Aug 19 2013

“House of Boys” screened at Udo Kier retrospective at Kino Xenix Zürich

Published by at 19:40 under Delux,Screening Room

SOURCE: http://www.xenix.ch

Mo 19. 08. – Mi 21. 08. > 21:30
House of Boys
Jean-Claude Schlim, Luxemburg/Deutschland 2009; 117′ E
Mit Layke Anderson, Benn Northover, Udo Kier, Michael N. Kuehl, Gintare Parulyte, Sascha Ley, Stephen Fry, Steven Webb, Tom Leick, David Goldrake

Der hübsche schwule Frank (Layke Anderson) kommt aus typisch muffigen Provinz- und Familienverhältnissen in die grosse Stadt. Dort wird er zur Attraktion im «House of Boys» von Puffmutter «Madame» (Udo Kier, dessen schillernder Paradiesvogel zwischen den Geschlechtern auch ein geschäftstüchtiger Zuhälter ist). Befreit, tanzt Frank ausgelassene Stripnummern auf der Clubbühne und geniesst die Aufmerksamkeit. Doch plötzlich wird die zuerst schwierige, dann wunderbar leichte erste Liebe brutal vom Aids-Horror eingeholt. Es ist die Zeit Mitte der Achtzigerjahre. Rettungslos dem Tod geweiht, liegt Franks Freund grausam entstellt im Krankenhausbett. Ein Arzt (der wunderbare Stephen Fry) gewährt menschliche und, so gut das damals überhaupt möglich war, medizinische Unterstützung.
Ein Coming-of-Age-Film mit Musical-Elementen, angesiedelt irgendwo zwischen VELVET GOLDMINE und Cyril Collards LES NUITS FAUVES, dem zum Schluss mit einem Song auch die Referenz erwiesen wird. Regisseur Schlim ist es gelungen, queere Ekstasen, das Sexgeschäft, Partys und Drogenräusche genauso emotional direkt, treffend und ohne Mahnfinger zu inszenieren, wie er auch für das Aids-Drama in der zweiten Hälfte den richtigen Ton – und ungeschönte Bilder – gefunden hat. Zu sehen ist die englische Originalfassung ohne Untertitel.

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Mo 19. 08. – Mi 21. 08. > 21:30
House of Boys
Jean-Claude Schlim, Luxemburg/Deutschland 2009; 117′ E
Mit Layke Anderson, Benn Northover, Udo Kier, Michael N. Kuehl, Gintare Parulyte, Sascha Ley, Stephen Fry, Steven Webb, Tom Leick, David Goldrake

Der hübsche schwule Frank (Layke Anderson) kommt aus typisch muffigen Provinz- und Familienverhältnissen in die grosse Stadt. Dort wird er zur Attraktion im «House of Boys» von Puffmutter «Madame» (Udo Kier, dessen schillernder Paradiesvogel zwischen den Geschlechtern auch ein geschäftstüchtiger Zuhälter ist). Befreit, tanzt Frank ausgelassene Stripnummern auf der Clubbühne und geniesst die Aufmerksamkeit. Doch plötzlich wird die zuerst schwierige, dann wunderbar leichte erste Liebe brutal vom Aids-Horror eingeholt. Es ist die Zeit Mitte der Achtzigerjahre. Rettungslos dem Tod geweiht, liegt Franks Freund grausam entstellt im Krankenhausbett. Ein Arzt (der wunderbare Stephen Fry) gewährt menschliche und, so gut das damals überhaupt möglich war, medizinische Unterstützung.
Ein Coming-of-Age-Film mit Musical-Elementen, angesiedelt irgendwo zwischen VELVET GOLDMINE und Cyril Collards LES NUITS FAUVES, dem zum Schluss mit einem Song auch die Referenz erwiesen wird. Regisseur Schlim ist es gelungen, queere Ekstasen, das Sexgeschäft, Partys und Drogenräusche genauso emotional direkt, treffend und ohne Mahnfinger zu inszenieren, wie er auch für das Aids-Drama in der zweiten Hälfte den richtigen Ton – und ungeschönte Bilder – gefunden hat. Zu sehen ist die englische Originalfassung ohne Untertitel.

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