Aug 13 2012

Schatzritter Kritik

Published by at 01:50 under Lucil Film

SOURCE: http://www.moviemaze.de Copyright by MovieMaze.de

Nur alle sieben Jahre ist ein sagenumwobener luxemburgischer Schatz für sieben Tage auffindbar. Den jungen Jeff verfolgt die Geschichte seit dem undurchsichtigen Tod seiner Mutter. Als sich das Zeitfenster zu öffnen scheint, begibt er sich mit Freunden auf Abenteuerjagd. Laura Schroeders Kinder- und Jugendfilm bedient sich der mittelalterlichen Legende um die Meerjungfrau Melusina und kommt sehr altmodisch daher, ist aber gerade deswegen liebenswert charmant.

Bild aus SchatzritterAls Vierjähriger muss der kleine Jeff mit anschauen, wie eine dunkle Gestalt namens Duc de Barry (Clemens Schick, Casino Royale) seiner Mutter einen Schlüssel entreißt und sie ermordet. Sieben Jahre später leidet Jeff (Anton Glas, wie die anderen durchweg sympathischen Kinderdarsteller ein Filmdebütant) noch immer unter dem Verlust und der Erziehung seines übervorsichtigen Vaters (Luc Feit). Da taucht auf dem Campingplatz der Familie unter dubiosen Umständen eine junge Frau namens Melanie auf (angenehm zurückhaltend gespielt vom einstigen Seifenopern-Star Alexandra Neldel, Die Wanderhure). Jeff beginnt, unterstützt durch die ungleichen Zwillinge Julia und Leo (Lana Welter und Thierry Koob) sowie den gewitzten Jean-Baptiste, genannt Killer (Tun Schon, der heimliche Star des Films), mehrere Puzzleteilchen zusammenzusetzen. Er ist überzeugt: Melanie ist die verwunschene Melusina – und ihr Schatz für sieben Tage mit ihr aufgetaucht. Das Problem: hinter dem ist nach wie vor auch der Duc de Barry her.

Der luxemburgischen Legende nach lernte der “edle Ritter Siegfried” im Jahre 963 nach Christus an einem Fluss eine wunderschöne Frau namens Melusina kennen und hielt, unsterblich verliebt, um ihre Hand an. Melusina willigte unter der Bedingung ein, an einem Tag der Woche ungestört sein zu dürfen. Nach Jahren des Glücks brach Siegfried, inzwischen Herr des Staates, sein Versprechen – in die Eifersucht getrieben durch seinen intriganten Bruder. Als er erkannte, dass Melusina in Wirklichkeit eine Meerjungfrau ist, schrie die Ertappte auf und verschwand für immer.

Diese Sage bildet die Basis des Familienfilms, an dessen Drehbuch gleich vier Autoren und Regisseure mitwirkten. Inszeniert hat die Geschichte die 1980 geborene Luxemburgerin Laura Schroeder, für die es das Langfilmdebüt ist. Gedreht wurde Schatzritter im Original mit letzebuergeschen Zungenschlag, was in der deutschen Synchronisation dazu führt, dass Dialoge zuweilen etwas hölzern wirken. Für die Zielgruppe dürfte das jedoch kein Problem darstellen.

Eher stellt sich eine andere Frage: Trifft der Film den Zeitgeist? Recht altmodisch wirkt diese Abenteuergeschichte – in sich nahezu technologielos – fast wie ein Relikt aus den späten 80er Jahren. “Das ist ja wie bei Indiana Jones“, sagt passend dazu Jeffs Freund Leo in einer Szene. Und der pfiffige Killer erinnert mit seinen Einfällen in scheinbar aussichtslosen Situationen an einen späten Sohn von Angus MacGyver. Unabhängig davon, ob sich das junge Publikum von so viel Rückbesinnung begeistern lässt: Charmant ist das allemal.

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Nur alle sieben Jahre ist ein sagenumwobener luxemburgischer Schatz für sieben Tage auffindbar. Den jungen Jeff verfolgt die Geschichte seit dem undurchsichtigen Tod seiner Mutter. Als sich das Zeitfenster zu öffnen scheint, begibt er sich mit Freunden auf Abenteuerjagd. Laura Schroeders Kinder- und Jugendfilm bedient sich der mittelalterlichen Legende um die Meerjungfrau Melusina und kommt sehr altmodisch daher, ist aber gerade deswegen liebenswert charmant.

Bild aus SchatzritterAls Vierjähriger muss der kleine Jeff mit anschauen, wie eine dunkle Gestalt namens Duc de Barry (Clemens Schick, Casino Royale) seiner Mutter einen Schlüssel entreißt und sie ermordet. Sieben Jahre später leidet Jeff (Anton Glas, wie die anderen durchweg sympathischen Kinderdarsteller ein Filmdebütant) noch immer unter dem Verlust und der Erziehung seines übervorsichtigen Vaters (Luc Feit). Da taucht auf dem Campingplatz der Familie unter dubiosen Umständen eine junge Frau namens Melanie auf (angenehm zurückhaltend gespielt vom einstigen Seifenopern-Star Alexandra Neldel, Die Wanderhure). Jeff beginnt, unterstützt durch die ungleichen Zwillinge Julia und Leo (Lana Welter und Thierry Koob) sowie den gewitzten Jean-Baptiste, genannt Killer (Tun Schon, der heimliche Star des Films), mehrere Puzzleteilchen zusammenzusetzen. Er ist überzeugt: Melanie ist die verwunschene Melusina – und ihr Schatz für sieben Tage mit ihr aufgetaucht. Das Problem: hinter dem ist nach wie vor auch der Duc de Barry her.

Der luxemburgischen Legende nach lernte der “edle Ritter Siegfried” im Jahre 963 nach Christus an einem Fluss eine wunderschöne Frau namens Melusina kennen und hielt, unsterblich verliebt, um ihre Hand an. Melusina willigte unter der Bedingung ein, an einem Tag der Woche ungestört sein zu dürfen. Nach Jahren des Glücks brach Siegfried, inzwischen Herr des Staates, sein Versprechen – in die Eifersucht getrieben durch seinen intriganten Bruder. Als er erkannte, dass Melusina in Wirklichkeit eine Meerjungfrau ist, schrie die Ertappte auf und verschwand für immer.

Diese Sage bildet die Basis des Familienfilms, an dessen Drehbuch gleich vier Autoren und Regisseure mitwirkten. Inszeniert hat die Geschichte die 1980 geborene Luxemburgerin Laura Schroeder, für die es das Langfilmdebüt ist. Gedreht wurde Schatzritter im Original mit letzebuergeschen Zungenschlag, was in der deutschen Synchronisation dazu führt, dass Dialoge zuweilen etwas hölzern wirken. Für die Zielgruppe dürfte das jedoch kein Problem darstellen.

Eher stellt sich eine andere Frage: Trifft der Film den Zeitgeist? Recht altmodisch wirkt diese Abenteuergeschichte – in sich nahezu technologielos – fast wie ein Relikt aus den späten 80er Jahren. “Das ist ja wie bei Indiana Jones“, sagt passend dazu Jeffs Freund Leo in einer Szene. Und der pfiffige Killer erinnert mit seinen Einfällen in scheinbar aussichtslosen Situationen an einen späten Sohn von Angus MacGyver. Unabhängig davon, ob sich das junge Publikum von so viel Rückbesinnung begeistern lässt: Charmant ist das allemal.

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