Feb 01 2009

Woschitz gewinnt mit “Universalove”

Published by at 10:59 under Festival

Die Produktion Universalove, die von Red Lion Luxemburg coproduziert wurde, gewinnt den Max Ophüls Preis.

source: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,604795,00.html

Der diesjährige Gewinner des Max-Ophüls-Preises kommt aus Österreich: Regisseur Thomas Woschitz wurde in Saarbrücken für seinen Spielfilm “Universalove” ausgezeichnet.

Saarbrücken – Woschitz nehme die Zuschauer “mit auf eine große Reise und wirft an allen Schauplätzen einen lebensklugen Blick auf die Liebe, auf die Verwirrungen, die Verrücktheiten und Vergeblichkeiten der Liebe”, heißt es in der Begründung der Jury zur feierlichen Preisverleihung am Samstagabend in Saarbrücken. In seinem Episodenfilm der in Brasilien, Belgrad, Tokio, Luxemburg und New York spielt, entwickle der Regisseur in “seinem virtuos verschränkten Episodenfilm aus der Ästhetik der Musikvideos eine junge, eigensinnige Erzählweise”.

In dem gut 80 Minuten langen Film erzählt der 1968 in Klagenfurt geborene Woschitz von der Liebe, die sich in jedem Moment an jedem Ort auf der Erde ereignet. Die Episoden rund um das älteste Thema der Welt spielen unter anderem in Tokio, wo ein schüchterner Japaner um das Objekt seiner Begierde ringt oder in Luxemburg, wo ein Geschäftsmann seine Gefühle für einen Homosexuellen entdeckt. Der Streifen hatte auf dem Festival seine deutsche Erstaufführung erlebt.

Insgesamt 15 Langfilme konkurrierten seit Montag um den mit 18.000 Euro dotierten Max Ophüls Preis. Daneben wurden in zahlreichen anderen Kategorien insgesamt zwölf Auszeichnungen vergeben. Das 1980 von der Stadt Saarbrücken begründete einwöchige Festival gilt unter Experten als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm. In der Festival-Jury für die wichtigsten Kategorien Lang- und Kurzfilm saßen neben Schauspieler Ulrich Noethen die Journalistin Christiane Peitz, die Produzentin Gloria Burkert, die Filmagentin Uschi Keil und der Vorjahresgewinner des Max Ophüls Preises, Regisseur André Erkau. Insgesamt wurden im Rahmen des Wettbewerbs zwölf Preise von verschiedenen Jurys vergeben.

Schauspieler Sergej Moya erhielt für seine Rolle in Olav Fehlings Film “Kronos. Ende und Anfang” den Preis für den besten Nachwuchsdarsteller. Er habe die Tragik des Vater-Sohn-Konfliktes facettenreich und psychologisch genau dargestellt, begründete die Jury ihr Urteil. Den Preis für die beste weibliche Darstellerin erhielt Irina Potapenko, die nach Meinung der Juroren natürlich und mit Präzision im Film “Revanche” eine Prostituierte verkörpere, ohne gängige Klischees zu bedienen. Der Kurzfilmpreis ging an “Schautag” von Marvin Kren, die Auszeichnung für mittellange Filme an Helene Hegemanns “Torpedo”.

Den Dokumentarfilmpreis bekam Jens Junker für seinen Film “Alias” über einen jungen Mann, der erfährt, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. In diesem Jahr gab es erstmals einen eigenen Wettbewerb für Dokumentarfilme, die zwar auch bisher einen Preis ergattern konnten, aber mit den übrigen Filmen im Wettbewerb konkurrieren mussten. Die 30. Auflage des Filmfestivals geht offiziell an diesem Sonntag zu Ende.

 

Der Preis des saarländischen Ministerpräsidenten ging an den Film “Ein Augenblick Freiheit” von Regisseur Arash T. Riahi. Der Exil-Iraner, der seit vielen Jahren in Österreich lebt, erzählt in seinem Drama von drei iranischen Flüchtlingsgruppen, die hoffen, von Istanbul aus in den Westen zu gelangen. Die Tragik einiger Fälle balanciert Riahi mit einer Portion schwarzen Humors aus.

