Jan 31 2012

Gänseblümchen winnt Quattropole-Preis!

Published by at 01:51 under Feierblumm,No-Low Budget

SOURCE: http://www.quattropole.org/de/press/119371

Der QuattroPole-Preis des Créajeune-Filmwettbewerbs geht an den 3-minütigen Filmclip „Gänseblümchen“ des luxemburgischen Regisseurs Sacha Bachim. Am Mittwoch, 25. Januar, fand die offizielle Preisverleihung in der Kategorie „Junge Erwachsene“ in der gut besuchten Cinémathèque der Stadt Luxemburg statt.

Jury und Gewinner des QuattroPole-PreisesJury und Gewinner des QuattroPole-Preises

Die Besonderheit des vom Städtenetz ausgezeichneten Films ist, dass er nicht digital, sondern klassisch analog gedreht wurde. Sacha Bachim hatte beim Wettbewerb „Free Oli’s Fridge“ 30 Meter Film gewonnen. Um den Film „Gänseblümchen“ zu realisieren, musste er diese begrenzte Länge Film nutzen, ohne bei der Aufnahme den geringsten Fehler zu machen.

Die beiden Jurymitglieder Tim Dirnberger aus Illingen und Fabien Giurgiu aus Metz haben den mit 500 Euro dotierten QuattroPole-Preis überreicht. Der Preis zeichnet den besten Film des Wettbewerbs zum Thema „Leben in meiner Stadt“ aus. Vier Jugendliche aus Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier haben den Preisträger aus über 60 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Sie begründen ihre Auswahl damit, dass der Film „Gänseblümchen“ ein ernstes Thema auf leichte Weise behandelt: „Es wird das multikulturelle Zusammenleben in der Großstadt mit all seinen Schwierigkeiten thematisiert. Durch seinen sensiblen Witz ermutigt der Film uns zum integrativen Nachdenken“, so die Jury.

In der Kategorie Bester Spielfilm wurden gleich zwei Filme ausgezeichnet: Der 5-minütige Kurzfilm „Tactile“ des belgischen Regisseurs Valentin Taminiau sowie die luxemburgische Produktion „Status > ego“, die unter der Regie von Marc Barnig entstanden ist. Den Preis für den besten Videoclip erhielt Regisseur Laurent Prim für das Musikvideo „Every single one of us“ der Band Birdbones. Alle drei Preisträger erhielten eine Kamera im Wert von je 500 Euro. Der Preis für Humor und Ironie geht an den Filmclip „Don’t let the bank die“, der während eines europäischen Jugendaustauschs von jungen Amateurfilmern aus Schweden, Estland, Deutschland, Tschechien, Slowakei, den Niederlanden und Luxemburg entstanden ist.

Weitere Aufführungen in den QuattroPole-Städten
Bereits am Montag, 30. Januar, werden die Preisträger und andere Favoriten des Wettbewerbs um 20 Uhr im Kino achteinhalb in Saarbrücken vorgestellt. Auch in Luxemburg und im Trierer Broadway-Kino sollen die besten Filme gezeigt werden.

QuattroPole-Preis
Das Städtenetz QuattroPole unterstützt das Festival in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal, um den Austausch unter filmbegeisterten Kindern und Jugendlichen in der Region zu fördern. Damit knüpft QuattroPole an den Erfolg des Videowettbewerbs „Zeig mir Deine Stadt“ an, bei dem vor allem Studenten Filmbeiträge eingereicht hatten.

QuattroPole-Jury
Dora Marques (28), Luxembourg-Grund (L)
Max Grummel (23), Saarbrücken (D)
Fabien Giurgiu (22), Metz (F)
Januk Sinno (19), Trier (D)

Weitere Informationen unter www.facebook.com/quattropole und www.filmbuero-saar.de

Interview mit dem QuattroPole-Preisträger Sacha Bachim

QuattroPole-Preisträger Sacha Bachim im InterviewQuattroPole-Preisträger Sacha Bachim im Interview

QuattroPole: Woher kommst du und seit wann interessierst du dich für Film bzw. bist du selbst aktiv im Bereich Film?

Sacha Bachim: Ich bin schon immer filminteressiert gewesen, bin beruflich jedoch in einem ganz anderen Feld tätig. Im “richtigen Leben” bin ich Psychotherapeut, habe meine eigene Praxis in Luxemburg Stadt und eine halbe Stelle bei der Caritas. Die Psychologie ist mir natürlich schon von Nutzen gewesen bei dem Schreiben von Scripten und auch in der Funktion als Regisseur, wenn es darum geht eine große (meistens unbezahlte) Crew zusammenzuhalten und zu motivieren. Umgekehrt nutze ich die Filmkultur auch öfters in meiner Praxis, aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Freizeit bin ich Präsident der Kunstplattform Feierblumm, mit der wir seit nunmehr 6 Jahren um die 40 verschiedene audiovisuelle Projekte (Kurz- und Spielfilme, Musikvideos, Dokumentarfilme und Art Videos) verwirklicht haben.

QuattroPole: Was hat dich veranlasst, den Film “Gänseblümchen” zu drehen?

Sacha Bachim: Einerseits ging es darum ein Konzept zu schreiben, das sich dem speziellen Format anpassen konnte: einen Film an einem Tag mit nur 5 Minuten 35mm Film-Stock zu drehen. Es musste also möglich sein, jede Einstellung direkt beim ersten Take im Kasten zu haben. Die einfache Story und das Stummfilmformat boten sich da natürlich an.
Andererseits hat es mich sehr gereizt ein Thema, das in der Öffentlichkeit immer nur mit ernster Mimik und moralischem Zeigefinger kommentiert wird, einmal aus einem leichteren Blickwinkel heraus zu beleuchten.
Im Endeffekt hat es mich auch sehr gefreut mit den 3 fantastischen Schauspielern arbeiten zu können, denen ich die Rollen auf den Leib geschrieben habe.

QuattroPole: Was ist für dich der besondere Wert des QuattroPole-Preises, den das Städtenetz gestiftet hat? Wie ordnest du deinen Film in das Städtenetz ein?

Sacha Bachim: Ich fühle mich sehr geehrt, gerade diesen Preis erhalten zu haben. Ich lebe derzeit in Luxemburg Stadt, habe zuvor aber auch 6 Jahre in Trier gewohnt, daher habe ich eine starke Verbindung zu zwei der QuattroPole-Städten. Der Preis zeigt mir, dass der Film so funktioniert, wie ich es mir gewünscht habe: ohne Worte kann er seine Botschaft auf leichte Art und Weise vermitteln und städte- und länderübergreifend zum Schmunzeln anregen.

 

Weitere Informationen zum Gewinnerfilm “Gänseblümchen”, Bilder vom Set und ein Making-Of finden Sie hier sowie auf der Facebook-Seite des Städtenetzes

Comments

comments

SOURCE: http://www.quattropole.org/de/press/119371

Der QuattroPole-Preis des Créajeune-Filmwettbewerbs geht an den 3-minütigen Filmclip „Gänseblümchen“ des luxemburgischen Regisseurs Sacha Bachim. Am Mittwoch, 25. Januar, fand die offizielle Preisverleihung in der Kategorie „Junge Erwachsene“ in der gut besuchten Cinémathèque der Stadt Luxemburg statt.

Jury und Gewinner des QuattroPole-PreisesJury und Gewinner des QuattroPole-Preises

Die Besonderheit des vom Städtenetz ausgezeichneten Films ist, dass er nicht digital, sondern klassisch analog gedreht wurde. Sacha Bachim hatte beim Wettbewerb „Free Oli’s Fridge“ 30 Meter Film gewonnen. Um den Film „Gänseblümchen“ zu realisieren, musste er diese begrenzte Länge Film nutzen, ohne bei der Aufnahme den geringsten Fehler zu machen.

Die beiden Jurymitglieder Tim Dirnberger aus Illingen und Fabien Giurgiu aus Metz haben den mit 500 Euro dotierten QuattroPole-Preis überreicht. Der Preis zeichnet den besten Film des Wettbewerbs zum Thema „Leben in meiner Stadt“ aus. Vier Jugendliche aus Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier haben den Preisträger aus über 60 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Sie begründen ihre Auswahl damit, dass der Film „Gänseblümchen“ ein ernstes Thema auf leichte Weise behandelt: „Es wird das multikulturelle Zusammenleben in der Großstadt mit all seinen Schwierigkeiten thematisiert. Durch seinen sensiblen Witz ermutigt der Film uns zum integrativen Nachdenken“, so die Jury.

In der Kategorie Bester Spielfilm wurden gleich zwei Filme ausgezeichnet: Der 5-minütige Kurzfilm „Tactile“ des belgischen Regisseurs Valentin Taminiau sowie die luxemburgische Produktion „Status > ego“, die unter der Regie von Marc Barnig entstanden ist. Den Preis für den besten Videoclip erhielt Regisseur Laurent Prim für das Musikvideo „Every single one of us“ der Band Birdbones. Alle drei Preisträger erhielten eine Kamera im Wert von je 500 Euro. Der Preis für Humor und Ironie geht an den Filmclip „Don’t let the bank die“, der während eines europäischen Jugendaustauschs von jungen Amateurfilmern aus Schweden, Estland, Deutschland, Tschechien, Slowakei, den Niederlanden und Luxemburg entstanden ist.

Weitere Aufführungen in den QuattroPole-Städten
Bereits am Montag, 30. Januar, werden die Preisträger und andere Favoriten des Wettbewerbs um 20 Uhr im Kino achteinhalb in Saarbrücken vorgestellt. Auch in Luxemburg und im Trierer Broadway-Kino sollen die besten Filme gezeigt werden.

QuattroPole-Preis
Das Städtenetz QuattroPole unterstützt das Festival in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal, um den Austausch unter filmbegeisterten Kindern und Jugendlichen in der Region zu fördern. Damit knüpft QuattroPole an den Erfolg des Videowettbewerbs „Zeig mir Deine Stadt“ an, bei dem vor allem Studenten Filmbeiträge eingereicht hatten.

QuattroPole-Jury
Dora Marques (28), Luxembourg-Grund (L)
Max Grummel (23), Saarbrücken (D)
Fabien Giurgiu (22), Metz (F)
Januk Sinno (19), Trier (D)

Weitere Informationen unter www.facebook.com/quattropole und www.filmbuero-saar.de

Interview mit dem QuattroPole-Preisträger Sacha Bachim

QuattroPole-Preisträger Sacha Bachim im InterviewQuattroPole-Preisträger Sacha Bachim im Interview

QuattroPole: Woher kommst du und seit wann interessierst du dich für Film bzw. bist du selbst aktiv im Bereich Film?

Sacha Bachim: Ich bin schon immer filminteressiert gewesen, bin beruflich jedoch in einem ganz anderen Feld tätig. Im “richtigen Leben” bin ich Psychotherapeut, habe meine eigene Praxis in Luxemburg Stadt und eine halbe Stelle bei der Caritas. Die Psychologie ist mir natürlich schon von Nutzen gewesen bei dem Schreiben von Scripten und auch in der Funktion als Regisseur, wenn es darum geht eine große (meistens unbezahlte) Crew zusammenzuhalten und zu motivieren. Umgekehrt nutze ich die Filmkultur auch öfters in meiner Praxis, aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Freizeit bin ich Präsident der Kunstplattform Feierblumm, mit der wir seit nunmehr 6 Jahren um die 40 verschiedene audiovisuelle Projekte (Kurz- und Spielfilme, Musikvideos, Dokumentarfilme und Art Videos) verwirklicht haben.

QuattroPole: Was hat dich veranlasst, den Film “Gänseblümchen” zu drehen?

Sacha Bachim: Einerseits ging es darum ein Konzept zu schreiben, das sich dem speziellen Format anpassen konnte: einen Film an einem Tag mit nur 5 Minuten 35mm Film-Stock zu drehen. Es musste also möglich sein, jede Einstellung direkt beim ersten Take im Kasten zu haben. Die einfache Story und das Stummfilmformat boten sich da natürlich an.
Andererseits hat es mich sehr gereizt ein Thema, das in der Öffentlichkeit immer nur mit ernster Mimik und moralischem Zeigefinger kommentiert wird, einmal aus einem leichteren Blickwinkel heraus zu beleuchten.
Im Endeffekt hat es mich auch sehr gefreut mit den 3 fantastischen Schauspielern arbeiten zu können, denen ich die Rollen auf den Leib geschrieben habe.

QuattroPole: Was ist für dich der besondere Wert des QuattroPole-Preises, den das Städtenetz gestiftet hat? Wie ordnest du deinen Film in das Städtenetz ein?

Sacha Bachim: Ich fühle mich sehr geehrt, gerade diesen Preis erhalten zu haben. Ich lebe derzeit in Luxemburg Stadt, habe zuvor aber auch 6 Jahre in Trier gewohnt, daher habe ich eine starke Verbindung zu zwei der QuattroPole-Städten. Der Preis zeigt mir, dass der Film so funktioniert, wie ich es mir gewünscht habe: ohne Worte kann er seine Botschaft auf leichte Art und Weise vermitteln und städte- und länderübergreifend zum Schmunzeln anregen.

 

Weitere Informationen zum Gewinnerfilm “Gänseblümchen”, Bilder vom Set und ein Making-Of finden Sie hier sowie auf der Facebook-Seite des Städtenetzes

Comments

comments

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply