Feb 18 2009

“House of Boys” Interview im Tageblatt

Published by at 12:14 under Industry

SOURCE: tageblatt.lu

„There is no such thing as gay cancer!“
Im verlassenen fünften Stock der ehemaligen „Maternité“ des „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ herrschte in den vergangenen Tagen eine ruhige, andächtige Stimmung. Regisseur Jean-Claude Schlim und seine Crew drehten hier die in Amsterdam angesiedelten Krankenhausszenen zum Film „House of Boys – The Power of Love“. Isabella Finzi (Fotos )Luc Laboulle (Text),FOTOSTRECKE

img

ESCH – In den blassgrünen, schlecht beleuchteten Fluren werden letze Vorbereitungen getroffen. Lichttechniker stellen die Scheinwerfer ein, Carlo Thiel sitzt auf dem Dolly und prüft die Kamera-Einstellung. Die Make-up-Artists packen die Puderdosen ein und die Regieassistentin sorgt für Ruhe.
Stand-by. Quiet please. Roll Sound. Klappe. Und Action. Alle stehen regungslos, für einige Sekunden, halten die Luft an. „There is no such thing as gay cancer!“ sagt Dr. Marsh (Stephen Fry) zu Dr. van Linden (Luc Feit) und weist ihn aus seinem Büro. Dann heißt es Cut. Ausatmen. Die Szene ist im Kasten.
Der britische Schauspieler Stephen Fry verlässt als erster das Set und begibt sich in den „Actor’s Green Room“. Er setzt sich an einen Tisch und tippt auf der Tastatur seines Macbooks. Luc Feit geht nach draußen, um eine Zigarette zu rauchen. Weiter hinten, im Flur, sitzen die beiden jungen und äußerst gut aussehenden Hauptdarsteller mit ihren Textbücher auf dem Boden. Alle anderen rennen umher und nutzen die Drehpause, um das nächste Set vorzubereiten.
Der Souverän in diesem Mikrokosmos ist Jean-Claude Schlim. Er ist der Regisseur und hat das Zepter in der Hand. Vor seinem Bauch trägt er einen kleinen Monitor, auf dem er die Kameraeinstellungen nachverfolgen kann. Sein Zeitplan ist eng bemessen. Trotzdem hat er uns ein paar Minuten für ein Gespräch gewährt.

Tageblatt: Viele kennen Jean-Claude Schlim als langjährigen Produktionsleiter und Line-Producer. Wie kam es dazu, dass du jetzt deinen ersten Spielfilm als Regisseur drehst?
Jean-Claude Schlim: „Das Projekt entstand nicht aus dem Bedürfnis heraus, Regie zu führen, sondern ich hatte die Idee oder den Willen, etwas über AIDS zu machen. Am Ursprung des Projekts steht eigentlich ein Bild, ein Bild von meinem Freund, der unter entsetzlichen Bedingungen an AIDS starb. Wahrscheinlich war dieses Bild irgendwie unterdrückt und musste sich den Weg nach draußen bahnen. So entstand in etwa die Idee zum Projekt.“
„T“: Also kein lang ersehnter Wunsch, mal einen eigenen Film zu drehen?
J-C. S.: „Überhaupt nicht. Nach meiner Studienzeit habe gleich in der Produktionsleitung begonnen und war dort immer glücklich. Es ging mir in erster Linie darum, etwas über Aids zu machen, erst ein Drehbuch zu schreiben und nach langen Jahren jetzt auch den Film zu drehen.“
„T“: Könntest du vielleicht kurz erklären, worum es in „House of Boys“ geht?
J-C. S.: „Der Ausgangspunkt ist das Bild einer Figur, die in den achtziger Jahren an AIDS stirbt. Für mich ist dieses Bild ein ganz wichtiger visueller Faktor, weil es eine Verbindung zwischen uns und der Krankheit herstellt. Es waren wirklich sehr hässliche Bilder, die ganze Generationen geprägt haben. Heutzutage ist AIDS eine Krankheit, die kein Gesicht, keine visuelle Bindung mehr hat. Den Generationen von heute möchte ich die Bilder von damals noch einmal zeigen und auch einige historische Fakten über AIDS miteinbinden.
Die Geschichte des Films ist eine tragische Liebesgeschichte mit vielen sehr guten Figuren. Sie beginnt in Luxemburg, wo ein junger Mann sein Coming-out hat, dann nach Amsterdam fährt und in einem Cabaret, einem Stripper-Club, Arbeit findet. Dort verliebt er sich in eine andere Figur. Ziemlich schnell kommt dann die Krankheit ins Spiel. Auf eine etwas andere Weise ist es eine ganz klassische Geschichte. Es ist nicht nur ein Film über AIDS sondern auch eine Liebesgeschichte.“
„T“: Du führst nicht nur Regie, sondern hast auch (zusammen mit Christian Thiry) das Skript verfasst. Wie lange arbeitest du schon an dem Projekt?
J-C. S.: „Ich habe das Drehbuch vor etwa fünf Jahren geschrieben und weltweit ausgezeichnete Kritiken dafür erhalten. Viele der Schauspieler, die jetzt mit an Bord sind, habe ich schon vor ein paar Jahren für eine Rolle vorgesehen. Stephen Fry und auch andere stehen schon lange hinter dem Projekt. Leider ist es international noch immer ein bisschen ein Tabuthema und deshalb war es auch nicht ganz einfach das Geld für den Film zusammenzutreiben. Das Geld aus Luxemburg kam ziemlich schnell, aber auf dem internationalen Markt gab es nicht unbedingt eine große Nachfrage nach Filmen über AIDS.“
„T“: Hast du ein großes Budget zur Verfügung?
J-C. S.: „Wir mussten unsere Budgeterwartungen und Ambitionen zurückschrauben. Das Problem bei ‚House of Boys‘ ist, dass es ein Film mit sehr vielen Figuren ist, es müssen so um die 30 sein. Zudem ist es ein historischer Film, der in den Achtziger Jahren spielt und ziemlich viele Kulissen braucht. Demnach ist ‚House of Boys‘ von seiner Natur her kein Film, den man mit einem ganz kleinen Budget machen kann. Es ist schon ziemlich aufwändig, was wir hier tun, doch alle Teilnehmer, auch die Schauspieler, waren bereit, sich extrem anzustrengen, damit wir mit dem wenigen Geld, das wir haben, etwas Gutes Zustande bringen. Vielleicht sind sie auch dazu bereit, weil sie fühlen, dass dies ein Projekt ist, das mit Gefühl und mit Herz gemacht wird.
Wir versuchen so viel Geld wie möglich in die Leinwand zu stecken und da kommt mir, denke ich, meine langjährige Erfahrung als Produktionsleiter zugute, weil ich genau weiß, wie man Qualität auf die Leinwand bekommt und wo oftmals unnötig Geld für Blödsinn ausgegeben wird. Ich habe das Ganze also auch mit dem Auge des Produzenten betrachtet.“
„T“: Dreht ihr nur hier in Luxemburg oder auch im Ausland?
J-C. S.: „Der Film entsteht in Koproduktion mit einer deutschen Firma und wie das bei internationalen Koproduktionen immer der Fall ist, muss man, um das Geld zu bekommen, einige Zeit im Heimatland dieses Unternehmens drehen und dort einen Teil des Geldes ausgeben. Das ist wie das Tax-Shelter in Luxemburg. Aus diesem Grund drehen wir etwa drei Wochen in Deutschland.“
„T“: Ist „House of Boys“ ein Luxemburger Film?
J-C. S.: „ Das Drehbuch ist in Englisch, weil die Zusammensetzung der Schauspieler ziemlich kosmopolitisch ist. Für mich ist ’House of Boys‘ aber ein zu Hundert Prozent Luxemburger Film. Das Projekt wurde hier geschrieben, ich selbst bin Luxemburger, die ersten Gelder kamen vom Luxemburger Filmfonds und die ganze Crew um mich herum besteht aus Luxemburgern.“
„T“: Wie bist du bei der Auswahl der beiden Hauptdarsteller vorgegangen?
J-C. S.: Der eine (Layke Anderson in der Rolle des Frank / Anm. d. Red.) ist schon ganz lange dabei, der andere (Benn Northover in der Rolle des Jake) ist erst ganz spät dazugekommen. Ich wähle beim Casting eigentlich weniger Figuren als vielmehr Menschen aus. Viele Schauspieler haben ihre Rolle in ’House of Boys’ nach einem Coffee-Meeting bekommen, ich bevorzuge ein kleines Gespräch gegenüber der traditionellen Casting-Manier.“
„T“: Gibt es filmische Vorbilder, an denen du dich orientiert hast?
J-C. S.: „Ich denke, ich habe mich an traditionellen Hollywoodfilmen der 40er und 50er Jahre inspiriert. Die Geschichte von ’House of Boys‘ folgt einer linearen, traditionellen Erzählstruktur. Ich lese jeden Tag mein Skript und es geht mir wirklich darum, nah an den Figuren und an der Geschichte zu bleiben, kein technischer Firlefanz soll uns davon ablenken. Bei drei bis vier Hauptteilen im Film habe ich mich an Fotografien inspiriert, die Farben hier im Krankenhaus erinnern z.B. an die Bilder von Nan Goldin, aber filmische Vorbilder habe ich im Prinzip nicht. Ich sehe den Film ein bisschen als ’Fairytale‘, als Märchen, alle sind überdurchschnittlich schön, was ja nicht der Realität entspricht. Ich versuche auch diese alte Hollywoodatmosphäre zurückzubringen, schöne Außenaufnahmen im Schnee und Geigenmusik. Der Zuschauer soll wirklich fühlen, dass es Kino ist, er soll merken, dass es von mir so gewollt ist.

TERMINE
o März 2009 Die Dreharbeiten zu „House of Boys“ dauern noch bis Anfang März 2009
o September 2009 Der Film soll schon in sieben bis acht Monaten in den Kinos anlaufen

27-01-2009

Comments

comments

SOURCE: tageblatt.lu

„There is no such thing as gay cancer!“
Im verlassenen fünften Stock der ehemaligen „Maternité“ des „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ herrschte in den vergangenen Tagen eine ruhige, andächtige Stimmung. Regisseur Jean-Claude Schlim und seine Crew drehten hier die in Amsterdam angesiedelten Krankenhausszenen zum Film „House of Boys – The Power of Love“. Isabella Finzi (Fotos )Luc Laboulle (Text),FOTOSTRECKE

img

ESCH – In den blassgrünen, schlecht beleuchteten Fluren werden letze Vorbereitungen getroffen. Lichttechniker stellen die Scheinwerfer ein, Carlo Thiel sitzt auf dem Dolly und prüft die Kamera-Einstellung. Die Make-up-Artists packen die Puderdosen ein und die Regieassistentin sorgt für Ruhe.
Stand-by. Quiet please. Roll Sound. Klappe. Und Action. Alle stehen regungslos, für einige Sekunden, halten die Luft an. „There is no such thing as gay cancer!“ sagt Dr. Marsh (Stephen Fry) zu Dr. van Linden (Luc Feit) und weist ihn aus seinem Büro. Dann heißt es Cut. Ausatmen. Die Szene ist im Kasten.
Der britische Schauspieler Stephen Fry verlässt als erster das Set und begibt sich in den „Actor’s Green Room“. Er setzt sich an einen Tisch und tippt auf der Tastatur seines Macbooks. Luc Feit geht nach draußen, um eine Zigarette zu rauchen. Weiter hinten, im Flur, sitzen die beiden jungen und äußerst gut aussehenden Hauptdarsteller mit ihren Textbücher auf dem Boden. Alle anderen rennen umher und nutzen die Drehpause, um das nächste Set vorzubereiten.
Der Souverän in diesem Mikrokosmos ist Jean-Claude Schlim. Er ist der Regisseur und hat das Zepter in der Hand. Vor seinem Bauch trägt er einen kleinen Monitor, auf dem er die Kameraeinstellungen nachverfolgen kann. Sein Zeitplan ist eng bemessen. Trotzdem hat er uns ein paar Minuten für ein Gespräch gewährt.

Tageblatt: Viele kennen Jean-Claude Schlim als langjährigen Produktionsleiter und Line-Producer. Wie kam es dazu, dass du jetzt deinen ersten Spielfilm als Regisseur drehst?
Jean-Claude Schlim: „Das Projekt entstand nicht aus dem Bedürfnis heraus, Regie zu führen, sondern ich hatte die Idee oder den Willen, etwas über AIDS zu machen. Am Ursprung des Projekts steht eigentlich ein Bild, ein Bild von meinem Freund, der unter entsetzlichen Bedingungen an AIDS starb. Wahrscheinlich war dieses Bild irgendwie unterdrückt und musste sich den Weg nach draußen bahnen. So entstand in etwa die Idee zum Projekt.“
„T“: Also kein lang ersehnter Wunsch, mal einen eigenen Film zu drehen?
J-C. S.: „Überhaupt nicht. Nach meiner Studienzeit habe gleich in der Produktionsleitung begonnen und war dort immer glücklich. Es ging mir in erster Linie darum, etwas über Aids zu machen, erst ein Drehbuch zu schreiben und nach langen Jahren jetzt auch den Film zu drehen.“
„T“: Könntest du vielleicht kurz erklären, worum es in „House of Boys“ geht?
J-C. S.: „Der Ausgangspunkt ist das Bild einer Figur, die in den achtziger Jahren an AIDS stirbt. Für mich ist dieses Bild ein ganz wichtiger visueller Faktor, weil es eine Verbindung zwischen uns und der Krankheit herstellt. Es waren wirklich sehr hässliche Bilder, die ganze Generationen geprägt haben. Heutzutage ist AIDS eine Krankheit, die kein Gesicht, keine visuelle Bindung mehr hat. Den Generationen von heute möchte ich die Bilder von damals noch einmal zeigen und auch einige historische Fakten über AIDS miteinbinden.
Die Geschichte des Films ist eine tragische Liebesgeschichte mit vielen sehr guten Figuren. Sie beginnt in Luxemburg, wo ein junger Mann sein Coming-out hat, dann nach Amsterdam fährt und in einem Cabaret, einem Stripper-Club, Arbeit findet. Dort verliebt er sich in eine andere Figur. Ziemlich schnell kommt dann die Krankheit ins Spiel. Auf eine etwas andere Weise ist es eine ganz klassische Geschichte. Es ist nicht nur ein Film über AIDS sondern auch eine Liebesgeschichte.“
„T“: Du führst nicht nur Regie, sondern hast auch (zusammen mit Christian Thiry) das Skript verfasst. Wie lange arbeitest du schon an dem Projekt?
J-C. S.: „Ich habe das Drehbuch vor etwa fünf Jahren geschrieben und weltweit ausgezeichnete Kritiken dafür erhalten. Viele der Schauspieler, die jetzt mit an Bord sind, habe ich schon vor ein paar Jahren für eine Rolle vorgesehen. Stephen Fry und auch andere stehen schon lange hinter dem Projekt. Leider ist es international noch immer ein bisschen ein Tabuthema und deshalb war es auch nicht ganz einfach das Geld für den Film zusammenzutreiben. Das Geld aus Luxemburg kam ziemlich schnell, aber auf dem internationalen Markt gab es nicht unbedingt eine große Nachfrage nach Filmen über AIDS.“
„T“: Hast du ein großes Budget zur Verfügung?
J-C. S.: „Wir mussten unsere Budgeterwartungen und Ambitionen zurückschrauben. Das Problem bei ‚House of Boys‘ ist, dass es ein Film mit sehr vielen Figuren ist, es müssen so um die 30 sein. Zudem ist es ein historischer Film, der in den Achtziger Jahren spielt und ziemlich viele Kulissen braucht. Demnach ist ‚House of Boys‘ von seiner Natur her kein Film, den man mit einem ganz kleinen Budget machen kann. Es ist schon ziemlich aufwändig, was wir hier tun, doch alle Teilnehmer, auch die Schauspieler, waren bereit, sich extrem anzustrengen, damit wir mit dem wenigen Geld, das wir haben, etwas Gutes Zustande bringen. Vielleicht sind sie auch dazu bereit, weil sie fühlen, dass dies ein Projekt ist, das mit Gefühl und mit Herz gemacht wird.
Wir versuchen so viel Geld wie möglich in die Leinwand zu stecken und da kommt mir, denke ich, meine langjährige Erfahrung als Produktionsleiter zugute, weil ich genau weiß, wie man Qualität auf die Leinwand bekommt und wo oftmals unnötig Geld für Blödsinn ausgegeben wird. Ich habe das Ganze also auch mit dem Auge des Produzenten betrachtet.“
„T“: Dreht ihr nur hier in Luxemburg oder auch im Ausland?
J-C. S.: „Der Film entsteht in Koproduktion mit einer deutschen Firma und wie das bei internationalen Koproduktionen immer der Fall ist, muss man, um das Geld zu bekommen, einige Zeit im Heimatland dieses Unternehmens drehen und dort einen Teil des Geldes ausgeben. Das ist wie das Tax-Shelter in Luxemburg. Aus diesem Grund drehen wir etwa drei Wochen in Deutschland.“
„T“: Ist „House of Boys“ ein Luxemburger Film?
J-C. S.: „ Das Drehbuch ist in Englisch, weil die Zusammensetzung der Schauspieler ziemlich kosmopolitisch ist. Für mich ist ’House of Boys‘ aber ein zu Hundert Prozent Luxemburger Film. Das Projekt wurde hier geschrieben, ich selbst bin Luxemburger, die ersten Gelder kamen vom Luxemburger Filmfonds und die ganze Crew um mich herum besteht aus Luxemburgern.“
„T“: Wie bist du bei der Auswahl der beiden Hauptdarsteller vorgegangen?
J-C. S.: Der eine (Layke Anderson in der Rolle des Frank / Anm. d. Red.) ist schon ganz lange dabei, der andere (Benn Northover in der Rolle des Jake) ist erst ganz spät dazugekommen. Ich wähle beim Casting eigentlich weniger Figuren als vielmehr Menschen aus. Viele Schauspieler haben ihre Rolle in ’House of Boys’ nach einem Coffee-Meeting bekommen, ich bevorzuge ein kleines Gespräch gegenüber der traditionellen Casting-Manier.“
„T“: Gibt es filmische Vorbilder, an denen du dich orientiert hast?
J-C. S.: „Ich denke, ich habe mich an traditionellen Hollywoodfilmen der 40er und 50er Jahre inspiriert. Die Geschichte von ’House of Boys‘ folgt einer linearen, traditionellen Erzählstruktur. Ich lese jeden Tag mein Skript und es geht mir wirklich darum, nah an den Figuren und an der Geschichte zu bleiben, kein technischer Firlefanz soll uns davon ablenken. Bei drei bis vier Hauptteilen im Film habe ich mich an Fotografien inspiriert, die Farben hier im Krankenhaus erinnern z.B. an die Bilder von Nan Goldin, aber filmische Vorbilder habe ich im Prinzip nicht. Ich sehe den Film ein bisschen als ’Fairytale‘, als Märchen, alle sind überdurchschnittlich schön, was ja nicht der Realität entspricht. Ich versuche auch diese alte Hollywoodatmosphäre zurückzubringen, schöne Außenaufnahmen im Schnee und Geigenmusik. Der Zuschauer soll wirklich fühlen, dass es Kino ist, er soll merken, dass es von mir so gewollt ist.

