Apr 12 2010

FEIERBLUMM in the press

Published by at 01:57 under Articles,Deutsch,No-Low Budget

Take a look at Saturday’s Tageblatt article about FEIERBLUMM:

Was im Jahr 2000 als Amateurprojekt unter einigen Freunden des „Lycée de garçons d’Esch-sur-Alzette“ anfing, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der aktivsten Filmproduktionsfirma in der Luxemburger Independent-Szene.

Mohammed Hamdi

Mit ihrem aktuellen Projekt „Heemwéi“, einer Geschichte von zwei luxemburgischen Zwangsrekrutierten im Zweiten Weltkrieg, könnte ihnen sogar ein nationaler Kassenschlager gelingen.

„Who’s Quentin“ wird so einigen noch in Erinnerung geblieben sein. Der Amateur-Film, an dem mehr als fünf Jahre mit einem spärlichen Budget von lediglich 5.500 Euro gearbeitet wurde, kam 2006 in die einheimischen Kinos und erfreute sich euphorischen Beifalls. Dass der Film an technischen und formalen Schwächen litt, schien das Publikum kaum zu stören. Ganz im Gegenteil, die junge Gruppe ambitionierter Filmbegeisterter wurde von allen Seiten unterstützt.

So kam es, dass unter der Leitung von Sacha Bachim, Regisseur von „Who’s Quentin“, die „Feierblumm asbl.“ ins Leben gerufen wurde. Dem Namen „Feierblumm“, der auf Takeshi Kitanos Meisterwerk Hana-bi (japanisch für „Feuerblume“) anspielt, liegt auch eine Metapher zugrunde, mit der die Gruppe ihre Arbeitsphilosophie verbildlichen will. So ist die „Feierblumm“ („Klatschmohn“ auf Deutsch) eine zerbrechliche Pflanze, die trotz ihrer Empfindlichkeit auf dürrem Boden gedeihen kann. Das Feierblumm-Kollektiv sieht sich demnach als Nährboden für junge Filmemacher. Es ermöglicht ihnen, erste praktische Erfahrungen zu sammeln, um in der Filmbranche Fuß fassen zu können.

Dies geschieht jedoch nicht mehr auf Amateurbasis, wie es noch bei „Who’s Quentin“ der Fall war. Das Team um Sacha Bachim konnte sich, dank der professionellen Unterstützung, zu einer anspruchsvollen Plattform entwickeln, die von Maskenbildnern über gecastete Schauspieler bis hin zu professionellen Kameramännern alles zu bieten hat, was zum Filmemachen gehört.

Erste Erfolge

Neben Kurz- und Dokumentarfilmen produziert „Feierblumm“ ebenfalls Musikvideos für einheimische Bands wie zum Beispiel Daniel Balthasars „Accidentaly“. Auch am zurzeit in unseren Kinos laufenden „Trouble No More“ von Andy Bausch beteiligten sich acht „Feierblumm“-Mitglieder, die der Independent-Firma ihre ersten Erfahrungen verdanken. „Feierblumm Productions“ beteiligte sich auch erfolgreich an einigen nationalen und internationalen Kurzfilmwettbewerben, auf denen sie mit Filmen wie beispielsweise „Show Time“ oder „Lei, lui e l’altro“ mehrere Preise absahnen konnten. Trotz dieser Erfolgserlebnisse möchte sich die Gruppe von professionellen Produktionsfirmen abgrenzen. „Der Unterschied“, betont die Mehrzahl der Mitglieder, „ist, dass wir dies nicht als Beruf ausüben. Unser Verdienst ist nicht von finanzieller Natur, sondern eher von sozialer“. Immer wieder wird die kollegiale Atmosphäre in der Gruppe betont. Es ähnle mehr einer großen Familie, die nahezu 100 Mitglieder zählt.

Eines der Hauptprobleme von „Feierblumm“ ist das Auftreiben finanzieller Mittel. So ist auch „Heemwéi“, Sacha Bachims zweites größere Projekt nach „Who’s Quentin“, einstweilig ins Stocken geraten. Wann nun der Streifen endlich in unseren Kinos anläuft, wissen auch die Filmemacher nicht. „Wir versuchen das Bestmögliche aus dem zu machen, was unsere Mittel uns erlauben“, verdeutlicht „Feierblumm“-Mitglied Paul Kohn.

