Oct 20 2010

Luxemburger Filmwoche in Berlin

Published by at 17:12 under Festival,Industry

SOURCE: http://www.journal.lu

Das „Hollywood an der Mosel“ präsentiert sich
20.10.2010
Einen solchen Menschenauflauf, wie er am Montag Abend vor dem Kino International in der Karl-Marx-Allee in Berlin zu beobachten war, erleben Luxemburger Filmschaffende im Ausland eher selten. Nach der „Woche der Luxemburger Literatur“, die vergangenes Jahr in Berlin organisiert worden war, sind es nun die Filme aus dem Großherzogtum, die eine Woche lang in Berlin im Mittelpunkt stehen. Die „Woche des Luxemburger Films“ wurde von der Luxemburger Botschaft in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Filmfonds sowie dem CNA auf die Beine gestellt.

Wenn man bedenkt, welch kleine „Equipe“ in Berlin in der Luxemburger Botschaft arbeitet, so ist das Programm der Luxemburger Filmwoche umso bemerkenswerter. Gut 30 Filme werden innerhalb von sieben Tagen gezeigt. „Wir haben vor allem Filme ausgesucht, die einen Bezug zu Deutschland haben“, so Guy Daleiden, Direktor des Filmfonds, der auch in Berlin mit dabei war. Er war begeistert über die Resonanz des Berliner Publikums, denn der große Saal des Kino International war am Montag Abend bei der Eröffnung der Luxemburger Filmwoche bis auf den letzten Platz belegt.
„House of boys“ erstmalsauf Deutsch
Die Botschafterin Martine Schom­mer betonte in ihrer Ansprache, dass Luxemburg eben nicht nur ein Finanzplatz sei, sondern dass sich dort auch einiges in Sachen Kunst und Kultur tue. Luxemburg sei zwar noch kein „Hollywood an der Mosel“, doch habe die Professionalisierung der Filmbranche in den vergangenen Jahren etliche auch international vorzeigbare Filme hervorgebracht.
Zur Eröffnung wurden am Montag im Kino International der Kurzfilm „Ferkel“ von Luc Feit sowie „House of boys“ von Jean-Claude Schlim gezeigt, der vergangenes Jahr den Luxemburger Filmpreis gewonnen hatte. Es war das erste Mal, dass der Film in seiner deutschen Synchronfassung vor Publikum gezeigt wurde. Deswegen war Jean-Claude Schlim vor dem Film auch etwas nervös, doch nach der Vorführung zeigte er sich erleichtert. „Die Botschaft hat mir gesagt, dass die Berliner ein sehr kritisches Publikum sind. Wenn sie nicht zufrieden sind, dann klatschen sie auch nicht. So gesehen, bin ich sehr zufrieden mit dem heutigen Abend“, so Schlim.
Noch bis zum kommenden Sonntag werden Luxemburger Filme in verschiedenen Berliner Kinos zu sehen sein. Und wenn die Säle im Lauf dieser Woche genau so gut gefüllt sein werden wie am Eröffnungsabend, wird man sicher von einem Erfolg der Filmwoche sprechen können.
› Claude Kohnen (Berlin)

Comments

comments

SOURCE: http://www.journal.lu

Das „Hollywood an der Mosel“ präsentiert sich
20.10.2010
Einen solchen Menschenauflauf, wie er am Montag Abend vor dem Kino International in der Karl-Marx-Allee in Berlin zu beobachten war, erleben Luxemburger Filmschaffende im Ausland eher selten. Nach der „Woche der Luxemburger Literatur“, die vergangenes Jahr in Berlin organisiert worden war, sind es nun die Filme aus dem Großherzogtum, die eine Woche lang in Berlin im Mittelpunkt stehen. Die „Woche des Luxemburger Films“ wurde von der Luxemburger Botschaft in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Filmfonds sowie dem CNA auf die Beine gestellt.

Wenn man bedenkt, welch kleine „Equipe“ in Berlin in der Luxemburger Botschaft arbeitet, so ist das Programm der Luxemburger Filmwoche umso bemerkenswerter. Gut 30 Filme werden innerhalb von sieben Tagen gezeigt. „Wir haben vor allem Filme ausgesucht, die einen Bezug zu Deutschland haben“, so Guy Daleiden, Direktor des Filmfonds, der auch in Berlin mit dabei war. Er war begeistert über die Resonanz des Berliner Publikums, denn der große Saal des Kino International war am Montag Abend bei der Eröffnung der Luxemburger Filmwoche bis auf den letzten Platz belegt.
„House of boys“ erstmalsauf Deutsch
Die Botschafterin Martine Schom­mer betonte in ihrer Ansprache, dass Luxemburg eben nicht nur ein Finanzplatz sei, sondern dass sich dort auch einiges in Sachen Kunst und Kultur tue. Luxemburg sei zwar noch kein „Hollywood an der Mosel“, doch habe die Professionalisierung der Filmbranche in den vergangenen Jahren etliche auch international vorzeigbare Filme hervorgebracht.
Zur Eröffnung wurden am Montag im Kino International der Kurzfilm „Ferkel“ von Luc Feit sowie „House of boys“ von Jean-Claude Schlim gezeigt, der vergangenes Jahr den Luxemburger Filmpreis gewonnen hatte. Es war das erste Mal, dass der Film in seiner deutschen Synchronfassung vor Publikum gezeigt wurde. Deswegen war Jean-Claude Schlim vor dem Film auch etwas nervös, doch nach der Vorführung zeigte er sich erleichtert. „Die Botschaft hat mir gesagt, dass die Berliner ein sehr kritisches Publikum sind. Wenn sie nicht zufrieden sind, dann klatschen sie auch nicht. So gesehen, bin ich sehr zufrieden mit dem heutigen Abend“, so Schlim.
Noch bis zum kommenden Sonntag werden Luxemburger Filme in verschiedenen Berliner Kinos zu sehen sein. Und wenn die Säle im Lauf dieser Woche genau so gut gefüllt sein werden wie am Eröffnungsabend, wird man sicher von einem Erfolg der Filmwoche sprechen können.
› Claude Kohnen (Berlin)

Comments

comments

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply