburg, so Frieden, in besonderem Maß auf die Mitarbeit anderer Länder angewiesen sei.

Luc Frieden reduziert den Bereich Kommunikation allerdings nicht nur auf das Kino, sondern hob auch die Wichtigkeit der anderen Aufgabenkreise hervor: die Medien im Allgemeinen, der elektronische Handel, elektronische Kommunikation.

Ins Kino, um „abzuschalten“

Cannes war für Luc Frieden eine erste ganz positive Erfahrung. Kino hier in Cannes, das waren roter Teppich, Glamour, Stars, zwei Filme und der luxemburgische Abend. Der Minister geht laut eigener Aussage sicherlich nicht so oft ins Kino und wenn, dann um „abzuschalten“.

Er sieht sich als neugieriger Konsument, der sich auch für die Arbeit hinter der Kamera interessiert. Viele Genres interessieren ihn, mit einer einzigen Ausnahme. Mit „Actionkino“ kann er nur wenig anfangen, brutale Filme, bei denen viel geschossen wird und fast jede Minute ein Toter zu beklagen ist, darauf kann der Minister verzichten. Für alles andere kann er sich durchaus begeistern.

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