TERMINE
o März 2009 Die Dreharbeiten zu „House of Boys“ dauern noch bis Anfang März 2009
o September 2009 Der Film soll schon in sieben bis acht Monaten in den Kinos anlaufen

27-01-2009

Comments

comments

One response so far

One Response to ““House of Boys” Interview im Tageblatt”

  1. adminon 20 Feb 2009 at 13:31

    SYNOPSISThe year is 1984. Frank is an 18-year-old boy, who has just ‘come out’. He loves dancing and new wave music and leads a superficial life partying and discovering hissexuality. Frank’s final exams are approaching and as he is not at all prepared, hedecides to leave for Amsterdam with his friend Rita. However, after a couple of weeks,she heads off to the South of France, which leaves Frank on his own.Frank manages to get a job as a dancer in the House of Boys, a gay cabaret/strip club.There he meets Jake, an American dancer in his early 20’s. They share a room togetherand Frank is attracted to this good-looking, mature boy. However, his advances arerejected as Jake has a girlfriend, Carol, who secretly sneaks in from time to time.Madame, an astute businessman who stars in his own extravagant cabaret show onFriday nights, owns the House of Boys and rules it together with Emma, a caringwoman.After one of the shows, Jake has sex with an American customer in a private backroom,which makes Frank jealous. Despite this, Frank and Jake’s relationship doesn’t suffer. Infact they become really close friends after Jake dumps his girlfriend when she confessesto having had an abortion, unbeknownst to Jake. After a concert night, Jake and Frank’srelationship deepens and they make love for the first time.This newfound happiness is threatened when Jake falls ill. He is diagnosed with a newdisease officially called AIDS, but referred to as ‘gay cancer’. Since this is bad forbusiness, Jake and Frank have to leave the House of Boys. Emma offers them her helpand a room in her apartment but Jake’s illness only gets worse and he is checked into ahospital. Here he is accommodated in the closed section of the infectious diseases unit.During his long agony, Frank never moves from his friend’s side, even though Jake isnow completely ravaged by a general Kaposi syndrome. Emma pays regular visits to theboys. Frank still has an irrational hope that Jake will get better. He promises him thatthey will visit Essaouira together, a place that Jake has always dreamed of visitingbecause his idol, Jimmy Hendrix, once lived there. The very next day, Jake dies whileFrank is asleep on a chair next to him.Frank and Carol then make a journey to Morocco where they throw Jake’s ashes into thesea from the old rampart walls of Essaouira. They feel happy in themselves and are ableto look optimistically to a hopeful future.
    Page 2
    CREDITS Director Jean-Claude Schlim Writers Jean-Claude SchlimChristian Thiry, Bob Graham (& “J.T.Leroy”)based on an original idea byJean-Claude Schlim Producers Jimmy de Brabant & Bob Bellion – Delux Productions (L)8, rue de l’Etang L-5326 Contern, LUXEMBOURGPh. +352 26 353 1 Fax. +352 26 353 4444E-mail : jimmy_debrabant@delux.lubob_bellion@delux.lu http://www.delux.lu Jean-Luc Van Damme – Banana Films – Chochana S.A.83-85 Rue Philomène – 1030 Brussels Tel : + 322 219 91 90 – Fax : + 322 219 94 10 –E-mail : jeanluc@bananafilms.be http://www.bananafilms.eu Language: English Format: 35mm Length: 110 minutes Budget : +/- 5 M$ Genre : Drama Logline Frank, an 18-year-old boy living in Luxembourg, driven by his recent coming-out andhis adventurous urge for easy-living and dancing, runs away to Amsterdam, wherehe finds his fulfillment in a male stripper / cabaret club.Cast (all cast final and confidential / some cameos to be casted and/or confirmed)Layke Anderson, Kyle Schmidt (tbc), Luke J. Wilkins, Francisco Bosch, Udo Kier,Deborah Harry, Emma Griffiths-Malin, Sean Biggerstaff (tbc), Oliver Hoare,Stephen Fry, Johanna ter Steege, Ginataré Parulyte, Tom Leick, Steven Webb,Sascha Ley, Chris Mc Hallem, Jules Werner, Myriam Müller, Thierry Van Werveke,Paul Rockenbrod, Luc Feit, Roya Zarga, Loïc Peckels, Rachid O., Thorun Egilsdottir,Elias McConnell, Brian Molko (tbc), Marianne Faithfull (tbc) Keram Malicki-Sanchez (tbc)and Frankie Goes To Hollywood live actTitle song by Jimmy Somerville
    Page 3
    THE DIRECTOR’S STATEMENT S STATEMENT ‘Talk About It’, that has been the slogan launched by Bill Clinton, Kofi Annan and otherspokespeople through UNAIDS – sounding the alarm, that the battle against AIDS is farfrom over.Contributing to the prevention of AIDS can take many forms, but the fact is that cinema,worldwide, has long since forgotten about AIDS. People have neglected AIDS as adeadly disease. HOUSE OF BOYS will be in that sense a time document, that showsterrifying images, as seen in the ‘dark ages’ of this epidemic; in order for newgenerations to visualize the horror beyond description and thus hopefully awakenconsciousness and public awareness.HOUSE OF BOYS will certainly be tragic, even though I might see it sometimes as a feelgood comedy with funny, witty and colourful characters, set up around a dramatic lovestory. ‘I don’t want be a director, I want to simply make a good movie!’ I consider makinga film to be teamwork, driven by a positive and creative input from cast and crew. I dobelieve that our strength lies in a very powerful script and its classic, but timelessapproach of story telling. THE DIRECTOR Line producer:LA NUIT MEDICIS (2007), THE MERCHANT OF VENICE (2004- Michael Radford),AUTOBAHNRASER (2003 – Michael Keusch), THE EMPEROR’S WIFE (2002 – JulienVrebos), MOONLIGHT (2001 -Paula van der Oest), CQ (2000 – Roman Coppola),CHRISTIE MALRY’S OWN- DOUBLE ENTRY (1999 – Paul Tickell), SHADOW OF AVAMPIRE (1999 – Elias Merhige)Producer or executive producer:PERL ODER PICA (2006 – Pol Cruchten), SOMEWHERE IN EUROPE (1988 – PolCruchten), SNIPER (1994 – Pol Cruchten), BLACK DJU (1995 – Pol Cruchten)Production manager:DANIELLE STEEL’S JEWELS (1992 – Robert Young), THREE SHAKE-A-LEG STEPSTO HEAVEN (1993 – Andy Bausch), LORENZ IM LAND DER LÜGER (1995 – JürgenBrauer), AN AMERICAN WEREWOLF IN PARIS (1996 – Anthony Waller), BACK INTROUBLE (1997 – Andy Bausch), ABELTJE – THE FLYING LIFTBOY (1998 – BenSombogaart), 81/2 WOMEN (1998 – Peter Greenaway), FORTESS 2 (1998 – GeoffMurphy), WARBURG (1990 – Moshe Mizrahi), ABRACADABRA (1991 – Harry Cleven),LE CHINOIS (1991 – Vittorio Sindoni), LA GUERRE BLANCHE (1991 – Pedro Maso sr.)More Songs For life – Music inspired by the Screenplay of House of BoysDirector’s office : Productions audiovisuelles 46, rue Schrobilgen L-2526 LuxembourgPh. +352 44 96 61 Mobile: +352 061 503 100
    Page 4
    THE PRODUCER’S STATEMENTA true love story of the 80’s , where highlife and fashion extravagance had its highlights,where music was outrageous and nightclubbing a new way of life.This stylish set-up is the background of a deeply moving romance between two youngmen. There is a common saying that there is no love without suffering. The beginning ofthe AIDS epidemic sounded the end of the 80’s and turned into a major tragedy for a lotof people around the world.The universal theme of love and tragedy, joy and suffering is far older than the movies.In a classic melodramatic style, influenced by Douglas Sirk and Rainer Fassbinder – howcould it be different?The director wants to bring to the screen a direct, heartbreaking, funny, crazy, sexy andmodern story that concerns all of us: The Tragedy and the Power of Love! T

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply