Dec 13 2012

Mehr Geld fürs Kino

Published by at 01:29 under Filmfund Luxembourg

SOURCE: http://www.tageblatt.lu

Die Luxemburger Filmindustrie bekommt mehr finanzielle Unterstützung. Das beschloss am Freitag der Ministerrat.

Im Augenblick existieren zwei Finanzierungsmodelle in der luxemburgischen Filmindustrie: Ein System von Steuergutschriften und die “ausgewählten direkten Finanzhilfen”. Durch die 1988 eingeführten Steuergutschriften sollte der Kapitalfluss zu den Produktionsfirmen vereinfacht werden. 1998 wurden beide Systeme unter die Aufsicht des “Fondsnational de soutien à la production audiovisuelle” (“Kino-Fonds”) gesetzt. Zwischen 1999 und 2011 flossen etwa 50 Millionen Euro an Direkthilfen an die Produktionsfirmen. Im Staatshaushalt wurden etwa 142 Millionen Euro für die audiovisuelle Produktion eingeschrieben. Die Steuergutschriften ihrerseits spülten 474,5 Millionen Euro in die Kassen der Kinoproduzenten.

Durch die Krise hat sich die Zahl der Steuergutschriften jedoch erheblich gemindert, heißt es. Es werde immer schwieriger, Käufer für die sogenannten Investitionszertifikate zu finden, heißt es. Die Regierung hat deshalb entschieden, das System der Steuergutschriften durch ein weiteres System von Direkthilfen zu ersetzen. Die letzten Gutschriften werden 2013 ausgestellt. Parallel wird die staatliche Dotierung des “Kino-Fonds” ab diesem Jahr aufgestockt. In den Jahren 2012, 2013 und 2014 soll der Fonds etwa 100 Millionen Euro erhalten.

Der Direktor entscheidet

Der Ministerrat beschloss des Weiteren, die Fusion der verschiedenen Analyse- Finanz- und Wirtschaftskomitees des Fonds in einem “beratenden Bewertungskomitee”. Dieser erstellt Gutachten für den Direktor des Fonds, der dann die Entscheidung über die Zuteilung des Geldes trifft.

Der Fonds seinerseits behält die juristische Form einer öffentlichen Einrichtung. Seine Missionen werden im neuen Gesetz genau definiert. Es soll unter anderem die Kino-Produktion durch Subsidien, Finanzhilfen, Börsen, Belohnungen usw. fördern. In diesem Zusammenhang wird der Organisation des luxemburgischen Filmpreises eine große Bedeutung beigemessen.

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Die Luxemburger Filmindustrie bekommt mehr finanzielle Unterstützung. Das beschloss am Freitag der Ministerrat.

Im Augenblick existieren zwei Finanzierungsmodelle in der luxemburgischen Filmindustrie: Ein System von Steuergutschriften und die “ausgewählten direkten Finanzhilfen”. Durch die 1988 eingeführten Steuergutschriften sollte der Kapitalfluss zu den Produktionsfirmen vereinfacht werden. 1998 wurden beide Systeme unter die Aufsicht des “Fondsnational de soutien à la production audiovisuelle” (“Kino-Fonds”) gesetzt. Zwischen 1999 und 2011 flossen etwa 50 Millionen Euro an Direkthilfen an die Produktionsfirmen. Im Staatshaushalt wurden etwa 142 Millionen Euro für die audiovisuelle Produktion eingeschrieben. Die Steuergutschriften ihrerseits spülten 474,5 Millionen Euro in die Kassen der Kinoproduzenten.

Durch die Krise hat sich die Zahl der Steuergutschriften jedoch erheblich gemindert, heißt es. Es werde immer schwieriger, Käufer für die sogenannten Investitionszertifikate zu finden, heißt es. Die Regierung hat deshalb entschieden, das System der Steuergutschriften durch ein weiteres System von Direkthilfen zu ersetzen. Die letzten Gutschriften werden 2013 ausgestellt. Parallel wird die staatliche Dotierung des “Kino-Fonds” ab diesem Jahr aufgestockt. In den Jahren 2012, 2013 und 2014 soll der Fonds etwa 100 Millionen Euro erhalten.

Der Direktor entscheidet

Der Ministerrat beschloss des Weiteren, die Fusion der verschiedenen Analyse- Finanz- und Wirtschaftskomitees des Fonds in einem “beratenden Bewertungskomitee”. Dieser erstellt Gutachten für den Direktor des Fonds, der dann die Entscheidung über die Zuteilung des Geldes trifft.

Der Fonds seinerseits behält die juristische Form einer öffentlichen Einrichtung. Seine Missionen werden im neuen Gesetz genau definiert. Es soll unter anderem die Kino-Produktion durch Subsidien, Finanzhilfen, Börsen, Belohnungen usw. fördern. In diesem Zusammenhang wird der Organisation des luxemburgischen Filmpreises eine große Bedeutung beigemessen.

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