Aug 22 2009

Eine vielversprechende Co-Produktion entsteht in Contern

Published by at 01:51 under Industry

source: http://www.journal.lu

Der Luxemburger Bernard Michaux studierte an der Filmhochschule in München Filmproduktion. 2006 gründete er seine eigene Produktionsfirma Lucil s.à.r.l. Seither hat er eine Reihe Dokumentar- und Kurzfilme produziert oder co-produziert, u. a. „Geliebte Stimmen“ (2006) von Thomas Beckmann und Stefan Ludwig, „The Plot Spoiler“ (2006) von Jeff Desom, „Lumen“ (2007) von Philip Koch, „X On A Map“ (2009) von Jeff Desom und „Strangers In The Night“ (2009) von Beryl Koltz. Nun wagt sich der junge Produzent an ein mehr ambitioniertes Projekt heran, einen 2,5 Mio. € teuren Spielfilm in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Fastnet Films aus Dublin. „The Runway“ heißt dieser erste abendfüllende Film vom irischen Regisseur Ian Power, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Am letzten Donnerstag konnte sich die Presse ein Bild von den Dreharbeiten in den Delux-Studios in Contern machen. Die Produktion bekam an diesem Tag ebenfalls Besuch von der Direktorin des Media Desk Luxembourg Karin Schockweiler.

Eine ansprechende Geschichte

1983 musste das Flugzeug eines südamerikanischen Piloten in Mallow, Irland, notlanden. Entgegen allen Erwartungen taten sich die Dorfbewohner zusammen und bauten eine Startpiste (Runway), um dem Piloten die Rückkehr in seine Heimat zu ermöglichen. Durch diesen Einsatz wurde die Weltöffentlichkeit für einen kurzen Moment auf das irische Dorf aufmerksam. Die Geschichte wurde auf einen 9-jährigen Jungen, Paco, ausgeweitet, welcher durch die Fantasie seiner Mutter Grace der Meinung ist, dass sein spanischer Vater bei der Nasa arbeitet. Als schließlich Ernesto mit seinem Flugzeug in einem Feld notlandet, glaubt Paco, dass Ernesto sein Vater ist. Er versucht Ernesto zu verstecken, doch bald wird sein verunglücktes Flugzeug entdeckt. Paco, der für alle Fälle etwas Spanisch gelernt hat, kann den Leuten im Dorf Ernestos Aussagen übersetzen. Und es gelingt dem Kleinen, die Dorfbewohner zu überzeugen, den Flieger zu reparieren und eine Startpiste anzulegen, damit Ernesto zurück kann.

Im Studio in Contern hatte man ein irisches Häuschen nachgebaut. Mehrmals ließ Regisseur Ian Power die Szene wiederholen, in der ein Mann (Donncha Crowley) an die Tür klopft und von Grace (Kerry Condon) aufgemacht bekommt. Dann wurde die Kamera in eine andere Ecke des Wohnzimmers platziert, und dieselbe Szene wurde aus diesem Blickwinkel noch etliche Mal gefilmt, bis der Regisseur zufrieden war. Hier kamen dann auch Demián Bichir als Pilot Ernesto und Jamie Kierans als Paco zum Einsatz. Bichir spielte u. a. in „Che“ von Steven Soderbergh den Fidel Castro. Der junge Jamie wurde unter rund 3.000 Bewerbern für diese Rolle ausgewählt. Kerry Condon sah man in Luxemburg in „Danny The Dog“ von Louis Leterrier und „Angela’s Ashes“ von Alan Parker.

Ein weiterer Schauspieler, Pat Laffan, erzählte, dass er von Luxemburg noch nicht viel gesehen hat, außer einem großen Einkaufszentrum auf Kirchberg und natürlich seinem Hotel. Aber das Interessante an seinen Aussagen war, dass er einmal mit John Ford gedreht hat, „Young Cassidy“ (1965), ein Film der von Jack Cardiff beendet wurde. Pat war u. a. auch in „Barry Lyndon“ von Stanley Kubrick, „My Left Foot“ von Jim Sheridan, „The Saint“ von Philip Noyce und „The Queen“ von Stephen Frears zu sehen.

In einem anderen Raum war Cutter Amine Jaber dabei die bereits gedrehten Szenen zusammen auf der Festplatte zu montieren. Viele Mitarbeiter/innen sind Luxemburger, wie das sich für eine Co-Produktion gehört, die auch Unterstützung vom Luxemburger Film Fund erhielt.

In Luxemburg dauern die Dreharbeiten rund drei Wochen, gedreht wurde u. a. im Athenäum in Merl, ehe man Anfang September für Außenaufnahmen nach Irland reist.

Der Film wird voraussichtlich Anfang 2010 in die Kinos kommen, wahrscheinlich erst einmal nur in Irland und Luxemburg, und wird dann im Fernsehen ausgestrahlt. Zu hoffen bleibt, dass der Film die Erwartungen erfüllt, und ihm vielleicht eine internationale Karriere bevorsteht.

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Der Luxemburger Bernard Michaux studierte an der Filmhochschule in München Filmproduktion. 2006 gründete er seine eigene Produktionsfirma Lucil s.à.r.l. Seither hat er eine Reihe Dokumentar- und Kurzfilme produziert oder co-produziert, u. a. „Geliebte Stimmen“ (2006) von Thomas Beckmann und Stefan Ludwig, „The Plot Spoiler“ (2006) von Jeff Desom, „Lumen“ (2007) von Philip Koch, „X On A Map“ (2009) von Jeff Desom und „Strangers In The Night“ (2009) von Beryl Koltz. Nun wagt sich der junge Produzent an ein mehr ambitioniertes Projekt heran, einen 2,5 Mio. € teuren Spielfilm in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Fastnet Films aus Dublin. „The Runway“ heißt dieser erste abendfüllende Film vom irischen Regisseur Ian Power, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Am letzten Donnerstag konnte sich die Presse ein Bild von den Dreharbeiten in den Delux-Studios in Contern machen. Die Produktion bekam an diesem Tag ebenfalls Besuch von der Direktorin des Media Desk Luxembourg Karin Schockweiler.

Eine ansprechende Geschichte

1983 musste das Flugzeug eines südamerikanischen Piloten in Mallow, Irland, notlanden. Entgegen allen Erwartungen taten sich die Dorfbewohner zusammen und bauten eine Startpiste (Runway), um dem Piloten die Rückkehr in seine Heimat zu ermöglichen. Durch diesen Einsatz wurde die Weltöffentlichkeit für einen kurzen Moment auf das irische Dorf aufmerksam. Die Geschichte wurde auf einen 9-jährigen Jungen, Paco, ausgeweitet, welcher durch die Fantasie seiner Mutter Grace der Meinung ist, dass sein spanischer Vater bei der Nasa arbeitet. Als schließlich Ernesto mit seinem Flugzeug in einem Feld notlandet, glaubt Paco, dass Ernesto sein Vater ist. Er versucht Ernesto zu verstecken, doch bald wird sein verunglücktes Flugzeug entdeckt. Paco, der für alle Fälle etwas Spanisch gelernt hat, kann den Leuten im Dorf Ernestos Aussagen übersetzen. Und es gelingt dem Kleinen, die Dorfbewohner zu überzeugen, den Flieger zu reparieren und eine Startpiste anzulegen, damit Ernesto zurück kann.

Im Studio in Contern hatte man ein irisches Häuschen nachgebaut. Mehrmals ließ Regisseur Ian Power die Szene wiederholen, in der ein Mann (Donncha Crowley) an die Tür klopft und von Grace (Kerry Condon) aufgemacht bekommt. Dann wurde die Kamera in eine andere Ecke des Wohnzimmers platziert, und dieselbe Szene wurde aus diesem Blickwinkel noch etliche Mal gefilmt, bis der Regisseur zufrieden war. Hier kamen dann auch Demián Bichir als Pilot Ernesto und Jamie Kierans als Paco zum Einsatz. Bichir spielte u. a. in „Che“ von Steven Soderbergh den Fidel Castro. Der junge Jamie wurde unter rund 3.000 Bewerbern für diese Rolle ausgewählt. Kerry Condon sah man in Luxemburg in „Danny The Dog“ von Louis Leterrier und „Angela’s Ashes“ von Alan Parker.

Ein weiterer Schauspieler, Pat Laffan, erzählte, dass er von Luxemburg noch nicht viel gesehen hat, außer einem großen Einkaufszentrum auf Kirchberg und natürlich seinem Hotel. Aber das Interessante an seinen Aussagen war, dass er einmal mit John Ford gedreht hat, „Young Cassidy“ (1965), ein Film der von Jack Cardiff beendet wurde. Pat war u. a. auch in „Barry Lyndon“ von Stanley Kubrick, „My Left Foot“ von Jim Sheridan, „The Saint“ von Philip Noyce und „The Queen“ von Stephen Frears zu sehen.

In einem anderen Raum war Cutter Amine Jaber dabei die bereits gedrehten Szenen zusammen auf der Festplatte zu montieren. Viele Mitarbeiter/innen sind Luxemburger, wie das sich für eine Co-Produktion gehört, die auch Unterstützung vom Luxemburger Film Fund erhielt.

In Luxemburg dauern die Dreharbeiten rund drei Wochen, gedreht wurde u. a. im Athenäum in Merl, ehe man Anfang September für Außenaufnahmen nach Irland reist.

Der Film wird voraussichtlich Anfang 2010 in die Kinos kommen, wahrscheinlich erst einmal nur in Irland und Luxemburg, und wird dann im Fernsehen ausgestrahlt. Zu hoffen bleibt, dass der Film die Erwartungen erfüllt, und ihm vielleicht eine internationale Karriere bevorsteht.

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