May 10 2013

Fluoreszierende Begegnungen

Published by at 01:36 under Feierblumm,Music

SOURCE: http://www.journal.lu

Jacques Molitor realisiert das neue Musikvideo von Daniel Balthasar

Musikvideos drehe man streng genommen für den guten Zweck, erklärt Filmemacher Jacques Molitor. Die Budgets für den Film zur Musik sind dermaßen knapp bemessen – in Luxemburg noch knapper als anderswo -, dass jeder Cent dreimal umgedreht werden muss. Mit viel persönlichem Engagement und kollektiver Hingabe hat der Regisseur des Dokumentarfilms „Sweetheart Come“ vor wenigen Tagen den Musikclip zu Daniel Balthasars Single „Away“ in Mersch abgedreht. Nach „Ocean“ und „ Accidentally“ ist „Away“ bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Musiker und dem Filmemacher; das zweite Balthasar-Video übrigens, das von der Film-Asbl „Feierblumm“ produziert wird. Handelte es sich bei „Ocean“ noch um ein 80-Euro-Filmexpriment, so liegt „Away“ ein ausgereiftes Konzept zugrunde.
Nach Abschluss der Postproduktion soll im Frühsommer das Musikvideo veröffentlicht werden und anschließend im Internet und im Fernsehen laufen. Ob ein Video beim Publikum punktet, hängt in der Regel jedoch nicht von der Qualität des Videos ab, sondern vielmehr von der Band, die der Mini-Streifen in Szene setzt. Am Erfolg des neuen Videos zweifelt allerdings niemand bei „Feierblumm“ , das Duo Balthasar/ Molitor sei eine Art Selbstläufer heißt es.
Mitglieder der Vereinigung haben nicht nur kräftig während des Clip-Drehs angepackt; im Vorfeld der Dreharbeiten in den Räumlichkeiten des „Lyçée Ermesinde“ wurden 60 unterschiedliche Elemente entworfen, die für den Dreh gebraucht wurden. Als Rahmen für das Video solle an und für sich ein altes Theater dienen; mit einem solchen kann das neue Gymnasium am Merscher Bahnhof nicht dienen. Allerdings, so Molitor, habe man auf eine moderne Bühne zurückgreifen können. Für die Rollen hat der Regisseur Schüler zweier „Ermesinde“-Klassen gecastet; die beiden Hauptrollen hat der Filmemacher mit Darstellern aus der Sitcom „Comeback“ besetzt.

Abstraktes Konzept

Jacques Molitor hatte im Vorfeld der Produktion dem luxemburgischen Musiker zwei Drehbücher vorgelegt; eine hat er selber zurückgezogen, da der Inhalt zu düster für den Song gewesen ist. Das zweite hatte der Regisseur gemeinsam mit Balthasar ausgearbeitet; doch irgendwie konnte er sich den Song nicht in Kombination mit den Bildern vorstellen.
Zurückbehalten wurde ein Drehbuch, das auf einem abstrakten konzeptuellen Design basiert. Daniel Balthasar hat im Zuschauerraum eines Theaters Platz genommen; als sich der Vorhang hebt, ist alles schwarz. Langsam füllt sich die Bühne mit fluoreszierenden Körperteilen und Kleidungsstücken, die zu comichaften Figuren zusammengefügt werden. Untermalt wird das Treiben auf der Bühne von einem Auftritt von Daniel Balthasar samt Band, die „Away“ auf Styropor-Instrumenten spielen.
Auf extrem symbolische Art und Weise versucht Molitor in seinem Clip zu zeigen, dass niemand sich quälen soll, um perfekt zu sein. Wie nah die dritte Zusammenarbeit Balthasar/ Molitor an der Perfektion anzusiedeln ist, ist in ein paar Wochen im Internet sichtbar.

www.feierblumm.com

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Jacques Molitor realisiert das neue Musikvideo von Daniel Balthasar

Musikvideos drehe man streng genommen für den guten Zweck, erklärt Filmemacher Jacques Molitor. Die Budgets für den Film zur Musik sind dermaßen knapp bemessen – in Luxemburg noch knapper als anderswo -, dass jeder Cent dreimal umgedreht werden muss. Mit viel persönlichem Engagement und kollektiver Hingabe hat der Regisseur des Dokumentarfilms „Sweetheart Come“ vor wenigen Tagen den Musikclip zu Daniel Balthasars Single „Away“ in Mersch abgedreht. Nach „Ocean“ und „ Accidentally“ ist „Away“ bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Musiker und dem Filmemacher; das zweite Balthasar-Video übrigens, das von der Film-Asbl „Feierblumm“ produziert wird. Handelte es sich bei „Ocean“ noch um ein 80-Euro-Filmexpriment, so liegt „Away“ ein ausgereiftes Konzept zugrunde.
Nach Abschluss der Postproduktion soll im Frühsommer das Musikvideo veröffentlicht werden und anschließend im Internet und im Fernsehen laufen. Ob ein Video beim Publikum punktet, hängt in der Regel jedoch nicht von der Qualität des Videos ab, sondern vielmehr von der Band, die der Mini-Streifen in Szene setzt. Am Erfolg des neuen Videos zweifelt allerdings niemand bei „Feierblumm“ , das Duo Balthasar/ Molitor sei eine Art Selbstläufer heißt es.
Mitglieder der Vereinigung haben nicht nur kräftig während des Clip-Drehs angepackt; im Vorfeld der Dreharbeiten in den Räumlichkeiten des „Lyçée Ermesinde“ wurden 60 unterschiedliche Elemente entworfen, die für den Dreh gebraucht wurden. Als Rahmen für das Video solle an und für sich ein altes Theater dienen; mit einem solchen kann das neue Gymnasium am Merscher Bahnhof nicht dienen. Allerdings, so Molitor, habe man auf eine moderne Bühne zurückgreifen können. Für die Rollen hat der Regisseur Schüler zweier „Ermesinde“-Klassen gecastet; die beiden Hauptrollen hat der Filmemacher mit Darstellern aus der Sitcom „Comeback“ besetzt.

Abstraktes Konzept

Jacques Molitor hatte im Vorfeld der Produktion dem luxemburgischen Musiker zwei Drehbücher vorgelegt; eine hat er selber zurückgezogen, da der Inhalt zu düster für den Song gewesen ist. Das zweite hatte der Regisseur gemeinsam mit Balthasar ausgearbeitet; doch irgendwie konnte er sich den Song nicht in Kombination mit den Bildern vorstellen.
Zurückbehalten wurde ein Drehbuch, das auf einem abstrakten konzeptuellen Design basiert. Daniel Balthasar hat im Zuschauerraum eines Theaters Platz genommen; als sich der Vorhang hebt, ist alles schwarz. Langsam füllt sich die Bühne mit fluoreszierenden Körperteilen und Kleidungsstücken, die zu comichaften Figuren zusammengefügt werden. Untermalt wird das Treiben auf der Bühne von einem Auftritt von Daniel Balthasar samt Band, die „Away“ auf Styropor-Instrumenten spielen.
Auf extrem symbolische Art und Weise versucht Molitor in seinem Clip zu zeigen, dass niemand sich quälen soll, um perfekt zu sein. Wie nah die dritte Zusammenarbeit Balthasar/ Molitor an der Perfektion anzusiedeln ist, ist in ein paar Wochen im Internet sichtbar.

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