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Was im Jahr 2000 als Amateurprojekt unter einigen Freunden des „Lycée de garçons d’Esch-sur-Alzette“ anfing, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der aktivsten Filmproduktionsfirma in der Luxemburger Independent-Szene.

Mohammed Hamdi

Mit ihrem aktuellen Projekt „Heemwéi“, einer Geschichte von zwei luxemburgischen Zwangsrekrutierten im Zweiten Weltkrieg, könnte ihnen sogar ein nationaler Kassenschlager gelingen.

„Who’s Quentin“ wird so einigen noch in Erinnerung geblieben sein. Der Amateur-Film, an dem mehr als fünf Jahre mit einem spärlichen Budget von lediglich 5.500 Euro gearbeitet wurde, kam 2006 in die einheimischen Kinos und erfreute sich euphorischen Beifalls. Dass der Film an technischen und formalen Schwächen litt, schien das Publikum kaum zu stören. Ganz im Gegenteil, die junge Gruppe ambitionierter Filmbegeisterter wurde von allen Seiten unterstützt.

So kam es, dass unter der Leitung von Sacha Bachim, Regisseur von „Who’s Quentin“, die „Feierblumm asbl.“ ins Leben gerufen wurde. Dem Namen „Feierblumm“, der auf Takeshi Kitanos Meisterwerk Hana-bi (japanisch für „Feuerblume“) anspielt, liegt auch eine Metapher zugrunde, mit der die Gruppe ihre Arbeitsphilosophie verbildlichen will. So ist die „Feierblumm“ („Klatschmohn“ auf Deutsch) eine zerbrechliche Pflanze, die trotz ihrer Empfindlichkeit auf dürrem Boden gedeihen kann. Das Feierblumm-Kollektiv sieht sich demnach als Nährboden für junge Filmemacher. Es ermöglicht ihnen, erste praktische Erfahrungen zu sammeln, um in der Filmbranche Fuß fassen zu können.

Dies geschieht jedoch nicht mehr auf Amateurbasis, wie es noch bei „Who’s Quentin“ der Fall war. Das Team um Sacha Bachim konnte sich, dank der professionellen Unterstützung, zu einer anspruchsvollen Plattform entwickeln, die von Maskenbildnern über gecastete Schauspieler bis hin zu professionellen Kameramännern alles zu bieten hat, was zum Filmemachen gehört.

Erste Erfolge

Neben Kurz- und Dokumentarfilmen produziert „Feierblumm“ ebenfalls Musikvideos für einheimische Bands wie zum Beispiel Daniel Balthasars „Accidentaly“. Auch am zurzeit in unseren Kinos laufenden „Trouble No More“ von Andy Bausch beteiligten sich acht „Feierblumm“-Mitglieder, die der Independent-Firma ihre ersten Erfahrungen verdanken. „Feierblumm Productions“ beteiligte sich auch erfolgreich an einigen nationalen und internationalen Kurzfilmwettbewerben, auf denen sie mit Filmen wie beispielsweise „Show Time“ oder „Lei, lui e l’altro“ mehrere Preise absahnen konnten. Trotz dieser Erfolgserlebnisse möchte sich die Gruppe von professionellen Produktionsfirmen abgrenzen. „Der Unterschied“, betont die Mehrzahl der Mitglieder, „ist, dass wir dies nicht als Beruf ausüben. Unser Verdienst ist nicht von finanzieller Natur, sondern eher von sozialer“. Immer wieder wird die kollegiale Atmosphäre in der Gruppe betont. Es ähnle mehr einer großen Familie, die nahezu 100 Mitglieder zählt.

Eines der Hauptprobleme von „Feierblumm“ ist das Auftreiben finanzieller Mittel. So ist auch „Heemwéi“, Sacha Bachims zweites größere Projekt nach „Who’s Quentin“, einstweilig ins Stocken geraten. Wann nun der Streifen endlich in unseren Kinos anläuft, wissen auch die Filmemacher nicht. „Wir versuchen das Bestmögliche aus dem zu machen, was unsere Mittel uns erlauben“, verdeutlicht „Feierblumm“-Mitglied Paul Kohn.

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