Aug 02 2013

Dunkles Wasser

Published by at 01:10 under Screening Room

SOURCE: http://www.journal.lu

ECHTERNACH – PATRICK VERSALL

Das Echternacher Ciné Sura veranstaltetseit 2005 erfolgreich Open-Air-Veranstaltungen

Er mag es vielleicht selber nicht wahrhaben und doch: Michael Dohrmann, Präsident der Echternacher Ciné Sura a.s.b.l., hat in puncto Freiluftkino auf dem Lande hierzulande Pionierarbeit geleistet.

Der gebürtige Norddeutsche zog vor zehn Jahren nach Echternach, wo seine Frau eine Stelle als Tierärztin angenommen hatte. Dohrmann ist ein Sohn des Kinos, in Deutschland war er eine Zeit lang als Kinobetreiber aktiv und arbeitete lange Jahre für den Filmverleih „Kinowelt“.

Unter dem Impuls des Film-Passionierten wurde das Kino „Sura“ wieder flott gemacht, nachdem nach der Jahrtausendwende die Zukunft alles andere als rosig für das Lichtspielhaus aussah.

Am Anfang war ein Schulprojekt

Das Sura sei einfach eine emotionale Geschichte, erklärt Michael Dohrmann, der vor sechs Monaten aus familiären Gründen mit seiner Familie in den Allgäu gezogen ist und regelmäßig zwischen Süddeutschland und Echternach hin- und herpendelt. Während der Open-Air-Saison tut sich Dohrmann die Fahrerei nicht an und verbringt zurzeit mehrere Wochen in seiner ehemaligen luxemburgischen Heimat.

Die erste Echternacher Freiluft-Vorstellung geht auf ein Schulprojekt des Echternacher Gymnasiums zurück. Dohrmann, seit jeher ein Verfechter von Schulprojekten, unterstützte 2005 eine Gruppe motivierter „Lyçée“-Schüler bei der Durchführung eines ersten Kino-Open-Airs.

Die Leinwand stand nicht am Echternacher See, sondern im Hof der altehrwürdigen Abtei. „Open-Air-Kino war damals hier in Luxemburg noch nicht so etabliert,“ so Dohrmann mit Blick zurück auf die Zeit, als die Bilder in Echternach unter freiem Himmel laufen lernten. In dieser Zeit musste sich das Kinopublikum auch an das neue Angebot gewöhnen und Fragen wie „ Muss ich meinen eigenen Stuhl zur Vorstellung mitbringen?“ wurden dem Kino-Fachmann mehr als einmal gestellt .

Im darauf folgenden Jahr begaben sich Dohrmann und eine Hand voll Engagierte im Auftrag der LEADER-Müllerthal-Gruppe mit Leinwand und Projektor auf Open-Air-Tournee im Osten Luxemburgs und exportierten somit das sommerliche Filmvergnügen in zehn Gemeinden.

Fester Platz am See

2007 bekam das Echternacher Kino-Open-Air einen festen Platz am See zugewiesen, durchschnittlich 2.000 Film-Begeisterte empfangen Dohrmann und seine gut 30 ehrenamtliche Helfer pro Veranstaltungsreihe am See. Die Stühle stellt die Gemeindeverwaltung zur Verfügung, für die Strom- und Wasserkosten kommen die Gemeindeväter ebenfalls auf.

Unverzichtbar für das Open-Air-Unterfangen sind die Sponsorengelder, mit denen u.a. das Material wie die aufblasbare Leinwand oder der digitale Filmprojektor gemietet werden.

Der Präsident der Echternacher Kino-a.s.b.l. begrüßt die Tatsache, dass das Open-Air-Kino nun auch in Luxemburg Fuß gefasst hat und vielerorts Filmprojektionen im Freien stattfinden. „Es ist einfach ein Massengemeinschaftserlebnis“, so Dohrmann. Der Kinofachmann vertritt die Meinung, dass die Veranstalter sich für die Ausrichtung solcher Kino-Abende immer einen Kinobetreiber mit an Bord nehmen sollten.

Bei der Auswahl der Filme verlässt sich Dohrmann u.a. auf seine fast 30-jährige Kinoerfahrung; der Adoptiv-Echternacher ist außerdem viel auf Festivals unterwegs und schaut sich zahlreiche Trailer an.

Das Open-Air am See verfügt mittlerweile über einen Stammplatz im Sommer-Terminkalender der Abteistadt und ist aus diesem, genau wie das Treffen der Ballonfahrer sowie das Musikfestival eLake, nicht mehr wegzudenken.
Nach dem Drive-In-Kino im Mai und den Open-Air-Veranstaltungen Mitte Juli hat das Sura mit dem Auftakt seiner Jacques Tati-Reihe gestern Abend die dritte und letzte Runde in der diesjährigen Freiluftsaison eingeläutet. Die Autorenfilme zeigt das Sura neben dem historischen Pavillon im Echternacher Stadtpark.