Das 1984 gegründete Festival ist benannt nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957). Es gilt als wichtigstes Forum des deutschsprachigen Nachwuchsfilms.

 

 

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Die Produktion Universalove, die von Red Lion Luxemburg coproduziert wurde, gewinnt den Max Ophüls Preis.

source: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,604795,00.html

Der diesjährige Gewinner des Max-Ophüls-Preises kommt aus Österreich: Regisseur Thomas Woschitz wurde in Saarbrücken für seinen Spielfilm “Universalove” ausgezeichnet.

Saarbrücken – Woschitz nehme die Zuschauer “mit auf eine große Reise und wirft an allen Schauplätzen einen lebensklugen Blick auf die Liebe, auf die Verwirrungen, die Verrücktheiten und Vergeblichkeiten der Liebe”, heißt es in der Begründung der Jury zur feierlichen Preisverleihung am Samstagabend in Saarbrücken. In seinem Episodenfilm der in Brasilien, Belgrad, Tokio, Luxemburg und New York spielt, entwickle der Regisseur in “seinem virtuos verschränkten Episodenfilm aus der Ästhetik der Musikvideos eine junge, eigensinnige Erzählweise”.

In dem gut 80 Minuten langen Film erzählt der 1968 in Klagenfurt geborene Woschitz von der Liebe, die sich in jedem Moment an jedem Ort auf der Erde ereignet. Die Episoden rund um das älteste Thema der Welt spielen unter anderem in Tokio, wo ein schüchterner Japaner um das Objekt seiner Begierde ringt oder in Luxemburg, wo ein Geschäftsmann seine Gefühle für einen Homosexuellen entdeckt. Der Streifen hatte auf dem Festival seine deutsche Erstaufführung erlebt.

Insgesamt 15 Langfilme konkurrierten seit Montag um den mit 18.000 Euro dotierten Max Ophüls Preis. Daneben wurden in zahlreichen anderen Kategorien insgesamt zwölf Auszeichnungen vergeben. Das 1980 von der Stadt Saarbrücken begründete einwöchige Festival gilt unter Experten als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm. In der Festival-Jury für die wichtigsten Kategorien Lang- und Kurzfilm saßen neben Schauspieler Ulrich Noethen die Journalistin Christiane Peitz, die Produzentin Gloria Burkert, die Filmagentin Uschi Keil und der Vorjahresgewinner des Max Ophüls Preises, Regisseur André Erkau. Insgesamt wurden im Rahmen des Wettbewerbs zwölf Preise von verschiedenen Jurys vergeben.

Schauspieler Sergej Moya erhielt für seine Rolle in Olav Fehlings Film “Kronos. Ende und Anfang” den Preis für den besten Nachwuchsdarsteller. Er habe die Tragik des Vater-Sohn-Konfliktes facettenreich und psychologisch genau dargestellt, begründete die Jury ihr Urteil. Den Preis für die beste weibliche Darstellerin erhielt Irina Potapenko, die nach Meinung der Juroren natürlich und mit Präzision im Film “Revanche” eine Prostituierte verkörpere, ohne gängige Klischees zu bedienen. Der Kurzfilmpreis ging an “Schautag” von Marvin Kren, die Auszeichnung für mittellange Filme an Helene Hegemanns “Torpedo”.

Den Dokumentarfilmpreis bekam Jens Junker für seinen Film “Alias” über einen jungen Mann, der erfährt, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. In diesem Jahr gab es erstmals einen eigenen Wettbewerb für Dokumentarfilme, die zwar auch bisher einen Preis ergattern konnten, aber mit den übrigen Filmen im Wettbewerb konkurrieren mussten. Die 30. Auflage des Filmfestivals geht offiziell an diesem Sonntag zu Ende.

 

Der Preis des saarländischen Ministerpräsidenten ging an den Film “Ein Augenblick Freiheit” von Regisseur Arash T. Riahi. Der Exil-Iraner, der seit vielen Jahren in Österreich lebt, erzählt in seinem Drama von drei iranischen Flüchtlingsgruppen, die hoffen, von Istanbul aus in den Westen zu gelangen. Die Tragik einiger Fälle balanciert Riahi mit einer Portion schwarzen Humors aus.

Das 1984 gegründete Festival ist benannt nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957). Es gilt als wichtigstes Forum des deutschsprachigen Nachwuchsfilms.

 

 

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3 Responses to “Woschitz gewinnt mit “Universalove””

  1. adminon 01 Feb 2009 at 11:07

    Max Ophüls Preis an Andreas Woschitz
    Für seinen Musikfilm “Universalove” hat der österreichische Regisseur den renommierten deutschen Filmpreis erhalten.

    Der österreichische Regisseur Thomas Woschitz hat für seinen Film “Universalove” den 30. Max Ophüls Preis gewonnen. In dem gut 80 Minuten langen Musikfilm, den Woschitz mit der Band Naked Lunch umgesetzt hat, erzähle er von der Liebe, die sich in jedem Moment an jedem Ort auf der Erde ereigne, wie die Jury am Samstag in Saarbrücken ihre Entscheidung begründete.

    Insgesamt 15 Langfilme hatten in der vergangenen Woche um den mit 18.000 Euro dotierten Max Ophüls Preis konkurriert. Daneben wurden in zahlreichen anderen Kategorien Auszeichnungen vergeben. Erstmals gab es auch einen eigenen Wettbewerb für Dokumentarfilme.

    Max Ophüls gilt als einer der großen Regisseure des 20. Jahrhunderts und wurde etwa mit Filmen wie “Brief einer Unbekannten” nach Stefan Zweig (1948), “Der Reigen” nach Arthur Schnitzlers Skandalstück (1950) oder “Lola Montez” (1955) international bekannt. Das 1980 von der Stadt Saarbrücken begründete einwöchige Festival gilt unter Experten als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm.

    http://www.kurier.at/kultur/291191.php

  2. adminon 01 Feb 2009 at 11:07

    Max-Ophüls-Preis für «Universalove» von Woschitz

    Der Spielfilm «Universalove» von Regisseur Thomas Woschitz ist mit dem diesjährigen Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis sowie Preise in zwölf weiteren Kategorien wurden am Samstagabend in Saarbrücken auf dem Filmfestival verliehen, wie die Veranstalter mitteilten. Der Hauptpreis ist mit 18 000 Euro dotiert und mit einer Verleihförderung in gleicher Höhe verbunden.
    Der Gewinnerfilm des österreichischen Regisseurs ist eine globale Liebesgeschichte. Der Streifen besteht aus sechs Episoden und spielt in sechs Ländern. Im Mittelpunkt steht die Liebe. Einem Paar in Belgrad zum Beispiel gibt sie Kraft, einen Taxifahrer in New York stürzt sie in einen Abgrund und in Rio entpuppt sie sich als Strohfeuer. Die Musik zum Film steuerte die Band Naked Lunch bei.
    Der Preis des saarländischen Ministerpräsidenten ging an den Film «Ein Augenblick Freiheit» von Regisseur Arash T. Riahi. Der Exil-Iraner, der seit vielen Jahren in Österreich lebt, erzählt in seinem Drama von drei iranischen Flüchtlingsgruppen, die hoffen, von Istanbul aus in den Westen zu gelangen. Die Tragik einiger Fälle balanciert Riahi mit einer Portion schwarzen Humors aus.
    Das 1984 gegründete Festival ist benannt nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957). Es gilt als wichtigstes Forum des deutschsprachigen Nachwuchsfilms.

    http://www.news-adhoc.com/max-ophuels-preis-fuer-universalove-von-woschitz-idna2009013117389/

  3. San Joaquin Film Societyon 18 Mar 2009 at 12:13

    UNIVERSALOVE is the Centerpiece film of the 2nd San Joaquin International Film Festival (SJIFF2), Stockton, California, USA (May 14-23, 2009)

    Official Site: http://www.SJIFF.org

    Screening Information:

    Sunday, May 17, 2009 at 3:30PM
    Stockton Empire Theatre
    West Coast USA Premiere

    All details: http://www.sjiff.org/sjiff09/f-universalove.html

    .

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