Nov 18 2008

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Published by at 11:43 under Filmreakter

Och wann den Film DUST mëttlerweil oofgedréint ass, kënnt hei en weideren Artikel vum 6 November:

source: www.wort.lu – Volker Bingenheimer

Menschenleere Welt nach der Apokalypse

Wer am Sonntag über den Boulevard Royal spaziert ist, konnte eine Überraschung erleben: Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg standen auf der „Place de Metz“, vor dem „Pont Adolphe“ blockierten Straßensperren den Weg. Ansonsten kein Mensch weit und breit.
Die auffällige Szenerie war der Hintergrund für ungewöhnliche Dreharbeiten, so ungewöhnlich wie der ganze Film selbst. „Dust“ heißt das neue Werk des jungen Luxemburger Regisseurs Max Jacoby, der für die Szene auf der Place de Metz nicht nur die Genehmigung der Gemeindeverwaltung ergattert hatte, sondern auch die zwei historischen Vehikel aus der Sammlung von Guy Retter.

Für den Film „Dust“ hat das Filmteam der Produktionsfirma Red Lion auf einen Stoff zurückgegriffen, der mit den gängigen Hollywood-Klischees rein gar nichts zu tun hat. Das apokalyptische Drama spielt in einer Welt, in der die Menschheit nahezu ausgestorben ist. Die Natur erobert sich ihren Raum zurück, Gebäude verfallen, Fahrzeuge stehen nutzlos herum.

Nachwuchstalent

Der Umstand, dass die Erde in „Dust“ beinahe menschenleer ist, hat für die Produktion den Vorteil, dass nur drei Schauspieler verpflichtet werden mussten. Der Film dreht sich um ein 16-jähriges Zwillingspärchen (Catherine Steadman und Olly Alexander), das sich alleine durchschlagen muss. Die enge und liebevolle Beziehung der Geschwister wird auf die Probe gestellt, als der Einzelgänger Gabriel (Andrew Hawley) in ihr Leben tritt.

Der 30-jährige Max Jacoby dreht seinen ersten Spielfilm komplett auf englisch. Das Luxemburger Nachwuchstalent hat bereits vor vier Jahren von sich reden gemacht, als er bei der Mostra von Venedig den Großen Preis des Studios UIP für seinen Kurzfilm „Butterflies“ eingeheimst hat.

Regisseur gibt sich bedeckt

„Über sein neues Projekt Dust gibt sich Max Jacoby ziemlich bedeckt. Er möchte nicht, dass zu viel vor dem Kinostart Mitte 2009 an die Öffentlichkeit kommt“, sagt Exekutiv-Produzent Romain Roll von Red Lion, der den Film zusammen mit der österreichischen Firma KGP beaufsichtigt.

Die Bedenken des Regisseurs in allen Ehren, aber Panzer über den Pont Adolphe rollen zu lassen? Viel auffälliger geht es wohl kaum.

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Och wann den Film DUST mëttlerweil oofgedréint ass, kënnt hei en weideren Artikel vum 6 November:

source: www.wort.lu – Volker Bingenheimer

Menschenleere Welt nach der Apokalypse

Wer am Sonntag über den Boulevard Royal spaziert ist, konnte eine Überraschung erleben: Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg standen auf der „Place de Metz“, vor dem „Pont Adolphe“ blockierten Straßensperren den Weg. Ansonsten kein Mensch weit und breit.
Die auffällige Szenerie war der Hintergrund für ungewöhnliche Dreharbeiten, so ungewöhnlich wie der ganze Film selbst. „Dust“ heißt das neue Werk des jungen Luxemburger Regisseurs Max Jacoby, der für die Szene auf der Place de Metz nicht nur die Genehmigung der Gemeindeverwaltung ergattert hatte, sondern auch die zwei historischen Vehikel aus der Sammlung von Guy Retter.

Für den Film „Dust“ hat das Filmteam der Produktionsfirma Red Lion auf einen Stoff zurückgegriffen, der mit den gängigen Hollywood-Klischees rein gar nichts zu tun hat. Das apokalyptische Drama spielt in einer Welt, in der die Menschheit nahezu ausgestorben ist. Die Natur erobert sich ihren Raum zurück, Gebäude verfallen, Fahrzeuge stehen nutzlos herum.

Nachwuchstalent

Der Umstand, dass die Erde in „Dust“ beinahe menschenleer ist, hat für die Produktion den Vorteil, dass nur drei Schauspieler verpflichtet werden mussten. Der Film dreht sich um ein 16-jähriges Zwillingspärchen (Catherine Steadman und Olly Alexander), das sich alleine durchschlagen muss. Die enge und liebevolle Beziehung der Geschwister wird auf die Probe gestellt, als der Einzelgänger Gabriel (Andrew Hawley) in ihr Leben tritt.

Der 30-jährige Max Jacoby dreht seinen ersten Spielfilm komplett auf englisch. Das Luxemburger Nachwuchstalent hat bereits vor vier Jahren von sich reden gemacht, als er bei der Mostra von Venedig den Großen Preis des Studios UIP für seinen Kurzfilm „Butterflies“ eingeheimst hat.

Regisseur gibt sich bedeckt

„Über sein neues Projekt Dust gibt sich Max Jacoby ziemlich bedeckt. Er möchte nicht, dass zu viel vor dem Kinostart Mitte 2009 an die Öffentlichkeit kommt“, sagt Exekutiv-Produzent Romain Roll von Red Lion, der den Film zusammen mit der österreichischen Firma KGP beaufsichtigt.

Die Bedenken des Regisseurs in allen Ehren, aber Panzer über den Pont Adolphe rollen zu lassen? Viel auffälliger geht es wohl kaum.

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