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ECHTERNACH – PATRICK VERSALL

Das Echternacher Ciné Sura veranstaltetseit 2005 erfolgreich Open-Air-Veranstaltungen

Er mag es vielleicht selber nicht wahrhaben und doch: Michael Dohrmann, Präsident der Echternacher Ciné Sura a.s.b.l., hat in puncto Freiluftkino auf dem Lande hierzulande Pionierarbeit geleistet.

Der gebürtige Norddeutsche zog vor zehn Jahren nach Echternach, wo seine Frau eine Stelle als Tierärztin angenommen hatte. Dohrmann ist ein Sohn des Kinos, in Deutschland war er eine Zeit lang als Kinobetreiber aktiv und arbeitete lange Jahre für den Filmverleih „Kinowelt“.

Unter dem Impuls des Film-Passionierten wurde das Kino „Sura“ wieder flott gemacht, nachdem nach der Jahrtausendwende die Zukunft alles andere als rosig für das Lichtspielhaus aussah.

Am Anfang war ein Schulprojekt

Das Sura sei einfach eine emotionale Geschichte, erklärt Michael Dohrmann, der vor sechs Monaten aus familiären Gründen mit seiner Familie in den Allgäu gezogen ist und regelmäßig zwischen Süddeutschland und Echternach hin- und herpendelt. Während der Open-Air-Saison tut sich Dohrmann die Fahrerei nicht an und verbringt zurzeit mehrere Wochen in seiner ehemaligen luxemburgischen Heimat.

Die erste Echternacher Freiluft-Vorstellung geht auf ein Schulprojekt des Echternacher Gymnasiums zurück. Dohrmann, seit jeher ein Verfechter von Schulprojekten, unterstützte 2005 eine Gruppe motivierter „Lyçée“-Schüler bei der Durchführung eines ersten Kino-Open-Airs.

Die Leinwand stand nicht am Echternacher See, sondern im Hof der altehrwürdigen Abtei. „Open-Air-Kino war damals hier in Luxemburg noch nicht so etabliert,“ so Dohrmann mit Blick zurück auf die Zeit, als die Bilder in Echternach unter freiem Himmel laufen lernten. In dieser Zeit musste sich das Kinopublikum auch an das neue Angebot gewöhnen und Fragen wie „ Muss ich meinen eigenen Stuhl zur Vorstellung mitbringen?“ wurden dem Kino-Fachmann mehr als einmal gestellt .

Im darauf folgenden Jahr begaben sich Dohrmann und eine Hand voll Engagierte im Auftrag der LEADER-Müllerthal-Gruppe mit Leinwand und Projektor auf Open-Air-Tournee im Osten Luxemburgs und exportierten somit das sommerliche Filmvergnügen in zehn Gemeinden.

Fester Platz am See

2007 bekam das Echternacher Kino-Open-Air einen festen Platz am See zugewiesen, durchschnittlich 2.000 Film-Begeisterte empfangen Dohrmann und seine gut 30 ehrenamtliche Helfer pro Veranstaltungsreihe am See. Die Stühle stellt die Gemeindeverwaltung zur Verfügung, für die Strom- und Wasserkosten kommen die Gemeindeväter ebenfalls auf.

Unverzichtbar für das Open-Air-Unterfangen sind die Sponsorengelder, mit denen u.a. das Material wie die aufblasbare Leinwand oder der digitale Filmprojektor gemietet werden.

Der Präsident der Echternacher Kino-a.s.b.l. begrüßt die Tatsache, dass das Open-Air-Kino nun auch in Luxemburg Fuß gefasst hat und vielerorts Filmprojektionen im Freien stattfinden. „Es ist einfach ein Massengemeinschaftserlebnis“, so Dohrmann. Der Kinofachmann vertritt die Meinung, dass die Veranstalter sich für die Ausrichtung solcher Kino-Abende immer einen Kinobetreiber mit an Bord nehmen sollten.

Bei der Auswahl der Filme verlässt sich Dohrmann u.a. auf seine fast 30-jährige Kinoerfahrung; der Adoptiv-Echternacher ist außerdem viel auf Festivals unterwegs und schaut sich zahlreiche Trailer an.

Das Open-Air am See verfügt mittlerweile über einen Stammplatz im Sommer-Terminkalender der Abteistadt und ist aus diesem, genau wie das Treffen der Ballonfahrer sowie das Musikfestival eLake, nicht mehr wegzudenken.
Nach dem Drive-In-Kino im Mai und den Open-Air-Veranstaltungen Mitte Juli hat das Sura mit dem Auftakt seiner Jacques Tati-Reihe gestern Abend die dritte und letzte Runde in der diesjährigen Freiluftsaison eingeläutet. Die Autorenfilme zeigt das Sura neben dem historischen Pavillon im Echternacher Stadtpark.

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